Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

17.45 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rechnet damit, dass der russische Machthaber Wladimir Putin eines Tages von Vertrauten getötet wird. »Dann werden die Fleischfresser die Fleischfresser fressen«, sagte Selenskyj mehreren Medienberichten zufolge in der Kriegsdoku »Year«, die am vergangenen Freitag zum Jahrestag des Kriegsbeginns erschienen ist. »Sie werden einen Grund finden, den Mörder zu töten. Wird es funktionieren? Ja. Und wann? Ich weiß es nicht«, sagte Selenskyj demnach. Er gehe davon aus, dass Putins Regime eines Tages eine »Fragilität« erreiche, die dazu führe, dass die Verbündeten des russischen Präsidenten gegen ihn arbeiteten.
Quelle: Selenskyj rechnet mit Ermordung Putins durch dessen Verbündete

Einerseits wäre das zu begrüßen. Andererseits weiß man nicht wer oder was danach kommt?:ka:

Und Selensky soll auf sich selber genauso Acht geben. Russland (und Verbündete) würden ihn bestimmt auch gerne tot sehen. Ich glaube letztes Jahr, zum Anfang des Krieges, wurde eine tschetschenische Spezialeinheit auf ihn angesetzt. Aber die wurden durch seine Sicherheitsleute aufgerieben.
 
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17:59 Uhr

Rodnyansky deutet möglichen Rückzug aus Bachmut an


Alexander Rodnyansky, Wirtschaftsberater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, hat die Möglichkeit eines Rückzugs aus der seit Monaten schwer umkämpften Stadt Bachmut in der Region Donezk angedeutet. "Unser Militär prüft offensichtlich alle Optionen", sagte er dem US-Fernsehsender CNN. "Bisher haben sie die Stadt gehalten. Wenn es aber sein muss, werden sie sich strategisch zurückziehen. Wir werden nicht alle unsere Leute für nichts opfern."

Russland setzt in der Offensive auf die Stadt Berichten zufolge seine besten Truppen der privaten Söldner-Gruppe "Wagner" ein. Deren Chef, der mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin verbundene Millionär Jewgeni Prigoschin, sieht hingegen keine Anzeichen für einen Rückzug der ukrainischen Kräfte: "Das ukrainische Heer stationiert zusätzliche Truppen und macht alles, was es kann, um die Kontrolle über die Stadt zu behaupten." Zehntausende ukrainische Soldaten leisteten erbitterten Widerstand, so Prigoschin weiter. Die Kämpfe würden täglich blutiger.
Gestern Abend meinte Roderich Kiesewetter bei Markus Lanz, dass wenn Bachmut fällt, es ein Einfalltor für die russischen Truppen sein könnte. Und sie dann deutlich tiefer ins Landesinnere vordringen werden.
Auf der andere Seite kann ich die ukrainische Führung schon verstehen, wenn sie den Rückzug anordnet. Um nicht unnötig Soldaten zu opfern.

18:16 Uhr

Munitions-Milliarden für die Ukraine


Im russischen Angriffskrieg kann die Ukraine mit dringend benötigter Munition rechnen: Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell schlägt den Mitgliedstaaten ein "außerordentliches Hilfspaket von einer Milliarde Euro" vor, mit dem Geschütze vom Kaliber 155 Millimeter geliefert werden sollen. Die EU-Länder sollen die Geschütze demnach aus ihren eigenen Beständen an die Ukraine abgeben. In einem zweiten Schritt sollen Europas Lager durch eine Gemeinschaftsbestellung wieder aufgefüllt werden.

Das Kaliber 155 Millimeter entspricht dem Nato-Standard für die Artillerie. Solche Geschütze kommen unter anderem in der "Panzerhaubitze 2000" zum Einsatz, die Deutschland an die Ukraine geliefert hat. Die Munitionslieferungen an Kiew seien "dringlich", heißt es in Borrells Vorlage für das informelle EU-Verteidigungsministertreffen in Stockholm in der kommenden Woche.
Sehr wichtig für die Ukraine!

