Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Sehr lesenswerter Kommentar der NZZ

Wenn man ihn den lesen könnte.

Was soll man da eigentlich ausser laut lachen?
Der Vertrag wurde ja abgeschlossen, es gibt hier kein "hätte" es gibt ausschließlich die Realität und die sieht so aus!
... also wenn du so direkt fragst würde ich empfehlen die Bedeutung des Wortes "Prognose" zu googeln. Und selbst wenn wir mal grosszügerweise annehmen dass die Prognose für 2023 stimmt dann wären 5% Wachstum von denen der IMF bestenfalls ausgeht 168 Milliarden und nicht 173 Milliarden. Und mit den 3-4% mit denen der IMF im Jahr 2024 rechnet wären wir bei 174 Milliarden und nicht bei 186 Milliarden.

Und diese 3-4% im Jahr 2024 (und der prognostizierte Wachstum in den Jahren danach) gelten auch nur dann wenn die Prognose des IMF eintrifft dass a) der Krieg schnell beendet werden kann und b) offensichtlicherweise NICHT von den Russen gewonnen wird.


Putin hält an senem Traum die westl Welt ins Verderben zu stürzen nach wie vor fest und treibt die Partner ihm gleichzukommen weiter an.

Fragt sich halt nur was dein geposteter Artikel mit einem angeblichen Traum Putins über die westliche Welt zu tun hat.
 
Die offene Frage ist, ob der Ukrainekrieg die EU weiter vereint, oder ob wir mittelfristig daran wirtschaftlich so große Schäden erleiden, dass wir die Unterstützung der Ukraine aufgeben und in Folge einzelne Länder wie Ungarn der EU den Rücken zudrehen und sich Russland zuwenden.

Ich finde die Unterstützung für die Ukraine immer noch viel zu zaghaft. Mir fehlen immer noch die Projekte, die Munitionsproduktion massiv nach oben zu fahren. Russland will den Abnutzungskrieg und wird alles dransetzen. Es reicht also nicht, wie bisher, immer nur für ein Gleichgewicht zu sorgen, die Ukraine muss die Initiative bekommen.
 
Fragt sich halt nur was dein geposteter Artikel mit einem angeblichen Traum Putins über die westliche Welt zu tun hat.
Fragt es sich ja ? Ich würde nämlich behaupten dass es kein Geheimnis ist dass Putin einer abgeht wenn er von träumt die USA in einen 2 Frontenkrieg zu stürzen. Sein Fetisch geht ja so weit dass er annahm schon alleim mit dem möglichen Erfolg in der Ukraine das westl Bündnis zu zerreissen.. nur wurde er durch die Reaktion der westl Welt man schnell wieder auf den Boden der Tatsachen geholt.
 
... also wenn du so direkt fragst würde ich empfehlen die Bedeutung des Wortes "Prognose" zu googeln. Und selbst wenn wir mal grosszügerweise annehmen dass die Prognose für 2023 stimmt dann wären 5% Wachstum von denen der IMF bestenfalls ausgeht 168 Milliarden und nicht 173 Milliarden. Und mit den 3-4% mit denen der IMF im Jahr 2024 rechnet wären wir bei 174 Milliarden und nicht bei 186 Milliarden.

Und diese 3-4% im Jahr 2024 (und der prognostizierte Wachstum in den Jahren danach) gelten auch nur dann wenn die Prognose des IMF eintrifft dass a) der Krieg schnell beendet werden kann und b) offensichtlicherweise NICHT von den Russen gewonnen wird.
Und wieder nur zum echt totlachen!
Nimm doch einfach die realen Zahlen bis 2021 und 2022 und deine Behauptungen lösen sich in absolute Luft auf!
Die wirfst hier nur mit Nebelgranaten!
Deine Behauptung war, das das Assiziierungsabkommen von 2013/2014 dem ukrainischen Volk Schaden zugefügt hätte, was nichts weiter als absoluter nonstop nonsens ist.
Um nichts anderes ging es, die Zahlen für die Zukunft sind für die Widerlegung deiner Behauptung völlig irrelevant!
 
