Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Wenn ich hier querlese, bekomme ich den Eindruck, dass Putin die Welt erobern möchte. Hab ich dahingehend irgendwas verpasst?
 
Ich würde mal sagen: Wenn er in der Ukraine Erfolg hat, ist sicher, dass es nicht dabei bleibt.
Transnistrien und, wenn sie aufmucken, direkt ganz Moldau ist Formsache sobald Russland Teile der Westgrenze eingenommen hat. Die baltischen Staaten sind Putin seit Ewigkeiten ein Dorn im Auge; erklärtes Ziel ist es die NATO bis an die Oder zurückzudrängen. Oder direkt bis an die Elbe?
Sehr unwahrscheinlich. Einen direkten Konflikt mit der Nato würde er nicht eingehen.
Weil er genau weiß das es dann auch sein Ende ist.

Der republikanische US-Senator Lindsey Graham hat Russen zur Ermordung des russischen Präsidenten Wladimir Putin aufgerufen. „Irgendwer in Russland“ müsse jetzt aktiv werden „und diesen Typen aus dem Weg schaffen“, sagte der Republikaner am Donnerstag (Ortszeit) im Sender Fox News. In einer Reihe von Tweets spann er den Gedanken anschließend weiter: „Die Einzigen, die das in Ordnung bringen können, sind die Russen“, schrieb er dort. „Gibt es einen Brutus in Russland?“

Oder möglicherweise gebe es in den Reihen des russischen Militärs einen „effizienteren Oberst Stauffenberg“, schrieb Graham in Anspielung auf den Hitler-Attentäter. „Sie würden Ihrem Land und dem Rest der Welt einen großen Dienst erweisen“, ergänzte er.
Quelle: Ukraine News: US-Senator fordert Russen zur Ermordung Putins auf
 
Was soll einem da bitte "Angst und Bange" werden?
Die Teile sind im Endeffekt auch nichts grundsätzlich anderes als die im Westen verwendeten MARS Raketenwerfer, nur halt i.d.R. auf T-72 oder T-90 Wannen montiert, wobei es inzwischen auch Versionen auf Basis von LKWs des Typs Ural-6370 gibt.
Nur dass das Teil thermobare Munition verschießt. Das im Hinblick auf Flächenwirkung, Druckwelle- und Hitzeentwicklung nochmal 'n ganz anderes Kaliber. ;)
 
ist hier jemand des russischen mächtig?

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p.s.: wer die dateien aus dem link haben will, aber von dort nicht laden will...


"edit:"
°very_interesting:
Für große Heiterkeit sorgte ein „Beifang“, den ein Hacker eher zufällig auf einem Server des Verteidigungsministeriums gefunden hatte: Er teilte Mailadresse und Passwort des russischen Armeegenerals und amtierenden Verteidigungsministers Sergei Schoigu. (Wir werden es hier nicht abbilden, aber so viel sei verraten: Es genügt nicht den üblichen Sicherheitsanforderungen.)

bekannte "Namen":
Der Hacker „sp00nz“ berichtet im Forum, er sei vom FBI kontaktiert worden. „Wir haben bemerkt, dass Sie im Cyberkrieg mit Russland involviert waren“ – Antwort sp00nz: „Ja? Und?“ – FBI: „Gute Arbeit.“

 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Die Medienaufsicht in Moskau hat das soziale Netzwerk Facebook in Russland blockiert. Es handele sich um eine Reaktion auf die Abschaltung mehrerer russischer Medien-Seiten bei Facebook, teilte die Behörde Roskomnadsor mit. Zuvor waren schon mehrere unabhängige Medien abgeschaltet oder blockiert worden.

Vor einer Woche hatte Roskomnadsor die Verlangsamung Facebooks bekannt gegeben. Seit Oktober 2020 seien insgesamt "26 Fälle von Diskriminierung russischer Medien und Informationsangebote durch Facebook" registriert worden, hieß es. In den vergangenen Tagen habe Facebook unter anderem den Zugang zu den Seiten des russischen Militär-Fernsehsenders Swesda, der staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti und des staatlichen TV-Senders RT eingeschränkt.
Quelle: Facebook in Russland blockiert

Mich wundert außerdem das Russland noch nicht alle ausländischen Journalisten rausgeschmissen hat.
Immerhin berichten die ja kritisch.
 
kann kalkül sein.

hier... wenn das funktioniert, haben wir nen job! (vpn nich vergessen. ;))

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Gerade über das TOR-Netzwerk mit Exit-Nodes in Russland getestet:
facebook.com, dw.com und bbc.co.uk funktionieren noch problemlos, das waren aber IPv4- und IPv6-Adressen von russischen Hosting-Provider, könnte sein, dass die von der Blockade (noch) nicht betroffen sind.
Wer es selbst testen will, einfach die torrc ändern und Nur Exits in RU erlaubten.
 
