Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Und dennoch irrelevant, da die territoriale Integrität der Ukraine inkl. Krim und östlicher Gebiete mehrfach von Russland verbindlich, sozusagen mit Brief und Siegel, anerkannt wurde. Aber das ist die natürlich bekannt.

"Wenn" wir jetzt einfach nur mal rein theoretisch annehmen dass die Krimbewohner tatsächlich keine Lust mehr hatten Teil der Ukraine zu sein, und "wenn" wir ebenfalls rein theoretisch annehmen dass die Abstimmung nicht getürkt war dann steht dies den Menschen auf der Krim genauso zu wie es den Menschen im Kosovo zugestanden ist. Und wenn wir als Westen ziemlich gute Gründe haben zu denken dass es bei dieser Abstimmung nicht mit rechten Dingen zugegangen ist, dann hätte man trotzdem seit 2014 Zeit gehabt die Leute da unter Aufsicht der UN (oder welche internationale Behörde auch immer dafür zuständig ist) zu fragen was sie wollen.

Und dass Selbe in grün gilt auch für die Ostukraine. Wenn die Menschen da für sich entscheiden dass Russland für sie die bessere Option darstellt dann entscheiden die Menschen halt so und dass haben wir dann halt einfach zur Kenntnis zu nehmen egal ob es uns passt oder nicht. Deswegen ist es ja grade so wichtig dass zumindest die Wahl unter internationalen Augen ablaufen würde.

Ob dass diesen sinnlosen Krieg verhindert hätte sei zwar mal dahingstellt aber seis drum, wir werden es eh nie erfahren.
 
Warum werden eigentlich die nicht zu schützenden Pipelines für Gas und Öl in Sibirien von der Ukraine zerstört? Genau das würde Russland ins Mark treffen.
Wünscht du für gesprengte Pipelines, welche die Umwelt zerstören?
der Ukraine inkl. Krim und östlicher Gebiete mehrfach von Russland verbindlich, sozusagen mit Brief und Siegel, anerkannt wurde.
Wie kann Russland der Ukraine Land garantieren, welches ihm nicht gehört?
 
Wenn" wir jetzt einfach nur mal rein theoretisch annehmen dass die Krimbewohner tatsächlich keine Lust mehr hatten Teil der Ukraine zu sein
Das ist nicht theoretisch.

"
Am 20. Januar 1991, vor der Unabhängigkeit der Ukraine, wurden die Bewohner der Krim aufgefordert, per Referendum zwischen zwei Optionen zu wählen: bei Kiew zu bleiben oder zur Situation vor 1954 zurückzukehren und von Moskau verwaltet zu werden. Die auf dem Stimmzettel gestellte Frage lautete:

Befürworten Sie die Wiederherstellung der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik Krim als Subjekt der Sowjetunion und Mitglied des Unionsvertrags?

Dies war das erste Referendum über die Autonomie in der UdSSR, und 93,6 % der Einwohner der Krim stimmten einem Anschluss an Moskau zu. Die 1945 abgeschaffte Autonome Sozialistische Sowjetrepublik Krim (ASSR Krim) wurde daher am 12. Februar 1991 vom Obersten Sowjet der Ukrainischen SSR wiederhergestellt. Am 17. März organisierte Moskau ein Referendum über den Erhalt der Sowjetunion, das von der Ukraine akzeptiert wurde und damit indirekt die Entscheidung der Krim bestätigte. Zu diesem Zeitpunkt stand die Krim unter der Kontrolle Moskaus und nicht Kiews, während die Ukraine noch nicht unabhängig war. Als die Ukraine ihr eigenes Unabhängigkeitsreferendum organisierte, blieb die Beteiligung der Krim-Bewohner schwach, weil sie sich nicht mehr besorgt fühlten."

Sie haben am Ende nicht genug "Rabbatz" gemacht.

Somit könnte man die Ukraine aus der Gleichung nehmen und hätte weniger Probleme bei einer Einigung.
 