20:14 Uhr

US-Justizminister bezeichnet russischen Wagner-Chef als "Kriegsverbrecher"


US-Justizminister Merrick Garland hat den Chef der russischen Söldnertruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, als "Kriegsverbrecher" bezeichnet. Das US-Justizministerium helfe Kiew dabei, seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine mutmaßlich begangene Kriegsverbrechen zu untersuchen, sagte Garland in einer Anhörung des US-Senats - darunter auch Verbrechen, die der Gruppe Wagner zugeschrieben werden. "Herr Prigoschin, der diese Sache leitet, ist meiner Ansicht nach ein Kriegsverbrecher", sagte der Justizminister. Vielleicht sei es unangemessen, dies zu sagen, bevor alle Beweise vorlägen. "Aber ich denke, wir haben zu diesem Zeitpunkt mehr als genug Beweise, um mein Gefühl zu rechtfertigen", fuhr Garland fort. Was die Gruppe Wagner in der Ukraine anrichte, sei "unfassbar".
Prigoschin ist ein Monster das vor ein Kriegsgericht gehört.

Edit: In Bachmut sieht es für die Ukraine wohl echt sehr schlecht aus

Bachmut steckt von Norden und Süden in russischer Zange
 
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Kippt das Teil nicht um wenn es seitlich schiesst? :ugly:

In flachem Winkel und genau seitlich würde ich zumindest nicht in voller Fahrt feuern. Aber wenn derartige Artillerie im flachen Winkel feuern muss, dann läuft sowieso etwas schief. Die nimmt man für Unterstützungsfeuer aus größerer Entfernung und dann sind, neben einer frei wählbaren Feuerrichtung, Überhöhungen von 30-40° drin. Da kippt nichts. Ansonsten sind die Chassis sind normalerweise auch gut gegen Minen geschützt, der Schwerpunkt liegt also tief, sodass im Stand sicherlich auch flache Schüsse kein Problem sind - hebt vielleicht eine Kette vom Boden, kippt aber nicht direkt um.


Salve,

was ich jetzt richtig "lustig" finde ist, das Sarah Wagenknecht als auch Alice Schwarzer voll auf Trumps Spuren wandeln, sie kopieren Trump 1:1 oder man kann sie jetzt als Trump Groupies bezeichnen.
Bereits am Samstag twitterten und berichteten unabhängis voneinander Spiegel und Zeit Journalistinnen vor Ort in Berlin von 10-15000 Demonstranten bei der Wagenknecht/Schwarzer Kundgebung, die Polizei sprach abschließend von 13000. Bereits am Samstag fing auf Twitter die "Deutungshoheit" an und Schwarzer verkündete im Fernsehen 50000 Demonstarnten. Das wurde gestern von der Emma und der Berliner Zeitung (Herausgeber ist Erstunterzeichner der Wagenknecht/Schwarzer Petition) weiter befeuert, obwohl die Polzei nochmal 13000 Leute bestätigte, heute auf mehrfache Frage nochmal. Und jetzt kommt Sarah Wagenknechts Tweet von heute:

ALLE Demo-Veranstalter geben regelmäßig zu hohe Zahlen an. Von Studentenprotesten über Antifa bis zur AFD sind Faktor 2 bis 3 über Polizeischätzungen ganz normal. Umgekehrt ist der Polizei ziemlich oft vorzuwerfen, dass sie verdächtig niedrige Zahlen angibt. Die Besonderheit bei Trump war, dass er mit seinen Behauptungen auch weit über neutralen Schätzungen lag, dass er sich damit gebrüstet und sämtliche gegenteiligen Aussagen angegriffen hat und dass er im Hintergrund hat Bilder manipulieren lassen.
Das ist bei Wagenknecht nicht so.


