Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Mehr Sorgen mache ich mir über die noch aktiven Kernkraftwerke im Zuge des Krieges.
Wenn man bedenkt, wie viele Raketen inzwischen Wohnhäuser getroffen haben, kann man nicht ausschließen, dass eine "verirrte" Rakete ein Atomkraftwerk trifft.
 
Wenn man bedenkt, wie viele Raketen inzwischen Wohnhäuser getroffen haben, kann man nicht ausschließen, dass eine "verirrte" Rakete ein Atomkraftwerk trifft.

Gestern Abend meinten Geostrategen noch die Russen würden einen wesentlich präziseren und schonenderen Krieg führen als zuletzt in Syrien. Aus diversen Gründen, ein nicht unwichtiger die (angeblich) niedrige Moral der russsischen Armee, die sich in diesem Konflikt um so weniger zu Lasten legen lassen will.

Wenn ein Atomkraftwerk getroffen wird, dann wohl kaum durch Zufall.

Weiter hieß es laut einem Bericht dass die Ukrainer den russischen Nachschub relativ erfolgreich stören und Einiges ausschalten. Wenn Kiew heute nicht fällt bekommt Putin laut Berechnungen ab Morgen allmählich gewaltige Probleme mit dem Nachschub von Treibstoff, Nahrung, Muniton ect. Das Schreckenszenario Putins über einen langen und teuren Krieg scheint sich zu bewahrheiten, was fatal für die derzeitige russische Armee wär die insgesanmt zu klein verteten ist für eine lange Invasion der Ukraine.
 
Ja, nur wird es unwahrscheinlicher dass es friedlich bei uns bleibt, wenn man den Konflikt noch anheizt.

Sehe ich genau anders herum: Putin hat schon vor Jahren Anspruch über die Kontrolle von Militärstationierungen in der Ukraine erhoben und später auch gefordert, dass man im Baltikum nichts stationiert, was er nicht wünscht (also ... gar nichts). Mittlerweile erhebt er die gleichen Forderungen für ganz Osteuropa bis einschließlich Polen - und er hat damit angefangen, seine erste Forderung zwangsumzusetzen.

Wenn er damit erfolg hat, ist es nur eine Frage der Zeit, bis er auch Forderung zwei erzwingen will. Und während wir der Ukraine nur Waffen liefern müssen, damit Russland sich das einmarschieren abgewöhnt, würde eine Fortsetzung von Putins Strategie gegen NATO-Mitglieder uns direkt in einen Krieg ziehen.

Waffenlieferungen umgekehrt waren in der Vergangenheit nur äußerst selten Anlass für eine Eskalation und nie in diesem lächerlichen Maße. Guck dir mal an, an was für Kriegsparteien Russland, USA, England und auch Deutschland ständig Waffen liefern. Aber der letzte, der irgendwem deswegen den Krieg erklärt hat, war Hitler. Im Falle Ukraine sind außerdem diverse Länder bis weit über Europa hinaus als Lieferanten tätig. Will Putin denen dann allen den Krieg erklären, weil sie die Ukraine unterstützt haben? Da hat er a) keine Chance und b) haben wir keine, seinen Angriff zu entgehen, wenn er derart durchgeknallt ist.

Letzteres glaube ich aber nicht. Er nimmt (nicht ohne Grund) an, dass er die Ukraine relativ schnell einnehmen kann, (berechtigt) dass sie ihm nach niemand wieder wegnehmen wird und dass (erfahrungsgemäß) Sanktionen nicht sonderlich hart und von Dauer sein werden. Oder anders gesagt: Krim 2.0. (Oder Abchasien 3.0, je nach dem wo man anfangen will zu zählen.)


Dir ist schon klar, dass "Konsequenzen die die Welt noch nicht gesehen hat" auf jeden Fall keine konventionelle Kriegsführung bedeutet (denn das hat die Welt ja zu genüge gesehen)? Sprich nuklear oder was ich für wahrscheinlicher halte koordinierte Cyberattacken auf so kritische Infrastruktur, dass Staaten destabilisiert werden und eine Kettenreaktion in Gang käme, die die Weltwirtschaft und das Bankensystem zusammenbrechen liesse (mit all seinen Konsequenzen).