Nur dass das Teil thermobare Munition verschießt. Das im Hinblick auf Flächenwirkung, Druckwelle- und Hitzeentwicklung nochmal 'n ganz anderes Kaliber. ;)
Richtig. Nicht umsonst wird dieses "Kaliber" in Sachen Abschreckung/Wirkung kurz vor der A-Bombe gesehen:

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Aber Hauptsache erstmal wieder meckern, wa. Informieren, wissen und dann erst (mit)diskutieren:P

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Du stellst also in Frage das die Russen zivile Ziele angreifen?

Ich sehe es als nicht erwiesen an, dass sie systematische zivile Strukturen zerstören. Sie TREFFEN zivile Ziele, keine Frage. Sie nehmen wenig bis keine Rücksicht auf zivile Opfer, klar. Aber aus der (vermutlich mangels Informationen) extrem bruchstück-, eher anekdotenhaften unabhängigen Berichterstattung (= nicht aus Regierungskreisen, auch nicht ukrainischen) kann ich nicht schlussfolgern, ob es sich dabei um Fehlentscheidungen, um hingenommene Kollateralschäden, um einzelne, besonders brutale Einheiten oder um eine armeeweite Strategie handelt.
(Ersters halte ich zugegebenermaßen für unwahrscheinlich, aber um die anderen drei Punkte zu unterscheiden müsste man entweder unabhängigen Zugang zu den befehlen oder eine landesweite Statistik haben.)


Die Steubombenvorwürfe sind übrigens ein anderes Thema. Russland hat (wie z.B. auch die USA) nie die Konvention zu deren Ächtung unterzeichnet, bekennt sich also zum Willen, diese weiterhin einzusetzen. Umfang und Einsatzszenario wollen trotzdem beurteilt werden.

Warum sollte ich? Bin ich lebensmüde? Ich hatte doch geschrieben das ich gespendet habe. Mehr kann und will ich nicht machen.

Nein. Nicht "kann und will", genau darum geht es mir. Du sprachst schon in deinem letzten Post von "man kann nichts machen". Stimmt aber nicht. Man WILL nichts machen. Aus durchaus gutem Grund, den ich auch Teile, aber es bleibt eine bewusste Entscheidung und kein Anlass für vorgeschobenen Fatalismus.


Mit dem Angriff auf das Atomkraftwerk hat sich die Frage erübrigt, in wie weit nicht-militärische Ziele mit zivilen Personen angegriffen werden oder nicht.
Ich fasse es nicht, schießen die tatsächlich mit Panzern und Flugzeugen auf einen Meiler.
Das ist Dummheit gepaart mit Ahnungslosigkeit.

Hat da eigentlich mal jemand eine Analyse gesehen, mit was tatsächlich von wo nach wo gefeuert wurde? Die offensichtlichen Stellungnahmen von Ukraine und Russland haben ja (erwartungsgemäß) 0 Gemeinsamkeiten und in den Nachrichten laufen Bilder einer Überwachungskamera, auf der man außer Leuchtspur von Schnellfeuerkanonen (also nix Kampfpanzer, nix Flugzeug) nichts erkennen kann, nicht einmal das Umfeld der Kämpfe, und getroffen wurde scheinbar nur ein Verwaltungsgebäude, dessen Position relativ zu den Reaktoren zumindest ich nicht in Erfahrung bringen konnte.

Es macht in der Bewertung aber einen himmelweiten Unterschied, ob 120-152 mm Geschütze mit panzer-/containmentbrechender Munition in gerader Linie auf Reaktoren feuern, oder ob 30 mm Flak mit Schrapnellen, die nicht einmal eine Ziegelmauer nenneswert beschädigen würden, im 90° Winkel hunderte Meter am Reaktor vorbeischießt. (Um mal beide Extreme des denkbaren Spektrums zu nennen.)
 
Ich sehe es als nicht erwiesen an, dass sie systematische zivile Strukturen zerstören. Sie TREFFEN zivile Ziele, keine Frage. Sie nehmen wenig bis keine Rücksicht auf zivile Opfer, klar. Aber aus der (vermutlich mangels Informationen) extrem bruchstück-, eher anekdotenhaften unabhängigen Berichterstattung (= nicht aus Regierungskreisen, auch nicht ukrainischen) kann ich nicht schlussfolgern, ob es sich dabei um Fehlentscheidungen, um hingenommene Kollateralschäden, um einzelne, besonders brutale Einheiten oder um eine armeeweite Strategie handelt.
Wo ist der Unterschied?
Ob du nun zufällig zivile Bereiche triffst oder absichtlich, ist den getroffenen Leuten ziemlich egal. Der Hass der Bevölkerung ist jetzt schon groß und ich weiß nicht, was die mit russischen Soldaten machen, wenn die einige in die Finger bekommen -- der Mob wird da sein und niemand will Bilder sehen, die Soldaten zeigen, die von ukrainischen Zivilisten aus Rache getötet wurden.
 