3. Die beabsichtigte Übersättigung der ukrainischen Flugabwehr ist der RU nicht gelungen und es konnten 75% aller angreifenden Flugkörper abgeschossen werden, was bei der eingesetzten Anzahl von ~ 150 Angriffsflugkörpern sehr beachtlich ist. Es gibt Meldungen das ein Iris T um gut 100m verfehlt wurde (Starter oder Radar).
Die Krux ist nur das die Ukraine uns sicher nicht zeigen wird, was die durchgekommen 35 Flugkörper zerstört haben, abgesehen von denen die zivile Ziele getroffen haben. Zu befürchten ist, das zumindestens kleine Teile der Flugabwehr gerade rund um Charkiw was abbekommen haben, aber für gesicherte Erkenntnisse ist es noch zu früh.

Viele der Bilder von zivilen Einrichtungen zeigen eindeutig zu große Schäden für Absturz von Trümmern, das sind reguläre Einschläge. Und die Chancen durch bloßen Zufall beispielsweise Einkaufszentren oder andere Infrastruktur von größerer Bedeutung zu treffen statt die flächenmäßig viel bedeutenderen Wohnblocks, Straßen, Freiflächen, etc. sind auch minimal. Da wurde also, mal wieder, absichtlich auf zivile Ziele geschossen. Nix Kollateralschaden.

In Anbetracht dessen, dass sämtliche Verteidigungssysteme naturgemäß leistungsfähiger im Nahbereich sind und diesen zum Selbstschutz priorisieren, würde ich deinen Spieß sogar umdrehen: Putin hat auch relativ große Salven auf vermutete Luftabwehrstellungen gefeuert, um diese zu beschäftigen, sodass die Angriffe gegen großräumig gestreute zivile Ziele durchkamen. Hätte man es dagegen darauf angelegt, beispielweise Iris T auszuschalten, hätte man das Arsenal viel gezielter abfeuern und nicht im ganzen Land verteilen dürfen. Dieses Muster war ungeeignet, um lokal die Verteidigungsfähigkeit via Übersättigung zu durchstoßen. Aber es war gut geeignet, um sie landesweit zu schwächen, so weit verteilte Treffer zu erzielen und damit im ganzen Land Angst und Schrecken zu verbreiten. Ein klassischer Terrorakt.


Laut "Expertenmeinung" können noch 2-3 Angriffswellen in dieser Itensität folgen.

Die wichtige, aber leider schwer zu beantwortende Frage wäre: Wie lange bräuchte es nach einer vierten Welle, bis Material für eine fünfte neu angefertigt wurde?
Noch dreimal Schäden in gleicher Höhe aber dafür garantierte Ruhe für 1-2 Jahre würde vermutlich jeder Ukrainer gerne annehmen. Schrecken mit Ende und so.


Die offene Frage ist, ob der Ukrainekrieg die EU weiter vereint, oder ob wir mittelfristig daran wirtschaftlich so große Schäden erleiden, dass wir die Unterstützung der Ukraine aufgeben und in Folge einzelne Länder wie Ungarn der EU den Rücken zudrehen und sich Russland zuwenden.

Wir erleiden nicht "daran" große wirtschaftliche Schäden. Verglichen mit der Gesamtleistung der EU ist die Ukraine-Unterstützung weiterhin sehr überschaubar (WAS PEINLICH IST!) und es ist ein Fliegenschiss im Vergleich zu dem, was uns blüht, wenn Putin Erfolg mit seinen Methoden hat (genau deswegen ist es so peinlich). Worunter die EU leidet, ist Profitmaximierung einiger zu Lasten anderer: Für manche EU-Mitglieder hat es oberste Priorität, EU-Konkurrenz zu schlagen. Deswegen überweisen Ungarn und Österreich, über Umwege aber wohl teils auch Deutschland und sicherlich weitere, weiterhin Milliarden für Energie an Russland, deswegen exportieren sämtliche Staaten weiterhin direkt oder indirekt nach Russland und blockieren Sanktionen, die das für ihren Hauptgeschäftsbereich unterbinden würden, deswegen verhindert Polen die Verschiffung ukrainischen Getreides über polnische Häfen, etc.. Von der Liste der politischen Profiteure und Wanna-Be-Profiteure, die in sämtlichen Staaten den Populismus auspacken, braucht man gar nicht erst anzufangen. In Deutschland gewinnen ja sogar ganz links und ganz rechts, auf Kosten der Ukraine Stimmen.