Ganz ehrlich: Wenn er so verrückt ist, wegen Widerstand in einem Angriffskrieg das Ende der Welt einzuleuten, dann ist es komplett scheiß egal was wir machen. Dann besteht nur noch die Hoffnung, dass ihn intern jemand stoppt.


Mal ehrlich, wenn eine Regierung Waffen auf der Straße unter die Leute schmeißt und erklärt die Leute sollen sich Molotov Cocktails basteln und damit gegen Panzer kämpfen, ist irgendwie nicht dicht.

Öhmmm - genau dafür sind Molotov Cocktails mal entwicklet worden :ugly: .
Und auch wenn sie gegen moderne Kampfpanzer deutlich weniger Wirkung haben, funktioniert das Grundprinzip immer noch - und vor allem funktioniert der Selbstschutz von Infanterie (sei es professionell oder Miliz) in urbanem Gebiet noch genauso gut wie damals: Ein Panzer kann nur angreifen, wen er sieht (und das Sichtfeld der Besatzung ist vor allem nach oben ziemlich eingeschränkt) und das wirkungsvoll auch nur ab einer gewissen Mindestentfernung.

Kann damit jeder Hinz und Kunz umgehen?

Jupp. Ein zwangseingezogener 55-jähriger ukrainischer Ex-Wehrdienstleister mag kein Traum von einem Soldaten sein, aber er weiß über den Umgang mit Sturmgewehren immer noch mehr, als der durchschnittliche 10 jährige Ruander.
Und dessen Wissen darüber reicht, leider nachgewiesener Maßen, schon um Kriege zu führen.

Wären Waffen schwer zu bedienen - unsere Welt sähe nicht so aus, wie sie nun einmal aussieht.


Momentan scheint es aber auch Russland zu treffen. Die Kreml-Website unter http://kremlin.ru ist schon seit min. gestern nicht mehr erreichbar und die TCP-Antworten setzen entsprechende Congestion-Flags.

Anonynmous hat Russland den Krieg erklärt. Und Ddos können die Scriptkiddies, das haben sie schon oft bewiesen.


Meinst du das Europa wo quasi alle die Hand aufhalten, aber niemand außer Deutschland und Frankreich zahlt? Meinst du das Europa wo trotz dessen Polen, Griechenland, Ungarn, etc. immer wieder zusätzlich nach Reparationen für längst vergangenes verlangen. Meinst du das Europa wo Deutschland für Süd- und Osteuropa immer der Buhmann ist? Meinst du das Europa wo Süd- und Osteuropa die Flüchtlinge nach Deutschland, Frankreich & Co durchwinken und sich selber weigern ihren Anteil aufzunehmen (obwohl sie damit gegen EU-Recht verstossen)? Meinst du das Europa wo Polen & Co ihr nationales Recht über EU-Recht stellen?...

Ich vermute, er redet nicht über Märchenwelten und somit über das Europa, in dem Deutschland 50% der Gesetze für andere Länder bestimmt.


Ja, das sagt Moskau, aber Moskau lügt wie gedruckt.

Ich mag ja allgemein keine Videoverlinkungen, aber an der Stelle sei auf das heutige ZDF-Spezialverwiesen. (3 Minuten, davon in der ersten Minute die russische Sichtweise - von der garantiert wieder jemand hier behaupten würde, dass sie in unseren Lügenmedien gar nicht vorkommt - und danach vor allem von 0:53-1:30 ein schönes Beispiel für ganz offensichtlich gefälschte Anti-Ukrainische Propaganda aus Russland)


Um zu verhindern, dass die Ukraine es gegen Russland nutzt (z.B. durch Freisetzen radioaktiver Stäube) und um es ggf. selbst nutzen zu können. Das wird mir zwar niemand offiziell bestätigen, ich halte es aber für die realistischste Variante.

Du hast ja schon in der Vergangenheit oftmals bewiesen, dass deine "Realität" eine andere als die des Rests der Welt ist. Aber an der Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, dass die Ukraine 11 aktive Kernreaktoren mit entsprechenden Mengen radioaktiven Materials hat. Aber kein einziger steht in Tschernobyl, da wurden 2007 die letzten Brennstäbe entfernt und seit sieben Jahren läuft die Demontage auch am letzten Reaktorblock.