... Und vielleicht befürchtet die Ukraine damit tatsächlich, eine rote Linie zu überschreiten, die Putin den Vorwand geben könnte, den Verteidigungsfall auszurufen und eine allgemeine Mobilisierung zu veranlassen. Alles aber nur reine Spekulation.
Was sollte Russland denn noch Schlimmeres machen? Die hinterlassen völlig verherrtes Land, nehmen keinerlei Rücksicht auf Zivilisten oder Krankenhäuser, entführten zehntausende Kinder usw.

Die Weiten der Tundra werden oft unterschätzt. Ja, man kommt schlecht hin, aber mit einem "einfachen" Extremexpeditionsfahrzeug wie einen russischen Sherp ist das problemlos. Damit fährt man dann mit hundert Kilogramm Sprengstoff irgendwo ins Nirgendwo und sprengt Pipelines. Reparatur im schlammigen Sommer in der Tundra? Das dauert. Und wenn eine Gas oder Ölpipeline erst einmal brennt, dann findet man da rein gar keine Spuren.

Auch die Transsib ist eine typische Lebensader und hier und da mal eine Brücke zu sprengen ist für kleine Spezialkommandos durchaus im Bereich des Möglichen. Und wie sollte man heraus bekommen wer es war, wenn man z.B. parallel eine fiktive sibirische Unabhängigkeitsbewegung kreiert usw.
 
Ob dass diesen sinnlosen Krieg verhindert hätte sei zwar mal dahingstellt aber seis drum, wir werden es eh nie erfahren.
Ja eben, was wäre wenn und so. Ist halt alles hinfällig und bringt uns nicht wirklich weiter. Aber soweit ich mich erinnere Bedarf es für ein Referendum über eine Abspaltung eine Beteiligung der gesamten Bevölkerung, nicht nur der betroffenen Gebiete. Ausnahmen sind bei fundamentalen Menschenrechtsverstöße möglicherweise gegeben, so wurde im Fall des Kosovos argumentiert. Vor 2014 würde ich das nicht auf die Ukraine, Krim und Dombas übertragen wollen und danach war das ohnehin hinfällig.
Und wenn seitens Russlands Bedenken gegen die territoriale Verfasstheit bestanden hätten, hätte man sie mehrfach äußern können, stattdessen hat man aber die ukrainische Integrität in den letzten 40 Jahren mehrfach bestätigt.
Im Prinzip sieht sich Russland als intereuropäische und asiatische Kolonialmacht seit den 1990ern mit den Problemen konfrontiert, die die übrigen europäischen Kolonialmächten seit den 50er und 60er Jahren auch nicht sonderlich geschmeidig zu bewältigen haben und deren Nachwirkungen Europa wie zuletzt in Mali und Niger immer noch vor neue Herausforderungen und Probleme stellen. Hoffentlich erlebt hier also Putin sein persönlichen Dien Bien Phu.
Was sollte Russland denn noch Schlimmeres machen?
Wie besagt, offiziell den Krieg erklären, allgemeine Mobilmachung ect.? Ob das dann tatsächliche Auswirkungen auf den weiteren Verlauf haben wird, darüber kann ich nur spekulieren.
Wie du alleine schon in diesem thread mitbekommen hast, gehen da die Ansichten weit auseinander. Die einen betrachten Moskaus Reserven als nahezu unendlich, technisch mindestens auf Augenhöhe mit dem Westen, Russland sei geradezu unterfordert, so dass man zur eigenen Entlastung jetzt noch T-10 Panzer in den Kampf führt. Und die anderen denken nur irgendwas mit Obervolta.
 
