Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Ich fand dieses Video ehrlich gesagt eines seiner schwächeren, weil es den Wert der "Verteidigung" dieser Linie durch die Schützengräben "überbewertet".

Ich hatte es an anderer Stelle hier bereits schon mal gesagt, der größte Teil dieser Linie verläuft mitten über weite offene Flächen, jeder Infanterist der da in einem dieser Schützengräben an der "Wagnerlinie" hockt, hockt quasi auf dem Präsentierteller, gut ausmachbar für Drohnen und ohne jegliche Deckung, wenn er aus dem Graben raus muss.

Genauso der ganze andere Rest dieser Linie, nicht verankerte Drachenzähne, die evt. sogar von Panzern, mit montierten Räumschild, einfach weggeschoben werden können.
Diese gesamte Auslegung der Linie ist einfach "unterdimensioniert" und disfunktional, vom Verhältnis des Aufwands sie anzulegen, zu dem, welchen sie dann für einen Verteidiger effektiv bieten wird.

Wenn die Ukrainer daher dadurch, bei einem ernsthaften Angriff, mehr als 24h durch diese Linie aufgehalten werden würden wäre das schon extrem lange und dadran ändert auch kein russischer Infanterist in einem Schützengraben (mit Manpad & MG) etwas, da es kein angelegtes Grabensystem mit Laufgräben ist und man daher die Infanterie in den Gräben mit Artillerie gut niederhalten, oder sie sogar zerstören kann.

Oder anders formuliert, der Wert dieser "Wagnerlinie", so wie sie ausgelegt ist, mit 2 Reihen Drachenzähne, nicht am Boden verankert, Panzergraben, Schützengraben, geht militärisch gen null.

Ich weiß nicht, wie es um die Stärke der ukrainischen Kampfpanzerverbände bestellt ist. Vielleicht sollen diese eher leichtgewichtigen Sperrwerke eher die Fähigkeit der Ukraine zu den sog. "Thunder Runs" einschränken, die angeblich stark zum Erfolg der ukrainischen Offensive(n) beigetragen haben sollen? Also in dem Sinne, schlichtweg die Geschwindigkeit schneller Vorstöße (und Rückzüge) von kombinierten, hochmobilen MBT-IFV-APC-Geländewagen-Trupps etwas rauszunehmen? Das wäre so das einzige, was ich mir angesichts dieser Bilder jenseits eines fragwürdigen propagandistischen Werts vorstellen kann.

/edit: zur Erläuterung, was "Thunder Runs" sind. Auch wenn die Quelle vermutlich deutlich mehr Entertainment denn tatsächliche "in depth" Auseinandersetzung mit moderner militärischer Taktik ist.

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Salve,

ziemlich absurd, aber wer bitte klaut in 2 Wochen 150 Blitzerkameras?

Falls es da irgendeine Verbindung gibt, auch unter Einbeziehung krimineller Banden, muss die Verzweiflung ja sehr sehr groß sein.
/edit: zur Erläuterung, was "Thunder Runs" sind. Auch wenn die Quelle vermutlich deutlich mehr Entertainment denn tatsächliche "in depth" Auseinandersetzung mit moderner militärischer Taktik ist.
Uralt, gab es schon in Afrika 1941, haben damals die Engländer als erstes angewandt, die Deutschen folgten auf dem Fuße.
Kleine bewaffnete Gruppen mit schnellen Fahrzeugen (4-5) und hauptsächlich Maschinenbewaffnung tauchten blitzschnell im Hinterland/Stützpunkten auf, stifteten Verwirrung, sprengten das ein oder andere in die Luft und verschwanden wieder in die eigenen Reihen.
Allerdings eignet sich die Wüste für so eine Taktik im Besonderen, aber anscheinend funktioniert es teilweise in der Ukraine auch, sonst würden sie es nicht machen.
Heute sind die Fahrzeuge allerdings wesentlich schneller, wesentlich leiser und können in Form von Pick Ups, x-fach mehr tragen, außerdem kann man sich mit Nachtsichtgeräten ohne Licht vorwärts bewegen. Dazu kommt bei den Ukrainern der Vorteil, sich dort geographisch und infrastrukturell wesentlich besser auszukennen.
Es geht einzig und alleine darum, im Hinterland Angst, Verwirrung und Unsicherheit zu stiften, mal kleinere Stützpunkte auszuschalten oder was zu sprengen.
 