Russland hat auf dem Weg in die totale Diktatur die Siebenmeilenstiefel angezogen. Der Weg zur SU2.0 nähert sich seinem unrühmlichen Ende. Das wollte @Tschetschan ja nicht wahrhaben.

Unser guter Handelspartner Russland ist schon seit Jahren autoritärer, als es die Sowjetunion in den ersten Jahren war.


Also, WENN die Truppen im Süden deutlich besser wären, dann ist es mir recht unerklärlich, warum die Russen für läppische angenommene 180 km gut 7 Tage bis nach Cherson benötigten...
Panzergrenadiere bräuchten da regulär selbst in nur Gelände bei 25 km/h vielleicht 10 h - ohne Widerstand...

Es sind nicht einmal 100 km Luftlinie. Der Aufmarsch über die Engstelle Krim in dieses Gebiet erschwert den Einsatz großer Truppen aber vermutlich und der Fokus liegt klar beim Asowschen Meer. Da hat man 250 km erobert und noch einmal so viel Fläche kommt in nördlicher Richtung bis zum Dnepr/Sapporischschja hinzu. Und das nachweislich eben nicht in Gebieten ohne Widerstand.

Da man aus der Region auch nichts von großen Erfolgen der ukrainischen Armee hört, die einen Stop großer Gegenerscharen erklären könnten, gehe ich mal davon aus, dass die Priorität im Moment einfach nicht auf Odessa liegt.


Yo, klar, aber es gibt genügend Indizien, dass originär ein schneller Angriffskrieg geplant war.

Ein selbst sehr großer Stosstrupp kann doch problemlos Mun. und Treibstoff für 2-3 Tage in ein paar BTMs packen und losdüsen.

Treibstoff für 3 Tage Manöver in ein BMP + Reserven für begleitende Kampfpanzer? Klingt nach Achsbruch :ugly:


Ist halt immer die Frage was er als Kanzler erzählen würde. So kann das auch gerne mal schlicht Opposition um jeden Preis sein, Hauptsache nicht der Regierung zustimmen.

Wäre jedenfalls nicht ungewöhnlich für Merz, dass er seine Meinung deutlich verschiebt, nur um ein paar cm in populistischer Richtung vor der Regierung zu stehen.


Könnte man die Ukraine nicht ohne groß Tamtam militärisch unterstützen?
Ukrainische Uniformen besorgen, Ukrainische Flaggen auf die Fahrzeuge malen und den Russen den Arsch kräftig versohlen...

Putin ist ein Arsch, aber kein Idiot.


Gleichzeitig wird er darauf hin arbeiten, dass das Bündnis durch innere Zerwürfnisses gesprengt wird. Er wird uns mit unserer Energieabhängigketit zu erpressen versuchen, um damit einen Keil in die noch einheitliche, westliche Front zu treiben. Und so wie ich uns kenne, wird er damit vllt sogar Erfolg haben.

Die NATO ist geeinter als sie es je in den letzten drei Jahrzehnten war, große Teile der restlichen Welt stehen an ihrer Seite und so gut wie niemand auf russischer und Russland ist wesentlich stärker auf die Geldimporte denn auf wir die Energieexporte angewiesen. Putin kann nicht auf Zeit spielen. Da hat die Sowjetunion schon mal verloren und heute sind die Ausgangsvoraussetzungen schlechter, die russsischen Kapazitäten kleiner und die angestrebte Abschottung wäre strikter. Nach entsprechend kürzerer Zeit würde ihm der Laden innenpolitisch um die Ohren fliegen.


Nur dass das Teil thermobare Munition verschießt. Das im Hinblick auf Flächenwirkung, Druckwelle- und Hitzeentwicklung nochmal 'n ganz anderes Kaliber. ;)

Es ist Kaliber 200 mm. Und das ist in dem Fall wörtlich zu nehmen - M270 kann weitaus größere Gefechtsköpfe verschießen und es ist ja nicht so, als hätte Russland ein Monopol auf thermobare Waffen. Die Sache mit der Druckwelle ist außerdem relativ: Bei eher kleinen Raketen sollte die geringere Schärfe der Verpuffung eher zu einer geringeren Intensität führen; der Vorteil liegt in der Wirkung auch durch Öffnungen in Schutzräume hinein, die durch die eigentliche Explosion auch einer konventionellen Waffe nicht geknackt werden können. Und natürlich in der größeren betroffenen Fläche insgesamt, was für ohne Lenkwaffen chronisch unpräzise Mehrfachwerfer wie TOS-1 wichtig ist.