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Somit könnte man die Ukraine aus der Gleichung nehmen und hätte weniger Probleme bei einer Einigung.
Nette Terminologie. Ein Land "aus der Gleichung nehmen" warum denke ich da an eliminieren?
Außerdem ist das feinstes kolonialistisches Denken. Schön über die Belange der Betroffenen - zu Erinnerung, Stand heute IST die Krim ukrainisches Territorium, von dem Schicksal der Krimtataren wollen wir hier gar nicht erst anfangen - über deren Köpfe im illustren Reigen der sogenannten Großmächte entscheiden. Genau so schafft man stabile Verhältnisse. Ich hol schonmal ein Lineal, dann machen wir mal alles östlich der Oder klar.
Ist das so? Dann werden ja die Katalanen nie eine Option für die eigene Unabhängigkeit bekommen.
Schottland hatte ja sein Referendum, man kann da wohl einvernehmliche Lösungen finden. Aber das ist auch einer der Gründe, warum speziell Spanien den Kosovo nicht anerkennt
 
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Das ist nicht theoretisch.

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Am 20. Januar 1991, vor der Unabhängigkeit der Ukraine, wurden die Bewohner der Krim aufgefordert, per Referendum zwischen zwei Optionen zu wählen: bei Kiew zu bleiben oder zur Situation vor 1954 zurückzukehren und von Moskau verwaltet zu werden. Die auf dem Stimmzettel gestellte Frage lautete:

Befürworten Sie die Wiederherstellung der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik Krim als Subjekt der Sowjetunion und Mitglied des Unionsvertrags?

Dies war das erste Referendum über die Autonomie in der UdSSR, und 93,6 % der Einwohner der Krim stimmten einem Anschluss an Moskau zu. Die 1945 abgeschaffte Autonome Sozialistische Sowjetrepublik Krim (ASSR Krim) wurde daher am 12. Februar 1991 vom Obersten Sowjet der Ukrainischen SSR wiederhergestellt. Am 17. März organisierte Moskau ein Referendum über den Erhalt der Sowjetunion, das von der Ukraine akzeptiert wurde und damit indirekt die Entscheidung der Krim bestätigte. Zu diesem Zeitpunkt stand die Krim unter der Kontrolle Moskaus und nicht Kiews, während die Ukraine noch nicht unabhängig war. Als die Ukraine ihr eigenes Unabhängigkeitsreferendum organisierte, blieb die Beteiligung der Krim-Bewohner schwach, weil sie sich nicht mehr besorgt fühlten."

Sie haben am Ende nicht genug "Rabbatz" gemacht.

Somit könnte man die Ukraine aus der Gleichung nehmen und hätte weniger Probleme bei einer Einigung.
Ich wollte dich jetzt jetzt grade nach Quellen fragen weil auf Wikipedia nichts explizites zum 17. März stand aber habe dann beschlossen einfach mal selber zu googeln.

Bin dann auf auf diesen Artikel hier :
gestossen wo die ganze Geschichte recht ausführlich aufgedröselt wird.

1. Im April 1990 war ein sowjetisches Sezessionsgesetz angenommen worden,[15] das Referenden vorschrieb (Art. 2 Abs. 2). Dieses Gesetz hatte den Zweck, das verfassungsmäßige Sezessionsrecht nach Art. 72 der sowjetischen Verfassung von 1977 zu konkretisieren und zu operationalisieren.

2. Einem am 20. Januar 1991 abgehaltenen Referendum folgend, wurde die Autonome Sozialistische Sowjetrepublik Krim am 12. Februar 1991 durch den Obersten Sowjet der Ukrainischen SSR wieder errichtet

3. Am 17. März 1991 wurde ein „All-Unions-Referendum“[8] abgehalten, in dem sich eine Mehrheit der Abstimmenden[9] für den „Fortbestand einer erneuerten Föderation“ aussprach. (Wurde von 6 der 15 Sowjetrepubliken boykotiert allerdings war die Ukraine nicht darunter)

