"Die" "westlichen Atommächte" haben "eine" Nukleardoktrin für "Interessensgebiete", die nicht zum NATO-Bündnisgebiet gehören?

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Sie haben vor allem eine sehr pessimistische Vorstellung darüber, wie gut die Auswirkungen nuklearer Angriffe innerhalb politischer Grenzen verbleiben.
Wenn infolge eines russischen Kernwaffeneinsatzes in der Ukraine in Polen, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien oder der Türkei dortige Geigerzähler auch nur ein Stück weit über normal ausschlagen, kann das als Angriff gewertet werden - und wird vermutlich auch, wenn man bedenkt, was ehemalige Ostblockstaaten im Rahmen von nun bereits fünf Ostererweiterung in die NATO geführt hat und unter welchen Zusicherungen dies erfolgte.
Anders gesagt: Wenn Russland einmalig A-, B- oder C-Waffen in der Ukraine einsetzt, herrscht an der NATO-Ostflanke Alarmstimmung und die Staaten werden zur Wahrung ihrer Sicherheitsinteressen grenzüberschreitende eigene Maßnahmen ergreifen und zu deren Absicherung den Schulterschluss der NATO einfordern - und ihn auch bekommen. Es würde ein erheblicher Druck entstehen, dem sich die NATO nicht entziehen kann, wenn sie nicht genau dort Auflösungserscheinungen riskieren will, wo's gerade besonders juckt und brennt.
Doch selbst wenn die meteorologischen Bedingungen ausnahmsweise einmal für Russland spielen - also beispielsweise nicht in sehr lokalen Wetterereignissen Schlachtschiffe sinken

-, sinkt zumindest die Schwelle, auch die Ukraine entsprechend auszustatten.
Die Lieferung von Waffen stellt völkerrechtlich nach wie vor keinen Kriegseintritt dar und Russland hätte ja gerade selbst seine Position verdeutlicht, dass taktische Kernwaffen ein legitimes Kriegsmittel seien und keineswegs eine nukleare Eskalation darstellen.
Das Ganze ist allerdings sehr hypothetisch. Ganz und gar praktisch ist der Hintergrund, warum Russland in der Ukraine nicht längst beispielsweise C-Waffen eingesetzt hat, obwohl die Lager voll sind, das Zeug nicht ewig hält, die Russen so ungern etwas wegschmeißen und man damit eigentlich trefflich ein paar Punkte schwächen könnte, an den man sich seit Wochen und Monaten auf die Knochen blamiert.
Der Grund ist ganz einfach: Sie kennen die erwartbare Reaktion und wollen es ebenso wenig darauf ankommen lassen wie auf einen globalen nuklearen Schlagabtausch.