Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

OT: Ursache zu aktuellen Knappheiten und Preisanstiegen
Gas und Ölknappheit. Weizenknappheit. Steigende Inflation, wachsende Armut und vermutlich auch höhere Arbeitslosigkeiten und Staatsverschuldungen. Das sind alles Faktoren die nicht gerade gut sind.

Und wer ist dran schuld? Sollen wir die Pennern dafür auch noch belohnen, in dem wir sagen, dass es okay ist, was sie machen? Wenn wir damit erst einmal anfangen, dann öffnen wir die Büchse der Pandora und läuten ein sehr dunkles Zeitalter ein.
Die von @RyzA aufgezählten Faktoren unterstreiche ich zu 100%. Da hat sich etwas entwickelt, was globale Auswirkungen hat und Menschen in Ihrer Existenz bedroht!

Die Suche nach der Ursache dafür und die "Lösung" von @Tekkla halte ich für nicht vollständig zutreffen.

Warum? Beispiel Öl-Preis:

Screenshot_20220702-074007_Samsung Internet.jpg


Mit Blick auf die Preisentwicklung einer gängigen Sorte lässt sich festellen, dass im Verlauf der letzten 8 Jahre zwei Preiskorrekturen und ansonsten ein permanenter Preisanstieg vorlagen. Mit Frühjahr 2022 wurden die Korrekturen aufgebraucht und der Preis erreichte wieder das Niveau von 2014. Die Entwicklung in 2022 selbst ist nüchtern betrachtet die Fortführung der beschriebenen Kursentwicklung, mit einem leichtem Trend zur Querbewegung. Wo kommt diese Preisentwicklung her? Fördermengensenkung, Bedarfsanstieg oder Ergebnis von Spekulanten an den Börsen?

Fördermengensenkung:
Die drei großen bei Öl sind die USA (11.2Mio), Russland (10.8Mio) und SaudiArabien (8.5Mio). Die restlichen Förderer liegen bei 4Mio abwärts.

Die Fördermenge hat sich wie folgt entwickelt:

Screenshot_20220702-080634_Samsung Internet.jpg

Wie schaut es mit dem Bedarf aus?
Screenshot_20220702-081250_Samsung Internet.jpg


Wie passt das nun zusammen? Bedarf vs Angebot = Preis ( Gesetz der Marktwirtschaft)

Der Bedarf ist permanent gestiegen, die Fördermenge zog vergleichbar mit. Warum bewegen sich die Preise dann so starkt. Richtig, da war noch was, die Spekulaten an der Börse. Hier entstehen hauptsächlich die Preisanstiege und wird jede Menge Gewinn für die Spekulanten generiert. Wissen wir nun warum Öl so teuer ist. Im Groben ja. Aber man muss sagen, dass die derzeitige Situation sich schon irgendwie negativ auswirkt. Aber zu sagen, dass der Krieg an dem Preisanstieg Schuld ist, konnte anhand der Charts widerlegt werden.

Das selbe Spiel kann man mit Weizen, Gas usw. betreiben - Spekulant müsste man sein!

Ich verstehe nicht, warum die Spekulation auf Güter der Grundversorgung der Menschen wie bspw. Wasser, Energie und Nahrung nicht unterbunden wird. Das würde derartige Entwicklungen m.M.n. verhindern.

/OT
 
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OT: Ursache zu aktuellen Knappheiten und Preisanstiegen
Ich verstehe nicht, warum die Spekulation auf Güter der Grundversorgung der Menschen wie bspw. Wasser, Energie und Nahrung nicht unterbunden wird. Das würde derartige Entwicklungen m.M.n. verhindern.
/OT
Überqualifiziertes unnütziges Gesocks,
will ja auch beschäftigt/bezahlt werden :D
 
Die Suche nach der Ursache dafür und die "Lösung" von @Tekkla halte ich für nicht vollständig zutreffen.
Spekulation, jupp. Habe ich einige Post früher auch schon so gesagt. Einfach nochmal lesen.

Meiner Meinung nach gehört es zum russischen Plan durch massive Unsicherheit die schon immer da gewesene Preisspekulationen künstlich zu schüren, um somit einen finanziellen Ausgleich für die zu erwartenden Sanktionen zu bekommen. Klappt augenscheinlich ja ganz gut. Die Russen planen an dem aktuellen Zustand schon seit Jahren. Das sollte nicht vergessen werden.