4. Die Ukrainische SSR war nach der RSFSR die zweitwichtigste Sowjetrepublik. Daher gab die Ukraine den entscheidenden Anstoß für das Auseinanderbrechen der Sowjetunion. Indem die Ukraine die UdSSR (am 1.Dezember 1991) verließ, entzog sie den zu diesem Zeitpunkt noch andauernden Versuchen einer Reform der Sowjetunion die Grundlage. Eine Woche nach dem Referendum in der Ukraine wurde das Abkommen zur Errichtung der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten vom 8. Dezember 1991 unterzeichnet, das in der Präambel verkündete, dass die Sowjetunion „als Völkerrechtssubjekt und als geopolitische Realität aufhört zu existieren“.[16]

5. Die Ukraine rechtfertigte ihre Sezession von der Sowjetunion zumindest implizit mit dem internationalen Recht auf Selbstbestimmung.[18]

6. Das Referendum auf der Krim im März 2014 war nicht das erste auf der Halbinsel in den vergangenen 25 Jahren.[24] Noch vor Auflösung der Sowjetunion organisierten Befürworter eines höheren territorialen Status der Krim dort am 20. Januar 1991 eine Befragung ohne jegliche formale Rechtsgrundlage. Die Frage lautete: „Halten Sie die Wiedererrichtung der ASSR Krim für notwendig?“ 80 Prozent der 1 160 000 Stimmberechtigten nahmen teil. 93,3 Prozent der Teilnehmer – also 74,6 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung – antworteten mit „Ja“. Mit ukrainischem Gesetz vom 12. Februar 1991 wurde die ASSR Krim errichtet.[25]

Und jetzt wird es interessant :

7. Obwohl die seit dem 1. Januar 1992 unabhängige Ukraine Ende April 1992 ein Gesetz über den Status der Autonomen Republik Krim erlassen hatte,[26] rief das Regionalparlament der Krim am 5. Mai 1992 die staatliche Unabhängigkeit der Republik Krim aus. Die Umsetzung dieser Erklärung wurde von ihrer Bestätigung durch ein Volksreferendum abhängig gemacht, das für den 2. August 1992 angesetzt wurde.[27] In diesem Referendum sollten die beiden Fragen lauten: „Sind Sie für eine unabhängige Republik Krim in Union mit anderen Staaten?“ und „Stimmen Sie dem Akt über die staatliche Unabhängigkeit der Republik Krim zu?“[28] Bereits am nächsten Tag, am 6. Mai 1992, verabschiedete das Regionalparlament auch eine Verfassung der Republik Krim, die eine Zugehörigkeit der Krim zur Ukraine auf einer bundesstaatlichen bzw. konföderativen Grundlage vorsah (Art. 1 Abs. 1 und 2 und Art. 9 der Verfassung). Der damalige ukrainische Präsident Leonid Kravčuk verurteilte die Ankündigung als Verletzung der ukrainischen Verfassung.

8. Kiew bot dann Verhandlungen über einen Sonderstatus der Krim an, so dass das Parlament der Krim am 21. Mai 1992 seine frühere Unabhängigkeitserklärung zurückzog[29] und die Durchführung des Referendums aussetzte.[30] Nach Protesten des ukrainischen Parlaments wurde auch die Verfassung der Krim durch das Gesetz der Republik Krim vom 25. September 1992 dem ukrainischen Recht angepasst.[31] Danach erhielt die Krim weitreichende Autonomie, insbesondere in wirtschaftlichen Angelegenheiten.

9. Am 27. März 1994 – dem Tag der ersten Parlamentswahlen in der unabhängigen Ukraine sowie der Wahlen zum Regionalparlament der Krim – wurden dann jedoch im Zuge einer „Befragung“ der Bevölkerung der Krim drei Fragen vorgelegt. Sie sollte bekunden, ob die auf Drängen Kiews suspendierte Vorschrift der Krimverfassung vom 6. Mai 1992 wieder aufleben soll, nach der die Beziehungen zwischen der Ukraine und der Krim auf der Basis von Verträgen und Abkommen geregelt werden sollten. Die zweite Frage betraf die doppelte Staatsangehörigkeit, die dritte Frage war, ob den Erlassen des Präsidenten der Krim in Angelegenheiten, die vorübergehend noch nicht durch Gesetze der Republik Krim geregelt waren, Gesetzeskraft eingeräumt werden sollte. Der Sprecher des Präsidenten der Krim gab nach der „Befragung“ an, 80 Prozent der Abstimmenden hätten mit „Ja“ auf diese drei Fragen geantwortet.[32] Am 20. Mai 1994 entschied das Regionalparlament der Krim mit großer Mehrheit, die Verfassung der Krim vom 6. Mai 1992 wieder einzusetzen.[33] Doch das ukrainische Parlament erklärte diese Rechtsakte später für null und nichtig.[34]