Unabhängig von "wie viele sind da blöd herumgestanden" würde mich mal der "Plan" interessieren.
Was genau würde danach passieren, wenn gem. Wagenknecht keine Waffen mehr geliefert würden?
Also, wie schaut das strategische Konzept aus?
Nur ne Forderung aufstellen, ist für mich intelektuell etwas unterbelichtet...

Wir sind nicht mehr Kriegspartei, Putin gewinnt, Russland ist wieder unser Freund, das Gas ist billig, Wagenknecht räumt bei Wahlen ab. Plan Ende.


Niemand der westlichen Welt der im Rampenlicht steht. Wer nicht dabei auffällt wird es weiter tun und autokratische Staaten sowieso.

Breaking News: Selbst Deutschland handelt weiterhin mit Russland, ganze Branchen werden von multiplen EU-Staaten vor Sanktionen geschützt, Scholz brüstet sich mit Wirtschaftsverträgen, die er mit kaufen-Waffen-bei-Putin-ein-Staaten schließt...


Ich bin da ehrlichgesagt sehr gespannt drauf ob vorallem Dland sich wieder annähern wird wegen Energieinteressen
...
Aber, Dland braucht jetzt Gasverträge und nicht erst in paar Jahren, desswegen bin ich gespannt ob man sich da den Amis und ihren Preisen unterordnet oder doch nach der gescheiterten Politik die Eier haben wird es gleich nochmal zu versuchen mit Russland.

USA? Bei denen wird überwiegend nur kurzfristig gekauft, viel zu teuer und dreckig. Deutschland schließt im Moment vor allem Verträge mit Norwegen und mit arabischen Lieferanten, nicht wenige davon mit Anlaufzeiten von mehreren Jahren. Die nächsten 10-20 Jahre sind also Energieexporte aus Russland in bisherigem Maße ausgeschlossen. Und danach wollen wir unseren Importbedarf allgemein drastisch reduziert haben. Kann sich natürlich, je nach Ausgang der nächsten Wahlen, auch ändern. Aber unabhängig davon, dass mit Russland nach dem Ende des Putin-Regimes sicherlich wieder offener Handel möglich sein wird, haben russische Energieträger dann nicht mehr die Bedeutung, die sie bislang hatten.


Gasheizungen sind alleine schon per Gesetz ein sterbendes Produkt und der großflächige Umstieg auf Wärmepumpen erfordert keinen Mehrbedarf an Gaskraftwerken, weil dieser Strombedarf kalkulierbar und wenig auf Lastspitzen ausgelegt ist.

Die Abwägung zwischen deutscher Kohle und russischem (oder jetzt arabischen) Gas viel schon einmal zugunsten letzerem aus und der Klimawandel wird die nächsten 100 Jahre nicht einfach so aufhören. Kann also durchaus sein, dass der Gasbedarf vorläufig hoch bleibt. (Zumal die Franzosen jetzt schon im Februar über Dürre klagen und Schneeschmelzenfluten bis in den Mai rein auch ein Ding der Geschichte sind. Kann also gut sein, dass wir la nation nucleaire diesen Sommer noch länger durchfüttern müssen, weil das Kühlwasser ausgeht.)


Quelle: Selenskyj rechnet mit Ermordung Putins durch dessen Verbündete

Einerseits wäre das zu begrüßen. Andererseits weiß man nicht wer oder was danach kommt?:ka:
Traumvorstellung: Putin stirbt und die Nachfolger reiben sich gegenseitig auf, so dass der Krieg um sie herum zur Nebensache wird.