OT: Die aktuellen Benzin- oder auch Gaspreise sind aber keine wirkliche Folge von Spekulation. Gas wird aktuell wegen des russischen Vertragsbruches zur Mangelware und beim Benzin kassieren die Ölkonzerne grad mächtig ab.
 
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Dann wissen wir ja jetzt auch endlich den wahren Grund, warum man im Kreml so erpicht aufs Kriege führen ist.
Putin will alle einfach dazu zwingen, ihm endlich die Hand zu schütteln. ;)
 
Das Video gibt es auf You Tube auch:

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falls jemand mit Twitter Probleme hat. ;)
 
Ein solche Meldung gibt es nicht zum ersten mal, ich hoffe es ist etwas dran: scheint sich um einen Fake zu handeln, die Überschriften stimmt nicht überein

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von einem Putsch kann mal wohl nur träumen, aber einer des Volkes mit dem Militär wäre schon 10 von 10, vor allem weil Russland kaum Soldaten hat, um wirklich etwas auszurichten
 
Zuletzt bearbeitet:
meanwhile in Lemberg so

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Voila

Ein warmer Schlafsack und ein Spirituskocher sollte jetzt zum
Notfallpaket eines jeden Haushaltes gehören.
Wir werden alle Opfer bringen müssen,
um diesen Irren im Kreml zu stoppen,
ich friere gerne, für den Frieden :D
Nur ist das halt völliger Blödsinn, denn es interessiert Russland nicht, ob wir hier frieren oder nicht, die werden drüber lachen, wie dumm die Deutschen sind mit ihren Sanktionen, die aktuell nach hinten losgehen und Deutschland schaden.
 
Ich stelle die russische Sicht zur Diskussion, weil hier ausnahmslos eine anti-russische Pauschalisierung vorgenommen wird. Das emfinde ich nicht als richtig.

In dem du russische Propaganda unreflektiert weiterverbreitest, übst du keine kritische/nicht-pauschalisierende Denkweise aus und wirst auch keine fördern, sondern im Gegenteil die vollkommen zurecht bestehende Abneigung gegenüber Putins Lügen auf die sich selbst lenken. Auch dies vollkommen zurecht.


Wie bereits gesagt und laut deinen Zitaten auch von dir gelesen...:
- Es wurde keine Industrielagerhalle getroffen, die Fabrikhallen stehen ohne Kratzer 200-500 m neben dem als einziges zerstörten Einkaufszentrum. Russland verbreitet aber die Lüge eines erfolgreichen Angriffs auf ein Waffenlager.
- Genauso gelogen ist somit die russische Behauptung, dass Einkaufszentrum wäre von explodierender Munition in Brand gesteckt worden. Selbst wenn Munition in der Fabrik gewesen sein sollte (unabhängige Hinweise gibt es keine) - sie ist offensichtlich nicht explodiert.
- Laut Russland wurde "mit Präzisionswaffen" "auf die Fabrik" gezielt. Mindestens eins von beiden ist eine glatte Lüge, denn der Krater vor dem Einkaufszentrum liegt 300 m von der Mitte der nahegelegensten Halle, gut 500 m vom Zentrum der Fabrikanlage entfernt. Entweder wurde mit nicht-Präzisionsmunition 300-500 m am eigentlichen Ziel vorbeigeschossen, was in ziviler Umgebung ein Kriegsverbrechen wäre. Oder es wurde mit Präzisionsmunition bewusst auf das Einkaufszentrum selbst gezielt, was genauso ein Kriegsverbrechen darstellt. (Möglich auch, dass man mit nicht-Präszisionswaffen auf das EKZ gezielt und zufällig getroffen hat, dann wäre es eine doppelte Lüge.)

Man beachte hierbei, dass alle drei Falschaussagen keinen Spielraum für Fehler lassen: Russland weiß, womit Russland geschossen hat, Russland weiß worauf Russland gezielt hat und jede Form der Trefferaufklärung zeigt auf den ersten Blick, dass die Fabrik noch intakt und das EKZ zerstört ist. Die Falschaussagen können also keine Irrtümer mangels hinreichenden Wissens sein, sondern es handelt sich um Lügen wider besseren Wissens.


Zur Diskussion stellen ist etwas anderes.

