Ich sage ja nicht das Solidarität und Geschlossenheit des Westens falsch ist. Oder alle Demokratien. Sondern nur das diese Geschlossenheit in Gefahr ist.
Das kommt immer auf die Leidensfähigkeit der Bevölkerung an und wie gut sich die Politiker verkaufen. Es halt schon ein bisschen problematisch, wenn schon bei der Wahl die Stimmen extrem weit aufgefächert sind.
Nur hinterfragt ob die Sanktionen uns nicht langfristig mehr oder auch schwer schaden.
Wenn es die Gasabhängigkeit von Russland nicht gäbe wäre das nicht ganz so schlimm.
Aber da hat unsere Politik (quasi alle Parteien) in den letzten Jahre Mist gebaut.
Ich hoffe das wir bis zum nächsten Winter die Gasspeicher voll bekommen.
Sanktionen treffen uns definitiv und in einige Fällen extrem, jedoch gibt es so weit ich weiß, noch keine Sanktionen auf Gas, im Gegenteil, man lässt sogar die Banken für die Bezahlung im Swift und erlaubt den europäischen Unternehmen, das Bezahlmodell der Russen zu nutzen. Polen und andere Länder haben halt einfach nicht die neuen Bezahlmethoden akzeptiert und dann haben die Russen einfach die Verträge aufgelöst.
Das Einzige, was Deutschland gemacht hat, war das Tochterunternehmen mit der Verstaatlichung zu retten, damit man sich nicht sofort auf die fragwürdigen Bezahlmethoden einlassen muss und auf die Speicher usw. zugriff hat.
Das Land, welches am Meisten unter der Krise leidet, ist aktuell...wer hätte es erwartet...Afrika.
Aber wen interessiert das schon, das Land dient uns als Rohstofflieferant, die Menschen dort sind uns seit eh und je völlig egal.
Man berichtet kurz darüber und dann gibt es aber auch wieder "Wichtigeres", denn WIR haben ja kein GAS, um durch den Winter zu kommen. Über 50% unserer Lebensmittel sind vorprogrammiert für die Entsorgung, bevor sie überhaupt produziert wurden aber WIR steuern auf eine Lebensmittelkrise zu. Afrika durchleidet sowas seit Jahrzehnten und es interessiert - rein niemanden. Ne, das kotzt mich wirklich an!
Dieses ewige alle Opfer/Täter denken wird Afrika auch keine Rettung bringen. Alleine in dem Thread gibt es schon mehrere Leute die sich darüber Gedanken machen, also stimmt die Aussage schon mal nicht. Dieses "Medien berichten nur kurzfristig über solchen Themen "Argument", hat langsam auch einen extremen Bart, so funktioniert das bei allen Themen, die nicht mehr Akut sind oder nicht direkt die Zielgruppe betreffen. Natürlich wird aktuell mehr über das Gas berichtet, in unseren Medien, weil es uns direkt betrifft. Und wenn sich die Leute zwischen Wärme und Essen entscheiden müssen, dann betrifft das in diesem Fall keine Luxusbedürfnisse.
Die Welt hat definitiv Probleme mit der Verteilung von Lebensmittel, die Diskussion passt aber nicht wirklich in diesen Thread.
Uns geht es hier leider einfach zu gut, sodass man das eigentliche Leid leichter ignorieren / ausblenden kann.
Wir brauchen mal wirklich ernsthafte Probleme, damit es auch den letzten Hinterwäldler vor seinem SAT 1 Frühstücksfernsehen wachrüttelt.
Ich glaube nicht, dass es Personen denen es schlecht geht, kümmert, wie es Menschen auf einem anderen Kontinent geht, zumindest wäre es mir neu, dass wir Menschen so funktionieren. Die größte grüne Bewegung zur Zeit geht doch von einer gutbetuchten Jungend aus, die in einem bestimmten Wohlstand aufwächst und überhaupt die Freiheit hat, über andere Sachen nachzudenken.
Natürlich verdreht er das bei den Ländern in Afrika so als wenn wir, der reiche Westen, Schuld daran wären.
Ich glaube die Gründe, warum es so gut funktioniert, sollten auf der Hand liegen. Russland hat das ja in seiner Geschichte anders gemacht und die Regionen einfach annektiert und seinem Eigentum gemacht.
Irgendwie fände ich es nett, wenn nicht alle die "weizen-krise" auf den krieg schieben würden.
Es bleibt ja trotzdem eine Krise, welche durch den Konflikt zischen den beiden Ländern entsteht, den Rest macht der Kapitalismus in seiner Reinform. Die Probleme mit Afrika gab es ja schon vor der Krise.
Das geht rein aus klimatischen Gründen schon nicht. Es wäre aber gut, wenn wegen horrender Subventionen europäische Schlachtabfälle in Ballen zusammen gefroren exportiert nicht billiger wären als vor Ort gezüchtetes Geflügel. Wir als EU machen mit unserer lokalen Subventionspolitik in Afrika sehr viel kaputt bzw. verhindern Entwicklungen, die uns am Ende auch helfen würden. Stichwort: Wirtschaftsmigration.
Gerade das Thema Schlachtabfälle ist seit Jahren schon bekannt, umso bedauerlicher, dass immer noch nichts passiert ist. Entsprechend gefrustet war ich schon der letzten Europawahl, wo ich mit einer Randpartei die höchste Übereinstimmung hatte.