Die Analyse ist wie du schreibst komplett für den Popo,
Ok

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mir ging es um das Foto, das ich für authentisch halte und das da offensichtlich Raketen direkt Mittschiffs eingschlagen sind, die anscheinend vom "wärmsten" Punkt des Schiffes "angezogen" wurden, direkt bei den Abgasanlagen.
Die Neptun ist Radargesteuert, aber der Maschinenraum liegt in dem Fall ja ohnehin im geometrische Zentrum des Ziels. Fest steht aber
- Nach Ereignis X war er für ein paar Stunden der mit Abstand wärmste Punkt in weitem Umkreis

- Ereignis X sollte keine Munition gewesen sein. Zumindest wäre so nahe an den Maschinen allgemein ein ungewöhnlicher Ort für eine Muntionskammer und außer der 30-mm-Nahverteidigung war da auch nichts installiert, das mit Munition versorgt werden musste.
Jetzt hat das Schiff ja mehr oder weniger vollautomatische close-in Waffensysteme.
auf jeder Seite 2x 30 mm Gatlingkanonen, die genau gegen solche Raketen konzipiert worden sind und noch das Gecko-Kurzstreckenraketensystem.
Wieso in aller Welt funktionieren zwei gemäß den technischen Angaben vollautomatisierte Waffensysteme gegen einen darüber hinaus dem Abwehrsystem bekannten Flugkörper nicht???

Gecko ist Kurstrecken-Anti-Air, aber kein CIW. Was vor über einem halben Jahrhundert entwickelt wurde, um tieffliegende Phantoms (und in der Landversion Apaches) vom Himmel zu holen ist noch lange nicht flink genug, um mutaßlich einen der neuesten Marschflugkörper abzufangen. Vympel dagegen wurde auch gegen Raketen konstruiert und der Einschlag fand wahrscheinlich peinlicherweise unmittelbar unter der Backboard-Batterie statt, wo man nicht einmal sonderlich viel zielen oder nachführen hätte müssen, um den Angreifer frontal zu treffen. Aber auch hier könnte schlicht der Entwicklungsstand den Unterschied gegeben haben: Sowjetische Technik aus den 1970ern vs. ukrainische aus den 2020ern.
Man darf nicht vergessen, dass der "Stolz der Schwarzmeerflotte" ein 1976 gebauter Oldtimer an der Spitze einer Badewannenflotille ist. Zwar wurden in den 90ern (in der Ukraine