So feilt jeder an seiner Marktposition innerhalb der EU. Von einer Vereinigung kann nicht die Rede sein und Wirtschaftsschäden von außen braucht es gar nicht, die fügen wir uns höchstselbst zu.
 
... Wir erleiden nicht "daran" große wirtschaftliche Schäden. Verglichen mit der Gesamtleistung der EU ist die Ukraine-Unterstützung weiterhin sehr überschaubar (WAS PEINLICH IST!) und es ist ein Fliegenschiss im Vergleich zu dem, was uns blüht, wenn Putin Erfolg mit seinen Methoden hat...
Der Krieg wird noch lange dauern, Putin macht keine Anstalten, das Abschlachten seiner Soldaten zu beenden und es gibt noch Millionen Russen. Und wenn er sie barfuss durch Minenfelder treiben muss, wird auch das passieren.

Wir reden also noch von vielen Jahren Krieg und wie sollten langsam beginnen, umfassend Waffen zu liefern. Und in Summe über viele Jahre werden schon hunderte Milliarden zusammen kommen, Relativ bewertet alles nicht so schlimm, absolut sind es hohe Summe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Über viele Jahre hinweg sind hunderte Milliarden aber wenig im Vergleich zur Wirtschaftsleistung der gesamten EU. Genau deswegen wird das ja so gemacht: Die Ukraine kriegt Krümel, die nicht weh tun. Und weil wir so langsam liefern, dauert der Krieg so lange und wird unterm Strich teurer. Viel teurer, wenn man die sozioökonomischen Folgen eines langen Krieges bedenkt. Hätte man der Ukraine das Material, dass mittlerweile bewilligt wurde (und das mehrheitlich immer noch aus altem Schrott besteht, der sowieso ausgemustert werden sollte!), einfach in den ersten drei Monaten zur Verfügung gestellt, dann wäre der Drops jetzt vermutlich schon gelutscht.
 
Die offene Frage ist, ob der Ukrainekrieg die EU weiter vereint, oder ob wir mittelfristig daran wirtschaftlich so große Schäden erleiden, dass wir die Unterstützung der Ukraine aufgeben und in Folge einzelne Länder wie Ungarn der EU den Rücken zudrehen und sich Russland zuwenden.

Ich finde die Unterstützung für die Ukraine immer noch viel zu zaghaft. Mir fehlen immer noch die Projekte, die Munitionsproduktion massiv nach oben zu fahren. Russland will den Abnutzungskrieg und wird alles dransetzen. Es reicht also nicht, wie bisher, immer nur für ein Gleichgewicht zu sorgen, die Ukraine muss die Initiative bekommen.
Insbesondere muss auch für die eigene Verteidigung die Munitions/Waffenproduktion hochgefahren werden. Keine Ahnung warum da kein Zug im Kamin ist.
Gerade die Tage gelesen, "Vor zwei Jahren war die Bundeswehr blank, heute ist sie blanker."
 

Ein modifizierter Überschall-Marschflugkörper macht der ukrainischen Flugabwehr wohl Probleme.
 
Ein modifizierter Überschall-Marschflugkörper macht der ukrainischen Flugabwehr wohl Probleme.
Das ist aber auch kein billiger T34, sondern eine extrem teure Rakete mit hohem Importanteil. Auch gegen eine V2 gab es keine Abwehroption, sie war aber zu teuer, die Rakete kostet mehr als der wirtschaftliche Schaden, den sie anrichtete. Solche Waffen kann sich Russland nicht flächendeckend erlauben. Und ich bin gespannt, wann Abwehrmaßnahmen entwickelt worden sind. Auch das wird passieren.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ein modifizierter Überschall-Marschflugkörper macht der ukrainischen Flugabwehr wohl Probleme.
Das ist aber auch kein billiger T34, sondern eine extrem teure Rakete mit hohem Importanteil. Auch gegen eine V2 gab es keine Abwehroption, sie war aber zu teuer, die Rakete kostet mehr als der wirtschaftliche Schaden, den sie anrichtete. Solche Waffen kann sich Russland nicht flächendeckend erlauben. Und ich bin gespannt, wann Abwehrmaßnahmen entwickelt worden sind. Auch das wird passieren.

