Was haltet ihr eigentlich von den weiblichen Politik - und Militärexpertinnen Claudia Major und Florence Gaub?
Die sind ja regelmäßig zu Gast in Politiksendungen.
Ich halte nichts von Labershows. Auch nicht wenn sie sich "Politiksendung" nennen.
Wo es Empörung drüber gab und als rassistisch bezeichnet wurde.
Ist es ja auch. Die Grundaussage über die vorherschende Sicht der Bewohner Russlands auf Gewalt ist zwar richtig, aber es gibt keine "Europäer", die man dem gegenüberstellen könnte. Hätte sie "Deutsche" gesagt, hätte man das noch als missverständliche Verkürzung von "in Deutschland Sozialisierte" hinnehmen können. Aber in dem Satz wie er gefallen ist, wird ganz klar ein künstlich überhöhtes "wir" kreiiert und mit geographisch definierten, pauschal schlechteren (um nicht zu sagen Unter-)Menschen kontrastiert. Astreiner Rassismus der so auch von Sarrazin oder AFD hätte kommen können, wären die Vorzeichen nicht entgegen deren Bias. i-Tüpfelchen ist dann noch der Bezug auf das "Aussehen", womit sie auch ihren Zuhörern eine von selbigem gelenkte, mit hoher Wahrscheinlichkeit also ebenfalls rassistisch konotierte Sichtweise unterstellt.
Ich glaube, es ist schwer einzuschätzen, es ist nun mal Krieg und da wird auf solche Sachen keine Rücksicht genommen, nicht immer wissen die Soldaten auf was sie da schießen.
Zumindest in der Rubrik "historische Bauten" gab es zahlreiche gezielte Angriffe auf eben solche, wenn sie Sitz ziviler Institutionen waren oder Zivilisten als Zuflucht dienten. ""Zufallstreffer"" wegen flächiger Einebnung ziviler Gebiete gehören auch schon länger nicht mehr zum "normalen Kriegsgeschehen". Das einzige was man der russischen Armee im Zweifel noch zugute halten könnte, wäre, dass sie ggf. nicht die ukranische Nation sondern "nur" die ukrainische Wirtschaft und Infrastruktur auslöschen will. Aber dass das der Fall ist, kann man nun wirklich nicht abstreiten.
Und ich möchte, dass Organisationen wie die UN und die OSZE nicht nur eine Auge auf UKR sondern genauso ein Auge auf die Gegenseite hat, Vorfälle die leider passieren dokumentiert und dementsprechend ihrer Aufgabe wirkt.
Dann beschwer dich bei Putin. Der hat die OSZE-Beobachter (und NGOs sowieso) rausgeworfen/gar nicht erst reingelassen.
Ich wusste noch gar nicht das unter den Wagner Söldnern auch Kampfpiloten sind.
Ircc hatte Wagner in Syrien eine Ganze Reihe MiG-29 im Einsatz.
Der Personalmangel überrascht mich dennoch. Noch vor 10 Jahren hieß es aus Richtung der russischen Luftwaffe, dass sie Mangel an flugtauglichem Material haben und seitdem wurden mehr Fortschritte versprochen als geliefert. Vor 15 Jahren hatten sie nicht einmal Sprit. Jetzt sieht es auf einmal umgekehrt aus?
Das ist ja völlige Materialverschwendung.
Traurig, aber Fakt, so ein Flugzeug ist beim Militär nun mal mehr wert, als der Pilot .
Einen sauberen Angriff mit Erfolg bekommste erst dann hin, wenn man das Ähnliche grob 50 Flugstunden lang vorneweg intensiv geübt hat.
Als Notersatz für erkrankte oder verletzte reguläre Piloten = Ok
Aber doch nicht als Dauerersatz in einer der größten Armeen der Welt - muss ich jetzt nicht verstehen.
Wagnerpiloten haben Kampferfahrung und wenn sie sterben, wirft es kein schlechtes Licht auf das russische Militär.
Er wird Einsatzreserven haben, vor allen dingen im Westen, aber soweit ich das verstanden habe, hat er den Osten komplett nackt gemacht, da gibt es außer Hauptquartiere nur noch sehr sehr wenig. Er hat Probleme mit der Rekrutierung, anscheinend massive.
D.h. allerdings nicht, das er nicht noch Arsenale hat, mit der er bei Ausrufung ds Kriegszustandes und Rekrutierung von Reservisten die Armee aufwachsen lassen kann, was allerdings in diesen Arsenalen noch an halbwegs modernen und tauglichen Material ist, wissen nur die Russen, m.A. nach kann es nicht mehr viel sein.
Zwischen einem Bataillon mit T62 oder T90 liegen dann schon Meilen was kampfkraft und überleben auf dem Schlachtfeld anbelangt. Es gibt garantiert MAterial, wie Panzer und Ari, da haben die Russen noch einen ganzen Haufen, nur damit gewinnt man in einem modernen Krieg nicht mehr wirklich und die Schwächen haben wir ja in den ersten 8 Wochen gesehen. Gerade bei der Luftwaffe sieht es nach den Verlustzahlen aus der Ukraine und den Bestand an modernen Flugzeugen, den man über die Presse erfahren konnte, ziemlich Mau aus und wie willst du gegen die Nato ohne eine starke Luftwaffe etwas ausrichten?
Im ersten Monat waren zu einem hohen Anteil unerfahrene Truppen, z.T. Wehrdienstleistende oder gerade erst Verpflichtete im Einsatz. Schon damals war ein ansehnlicher Teil älterer Fahrzeuge zu sehen. Putin hat definitiv nicht mit seinem Tafelsilber angegriffen. Die Nachschubtruppen waren vor allem diejenigen, die sich schon länger im Dreck suhlen - Tschetschenien, Aserbaidschan, Wagner, die Separatisten natürlich und dazu der Rest aus Sibirien, wo die chinesiche Grenze derzeit als "freundlich" zu werten ist. Ausrüstung wurde im Schnitt noch älter. Aber die für die Verteidigung gegen die NATO regulär stationierten Einheiten hat Putin nie angerührt und wenn ich die Gesamtsoldatenzahlen im Kopf überschlage, dann können die auch weiter problemlos durchrotieren.
Allerdings kennt die NATO jetzt aus ausführlicher Beobachtung diverse akute Schwächen der russischen Armee und was auf so breiter Front systematisch schief gelaufen ist, werden auch die etwas besseren Einheiten nicht perfekt drauf haben. Zudem war die Verteidigung in der Tiefe immer wichtiger Bestandteil der Sowjetdoktrin und die für Reservistenverbände vorgesehene Antikensammlung ist längst in der Ukraine im Einsatz. Putins Verteidigung gegenüber steht also trotz allem ein Stück schwächer da als noch vor einem halben Jahr. Und vor einem halben Jahr hat er sich in die Hose geschissen, weil ihn die NATO auf ein paar % seiner Grenze "eingekreist" hat.
Offensive? "Das wär extrem blöd" ist bei jemandem, der so blöd war, in die Ukraine einzumarschieren und mit jubelndem Empfang zu rechnen, vielleicht kein hartes Argument aber trotzdem eine korrekte Feststellung.