Mag sein, Ja. Dann soll T. die Vokabel entsprechend kennzeichnen. Und selbst so uebersetzt finde ich es schwer, eine russische Luftueberlegenheit zu erkennen, wenn man sich gleichzeitig zurueckziehen und Befestigungsanlagen errichten muss. Ueberlegenheit suggeriert mir, dass ich mindestens einmal genommene Positionen halten oder mich weiter vorwaertsbewegen kann.
Der Punkt ist nicht, dass ich Russland militaerisch kleinreden will. Aber zwischen Verzwergung und Luft- oder sonstiger Ueberlegenheit gibt es noch eine ziemliche Latte an Graustufen auf der Skala, die bei T. so nicht stattfinden. Da kommt seit Februar das immer gleiche Geraune ueber russische Superflugzeuge, Superraketen, Superpanzer und Supersoldaten mit Superstrategien und haette der Krieg nach ein paar Wochen gewonnen sein muessen. Allein an der Front kommt davon irgendwie nichts an oder bringt nicht den erhofften Effekt.
Zur Erinnerung (und ohne dabei die Folgen fuer das Land und die Region in den Blick zu nehmen) - der zweite Irakkrieg begann am 20. Maerz 2003; im 7. April hatte man das Stadtzentrum erreicht. Die irakische Armee war der "Koalition der Willigen" zu der Zeit technisch unter-, zahlenmaessig aber ueberlegen. Die Ausgangsbedingungen waren rein nominell also nicht unaehnlich. Das Ergebnis nicht. Weil, um es mit einer alten ESSO-Werbung zu sagen, der Tiger im Tank nichts nuetzt wenn am Lenkrad ein Esel sitzt.
Es geht nicht um die "Superwaffen" , sondern um die allgemeine Überlegenheit und Logistik.
Die Ukraine hatte vom ersten Tag an verloren und kann nur durch westliche Unterstützung ihr Ende künstlich in die Länge ziehen.
Dazu reduziert sich Ihre Verhandlungsmasse immer mehr und auch in der russischen Bevölkerungen scheint sich die Ansicht von einem " Überlebenskampf" mit der Nato zu festigen.
Im Moment sieht doch jeder der sich informiert, das es für die Ukraine nicht gut läuft und sie hohe Verluste haben und das bevor der Einsatz der Mobilisierten richtig begonnen hat.
Ich habe oft, auch mit Quellen belegt das die Russen mit einer wesentlich kleineren Streitmacht und begrenzten Resourccen diese " Mission" gestartet und geführt haben und trotzdem die ukrainische Arme so hart getroffen hatten, das dieser am Ende alte Sowjetwaffen azs aller Welt geliefert wurden, um überhaupt noch kampffähig zu sein.
Sie reiten dazu mit alten M113 in die Schlacht , welche kaum Schutz vor Splittern bieten und schwach bewaffnet sind.
Es wird behauptet das Himars der " Gamechanger" ist, während man gleichwertige und effektivere Waffen, wie zB Tornado-S völlig ausklammern und auch die Überlegenheit, alleine bei Artillerie negiert.
Die russische Luftherrschaft existiert, nur keine absolute, weil die Ukraine über eine riesige Anzahl an Flugplätzen verfügt, die eine Dezentralisierung der Fliegerkräfte unterstützt und gelegentliche riskante Einsätze erlaubt.
Gleichzeitig mussten dafür alle Geräte außerhalb der Ukraine zusammengekratzt werden.
Zur Stärkung der Hubschrauberflotte besorgte die US-Regierung der afghanischen Armee einst zahlreiche Mil Mi-17. Gewartet wurden die Hubschrauber im Ausland – zum Beispiel in der Ukraine. Die darf nun einige afghanische Mi-17 dauerhaft behalten.
www.flugrevue.de
Selbst Lieferungen beseitigen nicht den Mangel an Spezialisten, so das es immer schwieriger wird die gelieferte Technik effektiv zu nutzen.
Die Effektivität der russischen Luftstreitkräfte läßt sich schwer einschätzen, da Infos über Zahl der Einsätze und ihre Ergebnisse spärlich sind. Was man sieht sind Videos von Hubschraubern die nachts " Jagd" auf Fahrzeuge machen und das scheinbar sehr erfolgreich.
Auf der Verteidigungsmesse EDEX-2021 hat der russische Hersteller HPW weitere Einzelheiten über die neueste "Fire-and-Forget"-Rakete - Produktname 305E - bekannt gegeben.
esut.de
14,5 Km Kampfreichweite, Nachts, ohne Laub, Infarot und keine Abwehrmöglichkeiten.
Dazu sollte man beachten wie oft im letzten halben Jahr russische Raketen abhoben um Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen. Dies scheint die Fähigkeiten beim Erkennen von Zielen für die Russen stark verbessert zu haben.
Gleichzeitig gibt es viele Videos und Berichte über Lieferunge neuer Technik an die Front, was auf eine wesentliche Erhöhung der Rüstungsproduktion schließen läßt.
Rückzüge aus Gebieten sind kein Zeichen von Schwäche, sondern taktischen Erfordernissen geschuldet.
Russland hatte nie die Möglichkeit alle Frontlinien ausreichend zu besetzten und zu verteidigen.
Durch ihr Verkehrsnetz und die zentrale Position, konnte die Ukraine ihre Truppen wesentlich schneller verlegen um Schwerpunkte zu bilden.
Sie hatten einfach kürzere Verbindungslinien und dazu einen befestigten Donbass, wo Massenangriffe für Russland, mit Massenverlusten gepaart wären.
Im Moment rücken die Russen an vielen wichtigen Punkten vor und bereiten damit ihre Offensive an mehreren Punkten vor und das unter riesigen Verlusten der Ukrainer.
Ihr könnt jetzt wieder vom " Putintroll" fabulieren, nur was ist, wenn sich meine Infos bestätigen und der Krieg für die Ukraine mit hohen Verlusten verloren geht?
Sie dabei Gebiete östlich des Dnepr und der Küste bis Moldawien verliert?
Ich habe von Anfang an davor gewarnt und wenn man betrachtet welche wirtschaftlichen Ressourcen dabei Russland in die Hand fallen und uns erpressbar machen, bzw wirtschaftlich schaden, ist unsere Politik nicht klug.