Zu sichern gibt es da also vergleichsweise wenig. Ein noch nicht rückgebautes AKW sollte man natürlich nicht komplett unbeaufsichtigt lassen, aber in der aktuelle Situation gibt es schlicht um die Region, nicht den Reaktor Tschernobyl: Spätestens seit dem Bau des neuen Sarkophages durch die EU hat das Gelände eine gute Straßenanbindung. Und vom Reaktor bis Weißrussland ist es nicht weit und menschenleer, da Sperrgebiet. Optimal Auf- und Weitermarschbedingungen für eine Armee mit Ziel Kiev also (und mit nicht zu viel Sorgen um die eigene Gesundheit.)
 
Das Schreckenszenario Putins über einen langen und teuren Krieg scheint sich zu bewahrheiten, was fatal für die derzeitige russische Armee wär die insgesanmt zu klein verteten ist für eine lange Invasion der Ukraine.
Könnte er nicht Truppen aus anderen Regionen Russlands dort hinverlegen lassen?
Es soll ja angeblich 1 Million aktive Soldaten geben und 20 Millionen Reservisten.

Aber ein längerer Krieg demoralisiert auf jeden Fall auch die russische Armee.
Und der Unmut in der russischen Bevölkerung auch in Hinblick auf die Sanktionen wird wachsen.
Wenn sehr viele Menschen in Russland auf die Straße gehen, kann Putin die nicht alle niederknüppeln oder erschiessen lassen. Das könnte auch eine Revolution von Innen herbeiführen.
Allerdings auch in Hinblick auf das Atomwaffenarsenal und große Unsicherheiten, wer da an die Macht kommen könnte, sehr gefährlich.
 
Weiter hieß es laut einem Bericht dass die Ukrainer den russischen Nachschub relativ erfolgreich stören und Einiges ausschalten. Wenn Kiew heute nicht fällt bekommt Putin laut Berechnungen ab Morgen allmählich gewaltige Probleme mit dem Nachschub von Treibstoff, Nahrung, Muniton ect. Das Schreckenszenario Putins über einen langen und teuren Krieg scheint sich zu bewahrheiten, was fatal für die derzeitige russische Armee wär die insgesanmt zu klein verteten ist für eine lange Invasion der Ukraine.

Um so wichtiger, dass die NATO Russland zwingt, einen erheblichen Teil der möglichen Kapazitäten zur Grenzsicherung abzustellen. Ich glaube zwar nicht, dass ein langgezogener Krieg ein unlösbares Problem wäre und auch nicht, dass Putin ihn in der jetzigen Situation scheuen würde. Aber es wird seine Zeit dauern, bis in Russland ein Umdenken einsetzt und verharrende Fronten fordern viel weniger Opfer pro Tag als ein Krieg, wie wir ihn bislang gesehen haben. Außerdem ist Putin intern umso angreifbarer, je weniger seines vermuteten Blitzkriegplans gelingt.
 
Anonynmous hat Russland den Krieg erklärt. Und Ddos können die Scriptkiddies, das haben sie schon oft bewiesen.

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edit:
ist das was dauerhaftes? wär schon heftig.
 
Sollen sie mal den russischen Bürgern die Augen öffnen.
Zumindest diejenigen welche die nicht Möglichkeiten haben alternative Medien zu konsumieren.
Sondern nur Propaganda Material der Putin Diktatur.
 
Könnte er nicht Truppen aus anderen Regionen Russlands dort hinverlegen lassen?
Es soll ja angeblich 1 Million aktive Soldaten geben und 20 Millionen Reservisten.