Falscher Vergleich: N-TV schreibt zwar was von "ballistisch", aber das Ding hier fliegt natürlich nicht so, sondern wie eine V1. Und es hat auch den 1-t-Gefechtskopf einer V1. Und leider auch deren Steuerungssystem: Inertialnavigation, sonst nichts. In seiner ursprünglichen Rolle als Carrier-Killer hätte es ein Radar im Endanflug genutzt, aber das taugt wohl nichts gegen Bodenziele, denn über Land gibt es jede Menge Störungen (selbst die verbesserte -32, die nicht eingesetzt wird, soll maximal was von der Größe einer Brücke erkennen können). Also fliegt man auf der Grundlage eines Systems "ins" Ziel, dass eigentlich nur auf ein paar 100 m genau in ein Zielgebiet lotsen sollte und kann.

Über die Folgen für die Zivilbevölkerung haben wir schon mehrfach diskutiert, Russland verschießt die Teile seit 1,5 Jahren. Leider sind sie auch im Tiefflug ziemlich schnell, weil sie halt die Luftverteidigung eines Trägerverbandes durchstoßen sollten, sodass die Nahbereichssysteme kaum eine Chance haben und die Langstreckenverteidigung ist nur gegen hochfliegendes/ballistisches wirkungsvoll.
 
Falscher Vergleich: N-TV schreibt zwar was von "ballistisch", aber das Ding hier fliegt natürlich nicht so, sondern wie eine V1.
Nein, genau richtiger Vergleich:
V1, sehr billige, hohe Wirkung da viele, gut abzuschließen
V2, sehr teuer, geringe Wirkung da wenige, schlecht abzuschießen (Nur am Start)
Ch-22/32, sehr teuer, geringe Wirkung da wenige, schlecht abzuschießen

Doch, mein Vergleich trifft es sehr gut. Technisch sind sie alle nicht vergleichbar. Die CR22, oder besser die aktuelle CR32 ist ein vom Flugzeug abgeworfener Marschflugkörper und keine Boden-Boden Rakete,wie es V1 und V2 waren. Als Mach 4 Rakete ist sie richtig auswendig und teuer und sehr ungebau. Die waren laut Wiki zum Angriff von Flugzeugträgern gedacht. Ja, Ziele wie Kraftwerke werden sie grob treffen
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie gesagt: Nach aktuellen Informationen werden nicht die wenigen, aufgerüsteten -32 mit ihrer wertvolleren Elektronik eingesetzt, sondern nur die original sowjetischen -22. Aus heutiger Sicht sind die nicht nur billig, da frei von Importteilen, sondern sogar nahezu umsonst da vorhandener Altbestand, der gegen die modernen Luftabwehrsysteme heutiger Träger aber chancenlos wäre.

V1 haben laut Wiki übrigens 2419 t Sprengstoff ins Ziel gebracht, für diesen "Erfolg" mussten Exemplare im Wert von 164 Millionen RM hergestellt werden. Die Lieferung von 3200 t V2, die ihr Ziel erreichten, wird auf 160 bis 320 MRM geschätzt, war gegebenenfalls sogar billiger. Das letztere weniger Wirkung zeigten, lag nicht an einer geringeren Zahl, sondern an der Flugbahn in Kombination mit der Zündtechnik dieser Zeit: Eine V2 schlug bis in den Keller oder gar das Erdreich darunter durch, ehe sie explodierte, und brachte dann nur das getroffene Haus zum Einsturz. Traf sie eine Straße zwischen zwei Häusern, war die Wirkung noch geringer. Eine V1 dagegen kam viel flacher an, blieb also immer am Giebel hängen, und kam dann, ähnlich wie heute die CH-22 (uuff, gerade nochmal den Bogen zu ontopic gemeistert) mit ihrem höheren Tempo, aber auch besserem Zünder, nicht mehr weit. So hat man dann eine Explosion in einem oberen Stockwerk, die einen halben Block abreißen kann oder ein komplettes Einkaufszentrum zerlegt. (omnidirektionalen Sprengkopf vorausgesetzt. Einige der russischen Einschläge sehen danach aus, als hätten sie die gegen zivile Gebäude weitaus wirkungslosere Hohlladung draufgelassen.)
 
Fragt es sich ja ? Ich würde nämlich behaupten dass es kein Geheimnis ist dass Putin einer abgeht wenn er von träumt die USA in einen 2 Frontenkrieg zu stürzen. Sein Fetisch geht ja so weit dass er annahm schon alleim mit dem möglichen Erfolg in der Ukraine das westl Bündnis zu zerreissen.. nur wurde er durch die Reaktion der westl Welt man schnell wieder auf den Boden der Tatsachen geholt.
Phantasie hast du ja dass muss man dir lassen.