) eine Modernisierung durchgeführt, aber scheinbar ging die an den Verteidigungseinrichtungen spurlos vorüber und es wurde nur die Hauptbewaffnung noch stärker gemacht. Eigentlich hätte Moskwa schon vor ettlichen Jahren ein zweites Refit bekommen sollen - aber die Russen hatten kein Geld. (Oder nicht die nötige Technik? Gebaut und das erste Mal in Stand gesetzt wurde sie in Mykolaiv und das ist bekanntermaßen immer noch nicht so russisch, wie Putin sich das wünscht.)
Zusätzlich berichten die Ukrainer, sie hätten Drohnen als Ablenkungsmanöver eingesetzt (was mir aber zumindest waffentechnisch fragwürdig erscheint: Eine Bayraktar ist nun wirklich nichts, was wild vor einer Abwehr tänzelt und einfach nicht zu treffen ist.)
Und wieso sinkt so ein riesiges Schiff in einer lächerlich ruhigen Pfütze von Ozean mit sicherlich dutzenden Hilfsschiffen in der Nähe innerhalb sehr kurzer Zeit?
Die Pfütze war zum Zeitpunkt des Untergangs nicht ruhig und das Aufkommen an Hilffschiffen dürfte sich in Grenzen gehalten haben. Ohne ein komplettes Schwimmdock kann man bei so einem Kahn wenig machen, wenn erstmal kurz vorm Absaufen steht.
Berechtigt ist aber tatsächlich die Frage, wie es überhaupt soweit kommen könnte. Selbst davon ausgehend, dass wir den eigentlichen Teffer nicht sehen, weil er auf den Bildern bereits unter der Wasseroberfläche liegt, und dass die Ukrainer von zwei Treffern berichten: Kriegsschiffe dieser Größe sollten doch eigentlich so gebaut und unterteilt, dass wenigstens 20% der Sektionen verloren gehen können, ohne dass man gleich untergeht. Eigentlich sogar ohne dass man das feuern einstellen muss. Da müssten schon diverse Notfallsysteme und Besatzungsmitglieder versagt haben, wenn sich das Wasser großräumig im Schiff ausbreiten konnte.
Aber selbst "wir haben alle Schotten aufgelassen" passt nicht zu den Aufnahmen, auf denen sie offensichtlich erst 1, maximal 2 m Freibord eingebüßt hat, die aber wenigstens 6, eher aber 8-10 Stunden nach dem Einschlag entstanden sein müssen. Das war mehr als genug Zeit, damit alle unmittelbar getroffenen respektive mangelhaft gegenüber diesen abgedichtete Sektionen vollgelaufen waren. Zum Vergleich: Die Titanic hat keine drei Stunden durchgehalten und gilt bis heute als Best-Case für "tödlich getroffenes Schiff hält sich so lange wie möglich". Und das noch brennende Feuer hätte die Schwimmfähigkeit der Moskwa nur noch unwesentlich weiter verschlechtern können, denn es brannte der am stärksten beschädigte Bereich, wo unter der Wasserlinie sowieso alles nass gewesen sein wird.
Ich sehe nur zwei Erklärungsansätze:
- Grobe Fehler beim der Bergung: "beschädigtes Schiff im Sturm schleppen" ist nicht die einfachste Aufgabe. Aber sein Flaggschiff sollte man auch nicht dem erstbesten Hans Wurst überlassen und was ich auf den Bildern sehe, scheint mehr als genug Resttabilität zu haben, um ein paar Wellen bugseits zu nehmen.
- Absicht. Pure Absicht. Moskwa war definitiv so stark beschädigt, dass sie auf Jahre hinaus keinen strategischen Wert mehr hatte, möglicherweise nur noch verschrottet werden konnte. Das einzig militärisch wertvolle an Board waren die P-1000, die man auf anderen Schiffen verfeuern kann. Aber an ihrer Seite klaften die unfehlbaren Beweise, dass sie von Ukrainern getroffen und nicht durch ein Unglück beschädigt wurde und im Hafen hätte man nicht dauerhaft geheim halten können, dass die offiziellen Kremlmärchen erstunken und erlogen sind.
=> Besser kein Schiff heim bringen als so ein Schiff.
(- Bonus: Laut Wiki hatte man die Kapelle des Potts mit einer wertvollen Reliquie verziert. Versicherungsbetrug? Diebstahl ohne Spuren?)
Die USS Cole vor ein paar Jahren hatte ein visuell deutlich größeres Loch in die Seite gesprengt bekommen.
Mit einem ganzen Boot voll Sprengmunition und schwamm weiter.
Den Einschlag von ein bis zwei Anti-Schiffswaffen unterhalb der Wasseroberfläche, mit einem folgenden Brand kannst du nicht mit einem improvisierten Knallfrosch neben dem Schiff vergleichen. Die Moskwa ist auf den Bilder weitaus stärker beschädigt als die Cole, mit Ausnahme des eigentlichen Freiboards ist die gesamte Backboardseite mittschiffs im Arsch und da Maschinenräume nur begrenzt unterteilt werden können, dürfte sich der Schaden bis weit nach Steuerboard hinziehen. Dazu kommt, wenn die ukrainische Schilderung und die US-Vermutung stimmen, ein zweiter Treffer, der auf den vorliegenden Bildern schon komplett unter Wasser liegt.