Wer auch immer das aktuelle Regime stürzt (und auf welche Art): Er wird deutlich schwächer sein als Putin zu Hochzeiten. Bislang stand die Macht auf 4-5 großen und einer Reihe kleinerer Säulen. Jede davon mit innerhalb ihres Bereichs starken Leuten an der Spitze, die aber nicht mit den anderen vernetzt waren. Nur Putin saß wie die Spinne im Netz, hielt alle Fäden in der Hand und konnte die Mitglieder der zweiten Reihe wechselweise bei Laune halten, gegeneinander ausspielen oder, wenn einer nicht spurte, aufeinander hetzen. Der Putsch wird entweder vom mächtigsten dieser bisherigen Schoßhunde ausgehen oder aber von einer Allianz mehrer - aber garantiert nicht von allen. Somit hat, wer auch immer die Macht ergreift, einen erheblichen Teil von Putins alter Machtbasis nicht als Unterstützung im Rücken, sondern als Gegner. Internationales Gepolter wie die letzten 10-20 Jahre ist dann nicht mehr drin. Nicht ausgeschlossen, dass wir sogar mehrere unfreiwillige Regierungswechsel in kurzen Abständen sehen werden. Dazu wäre es ja schon beim Zusammenbruch der Sowjetunion gekommen und aus der gingen eigentlich nur 2-3 mächtige Akteure hervor, die sich untereinander einigen mussten.
 
Die Abwägung zwischen deutscher Kohle und russischem (oder jetzt arabischen) Gas viel schon einmal zugunsten letzerem aus und der Klimawandel wird die nächsten 100 Jahre nicht einfach so aufhören. Kann also durchaus sein, dass der Gasbedarf vorläufig hoch bleibt.
Wirklich nennenswert hoch ist der Gasbedarf nur zum Heizen und das wird, wie gesagt, politisch mittlerweile stark beschränkt. Die Gasheizung stirbt.

Was den Stormmarkt betrifft, ist Gas kein Hauptträger und wird primär für Lastenspitzen nachgefragt, da Gasturbinen sich recht zügig an und ausschalten lassen. Die Nachfrage nach Gas würde sich hier maximal auf ein konstantes Level stabilisieren. Für eine erhöhte Stromproduktion durch Gas müsste man zB auch wieder mehr Kraftwerke bauen, das ist zwar durch diese abenteueriche EU-Verordnung mit weniger Hürden verbunden, erfordert aber deutlich mehr Zubau an Infrastruktur und ist daher für Investoren wenig attraktiv.

Ich kann mir viel eher vorstellen, dass in den nächsten Jahren das Interesse an Mineralölkraftwerken steigen wird. Durch den E-Auto Boom wird Kraftstoff in Zukunft deutlich weniger nachgefragt werden und im Preis abfallen, die Infrastruktur ist auch ausreichend vorhanden.

Man darf aber auch nicht vergessen, dass die Technik im Bereich der erneuerbaren Energien große Fortschritte macht: https://www.ingenieur.de/technik/fa...er-solarzellen-mit-ganz-neuer-funktionsweise/
 
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ALLE Demo-Veranstalter geben regelmäßig zu hohe Zahlen an. Von Studentenprotesten über Antifa bis zur AFD sind Faktor 2 bis 3 über Polizeischätzungen ganz normal. Umgekehrt ist der Polizei ziemlich oft vorzuwerfen, dass sie verdächtig niedrige Zahlen angibt. Die Besonderheit bei Trump war, dass er mit seinen Behauptungen auch weit über neutralen Schätzungen lag, dass er sich damit gebrüstet und sämtliche gegenteiligen Aussagen angegriffen hat und dass er im Hintergrund hat Bilder manipulieren lassen.
Das ist bei Wagenknecht nicht so.
Das ist falsch und du scheinst Samstag, Sonntag, Montag nicht wirklich die Sache verfolgt zu haben!
Die ersten Meldungen über die Anzahl der Demonstranten kamen unabhängig von Spiegel und Zeit Journalisten vor Ort, die die Menge mehrmals abgeschritten haben, die Polizeischätzungen kamen später.
Die Berliner Zeitung und Emma haben genauso agitiert wie du es bestreitest, sie haben die Polizei und andere Medien angegriffen wegen ihrer Zahlen und Wagenknecht hat behauptet die größte Demonstration für Frieden in Deutschland seit Jahren!
 