Und wieder nur zum echt totlachen!
Ja, allerdings leider nicht so wie du vielleicht denkst.

Nimm doch einfach die realen Zahlen bis 2021 und 2022 und deine Behauptungen lösen sich in absolute Luft auf!
Und was sagen uns die Zahlen bis 2021? Dass die ukrainische Wirtschaft nach 13 Jahren (!) wieder den Stand von 2008 (!) erreicht hat, nachdem man nach IWF Vorgaben über die Jahre alles eingespart hat was man nur einsparen konnte, und dass willst du mir hier als grandiosen wirtschaftlichen Erfolg verkaufen was wirklich nur noch zum totlachen ist.

Deine Behauptung war, das das Assiziierungsabkommen von 2013/2014 dem ukrainischen Volk Schaden zugefügt hätte, was nichts weiter als absoluter nonstop nonsens ist.
Dann empfehle ich mal https://www.rosalux.de/fileadmin/ls_sanh/pdf/2023/DavidXNoack_Die_Vorgeschichte_der_Katastrophe.pdf
ab Seite 14 aufmerksam zu lesen. Zitat daraus:

Im Verlauf jahrelanger neoliberaler Reformen unter Präsident Poroschenko brach die Ukraine ökonomisch ein. Nach Erkenntnissen des Weltwährungsfonds galt die Ukraine 2018 erstmals als das ärmste Land Europas – noch hinter dem langjährigen Schlusslicht, der benachbarten Republik Moldau.98 Laut Angaben der Weltbank stieg die Zahl der Menschen, die unterhalb der offiziellen Armutsschwelle lebten, von 15 Prozent der Bevölkerung im Jahr 2014 auf 25 Prozent im Jahr 2018.99 Das lag unter anderem an der Entwicklung der Energiepreise: Die Gaspreise für die einfache Bevölkerung stiegen von 2014 bis 2022 um 650 Prozent.100Aufgrund der Deindustrialisierung des Landes verringerten sich die Exporte der Ukraine dramatisch. Von 2013 bis 2017 fielen die Ausfuhren um 31 Prozent. Besonders betroffen war davon der industrielle Sektor: Der Wert der Exporte der stahlverarbeitenden Industrie stürzte von 21,2 Mrd. US-Dollar auf 12,7 Mrd. US-Dollar. Auch im Maschinenbau halbierten sich die Ausfuhren auf 4,9 Mrd. US-Dollar. Ab dem Jahr 2015 produzierte Antonov – ein Flaggschiff der ukrainischen Industrie – kein einziges Flugzeug mehr. Die Firma konnte nur durch den Flugbetrieb der Frachtfirma Antonov Airlines überleben.101 Bis in die Gegenwart hat die Ukraine das BIP-pro-Kopf-Niveau von 1990 nicht wieder erreicht.102 Im Gegenteil: Laut Berechnungen der Weltbank liegt das BIP pro Kopf heute sogar 20 Prozent darunter.103

und

Neben der Wirtschaft kollabierte auch das Gesundheitswesen. 2017 gaben in Umfragen 90 Prozent der Ukrainer*innen an, sich Behandlungen nicht leisten zu können.106 Im Jahr 2018 traten in der Ukraine 65 Prozent aller gemeldeten Neuausbrüche von Masern auf dem europäischen Kontinent auf.107 Darüber hinaus litt das Land unter der zweitschwersten AIDS-Epidemie Europas: Von 2010 bis 2016 verdoppelte sich die Zahl der mit dem HI-Virus infizierten Menschen.108 Im Jahr 2020 hatte die Ukraine laut der Weltbank die niedrigste Lebenserwartung auf dem europäischen Kontinent – noch hinter Armenien und der Republik Moldau.109In Reaktion auf die desaströse wirtschaftliche Lage, das politische Klima und die gesellschaftlichen Entwicklungen in der Ukraine emigrierten immer mehr Menschen. Wie der damalige Außenminister Pawlo Klimkin 2018 einräumte, verließen damals jedes Jahr rund eine Million Menschen das Land. „Die Lage ist katastrophal“, erklärte der Politiker dem ukrainischen Fernsehsender Nastojaschaja Wremja (Unsere Zeit) und prophezeite: „Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen“.110 Für deutsche Konzerne sah die Situation jedoch ganz anders aus: Wie es Andreas Lier, der Präsident der Deutsch-Ukrainischen Industrieund Handelskammer, im Jahr 2018 formulierte, war die mit der EU assoziierte Ukraine die „beste Ukraine, die es jemals gab“.111 Als Folge der ständig sinkenden Lebenserwartung und ansteigenden Emigration sank die ukrainische Bevölkerung von 1990 bis 2021 von 51,8 Mio. auf 41,2 Mio. Einwohner*innen – ein Rückgang von über einem Fünftel.