Ja, "zur Diskussion steleln" ist etwas anderes. Etwas anderes, als du es machst.

Wer etwas zur Diskussion stellen will, präsentiert es unabhängig als Diskussionsgrundlage und gibt dann seine Einschätzung als Diskussionseinstieg dazu. Aber das machst du NICHT.
Du reagierst auf Beiträge, in denen dir teilweise klare Fragen gestellt werden oder in denen sich über andere über reale Vorkommnisse unterhalten wird, und platzierst dann russische Progpaganda 1:1 als dein eigenes Argument. Ohne eigene Einschätzung. Mit Schein-Bezügen, die von der ursprünglichen, durch dich nicht beantworteten Frage ablenken (=whataboutism). Und das ganze auch dann, wenn die Fehler in der jeweiligen Propaganda bereits dargelegt wurden - ein Beispiel hatten wir ja eben.

Man bemerke, Putin wird als notorischer Lügner abgestempelt und daraus eine pauschale anti-russische Haltung generiert. Was kann jeder einzelne Russe auf der Welt dafür?

Putins Machtapparat lügt mit hoher Regelmäßigkeit. Daraus entsteht vollkommen zu Recht ein generelles Misstrauen gegenüber Statements, die aus diesem Machtapparat kommen. Bislang habe ich hier von der Mehrheit der Postenden aber keine Resentiments gegen "jeden einzelnen Russen" auf der Welt gehört, sondern ausschließlich gegen den russischen Staat unter der bestehenden Führung. Das ist gerechtfertigt und die können verdammt viel dafür, dass niemand (außer dir) mehr eine Behauptung aus ihrem Mund für glaub- und wiedergabewürdig hält, solange es keine Bestätigung durch seriöse dritte gibt. (In dem Fall kann man es sich aber ebenfalls sparen, auf die putinsche Schilderung eines Sachverhaltes einzugehen und stattdessen auf die seriösere Drittquelle aufbauen.)

Deine Wahrnehmung trügt. Es geht nicht um Putin. Ich schreibe wenn von den Russen.

Ich schreibe von Putin und dem russischen Staat, das weiß ich gerade noch selber. Du widersprichst mir und schreibst somit auch über mein Thema, also Putin und dem russischen Staat. Und du nutzt dafür Lügen, die von Putin und seinen Mitarbeitern kommen.

Warum reklamieren die Russen dann, dass sie auf Grund eines verwehrten Visums diesen Monat nicht in London teilnehmen konnten?

Das weiß ich nicht. Ich tippe auf anti-britische Propaganda. Die Kausalaussage an sich ist jedenfalls negativ gegenüber England und definitiv falsch, denn es sind nur Teile der russischen Führung von Sanktionen betroffen und darüberhinaus gibt es weiterhin diplomatisches Personal, auch in London. Man könnte als Teilnehmen (von digitalen Schaltungen ganz abgesehen). Russland verweigert aber die Teilnahme im Rahmen der Möglichkeiten und verbreitet stattdessen Lügen mit aufhetzender Wirkung.

Die Vorwürfe in Richtung Russland übernehmt ihr hier.

Niemand hier spricht mehr über kleinere Ereignisse von vor einigen Jahren (wäre ja auch fast schon offtopic). Wenn du Interesse daran hast, diese ausgewogen wieder auszugraben, musst du das also selbst machen. Wenn du sie stattdessen einseitig ausgräbst, beziehst du eine offensichtliche Position.

Es gibt vereinzelt Bericht der OSZE zu Themen aus dem Separatisten Gebieten.

Nicht vereinzelt. Bis Russland offiziell die Kontrolle übernommen und die OSZE-Beobachter rausgeworfen hat (wie zuvor schon größtenteils aus Russland selbst) gab es die regelmäßig, Auftrag ist schließlich die Beobachtung der gesamten Ukraine. Aber eine Einladung dazu gab es nur von der ukrainischen Regierung und die Zusammenarbeit mit den Separatisten war immer problematisch - Beobachter wurden entführt, Beobachter wurden beschossen, angemeldete Beobachtungstrupp starben durch Minen, vor denen sie nicht gewarnt wurden und Beobachtungsdrohnen wurden aktiv bekämpft. Unter den von Russlands Vasallen geschaffenen Bedingungen konnten also regelmäßig nur lückenhafte Bilder erstellt werden.

so lautet zumindestens der Vorwurf Russlands, ist eine gewisse Skepsis bei diesem Thema angebracht, zumal der Vorwurf nach meinem Kenntnisstand von der OSZE nie aufgegriffen oder aus der Welt geschaffen wurde. Oder hast du da evtl etwas zu?