Siehe mein vorletztes Post:
Theroretisch ja. Russland hat bislang nur einen kleineren Teil seines Materials für den Ukraine in Bewegung gesetzt und die Einschätzungen, dass die Ukraine keine Chance hat, beruhen darauf, dass dem nicht so bleibt. Mit 200000 heimischen Soldaten, auch wenn sie anfangs überrumpelt wurden und technisch etwas schlechter ausgestattet sind und auf einige Schlüsselfunktionen wegen bereits vernichteter Infrastruktur verzichten müssen, kann man einen 150000 Mann starken Invasionstrupp zerreiben. Heimvorteil, Partisanentaktiken, etc.. Aber nicht gegen 400000 oder 600000 Mann, die Putin zusammenziehen könnte - wenn er will.

Aber die russische Armee hat ja auch noch einen Verteidigungsauftrag und Putin zumindest nach eigener Aussage tierischen Schiss vor der NATO. Wieviel Einheiten er sich in den nächsten Wochen zusätzlich in den Krieg zu schicken traut hängt also ganz massiv davon ab, wie groß die Zahl ""potentieller Angreifer"" vor allem im Baltikum ist, denn eine größere Einheit von der Ukraine zurück an die estnische Grenze zu verlegen dürfte von Befehlseingang bis voller Einsatzbereitschaft vor Ort durchaus zwei Tage im Best Case dauern, deutlich mehr wenn man Angriffen auf Transportinfrastruktur rechnet. Und in "mehr als zwei" Tagen Krieg kann bekanntermaßen viel passieren.

(Noch viel wertvoller wäre es unter dem Gesichtspunkt halt, wenn sich China gegen Putin kehrt. Wenn Putin seine Ost- und Südgrenze in Gefahr sähe, müsste er möglicherweise sogar den jetzigen Angriff ablasen und sich Krim und Donbass zurückziehen. Aber Xi scheint den Neutralen spielen zu wollen, auf Kosten der ukrainischen Bevölkerung.)
 
(Noch viel wertvoller wäre es unter dem Gesichtspunkt halt, wenn sich China gegen Putin kehrt. Wenn Putin seine Ost- und Südgrenze in Gefahr sähe, müsste er möglicherweise sogar den jetzigen Angriff ablasen und sich Krim und Donbass zurückziehen. Aber Xi scheint den Neutralen spielen zu wollen, auf Kosten der ukrainischen Bevölkerung.)
Naja, ich halte es für höchst unwahrscheinlich das China vom Süden in Russland einfallen würde. ;)
 
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edit:
ist das was dauerhaftes? wär schon heftig.

Ich glaube nicht, dass die russische Regierung das dauerhaft zulässt :ugly: . Wenn sie es schnell in den Griff bekommen, werden sie erst die Sender abschalten und notfalls die Internetverbindungen kappen. Aber ne nette Nummmer ist es durchaus, vor allem weil sie auch die Kreml-treuesten Propagandaopfer erreicht. Und auch wenn die sich von sowas natürlich nicht überzeugen lassen - der Kratzer im Märchen vom alles unter Kontrolle habenden Putin ist unübersehbar, wenn er nicht mal heimische Fernsehsender geschützt bekommt. Zusammen mit den unvermeidbaren Nachbarschaftsberichten über während des glorreichen-0-Verlust-Sieges gefallene Soldaten steigert das internes Misstrauen und damit Kritik und Druck.


Ich würde einfach mal vermuten der Rest seiner Armee ist in ähnlichem Zustand wie die Bundeswehr oder noch schlimmer. :ka:

Hmmmm - nicht so ganz. Einiges hat die Überholung immer noch vor sich, ja, aber in den letzten 20 Jahren floss verdammt viel Geld in die Streitkräfte. In den 0er Jahren waren Teile der Luftwaffe nicht einsetzbar, weil die Piloten ohne Treibstoff nicht einmal die Mindeststunden für den Erhalt ihrer Lizenz geschweige denn für Manöverübungen zusammen bekommen haben. Aber mittlerweile wird viel neues Material angeschafft und altes generalüberholt.


Naja, ich halte es für höchst unwahrscheinlich das China vom Süden in Russland einfallen würde. ;)

Natürlich liegt die Wahrscheinlichkeit dafür genauso bei 0, wie für einen NATO-Angriff in Nordeuropa. Aber es geht nicht darum, was tatsächlich im Bereich des Möglichen liegt - sondern nur darum, was Putin für möglich hält. Und der ist, zumindest seinen offiziellen Reden nach, ein Paranoiker. Sieht sich von NATO-Präsenz an 3% seiner Grenzen "umzingelt", behauptet die mickrige Ukraine könnte Russland angreifen, sieht ein paar dutzend Raketen oder 1000 Soldaten als elementare Bedrohung, sobald sie näher als 1000 km kommen, etc..