Das Drohnenvideo mit dem Flugzeug lässt ein bisschen die Wut in mir kochen, einige Menschen haben wirklich geglaubt, es wurde ein solches Flugzeug massiv beschädigt.

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Nachdem berichtet wurde, es wurde massiv beschädigt, zeigen sie jetzt, wie sie auf dem Radar gelandet sind und wieder weg fliegen. Jetzt haben sie zwar Russland bzw. Belarus gezeigt wie schlecht deren Abwehr ist, aber bei dem Risiko des ertappt werden, hätten sie auch gleich auch noch sprengen können.
 
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Wirklich nennenswert hoch ist der Gasbedarf nur zum Heizen und das wird, wie gesagt, politisch mittlerweile stark beschränkt. Die Gasheizung stirbt.

Haushalte verbrauchen nur 40% des Gases und Heizungen haben normalerweise eine Einsatzdauer von 20-40 Jahren. Die Umstellung bei Wohnungsneubauten und -Sanierungen wird die nächsten 10 Jahre noch keine grundlegend andere Energie-Außenpolitik zulassen und beim ebenso großen Gasverbrauch der Industrie besteht in der Regel keine Möglichkeit, auf Wärmepumpen umzustellen. Für diverse Prozesse ist Wasserstoff die einzige Alternative, aber für dessen Erzeugung haben wir in diesem Jahrzehnt gar nicht den nötigen Strom. (Schon für Wärmepumpen ist der bekanntermaßen begrenzt, weil die Dinger normalerweise nicht im Hochsommer bei strahlendem Sonnenschein laufen.)

Was den Stormmarkt betrifft, ist Gas kein Hauptträger und wird primär für Lastenspitzen nachgefragt, da Gasturbinen sich recht zügig an und ausschalten lassen. Die Nachfrage nach Gas würde sich hier maximal auf ein konstantes Level stabilisieren. Für eine erhöhte Stromproduktion durch Gas müsste man zB auch wieder mehr Kraftwerke bauen, das ist zwar durch diese abenteueriche EU-Verordnung mit weniger Hürden verbunden, erfordert aber deutlich mehr Zubau an Infrastruktur und ist daher für Investoren wenig attraktiv.

Wir haben weitaus mehr Gaskraftwerke als wir für Regelenergie brauchen. Vor 380 Tagen galt noch, dass wir aus der Kohle aussteigen und stattdessen mehr Gas nehmen, ähnliche Planungen hatten auch andere europäische Länder. Letzten Sommer liefen deutsche und vor allem auch französische Gaskraftwerke im Dauerbetrieb, um trotz der unzuverlässigen Atomkraft die Stromversorgung zu sichern. Sollten wir in Zukunft wieder sowas wie Klimaschutz betreiben und die Kohleverstromung senken wollen, müsste man das fortsetzen - und nach Kriegsende ginge das auch wieder zu akzeptablen Preisen.

Ich kann mir viel eher vorstellen, dass in den nächsten Jahren das Interesse an Mineralölkraftwerken steigen wird. Durch den E-Auto Boom wird Kraftstoff in Zukunft deutlich weniger nachgefragt werden und im Preis abfallen, die Infrastruktur ist auch ausreichend vorhanden.

Der E-Auto-"Boom" ist eine subventionsbasiertes Strohfeuer, dass noch sehr lange brennen müsste, um am KFZ-Bestand in Deutschland etwas zu ändern. Und das hätte auch nur beschränkte Auswirkungen auf den internationalen Markt für flüssige Treibstoffe und damit auf die Preise. Ich glaube nicht, dass irgendwer in dreckigere, von sämtlichen Förderungen abgetrennte, auf der Abschussliste stehende Ölkraftwerke investieren wird, wenn Gas als Alternative verfügbar ist.

