Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Maybe weil das Modell "Wir verhindern Krieg mit Diplomatie" inhärente Schwächen hat?...
Vllt liegts auch daran, dass "Diplomatie" auch einen Anreiz braucht dieser zu Folgen, z.b. eine Glaubwürdige Abschreckung?
Yepp, die westliche Diplomatie hat mit Sanktionen nur bedingt Erfolg.
Wir sind ja eh die Bösen und schon 2014 wurden dann Dank eines russischen Medienhypes westliche Produkte per se sanktioniert. Lief also stellenweise ins Leere.
Na ja, Schweizer Käse und Nutella gehörten definitiv nicht zu den Grundnahrungsmitteln Russlands.
Der Westen hat systembedingt auch die Schwäche, dass er irgendwann wieder den Absatzmarkt braucht.
Mit etwas Durchhaltewillen und viel Wodka lässt sich auch die schärfste Sanktion totsaufen und aussitzen.
Die Wirtschaftsbosse werden nach Ende von all dem Wahnsinn die Ersten sein, die bei Putin wieder die Klingel putzen.
Konventionell-militärisch weiss Putin ganz genau, das selbst ein komplett einiges Europa wenn überhaupt maximal Defensiv (Verteidigung der Nato-Grenzen) niemals offensiv (wir befreien jetzt wieder die Ukraine) agieren kann.

Ich ahne es schon, wenn es wirklich richtig Scheiße laufen wird, werden jene, die die USA ständig anmosern, die ersten sein, die Hilfe nach der Weltpolizei rufen werden... war schon immer so.
Und hinterher sind sie wieder die Bösen, gerade so wie man es braucht.

Glaubwürdige Abschreckung, das muss allen klar sein, kostet richtig viel Geld.
Russland investiert die letzten 10 Jahre grob 10 % vom BiP.
Das ist die Dimension, die eine künftige glaubwürdige Abschreckung kosten wird.
Ich wäre prinzipiell dafür, aber der Preis vor allem in der unteren Mittelschicht und Unterschicht in unserer Gesellschaft wäre sehr hoch, nach heutige geltendem Wertemaßstab zu hoch.

Edit:
Lest das bitte mal, bis zum Schluss:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja... darauf hofft Putin doch, nicht umsonst hab ich Georgien 2.0 genannt...
Sollte die Ukraine hier militärisch tätig werden wird das DER Vorwand für einen russischen Militärschlag, das macht diese Aktion ja aus... Das hab ich auch hier im Thread schon beschrieben.
Du erwartest ernsthaft, das sich das ukrainische Militär vollständig aus den Oblasken zurückzieht und Hundertausende "noch" Ukrainer die unter ihrem Schutz stehen (Stichwort Mariupol, plus andere Großstädte) räumt und die Menschen ihrem "russischen" Schicksal überläst?
Welche Legitimation hätte dann noch die derzeitige ukrainische Regierung gegenüber ihrer Bevölkerung?

Das wäre ähnlich als wenn die russische Armee an Oder und Neiße stehen würde und die Bundeswehr würde sich wieder an die alte BRD Grenze zurückziehen, weil man ja keinen Krieg möchte und schließlich waren die Russen ja schon mal in den neuen Bundesländern.
 
Du erwartest ernsthaft, das sich das ukrainische Militär aus den Oblasken zurückzieht und Hundertausende "noch" Ukrainer die uner ihrem Schutz stehen (Stichwort Mariupol, plus andere Großstädte) räumt und die Menschen ihrem "russischen" Schicksal überläst?
Nein, das erwarte ich nicht, wie kommst du darauf? Kennst du den Begriff Catch-22? Das ist exakt was Putin für die Ukrainer hier herbeiführt. Greift die Ukraine an hat Putin seine Legitimation für einen Militärschlag. Lassen Sies dann folgt:

Welche Legitimation hätte dann noch die derzeitige ukrainische Regierung gegenüber ihrer Bevölkerung?
Das hier.
Beide Optionen sind mit massiven Nachteilen für die Ukraine verbunden, aber nur eine davon bedeutet kurzfristig Krieg. Richtig ist auch: Wenn es zu Protesten & zum Sturz der Regierung kommt, auch DANN hat Putin gewonnen, denn seine Behauptung, die Ukraine wäre ein instabiles Gebilde, nun, mehr instabiler als den Sturz der Regierung geht schlecht.