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Uralt, gab es schon in Afrika 1941, haben damals die Engländer als erstes angewandt, die Deutschen folgten auf dem Fuße.
Kleine bewaffnete Gruppen mit schnellen Fahrzeugen (4-5) und hauptsächlich Maschinenbewaffnung tauchten blitzschnell im Hinterland/Stützpunkten auf, stifteten Verwirrung, sprengten das ein oder andere in die Luft und verschwanden wieder in die eigenen Reihen.
Allerdings eignet sich die Wüste für so eine Taktik im Besonderen, aber anscheinend funktioniert es teilweise in der Ukraine auch, sonst würden sie es nicht machen.
Heute sind die Fahrzeuge allerdings wesentlich schneller, wesentlich leiser und können in Form von Pick Ups, x-fach mehr tragen, außerdem kann man sich mit Nachtsichtgeräten ohne Licht vorwärts bewegen. Dazu kommt bei den Ukrainern der Vorteil, sich dort geographisch und infrastrukturell wesentlich besser auszukennen.
Es geht einzig und alleine darum, im Hinterland Angst, Verwirrung und Unsicherheit zu stiften, mal kleinere Stützpunkte auszuschalten oder was zu sprengen.
So weit ich das mitbekommen habe, machen die keine "Hit and Run" Attacken zur Feindverwirrung, sondern fahren gezielt hinter die feindlichen Linien und reiben dann zweiseitig, ohne Chance auf Entkommen, die russischen Stellungen auf.
Hier wird es näher erklärt, auch mit Prinzipgrafiken (ab ca. 1:15 min)
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@compisucher

Ich habe auch über die "Hit and Run" Taktik gelesen, gerade wenn es um Gebiete geht, die nicht im Focus einer Offensive stehen!
Im Grunde aber scheissegal, überall wo die HKL nur Stützpunktartig besetzt ist, sind alle diese Angriffe höchst gefährlich und ich denke dafür dienen diese ins Feld geflügte "Wagner" Verteidigungsstellungen.
Ein Toyota Pick Up mit richtigen 7,62 x 53 MG und 4-6 Leuten und das mal 4 (für eine Einheit), stellt mit seinem Motor, Tragkraft, Reichweite etc. eine gehörige Kampfkraft dar.
Klar sind Dingos und Humvees noch gefährlicher, aber was will man machen, wenn man den Krieg des "armen" Mannes zumindestens teilweise führt.
Die Ukrainer sind höchst innovativ und überraschen die Russen immer wieder, die scheiss iranischen Drohnen, scheinen auch nicht mehr wirklich ein Problem zu sein, dabei hat der Gepard gehörigen Anteil. Nach hören sagen, sind die PZH 2000 die aus der litauischen BW Instandsetzung kommen, auch weitaus stabiler, bei rascher Feuerfolge, als vorher. Man hat sich also etwas einfallen lassen.
Im Grunde genommen fehlen wirklich nur die Marder und Leos, auch die "einser" sind gegen diese Russen "Flaschen" mehr als wahrscheinlich, höchst durchschlagend!
 
Nach hören sagen, sind die PZH 2000 die aus der litauischen BW Instandsetzung kommen, auch weitaus stabiler, bei rascher Feuerfolge, als vorher. Man hat sich also etwas einfallen lassen.
Gerüchteweise säße da ein schlaues Kerlchen in der Insta, der die Software "optimiert" hat und die 2000 nun eine höhere Kadenz hat.
Diese wurde von 8 Schuss/min für 3 Minuten auf 12 Schuss/min für 4 Minuten hochgefahren.
Also quasi komplettes internes Magazin mit 48 Schuss in 4 min raus.
So ne 2000 ersetzt praktisch eine komplette Batterie üblicher Panzerhaubitzen.
Macht an der Einschlagsstelle sicherlich erhöhtes Aua.

Mal sehen, wie lange der Lauf das mitmacht...
 
Immer wenn man denkt, noch dämmlichere Beweise, für die eigenen Lügen, könnten im Kreml gar nicht mehr zusammenkonstruiert werden, schafft man es doch alles Vergangene nochmal zu toppen und einen eines besseren zu belehren...

Der Kreml strickt ja jetzt schon seit einigen Tagen an dem Märchen, der Ukraine würde eine "Schmutzige Bombe" bauen und einsetzen wollen.
Jetzt hat man seitens Moskau angebliche "Beweise" dafür, in Form eines Bildes vorgelegt, welches diese schmutzigen Bomben, bzw. Teile davon, zeigen soll.

