Mein "englisch" sagt mir etwas anderes!
Bereits der erste Teilsatz der Zwischenheadline definierten den Bezugsrahmen "Counteroffensive". Der erste Satz des Fließtextes wird noch deutlicher:
NYT schrieb:
In [...] counteroffensive, as much as 20 percent of the weaponry it sent to the battlefield...
"sent into the battlefield" "in counteroffensive".
Nicht "everything already in the battlefield outside of the counteroffensive plus all weapons and material never used in any battle at all but kept in reserve were lost"
Wie gesagt kann man jeden Text noch etwas eindeutiger formulieren, auch diesen hier. Aber wer beim lesen der Originalquelle mehr als nur "unsicher" ist und sich stattdessen eine eindeutige Interpretation mit anderem Bezugsrahmen zusammenreimt, der sollte (ungeachtet der Sprache) an seinem Textverständnis arbeiten. Und jeder, der ohne Blick in die Originalquelle Interpretationen in sozialen Medien zu einem Shitstorm aufbauscht, sollte seinen Internetkonsum einstellen, bis er den Umgang mit Medien gelernt hat. (hach wäre es dann herrlich ruhig

)
Es werden genug Fake-News in der Welt gesetzt, man muss nicht auch noch leicht missverständliche Passagen in zusätzliche Märchen umdichten.
... Krankenwagen, welcher militärisch getarnt war,... gezielt beschossen ...
Ganz ehrlich: Wer überrascht ist, dass im Krieg auf "Militärfahrzeug" geschossen wird, sollte weder als Arzt an die Front noch sollte er dort als Reporter Reportagen drehen. Das ist keine zusätzliche Verwerflichkeit über "die Russen machen da Krieg" hinaus, sondern zentraler und, wäre es halt kein Angriffskrieg, rechtlich vollkommen akzeptabler Bestandteil von "es herrscht Krieg".
(Ungeachtet dessen ist zu befürchten, dass korrekt markierte Krankenwagen auch beschossen werden würden, aber "ist zu befürchten" ist kein handfestes Argument.)

Die "Stromschnellen" im Unterlauf, die seit Mitte der 1930ger umgebaut wurden (Schleusen zur Schiffbarmachung) und dort in den Gneis/Granit einbinden, sagen nichts über die Fließgeschwindigkeit des Dnjepr aus.
Es war einfach nur flach und unpassierbar, es wurde primär ausgebaggert.
Der Dnjepr ist sogar einer der langsamsten Flüsse/Ströme Europas.
Er hat ca. 0,1 o/oo Sohlgefälle, die Donau 0,38 o/oo und der Rhein sogar 1,9 o/oo.
Auch der mittlere Abfluss an der Mündung ins schwarze Meer ist eher "gemütlich":
Dnjepr 1670 m³/s; Donau 6855 m³/s und Rhein 2900 m³/s.
Da die Sprengung des Staudammes vor ein paar Wochen eher dazu geführt hat, das alte Seitenarme wieder zeitweise Wasser führen und somit sie die Wassermassen auf eine größere Fläche verteilen, geh ich schlichtweg davon aus, dass der Strom jetzt noch langsamer ist.
Kurzum, wenn in Friedenszeiten schon kleine Privatfischer in Ruderbooten auf dem Dnjepr herumdödeln, dürften militärische Übersetzungsfahrzeuge die Strömung des Flusses als geringstes Problem einschätzen.
Du mmusst deinen Ironiedetektor nachjustieren:
Natürlich gibt es im (Unterlauf des) Dnjepr keine Stromschnellen. Eben weil das Land da so eben ist, fließt das Wasser sehr langsam und dementsprechend entweder "breit und flach" !oder! "schmal und tief". Eventuell noch "breit und tief". Aber immer mit großem Querschnitt (nach Dammbruch mit noch viel, viel größerem, weil noch viel, viel breiter). Das im laienhaft geschriebenen Artikel der siebtgrößte Strom Europas mit einem Wasserdurchsatz, der dem Rhein an der deutsch-niederländischen Grenze entspricht, zum einem "kleinen, flachen" Rinnsal wird, an dem man z.B. leicht größere Truppen übersetzen kann, ist einfach eine Falschdarstellung. Natürlich kann man auf einem so trägen Fluss wie dem Dnjepr Bötchen fahren. Genauso wie man auf dem *Wiki bemüh* Königssee Boot fahren kann. Aber genau so breit, nämlich einen runden Kilometer (+effektiv etwas mehr Strecke, weil das Wasser halt doch fließt), ist der Dnjepr eben auch an der beschriebenen Stelle. Das sind 1000 m, über die man einen Panzer natürlich verschiffen kann. Aber es sind auch 1000 m gänzlich ohne Deckung. Selbst mit aktueller Bundeswehrausrüstung 5 Minuten sitting (oder slowly swimming) Duck. (= 50 Schuss Artillerie aus Sicht der Russen?) Auf dem Präsentierteller, sobald man das an irgend einer Stelle macht, von der der Feind erwarten könnte, dass sich dort etwas regen wird. (= 200 Schuss, wenn eine 4er Batterie feuert.) Z.B. weil es nicht eine einzelne Überfahrt im rahmen einer Kommandoaktion ist, sondern die 30te von 1000, wie sie für eine große Offensive nötig wären. (1000 Schuss pro Überfahrt, wenn mehrere Batterien gegen die neue Bedrohung in Stellung gebracht werden. Wie lange braucht eine Su-27 für einen Run in so einer Situation?)
Getreideabkommen ist vorläufig ausgesetzt. Man sollte einfach mal weitermachen und dem Russen sehr deutlich klarmachen, dass Angriffe auf die Transporte direkte und deutliche Gegenmaßnahmen nach sich ziehen werden anstatt sich von dem Faschisten erpressen zu lassen. ^^
Wäre ich auch dafür. Da [Zitat Putin] Russland ja gar "keinen Krieg führt", sondern nur eine "Sonderaktion" gegen Nazis, die als Landlebewesen nicht auf dem Wasser anzutreffen sind, ist das schwarze Meer qua russischer Definition sicher. Die russische Schwarzmeerflotte kann da laut russischem Standpunkt ja eigentlich nur harmlose Friedensübungen fahren und es spricht überhaupt nichts dagegen, wenn unzählige Marineeinheiten aus aller Welt Freundschaftsbesuche nach Odesse unternehmen, zufällig parallel zu Frachtschiffen aus den gleichen Ländern, die da ganz friedlich zivilen Handel betreiben und ja auch überhaupt keinen Bedarf an einer militärischen Eskorte haben, die somit auch keine Aggression gegenüber Russland wäre.
Nur so ein Gedankenspiel

