Na zum Glück haben wir bei unseren "Interesseren" in den letzten Jahren auch stets darauf geachtet nach höchsten moralischen und demokratischen Standarts zu handeln.
Weil einer scheiße ist, ist es also legitim selber noch scheißerer zu sein? Ist das deine Basis für eine Argumentation, die ein
@brooker mit einem gefällt mir versieht? Grandioses Kino!
Um es einmal klar zu umreißen:
Bei uns ist nicht alles Gold, was glänzt, und Bigotterie ist quasi jeden Tag sichtbar - besonders dann, wenn viel Geld im Spiel ist!
Aber im Gegenzug zu den nach Totalitarismus strebenden Politikern in Russland, China, Syrien usw. werden hier die Karten zwar nicht komplett ausgetauscht aber immerhin alle paar Jahre neu gemischt. Danach geht es subjektiv gefühlt weiter wie bisher aber rückblickend - über ein oder zwei Dekaden gesehen - dann doch anders. Das bringt uns voran, das macht uns stark und sorgt dafür, dass wir eben nicht mehr die Nachbarn überfallen müssen, um das Gefühl eines größeren Dödels zu bekommen. Ob das immer mit hohem moralischem Anspruch Hand in Hand geht? Sicherlich nicht! Dafür sind wir Menschen wie wir halt sind. Wir haben aber - mit Ausnahmen - den Anspruch uns nach oben und nicht in Richtung menschliche Kellerkinder zu entwickeln. Klappt nicht zu 100%, aber die Richtung stimmt.
Wir müssen uns jedenfalls nicht sagen: "Naja, wir sind halt scheiße, aber der andere ist noch beschissener. Also passts." Wer so denkt, der soll sich bitte einsargen lassen, denn "ich habe ne 5 aber andere hatten auch eine 6" ist keine Basis, auf der man sein und das Leben anderer Gründen sollten.
Obendrein ist deine Auslassung von oben einfach nur strunzdummer Whataboutismus allererster Güte!