Allerdings dauerte es nach Veröffentlichung der "Beweise" des Kreml auch nicht lange, bis das was auf dem Bild zu sehen war, klar als ein Sack voller Rauchmelder identifiziert werden konnte und das Bild selbst als 2010 in einem slowenischen Kernkraftwerk geschossen, was die slowenische Regierung dann beides auch so bestätigte.

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Zuletzt bearbeitet:
14:18 Uhr

Nach Beschuss 30 Prozent Stromausfall in und um Kiew


In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sowie in der Region Kiew ist nach russischem Beschuss zu fast einem Drittel die Stromversorgung ausgefallen. In der Nacht hätten russische Einheiten die Energieinfrastruktur angegriffen, teilte Gouverneur Olexij Kuleba mit. Eine Reihe kritischer Einrichtungen sei beschädigt und abgeschaltet worden. 30 Prozent der Stromversorgung falle daher aus.

15:40 Uhr

Kiew: Drastische Stromabschaltungen drohen nach Beschuss


Wegen neuer Schäden in der Energieversorgung drohen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew noch drastischere Stromabschaltungen. In der Nacht seien bei einem russischen Angriff auf eine Anlage im Umland "ernsthafte Schäden" entstanden, teilte der Stromversorger Yasno mit. Dadurch fehle für die Millionen-Metropole etwa ein Drittel der notwendigen Leistung. "Es könnte passieren, dass halb Kiew ohne Licht dasitzt", hieß es.

Die russische Armee versucht seit Anfang Oktober verstärkt, die ukrainische Infrastruktur zu zerstören - auch wenn Angriffe auf zivile Objekte völkerrechtlich verboten sind. Die Ukraine reagiert darauf mit zeitlich gestaffelten Stromabschaltungen in allen Landesteilen - meist für vier Stunden
30% zerstörte Strominfrastruktur ist schon heftig. Wenn das noch mehr wird bekommen die ein ernsthaftes Problem.
 
Der Westen habe nichts außer seiner Herrschaft anzubieten... Eieiei. Ein Stück weiter, und wir sind beim Weltfinanzjudentum.

Aber mal eine Gegenfrage: Was hat Russland anzubieten? Wenn ich mir das nämlich so anschaue, dann wird die Luft bei einer Antwort ziemlich dünn.
 
Der Westen habe nichts außer seiner Herrschaft anzubieten... Eieiei. Ein Stück weiter, und wir sind beim Weltfinanzjudentum.

Aber mal eine Gegenfrage: Was hat Russland anzubieten? Wenn ich mir das nämlich so anschaue, dann wird die Luft bei einer Antwort ziemlich dünn.
Deshalb laufen ja auch alle umliegenden Staaten und Bevölkerungen im Sprinttempo weg.
Aber wahrscheinlich bietet uns Putin auch "Beweise" dass die Länder dieser Welt Schlange stehen, um in die Eurasische Union aufgenommen zu werden, anstatt das man von Russischer Seite mit Terror und Gewalt verhindert, dass sie sich daraus absetzen wollen.
 
Noch mal zur (nicht gerade ersten) Wiederholung:
"30% Stromausfall" SIND NICHT "30% zerstörte Strominfrastruktur"
Ist ja schon gut. Trotzdem ist sowas sch**sse und gefährlich.

Wie lange laufen eigentlich Notstrom-Aggregate von Krankenhäusern? DIe werden doch mit Benzin oder DIesel betrieben oder?

Hat das ukrainische Verteidigungsministerium auch Notstrom-Aggregate?
Es wäre doof wenn die Kommandozentrale keinen Strom mehr hätte.
Von dort aus wird ja alles koordiniert.
 
Ist ja schon gut. Trotzdem ist sowas sch**sse und gefährlich.
Niemand stirbt gleich, nur weil er keinen Strom mehr hat, wobei man das bei den vielen Smartphone /Social Media-Zombies, die inzwischen überall im Schneckentempo über Bürgersteige und Treppen kriechen rumlaufen, manchmal meinen könnte.

Wie lange laufen eigentlich Notstrom-Aggregate von Krankenhäusern? DIe werden doch mit Benzin oder DIesel betrieben oder?
So lange wie man den benötigten Kraftstoff dafür herbeischaffen kann.