Nö. Aber derartige Vorwürfe gab es aus beiden Richtungen in vergleichbarer Zahl, und die OSZE-Mitarbeiter rekrutieren sich auch aus diversen Mitgliedsländern einschließlich Russland naher. Näher beschäftigt habe ich mit der Aufklärung dieser vielen Fitzelchen nicht - in meinen Augen erzählte die Beschwerde als solche schon alles, was man über den Wert und die Wertschätzung von OSZE-Beobachtern in den Separatistengebieten: Russland hat sich mit vollem Ernst darüber beschwert, dass Beobachter deren primäre, erklärte Aufgabe die Überwachung des Abzugs schwerer Artillerie sowie allgemein von aus Russland stammenden Waffen war, die Stellungen von schwerer Artillerie und aus Russland stammender Waffen dokumentiert haben. Noch deutlicher kann man "wir wollen nicht, dass die OSZE sich um Frieden bemüht" wohl allenfalls rüberbringen, in dem man direkt auf die Beobachter schießt.
Was man gemacht hat.

Nach deiner Meinung oder wer sagt das?

Meine Meinung, wie seit Monaten dargelegt und ohne Gegenargumente stehengelassen. Putin hat mit seinem Angriff sämtliche internationalen Rahmenverträge endgültig und ohne Anlass gebrochen. Die Ukraine kann sich nur wieder sicher fühlen, wenn Russland nicht mehr in der Lage zu einem erneuten Angriff ist (=> Kriegsende durch Niederlage des russischen Militärs). Umgekehrt fordert Putin die Deportation der gesamten ukrainischen Politiker (""Entnazifierung"") und die komplette Demilitarisierung und oben drauf noch die wirtschaftliche Abtrennung von der europäischen Union was im Umkehrschluss den vollständigen wirtschaftlichen Anschluss an Russland nötig macht (=> Kriegsende durch militärisch herbeigeführtes Ende der Ukraine).

Nochmal, es geht nicht um Putin, es geht um Russland, es geht praktisch um die ganze Welt. Der Konflikt hat ein globales Ausmaß angenommen. Mehr als 10 Nationen arbeiten direkt oder indirekt militärisch gegen Russland. Man könnte je nach Definition auch den laufenden 3.WK ausrufen. Und da wunderst du dich über meine Apelle?

Was dranhängt ändert nichts an den Handlungsoptionen und für welche davon du Stellung beziehst. Dass du dabei demjenigen, der den deiner Meinung nach "3. Weltkrieg" (ich sehe bislang nur ein zweites Korea) begonnen hat, den Hof machst, gibt u.a. Anlass zu Verwunderung. (Den Rest von "u.a." zu schreiben verbieten mir die Forenregeln.)

Mit der Annahme deiner herablasenden Art und Weise bestimmt nicht.

Ich habe nicht um Beschimpfungen geben und auch nicht um eine Auflistung von Dingen, die NICHT funktionieren... . Die kann ich mir logischerweise selber denken, wenn ich dir vorwerfe, dass deine Scheinforderungen NICHT funktionierten können :wall: .

Wie ich schrieb: Respekt, Kommunikation und ehrlicher Umgang mit einander ... und einer muss damit anfangen.

Nein. Es muss nicht einer damit anfangen. Es müssten beide damit anfangen. Und genau danach habe ich dich gefragt: Wie willst du das herbeiführen, dass Putin damit anfängt?

Einseitige Kommunikation (seit den 70ern), Respekt (seit Mitte der 90er) und, soweit man das bei Politikern sagen kann Ehrlichkeit (seit 1990) hat die EU bis Anfang diesen Jahres ausprobiert. Die Gegenseite hat derweil Kommunikationsformate bei Zeichen von kleinster Kritik ausgeschlagen, vielfach gelogen (aktuell relevant z.B. "es sind keine russischen Soldaten auf der Krim" und "es ist kein Krieg in der Ukraine") und sie respektiert nicht einmal ihre eigenen Zusagen ("Russland schützt die territoriale Integrität der Ukraine").
Fazit: Wenn nur eine Seite Kommunikation, Respekt und Ehrlichkeit praktiziert, endet das bewiesenermaßen mit der Vernichtung der Ukraine. Das ist nicht das Ziel, einseitige K/R/E nachweislich kein Weg zum Ziel.