Denkst du immer noch, Russland würde nicht rational handeln?


Das wäre ähnlich als wenn die russische Armee an Oder und Neiße stehen würde und die Bundeswehr würde sich wieder an die alte BRD Grenze zurückziehen, weil man ja keinen Krieg möchte und schließlich waren die Russen ja schon mal in den neuen Bundesländern.
Was ist die Alternative? Lieber einen Krieg den man nicht gewinnen kann und der mit dem potentiellen Verlust der Souveränität endet? Nur des Krieges willen? Auch keine Option.
 
@Don-71 : genau so geschehen in Georgien...
Ja weiß ich, aber was ist deiner Ansicht nach die Alternative, vor allen dingen als Legitimation vor seiner eigenen Bevölkerung?

Nein, das erwarte ich nicht, wie kommst du darauf? Kennst du den Begriff Catch-22? Das ist exakt was Putin für die Ukrainer hier herbeiführt. Greift die Ukraine an hat Putin seine Legitimation für einen Militärschlag. Lassen Sies dann folgt:
Was hast du immer mit dem Wort Angriff, das verstehe ich überhaupt micht!
Das ukrainische Militär steht zur Zeit an einer ausgehandelten Demakrationslinie und die besetzten Gebiete der Separatisten umfassen eben nicht das gesammte Gebiet der beiden Oblasken!
Wenn Putin diese haben will, muss er angreifen!
Denkst du immer noch, Russland würde nicht rational handeln?
Habe ich behauptet er würde aus seiner Sicht nicht rational handeln?

Was ist die Alternative? Lieber einen Krieg den man nicht gewinnen kann und der mit dem potentiellen Verlust der Souveränität endet? Nur des Krieges willen? Auch keine Option.
Das sehen wir beide dann sehr diametral, für was braucht man dann überhaupt noch eine Armee und Regierung, wenn die im Endeffekt sowieso das macht, was andere von ihr wollen, zum Nachteil und willentlich gegen die eigene Bevölkerung.
Irgendwann ist ein Punkt erreicht wo es eben kein zurück mehr gibt, aus meiner Warte gesprochen.
 
Ja weiß ich, aber was ist deiner Ansicht nach die Alternative, vor allen dingen als Legitimation vor seiner eigenen Bevölkerung?
in gewisser Weise mag diese -äh- Expansionspolitik auch ein Dampfablass dafür sein, dass er seit er an der Macht ist verspricht, den Russen würde es besser gehen unter seiner Knute.
Nun, das mag für einzelne Oligarchensippen durchaus zutreffen, die meisten Russen haben aber bis heute nicht viel davon gemerkt.
Zu dem Topic gibt es gerade bei der SZ einen - natürlich westlich eingefärbten - Kommentar:

Die Alternative?
Schwer zu sagen, ich würde , wen er die Oblaste abfordert, mich zurückziehen.
Das bisschen dreckige Erde ist kein Menschenleben wert.
 
Was hast du immer mit dem Wort Angriff, das verstehe ich überhaupt micht!
Militärische Operationsart, zudem Grundsatz, keine Verteidigung ohne Gegenangriff.
(Erste Stunde Taktik, erste Lektion).


Das ukrainische Militär steht zur Zeit an einer ausgehandelten Demakrationslinie und die besetzten Gebiete der Seperatisten umfassen eben nicht das gesamte Gebiet der beiden Oblasken!
Wenn Putin diese haben will, muss er angreifen!
Jain. Siehe Georgien. Verleite den Staat dem du die Gebiete wegnimmst dazu, in die Offensive zu gehen, finde eine Legitimierung für einen Militärschlag. Zudem: Will Ukraine diese Gebiete halten werden Sie nicht drumrumkommen in die Initiative zu gehen, andernfalls wird man einen russischen Vorstoß nicht aufhalten können.


Habe ich behauptet er würde aus seiner Sicht nicht rational handeln?
Kam so rüber, ja.


