Propaganda kann nicht peinlich sein. Es ist ja prinzipbedingt inhaltlicher Bullshit. Die Verantwortlichen wissen das natürlich auch. Ob das jetzt die Russen sind oder die Kims auf der anderen Seite der Welt oder der olle Goebbels damals - die wissen/wussten alle dass sie völligen Schwachsinn erzählen. Funktioniert hats leider trotzdem.
In dem Fall ist das keine Propaganda, sondern schlicht die russische Sichtweise auf die Welt. Deswegen schreib ich hier ja seit Jahren, dass man Putin nicht mehr trauen kann und dass der nicht von alleine am Dnjepr und auch nicht am Bug oder an der Donau zum stehen kommt. Sondern je nach Interpreation der Forderungen des letzten Jahres frühestens an der Oder - oder vielleicht eben doch erst Elbe gemäß letzter Meldung.
Quelle:
Kreml sieht wichtige Ziele erreicht
Ich denke auch das die Ostukraine weder zu retten noch zurückzuerobern ist.
Damit hat die Ukraine 20% Landfläche (mit den Gebieten im Süden) wahrscheinlich unwiderruflich an Russland verloren.
Sie sollte sich darauf konzentrieren den Rest des Landes so gut wie möglich zu verteidigen.
Von den 20% waren 5-8% schon seit 2014 besetzt und vor 90 Tagen waren mal locker 30% unter russischer Kontrolle.
Russland hat seit der Regruppierung keine großen Fehler gemacht, aber mit Ausnahme von Mariupol und des winzigen Zipfels Luhansk, den sie nicht schon in der ersten Kriegswoche eignenommen bzw. schlicht von den Separatisten übernommen haben, auch kaum Fortschritte gemacht. Umgekehrt hat die Ukraine die Region um Charkiw zurückerobert und soll so langsam auch im Süden Fortschritte machen können. Währenddessen mehren sich die berichte, dass Russlands Militär auf dem Zahnfleisch geht und diesseits einer Generalmobilmachung alle Ressourcen angezapft hat, die sie ohne Vernachlässigung der Landesverteidigung einsetzen können, während die Ukraine kurz davor stehen könnte, endlich mal richtig wirkungsvolles Gerät geliefert zu bekommen.
Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten, aber zumindest Russland scheint sich keine großen Chancen mehr auszumalen. Sonst würden sie nicht jeden Quadratzentimeter vor der Eroberung in Schutt und Asche legen. Während es zu Beginn des Krieges noch um die Eroberung von Städten, Industrie und Bevölkerung geht, wird jetzt nur noch verbrannte Erde eingenommen - dem Prestige wegen/damit Putin irgendwas als Erfolg verkaufen kann. Aber nicht, weil es was nützt, denn wenn es eins gibt woran es Russland nicht mangelt, dann ja wohl Land.
Aber vielleicht haben sie auch gar nicht mehr die Ressourcen dazu.
Beschossen wurde Odessa schon mehrmals. Die größte Annäherung an einen direkten Angriff haben die Russen aber vor rund zwei Monaten erzielt. Seitdem sind sie in der Gegend auf dem Rückzug (wenn auch einem sehr langsamen, dass die Ukraine sich auf den Norden konzentriert hat. Was ich ehrlich gesagt nicht verstehe, denn die Region im Süden ist wertvoller und vor allem verkürzt man durch Eroberungen dort die Frontlinie entlang derer man sich verteidigen muss, während im Norden so oder so eine Grenze zu Russland bleibt)
Letztlich sind artillerie-geschütze aber meist sau-schlecht bewacht. Da reichen 2-3 schützenpanzer und eine handvoll leute um die zu überrennen, sobald man sie gefunden hat. (die russische artillerie scheint auch nicht die beweglichste zu sein, wenn die ewig lang ein gebiet beschießen können-> eine PH2000 macht gezielt ein ziel weg und verschwindet dann ganz schnell)
Die Fronten sind mittlerweile deutlich verkürtz und entsprechend dicht, da bricht man nicht so schnell durch, und die russische Artillerie operiert in eneger Koordinierung mit den Kampf- und Schützenpanzern. Steht also in den Bereichen, die besonders gut nach vorne abgesichert sind. Gegenartillerie wäre eher ein Thema - mangels ukrainischem Gerät war man der lange Zeit schlicht nur schwach ausgesetzt und konnte einfach draufhalten. Wenn sich das künftig ändert, muss man sehen, wie die Russen reagieren. Technisch mobil wären sie, aber hinter der Ausbildung steht immer ein Fragezeichen.