Zwar sind manche Aerosolbomben auch wegen dem höheren effektiven Energiegehalt des Prinzips etwas stärker, aber die dicken Dinger sind dicke Dinger, weil es schlicht billig und einfach ist, auf diesem Wege besonders große Bomben zu bauen. Ein TOS-1 bringt aber keine FOAB ins Ziel. Dafür brauchts eine Antonov. (made in Ukraine! :ugly:)


Wo ist der Unterschied?
Ob du nun zufällig zivile Bereiche triffst oder absichtlich, ist den getroffenen Leuten ziemlich egal.

Den getroffenen schon. Aber für noch-nicht-getroffene macht es einen großen Unterschied, ob sie morgen gezielt angegriffen werden oder ob sie nur aufpassen müssen, nicht in der Nähe offensichtlicher Ziele zu sein und auch die moralische Bewertung hängt von der einhergehenden großen oder niedrigen Gesamtzahl an Opfern ab. Niemand sagt, dass Krieg Spaß macht. Aber Völkermord ist eben noch einmal eine ganz andere Nummer.
 
Ich sehe es als nicht erwiesen an, dass sie systematische zivile Strukturen zerstören. Sie TREFFEN zivile Ziele, keine Frage. Sie nehmen wenig bis keine Rücksicht auf zivile Opfer, klar. Aber aus der (vermutlich mangels Informationen) extrem bruchstück-, eher anekdotenhaften unabhängigen Berichterstattung (= nicht aus Regierungskreisen, auch nicht ukrainischen) kann ich nicht schlussfolgern, ob es sich dabei um Fehlentscheidungen, um hingenommene Kollateralschäden, um einzelne, besonders brutale Einheiten oder um eine armeeweite Strategie handelt.
(Ersters halte ich zugegebenermaßen für unwahrscheinlich, aber um die anderen drei Punkte zu unterscheiden müsste man entweder unabhängigen Zugang zu den befehlen oder eine landesweite Statistik haben.)
Wie gesagt haben sie es in anderen Ländern auch schon so gemacht. Das sind zig wenn nicht hunderte dokumentierte Kriegsverbrechen. U.a. von Amnesty International. Putin ist die Zivilbevölkerung sch**ss egal.
Und das sagen auch Experten das sie extra so brutal vorgehen um alles zu zermürben. Um den Willen und die Moral ihres Gegners zu brechen.
Umfang und Einsatzszenario wollen trotzdem beurteilt werden.
Den Umfang werden wir wohl spätestens dann mitbekommen, wenn das Land dem Erdboden gleich gemacht wurde.

Nein. Nicht "kann und will", genau darum geht es mir. Du sprachst schon in deinem letzten Post von "man kann nichts machen". Stimmt aber nicht. Man WILL nichts machen. Aus durchaus gutem Grund, den ich auch Teile, aber es bleibt eine bewusste Entscheidung und kein Anlass für vorgeschobenen Fatalismus.
Mir ist mein eigenes Leben wichtiger. Wenn andere meinen das sie dort in den Krieg ziehen wollen dann sollen sie es tun.

Niemand sagt, dass Krieg Spaß macht. Aber Völkermord ist eben noch einmal eine ganz andere Nummer.
Nein. Man kann das schon jetzt als Völkermord bezeichnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Den getroffenen schon. Aber für noch-nicht-getroffene macht es einen großen Unterschied, ob sie morgen gezielt angegriffen werden oder ob sie nur aufpassen müssen, nicht in der Nähe offensichtlicher Ziele zu sein und auch die moralische Bewertung hängt von der einhergehenden großen oder niedrigen Gesamtzahl an Opfern ab. Niemand sagt, dass Krieg Spaß macht. Aber Völkermord ist eben noch einmal eine ganz andere Nummer.
Wenn ich mir das Geschwurbel von Putin anhöre und heute die Gesetze, die erlassen wurden, wenn man in Russland kritisch über den Krieg berichtet (was ja auch für Ausländer gilt, die können genauso in den Knast wandern, also jeder ausländischer Journalist sitzt jetzt mit einem Bein im Gefängnis), dann habe ich persönlich das Gefühl, dass ein Völkermord durchaus in Betracht gezogen -- in welchem Ausmaße auch immer.
 
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