Jedenfalls nicht zu meinem Ziel respektive dem Ziel, dass du vorgibst, zu verfolgen. Zum Ziel Putins ist es ganz offensichtlich ein Weg und wenn die EU-Staaten noch länger auf einseitige K/R/E gesetzt hätte, dann hätte Putin sein Ziel heute schon erreicht und die Ukraine würde nicht mehr als eigenständiger Staat existieren.

Ich weiss nicht, mit Blick auf die angegebenen Hintergründe für die Militäraktion der Russen in der UKR sind die von dir benannten Forderungen gefühlt nicht als Kompromis verkaufbar.

Sie sind ein objektiver Kompromiss, aber nein, sie sind nicht verkaufbar. Das sag ich ja die ganze Zeit: Russland ist nicht bereit, einen fairen Kompromiss anzunehmen. Also ist es unvermeidbar, diesen aufzuzwingen.

Das einzige, was Russland annehmen würde, ist eine vollständige oder zumindest weitestgehende Kapitulation der Ukraine. (Wobei ich zwischen beidem keinen Unterschied sehe. Es gibt, wie oben geschrieben, keine Grundlage mehr für russische Sicherheitszusagen und eine Teilkapitulation wäre nur die Vorstufe zu einer späteren vollständigen Kapitulatin. So wie der ukrainische Verzicht auf Rückeroberungen 2014 nur die Vorstufe zu weiteren Gebietsverlusten 2022 war.)
 
19:12 Uhr

Bericht: Lukaschenko wirft Kiew Raketenangriffe auf Belarus vor


Der belarusische Machthaber Alexander Lukaschenko hat der Ukraine Raketenangriffe auf sein Land vorgeworfen. "Vor rund drei Tagen, vielleicht mehr, wurde von der Ukraine aus versucht, militärische Ziele in Belarus anzugreifen", sagte Lukaschenko laut der staatlichen Nachrichtenagentur Belta. "Gott sei Dank haben unsere Luftabwehrsysteme alle Raketen abgefangen, die von den ukrainischen Truppen abgefeuert wurden", sagte er demnach. Lukaschenko lieferte keine Beweise für seine Aussagen.

Das ukrainische Militär äußerte sich bisher nicht zu den Vorwürfen Lukaschenkos.

Nach dem Beginn der Offensive des Kreml gegen die Ukraine am 24. Februar diente Belarus als Basis für die russischen Streitkräfte. Diese versuchten von dort aus die Hauptstadt Kiew einzunehmen, bevor sie sich Ende März wegen des ukrainischen Widerstands zurückzogen. Angesichts massiver westlicher Sanktionen ist die Regierung in Minsk militärisch und wirtschaftlich stark abhängig von Russland.
Ich hoffe mal, dass die jetzt nicht einfach Gründe erfinden, damit Belarus an der Seite Russlands, militärisch in den Konflikt eingreifen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
An der Stelle noch einmal die Betonung der soeben gemachten Aussage: Die MEISTEN der hier postenden sprechen nicht generalisierend von sämtlichen Russen der Welt. Einige machen das aber natürlich trotzdem, sogar im jeglichen Differenzierungsanlass verneindenen Singular:

... sie vom Russen ... die Russen ...
Der Russe ... Der Russe ... der Russe ... der Russe...

Wenig verwunderlich, dass im gleichen verallgemeinernden Tonfall unhaltbare Unterstellungen wie folgende fallen:

... Westen behauptet, alle Ukrainer töten werden sollen. [SIC!] ...Der Westen verfolgte seine Ziele weiter, Nato Osterweiterung und ein paar geostrategische Scharmützel. ... strategisch aggressiv.
... UKR vom Westen geschluckt werden soll.
 
Ich schreibe hier auch öfter "die Russen" oder "Russland". Halt weil es einfacher ist.
Mir ist natürlich bewusst, dass das russische Volk für Putins Krieg nichts dafür kann.
Auch finde ich es nicht gut wenn russische Künstler und Sportler boykottiert werden.
Wobei Sportler ja häufig für die Nation antreten... ist nicht so leicht.
 