Das sehen wir beide dann sehr diametral, für was braucht man dann überhaupt noch eine Armee und Regierung, wenn die im Endeffekt sowieso das macht, was andere von ihr wollen, zum Nachteil und willentlich gegen die eigene Bevölkerung.
Irgendwann ist ein Punkt erreicht wo es eben kein zurück mehr gibt, aus meiner Warte gesprochen.
Oberstes Interesse eines Staates ist das eigene Überleben, nicht das erfüllen von Wunschträumen oder Vorstellungen von Ehre oder Nationalismus. Wenn es für die Ukraine ein erhebliches Risiko für ihr Weiterbestehen als Staat ist um die beiden Oblaste zu kämpfen, dann sollte Sie das tunlichst sein lassen. Und wenn man sich die russische Kräftedisposition um die Ukraine anschaut, dann seh ich nicht, wie die Ukraine diese Gebiete halten wollen wird.
 
Militärische Operationsart, zudem Grundsatz, keine Verteidigung ohne Gegenangriff.
(Erste Stunde Taktik, erste Lektion).
Ja? Und weiter?
Der Gegenangriff kann aber auch erst erfolgen nachdem der Gegener angegriffen hat, ansonsten müsste ich jetzt interpretieren das das deutsche Kaiserreich nach deinem dafürhalten mit dem Schlieffen Plan, als richtigen Plan in den WWI gezogen ist.
Jain. Siehe Georgien. Verleite den Staat dem du die Gebiete wegnimmst dazu, in die Offensive zu gehen, finde eine Legitimierung für einen Militärschlag. Zudem: Will Ukraine diese Gebiete halten werden Sie nicht drumrumkommen in die Initiative zu gehen, andernfalls wird man einen russischen Vorstoß nicht aufhalten können.
Darum geht es ja, sich eben nicht provozieren zu lassen und die Aggressor Karte auch dem Aggressor zu zu spielen, denn dann kann auf ihn von Außerhalb auch sehr gut reagiert werden.
Oberstes Interesse eines Staates ist das eigene Überleben, nicht das erfüllen von Wunschträumen oder Vorstellungen von Ehre oder Nationalismus. Wenn es für die Ukraine ein erhebliches Risiko für ihr Weiterbestehen als Staat ist um die beiden Oblaste zu kämpfen, dann sollte Sie das tunlichst sein lassen. Und wenn man sich die russische Kräftedisposition um die Ukraine anschaut, dann seh ich nicht, wie die Ukraine diese Gebiete halten wollen wird.
Das sehe ich halt anderes und das hat wenig mit Ehre und Nationalismus zu tun, sondern einfach mit Verantwortlichkeit für die Menschen, die auf den Schutz des Staates vertrauen.
Um bei dem Beispiel mit Oder und Neiße zu bleiben würde ich eben nicht 17 Millionen Menschen schutzlos zurücklassen oder böse ausgedrückt verraten.
 
@hoffgang meint vermutlich das:
Das aktive Zerschlagen von in den eigenen Verteidigungsraum eingedrungenem Feind erfolgt durch vorgeplante Gegenangriffe der Reserve.
Wird in der Tat so oder so ähnlich gelehrt.
Das ist mir bewusst, aber dazu muss der Gegner ja erstmal in den eignen Verteidigungsraum eindringen, außer man zerschlägt ihn präventiv, was aber politisch nicht möglich ist.
 
Um bei dem Beispiel mit Oder und Neiße zu bleiben würde ich eben nicht 17 Millionen Menschen schutzlos zurücklassen oder böse ausgedrückt verraten.
Du, als ich aktiv war, war es Nato-Doktrin, die Russen im Falle der Überlegenheit bis zum Rhein "todlaufen" zu lassen, französische taktische Nuklearwaffen würden dann die wesentlichen Nachschubwege über z. B. Wolfsburg, Kassel, Fulda und Schweinfurt vernichten und mit Zangenangriffen über HH (Briten) und Stuttgart / Nürnberg würde man dann kesseln.
Kein Witz.
10-20 % Verlustrate in der alten BRD-Bevölkerung einkalkuliert...
 