10. Als das Parlament der Krim im Mai 1994 entschied, die Verfassung der Krim vom 6. Mai 1992 wieder einzusetzen, im Einklang mit dem Ergebnis der „Umfrage“ vom 27. März 1994, betonte auch die russländische Staatsduma (die nach der Auflösung des Obersten Sowjet und der Verabschiedung einer neuen Verfassung Ende 1993 gewählt worden war), in einer Erklärung vom 22. März 1995, dass es notwendig sei, die „Ergebnisse der Willensäußerung der Bevölkerung der Krim“ zu respektieren.[36] Jedoch äußerte sich außer Russland kein anderer Staat in einem positiven Sinne zu dieser „Befragung“ von 1994. Im Gegenteil, andere Staaten betonten die territoriale Integrität der Ukraine. Daher erlangte die „Umfrage“ auf der Krim von 1994 keine völkerrechtliche Bedeutung als eine legitimierende Grundlage für einen Gebietswechsel.


Das alles gibt Russland zwar immer noch nicht das Recht 2014 einfach auf die Krim zu fahren und da seine eigene Abstimmung abzuhalten, aber dass die Krim sich bereits 2x vorher von der Ukraine lösen wollte ist interessant und beantwortet für mich zumindest die Frage warum es 2014 keinen nennenswerten Aufschrei der Krimbevölkerung gab.
 
Schottland hatte ja sein Referendum, man kann da wohl einvernehmliche Lösungen finden.
In Schottland ist das meines Wissens nach in der Verfassung geregt. Die liebenswerte EU sagte den Schotten dazu aber, dass sie nach einer Unabhängigkeiteserklärung umgehend aus der EU flögen würden. Umso ärgerlicher ist es für die Schotten jetzt, weder die Unabhängigkeit noch die Zugehörigkeit zur EU zu haben.

Was ich in den letzten Quellen zur Krim und zu Abstimmungen las, gibt mir zu denken. Aber es geht vor allem auch um die Ostukraine. Und da gab es niemals Referenden, abgesehen von jenen nach Kriegsbeginn. Da gibt es nur einen völkerrechtswidrigen Einfall der Russen, mit dem Ziel, das Land zu besetzen und einzuverleiben.
 
Nette Terminologie. Ein Land "aus der Gleichung nehmen" warum denke ich da an eliminieren?
Außerdem ist das feinstes kolonialistisches Denken. Schön über die Belange der Betroffenen - zu Erinnerung, Stand heute IST die Krim ukrainisches Territorium, von dem Schicksal der Krimtataren wollen wir hier gar nicht erst anfangen - über deren Köpfe im illustren Reigen der sogenannten Großmächte entscheiden. Genau so schafft man stabile Verhältnisse. Ich hol schonmal ein Lineal, dann machen wir mal alles östlich der Oder klar.

Schottland hatte ja sein Referendum, man kann da wohl einvernehmliche Lösungen finden. Aber das ist auch einer der Gründe, warum speziell Spanien den Kosovo nicht anerkennt

Sry, ich meinte die Krim.
 