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(Aber ich hätte ja auch schon 2019 der Ukraine eine Kriegsschiff -alten Träger oder so- mit ZUFÄLLIG sehr, sehr gut verstärkten, 40 m hohen Aufbauten verkauft, der vollkommen problemlos die gemäß internationalem Recht freie Durchfahrt durch die garantiert nicht in 35 m Höhe blockierte Straße von Kertsch zu einem ukrainischen Hafen hätte nehmen können. Mit Volldampf. Und sehr viel mehr Wucht als so ein paar Betonträgerchen abkönnen.)
Nur mal so zur sicherheit eine frage, damit ich auch weis das wir von der selben ukraine sprechen... Du weißt das da krieg ist und die ukrainer nicht nur einen sonntagsausflug auf die krim machen wollen?

(also nicht so wie wagner bei ihrer fahrt gen moskau) Das ist doch kein kindergeburtstag!
Ich mein, im krieg erwarte ich alles mögliche, also angriffe aus der luft, mit artillerie, sturmangriffe des gegners, minenfelder, hinterhalte usw. Was ich nicht erwarte ist eine gemütliche fahrt, einen imbiß am straßenrand, freundliche leute, ordentliche straßen und ja, intakte brücken erwarte ich auch nicht.
Danke für diese tolle Auflistung. Da du jetzt ja selbst festgestellt hat, dass der Dnjepr aktive Frontlinie mit täglichem schweren Beschuss ist, kannst du mir jetzt vielleicht noch einmal erklären, wie man in deiner Phantasie z.B. mehrere Panzerbatallione, Artillerieeinheiten und hunderte Fahrzeuge mechanisierte Infantrie über dieses 1000 m breite Hinderniss übersetzen soll, um eine Offensive zu starten, wenn da nicht die bislang von dir suggerierte Idylle herrscht?
(artillerie, luftabwehr, infanterie und luftunterstützung hätten die ukrainer sicherlich auch noch gerne) Über diesen einen übergang schleust du dann deine truppen und erweiterst so schnell wie möglich das gebiet um den brückenkopf.
Ja, die komplette Lufthoheit in der Region sowie Kontrolle über sämtliche Bewegungen schwerer Fahrzeuge im Umkreis von einer Artilleriereichweite um den ""Brückenkopf"" hätten die Ukrainer sicherlich ebenfalls gerne.
Haben sie aber alles nicht. Werden sie auf absehbare Zeit auch nicht haben. Also warum kramst du den Scheiß ständig wieder vor?
Nein kann man nicht, jedenfalls nicht was die Legitimität betrifft.
Die Brücke ist ein militärisches Ziel
Sogar Putin selbst hat ihre strategische Bedeutung betont

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