Du, als ich aktiv war, war es Nato-Doktrin, die Russen im Falle der Überlegenheit bis zum Rhein "todlaufen" zu lassen, französische taktische Nuklearwaffen würden dann die wesentlichen Nachschubwege über z. B. Wolfsburg, Kassel, Fulda und Schweinfurt vernichten und mit Zangenangriffen über HH (Briten) und Stuttgart / Nürnberg würde man dann kesseln.
Kein Witz.
10-20 % Verlustrate in der alten BRD-Bevölkerung einkalkuliert...
Compi,

ich kenne Teile dieser Pläne, wobei es in den 1980er Jahren auch durchaus andere gab, wie eine "Vorneverteidigung" und der Einsatz von taktischen/Gefechtsfeld Atomwaffen waren auch in der Nato "umstritten", zumindestens ab dem Zeitpunkt, ab dem man sich konventionell auf Augenhöhe sah.

M.A. nach hinkt jetzt aber etwas der Vergleich, denn einmal ging es dabei um WP gegen Nato und die Situation war eine andere.
Fiktiv angenommen Russland/Putin steht mit seiner Armee an der Oder/Neiße und fordert von der deutschen Regierung man soll die ehemalige DDR räumen, weil sie zum Einflussgebiet der Russen gehört, dann schlagt ihr allen Ernstes vor dieses zu tun, ohne zu kämpfen?
Ich behaupte, das würde einer Regierung jegliche Legitimität nehmen, sie wäre absolut diskreditiert, weil die Bevölkerung in Westdeutschland würde sich Fragen, machen die das Gleiche, wenn er (Putin) jetzt/dann z.B. Schleswig Holstein plus Hamburg auch noch fordert.
Es gibt einen Zeitpunkt, da ist Ende mit nachgeben, ob der jetzt bei den beiden Oblasten schon gegeben ist, ist wohl durchaus diskussionswürdig, aber die eigene Bevölkerung, die sich einem (Schutz) anvertraut hat (Regierung und Armee), verliert in solch einer Situation recht schnell das Vertrauen.
 
Ja? Und weiter?
Der Gegenangriff kann aber auch erst erfolgen nachdem der Gegener angegriffen hat
Einerseits richtig, andererseits, das ist das tolle am Propaganda BlameGame. Setzen Ukrainische Soldaten ihren Fuß über die Line of Contact, dann wird Putin das nutzen.

Darum geht es ja, sich eben nicht provozieren zu lassen und die Aggressor Karte auch dem Aggressor zu zu spielen, denn dann kann auf ihn von Außerhalb auch sehr gut reagiert werden.
Komisch, du sprichst doch davon lieber in die militärische Lösung zu gehen anstatt Rückzug & Abtretung der Gebiete in Erwägung zu ziehen.


Das sehe ich halt anderes und das hat wenig mit Ehre und Nationalismus zu tun, sondern einfach mit Verantwortlichkeit für die Menschen, die auf den Schutz des Staates vertrauen.
Um bei dem Beispiel mit Oder und Neiße zu bleiben würde ich eben nicht 17 Millionen Menschen schutzlos zurücklassen oder böse ausgedrückt verraten.
Erneut: Was ist die Alternative? Sehenden Auges eine militärische Niederlage kassieren bei gleichem Ausgang für genannte 17 Millionen Menschen? Das ist emotionalisierte Effekhascherei, keine rationale Politik die du da empfiehlst.
 
Erneut: Was ist die Alternative? Sehenden Auges eine militärische Niederlage kassieren bei gleichem Ausgang für genannte 17 Millionen Menschen? Das ist emotionalisierte Effekhascherei, keine rationale Politik die du da empfiehlst.
Das siehst du so, man macht sich damit aber dauererpressbar, denn der Gegner wird sich denken, wenn die einmal nachgeben, geben sie auch das zweite, dritte, vierte etc. mal nach.
Wenn du jetzt wieder sagst das ist Effekhascherei und nicht rational, kommen wir halt an dem Punkt nicht weiter.
Als Staat nicht erpressbar zu sein, ist sehr rational, mit allen Konsequenzen!
 