Was würde Putin also erwarten, wenn die chinesische Armee in der Nähe der gemeinsamen Grenze 2-3 Übrungen mit je 50000 Mann durchzieht? Vermutlich das Schlimmsts, nachdem Xi ihm heute schon mit einer Enthaltung statt einem Veto (oder wenigstens einem "Nein") in den Rücken gefallen ist. Und zur Vorbereitung auf das Schlimmste würde es dann gehören, entsprechend russische Einheiten in Grenznähe einsatzbereit zu haben, was bei der Länge dieser Grenze und der Schlagkraft Chinas zu Lande verdammt viele Einheiten wären.

Aber ist halt leider alles hypothetisch, bislang sind die beiden Best Buddies und sonst gibt es in Asien niemanden, um den die russische Armee sich sorgen müsste. Die USA haben vermutlich auch nicht genug Ressourcen, um parallel zur Verstärkung der Truppen in Europa eine große "Landungstruppenübung" auf den Kerguelen um diese Jahreszeit abzuhalten.
 
Wenn sie es schnell in den Griff bekommen, werden sie erst die Sender abschalten und notfalls die Internetverbindungen kappen.

Anonymous's Ansage war recht deutlich:

If tensions continue to worsen in Ukraine, "then we can take hostage... industrial control systems." "Sole party to be blamed if we escalate on that, will be the same one who started it in the very first place with troop buildups, childish threats, and waves of unreasonable ultimatums."

und das sie Handeln stellen sie gerade unter Beweis, die ganzen Kremlseiten-downs gehen wohl auch auf deren Konto:

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Das Internet wird ptn sicher nicht in gänze deaktivieren können.
 
Könnte er nicht Truppen aus anderen Regionen Russlands dort hinverlegen lassen?
Es soll ja angeblich 1 Million aktive Soldaten geben und 20 Millionen Reservisten.

Aber ein längerer Krieg demoralisiert auf jeden Fall auch die russische Armee.
Und der Unmut in der russischen Bevölkerung auch in Hinblick auf die Sanktionen wird wachsen.
Wenn sehr viele Menschen in Russland auf die Straße gehen, kann Putin die nicht alle niederknüppeln oder erschiessen lassen. Das könnte auch eine Revolution von Innen herbeiführen.
Allerdings auch in Hinblick auf das Atomwaffenarsenal und große Unsicherheiten, wer da an die Macht kommen könnte, sehr gefährlich.
Die Moral der Russen ist von Anfang an nicht so dolle, man kämpf eben ungern gg seinen Bruder. Auch Putins Anweisungen an die Armee zeigen dass man das ukrainische Volk auf keinen Fall auf sich bringen will. Zb stellen die Russen sicher dass die Ukrainer sich versorgen können, Strom haben, Wasser ect. Es ist bisher ein rein strategischer Krieg, Stand gestern abend.

Putins Taktik hat sich seit gestern etwas verändert, der erste Vorstoß war zu verlustreich. Die Ukrainer schaltetten zB eine ganze russ. kriegserfahrene EliteSturmeinnheit vor Kiew komplett aus. Erfolge wie diese gibt es im ganzen Land, Ukrainer täuschen verzögerten Rückzug vor indem sie aber aus vollsten Donner den bereits heranbwegenden Feind beschießen, und sich dann relativ sicher zurückziehen. Nicht nur das, man hat sogar einen russsischen Flughafen hinter der Landesgrenze schmerzhafte Verluste zugefügen können. Die ukrainische Luftverteidigung kämpft weiterhin was an sich schon kein Analyst vorher geglaubt hätte. Insgesamt ist der gesamte Krieg rein mobil, Städte und Vorposten ausgenommen gibt es so gut wie keinen Stellungskrieg. Gekämpft wird auch überwiegend auf den Schnellstraßen. An sich haben die Ukrainer neben außergewönlichen Kampfwillen der Welt vorallem gezeigt dass sie eine Methodik gg die Russen haben, und da schauen jetzt gerade sehr viele wichtige Leute ganz genau hin. Putin hat seinen Truppen angeordnett sich einen Schritt zurück zu ziehen, und jetzt greiffen sie koordinierter in Wellen Angriffen an, gleichzeitig von Donezk bis 80km vor der polnischen Grenze wird die gesamte ukrainische Landesverteidigung im selben Moment rhytmisch unter vollem Beschuss angegriffen, aber mit diesmal mit weniger Kriegsmaterial als zuvor. So als ob die Russen sich tatsächlich auf eine lange Schlacht ausrichten in der sie den Willen der Ukrainer brechen wollen.

