Putin hat proklammiert, dass in der Ukraine ein Brudervolk von Nazis befreit werden muss, deswegen ist unter Putin ein Frieden selbst aus russischer Sicht unmöglich. Er muss die Ukraine zumindest in großen Teilen erobern oder öffentlich zugegeben, gelogen, einen Angriffskrieg vom Zaun gebrochen und Menschenrechtsverbrechen angeordnet zu haben. Das wird er nicht machen und selbst wenn müsste er danach zurück und vor ein Gericht treten, es wäre also wieder ein Frieden ohne Putin.
Putin hat vorallem proklamiert die Russen in der Ostukraine zu schützen/retten vor angeblichen ukrainischen Nazis und konzentriert den Krieg jetzt auf die Ostukraine. Er wird auch nicht aufhören dort, auch wenns Monate geht denn mit leeren Händen kann er nicht zurück. Bei Erfolg in der Ostukraine wird ihm zu Hause nichts passieren, Kiew wird dann einfach langfristig zum feindlichen Nazistaat deklariert den der Westen deckt, aber sein befreites Neurussland wird zu Hause als Sieg gefeiert und fertig.
Aber das hängt alles von Krieg ab, wenn es für den Russen gut läuft exystiert sehr wohl die Möglichkeit dass sie wieder nach Kiew vorrücken könnten. Also hoffen wir dass es weiterhin so schlecht läuft wie bisher, aber um Gottes Willen nicht zu schlecht !
Und aus ukrainischer/westlicher Sicht kann ein Frieden mit Putin sowieso nie mehr als brüchiger Waffenstillstand sein. Er bricht sämtliche internationalen Vereinbarungen nach Lust und Laune bis runter zu den Menschenrechten. Solange er an der Macht ist, kann es keine Sicherheit geben, keine belastbaren Verträge.
Ich sags mal so es gibt keine ukrainisch/westliche Sicht, sondern eine ukrainsiche und einige westliche.
4 Tage vor dem Einmarsch machten polnische Delegation (unter Sikorski) den Ukrainern eine Sache klar die zuvor keiner so deutlich aussprach: "Der Westen wird euch nicht helfen, ihr müsst euch erst bewehren. Tötet in kurzer Zeit 10.000 Russen, zerstört 100 Flugzeuge, 300 Panzer, dann garantieren wir euch dass die NATO euch Waffen im großen Stil schicken wird um diesen Krieg für den Russen möglichst blutig zu gestalten" Zu dem Zeitpunkt waren die Ukrainer noch nichtmal überzeugt dass die Russen einmaschieren, Selenskij nannte Sikorski einen Herold mit der Botschaft des Endes der Welt. Biden wurde kritisiert mit seiner Aussage ein russischer Angriff stehe bereits fest und man solle sich gefälligst bereit machen, aber nichts passierte. Selenskij und seine Leute nahmen an Putin würde bluffen, 4 Tage später marschierten die Russen ein.
Das ist ein Stellvertreterkrieg und ab wann Frieden ist hat auch der Westen mitzuentscheiden, oder zumindest eine etwas andere Sichtweise als die Ukraine beim Vorstellung von Frieden. Der europ Westen wär einem Frieden mit Putin offen, einfach um das Morden und den Krieg schnell zu beenden. Die Amis sehen das komplett anders, die Ukraine ist irgendein Land weit weg und die Menschen sind den scheiss egal in Anbetracht der Gelegenheit den Russen durch langen Krieg zu schwächen auf Kosten von Ukrainern, die sich zu Verwunderung der ganzen Welt als sehr effizient erweisen im Erfüllen amerikansicher Interessen. Diese Kuh wird jetzt gemolken wenn du verstehst. Es gibt nichteinmal eine westliche Sicht sehr streng genommen. Denn Osteuorpa, Berlin-Paris, und London-Washington unterscheiden sich allesamt etwas in ihrer Haltung, das ergibt sich aus den unterschiedlichen Interessen, Vorteilen usw.
Jemand, der willkürlich Atomwaffen einsetzt? Klar. Wer sagt, dass er das nicht morgen gegen Japan macht? Und Übermorgen gegen Tunesien, Ostermontag gegen Argentinien? Auf Abkommen mit Putin ist kein Verlass. Der einzige Sicherheitsfaktor, auf den der Rest der Welt noch setzen kann, ist, dass er noch nie Atomwaffen eingesetzt hat und auch nicht gedroht, dies unprovoziert/ohne einen Angriffskrieg gegen ihn zu machen. Wenn er selbst von diesem minimalsten Anstand abweicht, ist schlichtweg alles möglich. Jederzeit. Gegen jeden.
Okay, deffiniere in dem Fall willkürlich. Aus Putins Sicht die er der Welt verkauft operiert er aus Verteidigersicht, also genau so wie das Statement als die deutsche Freiheit im Kunduz verteidigt wurde.
Der schmale Grad zum Einsatz tatkischer Waffen wird immer kleiner, bedenke eine komplette Niederlage kommt für Putin nicht in die Tüte. Er könnte nicht nur taktische Nuklearwaffen benutzen sondern er wird es ab gewissem Punkt tuen, denn Russland verteidigt gerade seine Freiheit. Das ist ein Verteidigungsfall für den Kreml, völlig unabhängig ob es jemand glaubt, es reicht dass sie es sagen.
Im Falle von MiniNukes die iwo in der Pampa oder mittelweit ukrainischer Küste als Warnung hoch gehen, würde ihm auch nicht zum Verrückten deklarieren der morgen Japan angreiffen könnte, denn es wäre eben nicht willkührlich in einem Verteidigungsfall, was das Risiko für den Einsatz so einer Waffe in diesem Konflikt emenz erhöht und das um so länger der Krieg dauert.
Und noch eine Sache, es muss mal endlich kappiert werden dass MiniNukes sich von großen Atombomben total unterscheiden und ein Einsatz so einer Waffe aus militärischer Sicht auch nicht so aufgefasst worden würde wie ein Einsatz einer großen Atombombe. Die Russen haben dadurch einen taktischen, unfassbaren, Vorteil.
Wie weit die USA mit ihren MiniAtombomben sind weiß ich nicht, so viel ich weiß wurden sie erst vor 2 Jahren in ihr Atomwaffenprogramm aufgenommen.
Das ist nichts weiter als kremlsche Schönrederei: Wer sich an einer Stelle zurückzieht, zieht sich dort zurück. Egal was er danach an anderer Stelle macht. Aber ja, viellicht ist das ein Unterschied zwischen dir und mir:
Ich halte Abstand zu russischer Progpaganda.
Da verstehst du mich grundlegend falsch. Putins Propaganda beinhalten Botschaften, wir sollten sie lesen um auf mögliche nächste Schritte reaktionsfähig zu sein. Man muss schließlich wissen was als nächstes passiert.
Aber by the way erste Diplomatenregel schlecht hin: Willst du einen Feind besiegen, musst du ihn erst zu schätzen lernen.