Man darf aber auch nicht vergessen, dass die Technik im Bereich der erneuerbaren Energien große Fortschritte macht: https://www.ingenieur.de/technik/fa...er-solarzellen-mit-ganz-neuer-funktionsweise/

Die Technik der Erneuerbaren ist seit 20, 25 Jahren soweit. Aber die Bereitschaft, sie einzusetzen und die damit einhergehenden Konsequenzen zu tragen, ist weiterhin begrenzt und selbst wenn die Bevölkerung plötzlich den grünen Utopien folgt, fehlen schlichtweg die Kapazitäten für den rasanten Ausbau. Um den Kohleausstieg bis 2038 durchzuziehen, müssten wir das Tempo iirc verDREIfachen. Aber wir bauen schon mit 100% der Bereitschaft aus, die wir aufbringen können und an diesem Niveau hat sich in den letzten 1-2 Jahrzehnten weniger geändert, als es jetz in den nächsten 1-2 Monaten müsste. Und das nur, um Kohle zu ersetzen. Du willst darüber hinaus auch noch einen Ausstieg aus Gas nicht zur Mitte des nächsten Jahrzehnts, sondern so schnell, dass er für die Außenpolitik nach Ende des Krieges relevant wird? Good Luck.


Die Berliner Zeitung und Emma haben genauso agitiert wie du es bestreitest, sie haben die Polizei und andere Medien angegriffen wegen ihrer Zahlen und Wagenknecht hat behauptet die größte Demonstration für Frieden in Deutschland seit Jahren!

Als ich das letzte mal geguckt habe, war die B.Z. Springer und nicht Wagenknecht :wall:
 
Als ich das letzte mal geguckt habe, war die B.Z. Springer und nicht Wagenknecht
Tja mein lieber, du bist halt in der Beziehung völlig uninformiert!
Die Berliner Zeitung gehört dem Berliner Verlag.

Der Berliner Verlag gehört dem Ehepaar Holger und Silke Friedrich und der Herausgeber der BerlinerZeitung ist Michael Maier

Und jetzt schaust du mal nach wer Erstunterzeichner von Wagenknechts und Schwarzers Petition und Aufruf war und google vielleicht auch mal Berliner Zeitung und Putin Narrative.
Vielleicht siehst du dann klarer und wie du siehst bist du nicht wirklich Allwissend!
 
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08:56 Uhr

Ukrainischer Botschafter: "Müssen Russland zwingen, in Verhandlungen zu gehen"


Die Ukraine ist nach Angaben des ukrainischen Botschafters in Deutschland, Olexij Makejew, nicht bereit, Russland besetzte Gebiete zu überlassen. "Wir haben keine andere Wahl, als den Frieden zu erkämpfen", sagt er im Interview mit dem ARD-Morgenmagazin zu Forderungen nach Verhandlungen. Russlands Präsident Wladimir Putin und viele Russen wollten die Ukraine vernichten. "Wir müssen Russland dazu zwingen, in Verhandlungen zu gehen", sagt er. Dies gehe am besten durch Waffenlieferungen an die Ukraine.

Makejew bekräftigt zudem, dass Verhandlungen mit Russland erst dann vorstellbar sind, wenn dieses die besetzten Gebiete geräumt habe. "Menschen sterben, weil Russland das will", sagte er. Viele Russen träumten davon, die Ukraine zu vernichten. Russland müsse dazu gezwungen werden, in Verhandlungen zu gehen, "indem wir unsere Gebiete und Menschen von der russischen Besatzung befreien", sagte Makejew weiter.