Und dass alles deckt sich übrigens gut mit den (wirtschaftlichen) Aussagen des ehemaligen ukrainischen Premierministers der hier:
unter anderem folgendes sagte:

Zitat:
Das, was wir in Wahrheit nach Europa exportieren können, sind zum großen Teil Agrarprodukte. Aber genau diese Produktkategorien waren sehr limitiert durch Einfuhrquoten. Ein Beispiel: Als wir die Gespräche mit Europa begonnen haben, war die Quote für die Einfuhr von Getreide in die EU 20.000 Tonnen. Im Verlauf der Gespräche habe ich es geschafft, dass wir die Quote zumindest auf 200.000 Tonnen erhöhen konnten. Aber die Ukraine produziert mehr als 60 Millionen Tonnen.

von daher ja, man kann wohl ohne Zweifel sagen dass das EU Abkommen vorallem dem durchschnittlichen ukranischen Bürger massiven Schaden zugefügt hat. Und bevor es jetzt wieder von irgendwem kommt, ich sage damit nicht dass die Situation unter den Russen besser war aber unterm Strich hat sich für die Ukraine nichts geändert ausser dass es jetzt halt die EU ist die von der Ukraine profitiert. Aber hey, immerhin profitieren jetzt Demokraten und nicht mehr der olle Putin von daher würde ich dass mal als grandiosen Sieg für die Demokratie verbuchen.

Um nichts anderes ging es, die Zahlen für die Zukunft sind für die Widerlegung deiner Behauptung völlig irrelevant!
Leider nicht gut gealtert würde ich sagen aber vielleicht hast du ja beim nächsten Mal mehr Glück beim überheblich sein.

Was kein Problem darstellt. Da Du ja auch schreiben kannst gehe ich von der Fähigkeit des Lesens grundsätzlich aus.
Wo liegt das Problem? Oder ist es der Inhalt der irgendwelche Reaktionen auslöst welche die Lektüre unmöglich macht?
Wohl eher was mittlerweile kein Problem mehr darstellt weil der Artikel mittlerweile nicht mehr hinter einer Paywall ist.
 

Auch Kriegsreporter leben gefährlich. Zum Glück wurde bei diesen Angriff niemand getötet.

Derweilen hat es auch schon im neuen Jahr weitere Angriffe gegeben:


Mit 90 iranischen Drohnen wurde angegriffen. Wovon 87 zerstört werden konnten.
 

Auch Kriegsreporter leben gefährlich. Zum Glück wurde bei diesen Angriff niemand getötet.

Derweilen hat es auch schon im neuen Jahr weitere Angriffe gegeben:


Mit 90 iranischen Drohnen wurde angegriffen. Wovon 87 zerstört werden konnten.

Weitere Kriegsverbrechen sollten verübt werden! Glücklicherweise ist der Verteidiger diesen Winter besser gerüstet um der Gefahr für die zivile Infrastruktur besser zu begegnen.
Aber auch der Versuch eines Kriegsverbrechen ist Strafbar.
 
@Estilofatuo

Hast Du Dir die Mühe gemacht, die Zahlen welche die Rosa Luxemburg Stiftung da aufführt mal mit Zahlen aus anderen Ländern zu vergleichen?
Da ich Deiner Empfehlung gerne nachgekommen bin empfehle ich Dir selbiges gerne.
Wenn du andere Quellen anführen möchtest dann kannst du gerne einen Link posten damit man auch vom Gleichen redet. Bis dahin muss ich deine Empfehlung leider ablehnen weil ich habe nicht die geringste Lust zu raten worauf du wohl spezifisch hinausmöchtest.
 
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