Ich hoffe mal, dass die jetzt nicht einfach Gründe erfinden, damit Belarus an der Seite Russlands, militärisch in den Konflikt eingreifen kann.
Das wird dann aber auch nur Zeit schinden, weil wirklich gut sind die Soldaten auch nicht und wenn die schon Munition an Russland abgeben mussten, können die auch nicht ewig aushalten.

Also wenn Belarus wirklich mit angreift und Putin wirklich das Gas nach Deutschland abstellt, dann sollten wir uns vlt doch mal neue Gedanken machen, wie dieser Konflikt enden soll.
 
Das ist m.M.n. eher unwahrscheinlich bis unmöglich. Putin kann nicht einfach zurückrudern und was 2014 im Donbass passiert ist, von beiden Seiten ausgehend, ist unumkehrbar.

Unumkehrbar im Sinne von "es wird nie wieder so, wie es war". Aber eine Rückkehr zur bisherigen Territorialität ist denkbar. Ironischerweise hat Russland mit seinen Kriegsvorbereitungen und Durchführungen selbst dafür gesorgt: Überzeugte, aber nicht kampfbereite/-fähige Separatisten wurden schon im Januar/Februar aus den erwarteten Kriegsgebieten in russische Städte umquartiert und muss sich da im Moment erstmal mit einem Leben im Exil arrangieren. Nach eine Niederlage Russlands dürften die aus politischen Gründen als auch berechtigten Sicherheitsbedenken gar nicht zurück wollen. Die kampfbereiten Separatisten wiederum verheizt Putin seit zwei Monaten an der Front. Die, die länger überleben, stehen teilweise recht weit oben auf der Liste von Kandidaten für Kriegsverbrechertribunale (wie üblich bei nicht soldatisch ausgebildeten Kriegsteilnehmern, die ihrem erklärten Feind einschließlich Zivilisten maximalen Schaden zufügen wollen). Das heißt wenn die Ukraine die militärische Oberhand gewinnt und Putin sich zurückziehen muss, wird die Bevölkerungssituation im Donbass besser in eine nationale Ukraine passen als sie das die letzten 15 Jahre gemacht hat.

Die Krim wird schwieriger, aber auch hier würde ich im Falle eines Sieges der Ukraine eine Netto-Steigerung des ukrainischen Bevölkerungsanteils gegenüber den Bedingungen vor Putins Einmischung erwarten.


Da hat Andrij Melnyk sich mit seinen Äußerungen zu Stepan Bandera wohl ziemlich in die Nesseln gesetzt, wenn sich jetzt selbst das ukrainische Außenministerium schon schnellstmöglich von seinen Äußerungen deutlich distanziert:

Aua. Aber schön zu wissen, dass sich neben vielen Deutschen jetzt auch einige Ukrainer fragen, wie der Typ Diplomat werden konnte :ugly: .


Der reiche Westen orientiert sich um, das schafft er auch, und dann hat Russland nur noch die Staaten der 2. und 3. Welt und China für seine Rohstoffe. Die ersteren haben kaum das Geld und bekommen die Rohstoffe sehr günstig, während China quasi die Preise diktieren kann.

Geld wird das kleinte Problem für ein putinisches Russland sein. Wenn es zu keinem Machtwechsel mit klarer Distanzierung von den Fehlern der Vergangenheit kommmt, ist der fehlende Zugang zum fortschrittlicheren Teil des Weltmarktes das viel größere Problem. Indien und Südafrika zahlen gut genug und mit China kann man wegen des absoluten Verbrauchs brauchbare Geschäfte machen. Aber was nützt das Geld, wenn man davon nichts kaufen kann? Putin wird international genauso vom Westen isoliert bleiben, wie es der Ostblock früher war. Nur dass eine ganze Reihe der fortschrittlichsten Teile des Ostblocks in der DDR, Polen, Tschechien, Ungarn und der Ukraine lagen. Diesmal sitzt man in einem noch kleineren Lock-In und startet mit einem erheblichen technologischen Rückstand in das zweite Wettrennen isolierter Systeme. Entsprechend schneller dürfte verlieren und auf einem noch niedrigeren Niveau einen Neuanschluss an die internationale Welt suchen. Wenn Putin bleibt, ist Russland 2040/2050 ein echtes 3.-Weltland, dass um Entwicklungshilfe betteln muss.