Er dankte Deutschland für seine Solidarität. Zum Thema einer möglichen Vermittlung etwa durch Indien oder China sagte er: "Mir wäre es lieber, dass wir keine Vermittler hätten, sondern Verbündete." Oft werde nach Zugeständnissen gefragt. "Auf Zugeständnisse von ukrainischer Seite - bei Territorien, Gebieten, Menschen - können wir uns nicht einlassen."
Genauso sehe ich das auch. Putin soll die Gebiete räumen lassen und sich aus der Ukraine verziehen.
 
hmm.... soll ich. soll ich nicht? okay, es ist nicht zu 100% Themenfern, bleibt aber versprochener Weise auch eine "einmalige" Aktion um euch einen schönen Start ins Wochenende zu wünschen. Bezugnahme hierauf unnötig. ;)

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Haushalte verbrauchen nur 40% des Gases und Heizungen haben normalerweise eine Einsatzdauer von 20-40 Jahren. Die Umstellung bei Wohnungsneubauten und -Sanierungen wird die nächsten 10 Jahre noch keine grundlegend andere Energie-Außenpolitik zulassen und beim ebenso großen Gasverbrauch der Industrie besteht in der Regel keine Möglichkeit, auf Wärmepumpen umzustellen. Für diverse Prozesse ist Wasserstoff die einzige Alternative, aber für dessen Erzeugung haben wir in diesem Jahrzehnt gar nicht den nötigen Strom. (Schon für Wärmepumpen ist der bekanntermaßen begrenzt, weil die Dinger normalerweise nicht im Hochsommer bei strahlendem Sonnenschein laufen.)
Ich habe heizen gesagt, nicht Privathaushalte. Die Gasheizung wird politisch per Gesetz seit letztem Jahr beschränkt und es sind weitere Gesetze auf dem Weg, das ist ein Fakt.

Der E-Auto-"Boom" ist eine subventionsbasiertes Strohfeuer, dass noch sehr lange brennen müsste, um am KFZ-Bestand in Deutschland etwas zu ändern. Und das hätte auch nur beschränkte Auswirkungen auf den internationalen Markt für flüssige Treibstoffe und damit auf die Preise. Ich glaube nicht, dass irgendwer in dreckigere, von sämtlichen Förderungen abgetrennte, auf der Abschussliste stehende Ölkraftwerke investieren wird, wenn Gas als Alternative verfügbar ist.
Ab 2035 dürfen in der EU nur noch E-Autos produziert werden, auch das ist ein Fakt. Ganz egal ob du sie doof findest oder nicht.

Die Technik der Erneuerbaren ist seit 20, 25 Jahren soweit. Aber die Bereitschaft, sie einzusetzen und die damit einhergehenden Konsequenzen zu tragen, ist weiterhin begrenzt und selbst wenn die Bevölkerung plötzlich den grünen Utopien folgt, fehlen schlichtweg die Kapazitäten für den rasanten Ausbau. Um den Kohleausstieg bis 2038 durchzuziehen, müssten wir das Tempo iirc verDREIfachen. Aber wir bauen schon mit 100% der Bereitschaft aus, die wir aufbringen können und an diesem Niveau hat sich in den letzten 1-2 Jahrzehnten weniger geändert, als es jetz in den nächsten 1-2 Monaten müsste. Und das nur, um Kohle zu ersetzen.
Diese Doppeldotierung ist ein großer technischer Fortschritt, erhöht den Wirkungsgrad der Zellen mal eben um 60-100% und ist brandneu. Die erneuerbaren haben ihren Anteil in der Stromversorgung in den letzten 10 Jahren fast verdoppelt. Wenn der Trend so weiter läuft, hätte man die Kohle in den nächsten 10 Jahren locker ersetzt.

Du willst darüber hinaus auch noch einen Ausstieg aus Gas nicht zur Mitte des nächsten Jahrzehnts, sondern so schnell, dass er für die Außenpolitik nach Ende des Krieges relevant wird? Good Luck.
Woher weißt du jetzt plötzlich, was ich möchte?
 