Fiktiv angenommen Russland/Putin steht mit seiner Armee an der Oder/Neiße und fordert von der deutschen Regierung man soll die ehemalige DDR räumen, weil sie zum Einflussgebiet der Russen gehört, dann schlagt ihr allen Ernstes vor dieses zu tun, ohne zu kämpfen?
Das ist eine fiktiv-mögliche Option, ob die dann gut oder schlecht war, würden die Geschichtsbücher 50 Jahre später berichten.

Im konkreten Fall Ukraine ist die Situation eine etwas andere.
Es gilt strategisch abzuwägen, was den größten Vorteil für die Ukraine bringt.
Im Moment haben wir als Faktenlage die russische Anerkennung der abtrünnigen Gebiete als "eigenständige Republiken".
ICH mutmaße, dass der nächste Schritt sein wird, dass Putin erklärt, das es logischer Weise sich um die ganzen Oblaste handeln würde und dass die Ukrainer sich gefälligst hinter diese Grenzen zurückziehen sollen.
Machen sie es nicht, hat er aus seiner Perspektive einen Grund anzugreifen mit dem primären Ziel, zumindest diese zwei Oblaste zu erobern.
In seiner Rede hat er ganz klar die Eigenständigkeit der Ukraine in Frage gestellt.
Sein Fernziel ist es also, zumindest eine Marionettenregierung in der Ukraine zu installieren, da ihm mutmaßlich auch klar ist, dass er militärisch kaum über einen längeren Zeitraum so ein Riesenland unter Kontrolle halten kann - mit einer Kollaborationsregierung schon eher.
Was braucht die Ukraine? - Zeit zum Aufrüsten und viiiel Geld.
Ich würde an Stelle der Ukraine tatsächlich den Rückzug antreten und die Oblaste räumen.
Sowie die "Westkritiker" ja immer verlautbaren lassen, eh von Russen bewohnt.
Ganz nüchtern betrachtet, ist die Bevölkerung der beiden Oblaste eh nur Kanonenfutter für beide Seiten - Sorry, ist so.
Die Operation würde komplex, weil natürlich die "künftigen" Interimsgrenzen zeitgleich mit Minengürteln, Sprengfallen und ähnlich bösem Zeugs vollgepflastert werden müssten.
Parallel müssten die USA ihre Rüstungsindustrie heiss laufen lassen, und alles, was waffentechnisch 1. Sahne ist, in die Ukraine liefern.
Militärische Pattsituation herstellen und dann die Ukraine im Schnellverfahren innerhalb eines Tages NATO-Mitglied werden lassen.
Das blöde Gesicht von Putin würde ich dann gerne sehen, wenn in einem Jahr neben 250.000 Ukrainern auch 500.000 Nato-Soldaten direkt an der russischen Grenze stehen würden.
Dann sind seine innenpolitischen Tage gezählt und die Oligarchen sägen ihn ab, weil die weiter Geschäfte machen wollen.

Soweit zu meiner Hypothese.... :D
 
Das siehst du so, man macht sich damit aber dauererpressbar, denn der Gegner wird sich denken, wenn die einmal nachgeben, geben sie auch das zweite, dritte, vierte etc. mal nach.
So ist das wenn man keine Freunde hat. Das ist halt kein Schulhof wo man dem Bully mal eine reinhaut und der dann, ganz Hollywoodlike auf einmal Respekt vor einem hat. Was du beschreibst ist das Dilemma der Ukraine. Die Notwendigkeit in Systeme kollektiver Sicherheit oder gar Verteidigung aufgenommen zu werden und die russische ablehnende Haltung dieser Notwendigkeit.

Again, was soll die Ukraine jetzt tun? Die USA haben klargestellt, wir werden die Ukraine nicht verteidigen.


Wenn du jetzt wieder sagst das ist Effekhascherei und nicht rational, kommen wir halt an dem Punkt nicht weiter.
Als Staat nicht erpressbar zu sein, ist sehr rational, mit allen Konsequenzen!
Und das muss für alle Zeit so bleiben? Die Ukraine kann nicht JETZT eine Bedrohung für ihre Existenz abwehren und sich zukünftig anders aufstellen? Die NATO kann jetzt nicht akut eingreifen, aber dennoch Russland zukünftig effektiver abschrecken, z.b. weil auch Staaten wie Deutschland erkennen, dass Diplomatie Grenzen hat?