In Schottland ist das meines Wissens nach in der Verfassung geregt. Die liebenswerte EU sagte den Schotten dazu aber, dass sie nach einer Unabhängigkeiteserklärung umgehend aus der EU flögen würden. Umso ärgerlicher ist es für die Schotten jetzt, weder die Unabhängigkeit noch die Zugehörigkeit zur EU zu haben.
Ist jetzt ziemlich OT, aber England bzw. Großbritannien hat keine Verfassung im engeren Sinn. Soweit ich das zu später Stunde noch zusammen bekomme, wurde das Referendum durch ein schottisches (Regional-)Gesetz initiiert und durch Verhandlungen mit der damaligen britischen Regierung dann zugelassen.
Schottland wäre streng genommen auch nicht aus der EU geflogen, sondern als "neuer" Staat hätte es schlicht den Aufnahmeprozess durchlaufen müsse. Das wäre von der rechtlich-formalen Seite wohl kein Problem gewesen, wie sich Rest-GB verhalten hätte, steht auf einem anderen Blatt, Stichwort Einstimmigkeit.
 
Ich wollte dich jetzt jetzt grade nach Quellen
Stand in einer vorher schon verlinkten Quelle.

Dabei war auch ein Text zur Geschichte des Konfliktes von Baud der hier übrigens ein sehr interessantes Interview gab.

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Jacques Baud hat einen Master in Ökonometrie und ein abgeschlossenes Nachdiplomstudium in internationaler Sicherheit und internationalen Beziehungen. Er arbeitete als für die Ostblockstaaten und den Warschauer Pakt zuständiger Analyst für den Schweizer Strategischen Nachrichtendienst und leitete die Doktrin für friedenserhaltende Operationen der Vereinten Nationen in New York. Dort war er zuständig für die Bekämpfung der Proliferation von Kleinwaffen bei der NATO und beteiligt an den NATO-Missionen in der Ukraine.
 
Dabei war auch ein Text zur Geschichte des Konfliktes von Baud der hier übrigens ein sehr interessantes Interview gab.
Man muss dir ja lassen das du dir Mühe gibst wenigstens etwas deine Spuren zu verwischen, aber im Grunde genommen hat es diesmal 5min gedauert statt 1min.
Baud lässt seit 2008 eine Verschwörungstheorie und Lüge nach der anderen ab und arbeitet für einen russischen Think Tank. Im Grunde ist er Köppel hoch 3 und Ganser im Quadrat und man kann es mit Quellen nachlesen.
Ich weiss, hört sich fast unglaublich an, aber lest selber den Wiki Artikel mit Quellen über ihn.

Leider gibt es das nur auf Französisch, weil er sich hauptsächlich bei France RT äußerte und in diesem Sprachbereich

Da ich die "Urheberrechte" der Wikiplattform nicht kenne stelle ich hier jetzt keine ganze Übersetzung ein, sondern verweise darauf das jeder den Text einfach per Copy und Paste beim Google Übersetzer Französich Deutsch eingeben sollte. Vorsicht es ist länger und reiht eine Lüge und Verschwörungstheorie seit 2008 aneinander.

Von Osama Bin Laden war gar nicht der Urheber von 9/11, über Assad hat nie etwas verbrochen, bis Putin ist total lieb und die Ukrainer Nazis und ganz böse. Aber einfach selber mal lesen, was Tschetan uns hier als "Quelle" anbietet.
 
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Da ich die "Urheberrechte" der Wikiplattform nicht kenne stelle ich hier jetzt keine ganze Übersetzung ein, sondern verweise darauf das jeder den Text einfach per Copy und Paste beim Google Übersetzer Französich Deutsch eingeben sollte.
Nur gut, das man die übersetzung mittlerweile automatisch vom browser angeboten bekommt... Also nix copy-paste... :D

@Topic

Um mal wieder zur ukraine zurück zu kommen...
Russische Soldaten werden auf Insel abgeschlachtet - Kommandeure lehnen Rückzug ab

Das russische Militärkommando sieht sich derzeit massivem Zorn von russischen Militärbloggern ausgesetzt. So sollen die Kommandeure Hilfe für eine Brigade verweigern, die auf einer Insel im Fluss Dnipro festsitzt und unter massives ukrainisches Artilleriefeuer geraten ist.
Die Einheit soll auf der nicht näher benannten Insel nahe Cherson bereits horrende Verluste erlitten haben. Von 200-300 Mann alle zwei Tage ist die Rede. Diese würden entweder getötet oder gefangen genommen.