Ich lese gerade auf Focus.de etwas über die Ausbildung der Leo 2 A6 Besatzungen. Ich muss ehrlich sagen, ich bin etwas erschrocken. Nur ein Drittel der Ukrainer haben Vorkenntnisse mit Panzern bzw. schon Kampferfahrung. Der Rest sind Reservisten und komplett grüne Rekruten. Das hatte ich mir etwas anders vorgestellt, bei einer Einheit die zukünftig so etwas wie eine Elite darstellen muss. Ob das bei der PzH2000, Mars2 und Gepard ähnlich war? :what:
 
Ich lese gerade auf Focus.de etwas über die Ausbildung der Leo 2 A6 Besatzungen. Ich muss ehrlich sagen, ich bin etwas erschrocken. Nur ein Drittel der Ukrainer haben Vorkenntnisse mit Panzern bzw. schon Kampferfahrung. Der Rest sind Reservisten und komplett grüne Rekruten. Das hatte ich mir etwas anders vorgestellt, bei einer Einheit die zukünftig so etwas wie eine Elite darstellen muss. Ob das bei der PzH2000, Mars2 und Gepard ähnlich war? :what:
teilweise wahrscheinlich schon, schau dir mal Bilder der ersten Jahren des Konflikten an, wie ukrainische Soldanten aussahen und deren Ausrüstung

deren Militär war doch massiv unterfinanziert und die Ausstattung mehr als dürftig, das meiste Material ist in Lagern verrottet, also woher sollen da so viele Elitesoldaten kommen, der Krieg kostet seine weiteren Opfer

auch wenn es hier belächelt wurde, waren die ASOV Einheiten in Mariupol, dank Finanzierung von privaten (fragwürdig) Quellen deutlich besser ausgestattet und hatten auch eine deutlich bessere Ausbildung als die meisten ukrainischen Soldaten

ähnliche Berichte/Artikel gab es doch bei den ersten Versuchen, die Verteidigungslinie um Kherson zu brechen, als dann Leute in den Tod fuhren, die in ihrem Leben zuvor noch nie eine Kugel abgeschossen hatten und dann in einem kurzen Training die Grundlagen mitbekommen haben

die Ukraine hat auch erfahrene Leute, beispielsweise wurde die Sumyregion in den ersten Tag alleine von Veteranen gehalten, die dort mehre Konvois zerlegt haben

aber solche Leute wachsen nicht auf Bäumen, umso verwerflicher finde ich, dass die ukrainische Führung einen Großteil der 93 Brigade anscheinend immer noch in Bachmut lässt, während andere Einheiten schon abziehen (Quelle 1, Quelle 2 )
 
Zuletzt bearbeitet:
Kampferfahrung hat keiner, aber sie sind bestens ausgebildet.
(ich hoffe, dass die Ausbildung heute besser ist als zu der Zeit, wo ich gedient habe)
Das war Sinus "mäßig".
Die Panzerausbildung der BW war bis Anfang 2000er Top Notch auf der Welt, danach brach sie rapide ein, um in den letzten 8 Jahren wieder deutlich anzuziehen.
Ich kann mich noch daran erinnern wie ein Panzerbataillon der BW Ende der 1990er Anfang 2000er Jahre in England zu Besuch war, im damals modernsten "Panzersimulator"/"Gefechtsfeldsimulator" der Welt und bis dahin einzigstes Battaillon alle Aufgaben des Simulators bewältigen konnte, alle anderen Einheiten davor sind an der oder den letzten (schwierigsten Aufgaben) gescheitert.
 
Kampferfahrung hat keiner, aber sie sind bestens ausgebildet.
(ich hoffe, dass die Ausbildung heute besser ist als zu der Zeit, wo ich gedient habe)
Ich war 2007 in Lüneburg stationiert bei den Aufklärern, riesige Kaserne. Die Panzer aber verstaubten größtenteils in der Garage, sah bei der Nachbarkaserne in Munster auch nicht anders aus.

Gute Ausbildung vlt ja, aber viel zu wenig davon.
 
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