Ich bin der Meinung das sie nichts bringen, uns schaden und Russland von uns unabhängiger machen.
Unsere Wirtschaft wird geschädigt und unsere Möglichkeiten wichtige Probleme in unserem Land anzugehen werden reduziert.
Ein weiterer Punkt sind die Verluste.
Die Sanktionen haben auch gewisse Auswirkungen auf uns. Ja, sie sorgen für Unannehmlichkeiten. Aber hauptsächlich psychologischer Natur, in nur äußerst geringem Maße haben wir materielle Auswirkungen zu spüren bekommen. Niemand ist durch die Hilfe der Ukraine bzw. den Sanktionen "arm geworden" oder hat auch nur eine Scheibe Wurst weniger auf dem Brot. Bleib mal realistisch bitte.
Aber: Die vermeintlich heile Welt, ohne konkrete Konflikte gerät ins Wanken.
Das, was man nur aus den Nachrichten oder Geschichtsbüchern kannte, rückt näher und ins Bewusstsein.
Ich erkenne an, das dies für viele Menschen beängstigend ist. Aber damit muss man leben.
Du möchtest also lieber den Kopf einziehen, die Ukraine im Stich lassen und scherst dich einen Teufel darum, dass ein europäischer Staat von einem anderen Staat bombardiert und vergewaltigt wird?
Nur damit du deine Ruhe hast und so weiterleben kannst wie bisher. In einer Traumwelt, die eigentlich ganz anders aussieht.
Okay. So eine Meinung kann man haben. Wenigstens sagst Du es jetzt einmal klar und deutlich.
Aber Respekt und Achtung bekommst Du dafür nicht von mir.
Meine Meinung dagegen ist: Lieber stehend sterben, als kniend leben.
Im Gegensatz zu Euch, gerade weil ich mich mit der technisch , militärischen Seite beschäftige, neben der wirtschaftlichen, sehe ich Verlustzahlen auf ukrainischer Seite, welche eine Fortführung nicht unbedingt unterstützen.
Nein, du bemühst die ukrainischen Verluste (die du gar nicht konkreter kennst als wir) als perfides Argument dafür "nicht bis zum letzten Ukrainer" zu kämpfen.
Weiterhin obliegt es der ukrainischen Führung dies zu entscheiden. Nicht uns.
Gleichzeitig sieht es auch nicht danach aus, das die meisten Ukrainer Willens sind zu den Waffen zu greifen.
Natürlich ist Krieg nirgendwo populär. Und natürlich gibt es auch viele Ukrainer, die nicht kämpfen wollen.
Die Behauptung, dass die meisten Ukrainer nicht kämpfen wollen ist aber doch am Ende eher pro-russische Propaganda - dein Link untermauert diese These nicht.
Im übrigen müssen auch gar nicht "die meisten Ukrainer" (>50% der Bevölkerung) zu den Waffen greifen.
Es reicht, wenn es ausreichend viele motivierte und fähige Menschen tun.
Und das ist wohl doch noch der Fall, mit einem gewissen weiteren Rekrutierungspotenzial.
Warum traut sich Selensky nicht das Einberufungsalter auf 18, oder 20 zu senken? Bisher gilt das erst ab 27 Jahren.
Dazu gibt es Äußerungen: Um die Zukunft des Landes, junge Leute, die noch zur Schule gehen oder studieren weitestgehend zu schonen.
Warum dieses strikte ablehnen von Verhandlungen durch die ukrainische Regierung?
Siehe mein letzter Post, der das Thema ganz klar und deutlich behandelt hat (zum x-ten Male übrigens).
Aber eigentlich ist die Frage:
Warum fragst Du das, obwohl du die Antwort doch kennst? Liest Du das so gerne?
Welche Opferzahlen sind akzeptabel?
Frag Putin. Er bestimmt am Ende die nötige Opferzahl.
Das ist eine Frage die nicht quantifizierbar ist.
Es geht um die Freiheit und Zukunft des ukrainischen Volkes.
Für welche Ziele lohnt es sich denn bitte mehr zu kämpfen?
Meine Ansicht wird zB hier bestätigt.Immerhin Oberstleutnant der US Armee.
"„Die Seite, die den zermürbenden Charakter des Krieges akzeptiert und sich auf die Vernichtung feindlicher Kräfte statt auf die Eroberung von Terrain konzentriert, wird höchstwahrscheinlich gewinnen. Der Westen ist auf diese Art von Krieg nicht vorbereitet“, sagte er."
"Anstelle einer „entscheidenden Schlacht“ durch Manöverkriegsführung „konzentriert sich der Zermürbungskrieg auf die Zerstörung feindlicher Streitkräfte und ihre Fähigkeit, Kampfkraft zu regenerieren und gleichzeitig die eigene zu bewahren“, schrieb er und bemerkte, dass eine erfolgreiche Zermürbungsstrategie „akzeptiert, dass der Krieg andauern wird.“ mindestens zwei Jahre.“
Attrition could define future wars between near-peer powers, Alex Vershinin wrote, and the West isn't prepared for that type of fighting.
www.businessinsider.com
Genau das behaupte ich seit einem Jahr und wir sehen es. Wir sehen jetzt über 2 Jahre Krieg und haben die Sanktionen etwas gewirkt ?
Meinst du weitere Sanktionen ändern etwas?
Ja, Sanktionen bringen was. Auf jeden mehr als keine Sanktionen.
Ich habe es in einem der letzten Posts aber auch schon klar und deutlich formuliert.
Nach der Einführung stiegen Materialpreise, Zinsen und der Einfamilienhausbau ist eingebrochen. Ich baue Häuser und wollte selber neu bauen. " Doppelwumms".
Was kannst du mir empfehlen ?
Als ob Du beziffern könntest, was der Ukrainekrieg "uns" nun konkret "mehr kostet".
Anderen Leute wird das Dach über dem Kopf weggebombt, Kinder werden verschleppt und Russland droht uns, Europa, mit einem Atomkrieg, aber du willst bloss deine Ruhe.
Der Fehler war, sich in eine gewisse Abhängigkeit von russischer Energie zu begeben.
Das hätten wir auch anders haben können. Genau da liegt nämlich unser Fehler - in der Vergangenheit, aber gewiss nicht in der unmittelbaren Reaktion auf den Februar 2022.
Es fällt mir schwer, nicht das zu schreiben, was mir auf der Zunge liegt.
@Estilofatuo
Hast Du noch an meiner letzten Antwort zu knacken?
Kam nicht mehr viel von Dir. Was ist los?