Das habe ich nicht behauptet. Nur hinterfragt ob die Sanktionen uns nicht langfristig mehr oder auch schwer schaden.
Wenn es die Gasabhängigkeit von Russland nicht gäbe wäre das nicht ganz so schlimm.
Aber da hat unsere Politik (quasi alle Parteien) in den letzten Jahre Mist gebaut.
Ich hoffe das wir bis zum nächsten Winter die Gasspeicher voll bekommen.

Die Gasabhängigkeit lösen wir im Guten oder im Schlechten im kommenden Winter. Vermutlich eher im Schlechten, aber danach ist der Drops gelutscht, die Beziehungen mit Russland sind bei Null und mit jedem weiteren Tag, den sich unsere Wirtschaft an die neuen Verhältnisse anpasst (die aus Klimagründen seit 30 Jahren ihr Ziel hätte sein müssen), wird es besser. Dementsprechend gibt es ab 2023 keinen Druck für Europa mehr, über gegenseitige Sanktionsaufhebung zu verhandeln.
Umgekehrt fällt Russland mit jedem weiteren Tag Isolation weiter hinter die 1. Welt zurück. Langfristig ist glasklar, wer gewinnt. Nur kurzfristig gibt es große Fragezeichen, wem es wie weh tun wird. Wenn irgendwer eine Zukunft für Russland will, dann sollte er sich also um ein Ende von Putins Amtszeit binnen 2-3 Monaten bemühen.


Auch das ist mir bewusst. Putin hat ja den Export von Getreide aus der Ukraine blockiert.
Aber ich hatte die Tage gelesen das jetzt mehr und mehr freigegeben wird.
Natürlich verdreht er das bei den Ländern in Afrika so als wenn wir, der reiche Westen, Schuld daran wären.

Es wird nichts "freigegeben". Nach der Aufgabe der Schlangeninsel besteht zwar Hoffnung, dass bald ein ausreichend großer Teil der Schwarzmeerküste vor Russlands Flotte gesichert werden kann, um Schiffstransporte wieder aufzunehmen. Aber im Moment wird einfach nur der Export per Eisenbahn zunehmen besser abgewickelt.
(Das über Mariupol verschiffte, geklaute Getreide spielt auf dem Weltmarkt imho keine Rolle. Erstmal wird verschenkt Putin es ohnehin nur an Assad und ggf. Erdogan und dann war Russland ja eigentlich der größere Exporteur, sitzt also im Moment sowieso auf Überschüssen.)


Irgendwie fände ich es nett, wenn nicht alle die "weizen-krise" auf den krieg schieben würden. Ist schonmal jemand in den sinn gekommen, das die ukraine gerade mal 10% der weltweiten produktion stemmt, russland aber schon 20?

Die Ukraine hat einen weit überdurchschnittlichen Produktionsüberschuss. Dass sich 70-80% der Welt gut selbst ernähren können ändert halt nichts an der miserablen Lage, in der sich hunderte Millionen von Importen abhängige Menschen befinden, wenn die gewohnten Exporte ausbleiben. Daran haben die blockierten Häfen zwar nur einen gewissen Anteil, aber die Exportprobleme Russlands und nationalen Reservestrategien in China und Indien sind ja auch Kriegsfolgen.


Ich verstehe nicht, warum die Spekulation auf Güter der Grundversorgung der Menschen wie bspw. Wasser, Energie und Nahrung nicht unterbunden wird. Das würde derartige Entwicklungen m.M.n. verhindern.

Kapitalismus.
Ist aber wirklich sehr OT.
 
Die werden sich wundern wie wir das wegstecken, um dann ab dem kommenden Jahr den Stinkefinger gen Moskau zu heben.
Die stellen doch selbst früher oder später die Gaslieferung ein bzw. reduzieren sie. Damit ist nicht mehr mit Stinkefinger zeigen, denn es ist egal, in der Technik wäre es ein don't-care-Bit, Moskau interessiert sich nicht dafür, ob wir hier frieren oder nicht, die sehen eh kein Geld mehr. Ich zeige da lieber den Stinkefinger den Leuten, die mich frieren lassen wollen. Denn die gehen mir wirklich auf den Sack. Kann jeder gerne selbst machen, wenn er/sie Spaß dran hat, aber ich habe es lieber warm in der Wohnung.
 
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