Doch die Rufe nach russischer Artillerieunterstützung wurden bislang ignoriert. Zudem soll einer der Brigade-Anführer um die Erlaubnis zum Rückzug gebeten haben. Das Militärkommando lehnte dies ab. Gleichzeitig wurden zwei Kommandeure aus den Reihen entfernt, die für den Rückzug votiert hatten.
Quelle:

...und...
Ukraine macht laut Experten bedeutende Fortschritte an der Südfront

Die ukrainischen Streitkräfte haben weitere taktisch bedeutsame Fortschritte in der Oblast Saporischschja gemacht. Dies berichtet das Institute for the Study of War (ISW) und bezieht sich dabei auf mehrere ukrainische und russische Quellen. Die Truppen würden derzeit in der schwierigsten Reihe russischer Verteidigungsstellungen vorrücken.


Wie aus Aufnahmen vom 25. August hervorgeht, sind die ukrainischen Streitkräfte 1,5 Kilometer nordöstlich von Nowoprokopiwka nach Süden vorgerückt. Laut Mark Milley, Vorsitzender der Vereinigten Stabschefs der USA, greifen die Kämpfer aktuell die wichtigsten russischen Verteidigungsstellungen entlang der Vormarsch-Achse an.
Quelle:
 

Ich finde es sehr schade, dass der Focus keine Quellen angibt. Das wäre wünscheswert. Ich konnte diesbezüglich noch nichts finden. Auch stelle ich mir die Frage: Was muss das für eine große Insel im Djepr sein, auf der täglich 200-300 Russen einer abgeschnittenen Einheit getötet werden?



... bisher weisen die Maps nichts Bedeutsames aus. Aber ok, man hat in der Headline die Erläuterung "taktisch" weggelassen. Somit wird beim Leser eine falsche Erwartung geschürt, welche die Maps bisher nicht bedienen.
 
Zuletzt bearbeitet:
aber im Grunde genommen hat es diesmal 5min gedauert statt 1min.

Du beurteilst etwas nach 5min, weil es deinen Narrativen nicht entspricht?
Es gibt soviele ehemalige hohe Militär und Geheimdienstoffiziere, welche heute als " Putintrolle", "Verschwörungstheoretiker", usw diskreditiert werden.
Warum?
Halte dich doch eher an Fakten und wenn du beweisen kannst das sie falsch sind, bringe Argumente.
Neben dem Ukraine Krieg gibt es einen Informationskrieg .
Hier wird zB öfter behauptet Russland hat Georgien angegriffen.
Wie kommt man darauf? Ständiges wiederholen in den Medien?

"Eine Kommission der EU kommt nach F.A.Z.-Informationen zu dem Ergebnis: Tiflis hat begonnen, Moskau hat provoziert. Saakaschwili hatte behauptet, seine Streitkräfte hätten auf eine russische Invasion reagiert."


Baud arbeitete für UN und Nato in vielen Konfliktregionen, auch in der Ukraine und wäre sicher ein interessanter Besucher bei Lanz, statt ständig Leute wie Kiesewetter und Co.
Oder beide? Wäre mal ne interessante Sendung.

Schade nur das du Möglichkeiten andere Sichtweisen zu erhalten so rigeros ablehnst. Wäre dann ne Diskussionsgrundlage.
 
Was muss das für eine große Insel im Djepr sein, auf der täglich 200-300 Russen einer abgeschnittenen Einheit getötet werden?
Im Flussdelta gibt es recht große Inseln, da kann ich mir durchaus 10.000 eingegrabene Soldaten vorstellen. Das sind 3 x 5km, da ist viel Platz.

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