Hat das ukrainische Verteidigungsministerium auch Notstrom-Aggregate?
Es wäre doof wenn die Kommandozentrale keinen Strom mehr hätte.
Von dort aus wird ja alles koordiniert.
Ernsthaft jetzt?
Hälst du die Frage, wenn du selbst mal zwei Sekunden dadrüber nachdenkst, für besonders "intelligent / sinnstiftend"?
Sofern die Ukrainer nicht völlig auf den Kopf gefallen sind, anders als man es im Moment bei den Russen meinen könnte und die Landesverteidigung als einen lebenswichtigen Bestandteil funktionierender staatlicher Strukturen betachten, genau wie Krankenhäuser, werden natürlich selbige auch für den Fall, das wie jetzt Strom ausfällt / ausfallen könnte, mit Notstrom-Generatoren ausgerüstet haben, oder glaubst du vielleicht sie würden dann alles über Kurriere / Brieftauben abwickeln?
 
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Ernsthaft jetzt?
Hälst du die Frage, wenn du selbst mal zwei Sekunden dadrüber nachdenkst, für besonders "intelligent"?
Sofern die Ukrainer nicht völlig auf den Kopf gefallen sind, anders als man es im Moment bei den Russen meinen könnte und die Landesverteidigung als einen lebenswichtigen Bestandteil funktionierender staatlicher Strukturen betachten, genau wie Krankenhäuser, werden natürlich selbige auch für den Fall, das wie jetzt Strom ausfällt / ausfallen könnte, mit Notstrom-Generatoren ausgerüstet haben, oder glaubst du vielleicht sie würden dann alles über Kurriere / Brieftauben abwickeln?
Siehe meinen zweiten Satz:

Es wäre doof wenn die Kommandozentrale keinen Strom mehr hätte.

Also habe ich mir die Frage eigentlich selber beantwortet. :ugly:

Es würde mich auch nicht wundern, wenn es mehrere "Kommandozentralen" gibt also dezentral.
Falls mal eine ausfällt.
 
Es würde mich auch nicht wundern, wenn es mehrere "Kommandozentralen" gibt also dezentral.
Falls mal eine ausfällt.
Es gibt naturgemäßg mehrere "Befehlsstände", durch die verschiedenen Ebenen hindurch (Battalion, Division, Armee, Heeresgruppe), dann üblicherweise ein Oberkommando für jede Truppengatung (Marine, Heer, Luftwaffe) aber in der Regel nur eine "richtige Kommandozentrale", in dem alle Informationen und strategischen Entscheidungen zusammenlaufen (Oberkommando / Lagezentrum), in welchen dann u.a. auch nicht direkt militärische Regierungskreise (Präsident / Verteidigungsminister, ect.) informiert und ggf. in zu treffende Entscheidungen einbezogen werden.
 
Klar, wenn das Verteidigungsministerium der UA die Stromrechnung für den Kommandobunker nicht bezahlt, kommen die Stadtwerke Kiew und stellen den Strom ab, inklusive Verplombung. Wenn der ÖPNV ausfällt, kommt niemand aus dem Stab zur Arbeit. Und falls die russische Armee auf die völlig exotische Idee kommt, ein oder zwei ihrer Hochpräzisionswaffen (...) durch das Schaufenster der Kommandozentrale zu werfen, dann haben die da aber wirklich ein Problem... ?

Also ja, du kannst davon ausgehen, dass so ziemlich jedes Land der Welt jede Menge Schutzmaßnahmen und Redundanzen für ihre im Kriegsfalle wichtigsten Kommandoeinrichtungen überhaupt eingeplant hat ;-)
 
Wenn aber eine taktische Atombombe darüber hoch geht ist es nicht mehr so lustig.
Das halte ich zwar für extrem unwahrscheinlich. Aber die Möglichkeit besteht zum kleinen Teil.
 
Die Kommandozentralen westlicher wie östlicher Armeen aus dem Kalten Krieg waren in der Regel dafür ausgelegt, Nahtreffer von strategischen Nuklearwaffen zu überstehen. Sprich: ganz andere Kaliber als taktische Kernwaffen. Also, zumindest in der Theorie. Wie es in der Praxis aussieht... Hoffen wir, dass wir es nie rausfinden.
 
Die Kommandozentralen westlicher wie östlicher Armeen aus dem Kalten Krieg waren in der Regel dafür ausgelegt, Nahtreffer von strategischen Nuklearwaffen zu überstehen. Sprich: ganz andere Kaliber als taktische Kernwaffen. Also, zumindest in der Theorie. Wie es in der Praxis aussieht... Hoffen wir, dass wir es nie rausfinden.
Naja, wenn ich mal an das Pentagon denke, wo ein Passierflugzeug einen ganzen Gebäudeflügel komplett zerstört hat.
Läßt mich das etwas daran zweifeln.
Aber rausfinden möchte ich das auch nicht.
 
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