Ob mehr Truppen für Putin Sinn machen... ja und nein. Mehr Waffen, nach realer Schätzung sind gerade mal was über 1000 Russen gefallen. Schmerzhafter ist aber der Verlust vieler Kampfhubschrauber aber vorallem Panzer und gepanzerte Fahrzeuge die mitlerweile über 250 Gefallene liegen dürfen. Auch verlieren die Russen immer mehr Flugzeuge, vorallem in der Nacht scheinen die Russen große Probleme zu haben.

Ich bin leider kein Militärexperte aber in ausländischen Expertendebatten heißt es dass wenn die Ukraine die nächsten Tage durchhalten kann, ihr dank Waffenleiferungen aus dem Westen tatsächlich reale Chancen zugesprochen werden einen langandauernden Konflikt gewinnen zu können. Aber auch wenn nicht wird Putins Hauptpunkt des Krieges, nämlich im kleinen Zeitramen zu gewinnen, warsch, nicht mehr aufgehen.

Was auf jeden Fall eingetroffen ist, ist dass entweder Putin oder seine Generäle sich gewaltig verspäkuliert haben, und derzeit spüren wie effizient westliche Kriegstechnik in einem offenen Krieg ist.
Um so wichtiger, dass die NATO Russland zwingt, einen erheblichen Teil der möglichen Kapazitäten zur Grenzsicherung abzustellen. Ich glaube zwar nicht, dass ein langgezogener Krieg ein unlösbares Problem wäre und auch nicht, dass Putin ihn in der jetzigen Situation scheuen würde. Aber es wird seine Zeit dauern, bis in Russland ein Umdenken einsetzt und verharrende Fronten fordern viel weniger Opfer pro Tag als ein Krieg, wie wir ihn bislang gesehen haben. Außerdem ist Putin intern umso angreifbarer, je weniger seines vermuteten Blitzkriegplans gelingt.
Es scheint als ob Putins Blitzkrieg tatsächlich bereits gescheitert wär. Die Ukrainer sind zu mobil um sie schnell im offenem Kampf zu besiegen, und die eigenen Verluste sind sehr hoch. Gut für uns zu wissen, wo das Verkehrsnetz doch noch dichter ist als das in der Ukraine.

Die Russen haben nach 4 Tagen bereits gewaltige Logistikprobleme aus dem Grund sind sie gezwungen sich nach hinten zu ziehen und Stellungen zu halten und kämpfen jetzt mehr aus der Distanz. Man rätselt bereits um den Grund weshalb Putin eine Invasion mit einer so schlecht vorbereitetten Armee umsetzt.

Ich denke nicht dass das in die Länge Ziehen des Krieges für die russische Logistika kein Problem darstellt. Die Ukrainer gewinnen Zeit was sehr schnlecht für die Russen ist, vorallem werden sie mit neuen Waffen beliefert.

Natürlich könnte Kiew zu jeder Zeit auch fallen, oder die Donbas Verteidigung in einen Kessel geraten durch die herannahende westliche Front der Russen die sich gestern noch auf Odessa zubewegte.

Aber dennoch, Fakt ist das eine Armee wie die ukrainische so einer vermeindlichen Übermacht solche Probleme macht. Die haben 2014 gelernt und haben jetzt eine gute Methode gg die Russen. Wer hätte das vor 5 Tagen wirklich geglaubt ?
 
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