Lies den Artikel zum Masala Interview den ich gepostet habe, darin erörtert Carlo, wie diese Aktion ggf. die NATO wieder enger zusammenrückt und am Ende das Gegenteil von dem rauskommt was Russland eigentlich wollte. Davon profitiert die Ukraine aber nur, wenn es sie noch gibt.
 
Und das muss für alle Zeit so bleiben? Die Ukraine kann nicht JETZT eine Bedrohung für ihre Existenz abwehren und sich zukünftig anders aufstellen? Die NATO kann jetzt nicht akut eingreifen, aber dennoch Russland zukünftig effektiver abschrecken, z.b. weil auch Staaten wie Deutschland erkennen, dass Diplomatie Grenzen hat?

Lies den Artikel zum Masala Interview den ich gepostet habe, darin erörtert Carlo, wie diese Aktion ggf. die NATO wieder enger zusammenrückt und am Ende das Gegenteil von dem rauskommt was Russland eigentlich wollte. Davon profitiert die Ukraine aber nur, wenn es sie noch gibt.
Für die Nato kommt das wohl gerade noch rechtzeitig, da gebe ich dir durchaus recht, aber bei der Ukraine bin ich wirklich aus sehr rationalen Gründen skeptisch, denn die Voraussetzung für den "Plan" ist, das Putin die "Sitting Duck" spielt und abwartet, was ich sehr stark bezweifele, alleine schon aus Altersgründen und auch weil es aus russischer Sicht bescheuert wäre abzuwarten, bis die Ukraine sich besser aufstellen kann.
Die Frage um die sich doch alles dreht, wie lange kann die Ukraine im Moment durchhalten (militärisch) und wie hoch ist der Preis für Putin. Ist es ausgemachte Sache dass das rusische Militär einfach über die ukrainische Armee drüber bügelt oder wäre der Preis nicht doch sehr viel höher?

Ich bin hier sehr gespalten, rational hat deine Ausführung Sinn, wenn Putin mitspielt, was ich eben bezweifele, denn wenn er nicht mitspielt und er bekommt die Ukraine mehr oder minder kampflos ohne einen hohen Preis zu bezahlen, lacht der sich Schlapp.
Bis auch die schärfsten Sanktionen wirken dauert es mindestens ein Jahr, erst dann wird seine Bevölkerung vielleicht hellhörig, bei toten russischen Soldaten eher früher.
Ist ein sehr zynisches "Spiel" aber die Ausgangslage ist beschissen!


Die Nato macht jetzt anscheinend ernst

für bis zu 49.000 Soldaten

16.32 Uhr: Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine reagiert nun die Nato: Wie "Business Insider" aus Kreisen des Militärbündnisses in Brüssel erfuhr, hat Nato-Oberbefehlshaber Tod D. Wolters sämtliche Krisen-Einsatzpläne der Nato ("Graduated Response Plans") aktiviert. Damit ist die gesamte Nato in besondere Krisenbereitschaft versetzt worden – so, als ob die Nato selbst angegriffen werden würde.
Zudem hat das Militärbündnis offenbar mit Verlegungsplänen von bis zu 49.000 Soldaten begonnen. 20.000 von ihnen sind eine schnelle Eingreiftruppe, die innerhalb von 5 Tagen in einem Krisengebiet sein können – inklusive mehr als 60 Panzern, ebenso vielen Kampfflugzeugen und dutzenden Marineeinheiten. Die restlichen knapp 29.000 Soldaten werden "Immediate Follow on Forces" genannt, von denen ein Teil nach sieben Tagen vor Ort sein soll, der Rest nach 30 Tagen.

Das ist auf alle Fälle keine Kleinigkeit, wenn die denn alle aufmaschieren, hier erreicht Putin genau das Gegenteil von dem was er forderte, auch glaube ich das es auf absehbae Zeit (Jahre) keine Gespräche mehr mit den Russen, über Nato Interna oder Erweiterungen geben wird.
 
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