Während sogenannte "Antworten" tatsächlich meist einen Transatlantiktörn an Spinnerei enthalten, finde ich eine Diskussion über die prinzipiellen Möglichkeiten rund um dieses (Ukraine-)politisch durchaus relevante Ereigniss eigentlich ganz nett. Denn dieses (offensichtlich nicht universell verteilte) Hintergrundwissen braucht man, um vermeintlich eindeutige Behauptungen und Anschuldigungen einordnen zu können.
nö
Ein Fächersonar für die Fischortung auf den Fluss oder See ist dann doch etwas anderes, als ein echtes Tiefensonar.
Diese Teile kommen Batteriebetrieben auf irgendwas zw. 10 und 15 m Wassertiefe.
Vielleicht hätte ich meinen Link auch durchlesen sollen

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Gefunden habe ich ihn in der erstbesten Empfehlungsliste, die 150 m Reichweite versprach, das reichte mir mir fürs erste.
Aber auch wenn was brauchabres ein paar Euro mehr kosten (ich selbst hatte 4-stellig erwartet): Sonare, mit denen du ein 1 m breites, "unendlich" langes Metall-Betonobjekt auf Ostseeschlick orten kannst, sind keine Militärtechnik. Tauchboote, die in Gebieten unterwegs sind, in denen es keine Bojen, aber Wracks in gewissem Abstand zur Küste gibt, haben sowas gerne mal. Und ambitioniertere Enthusiasten/Hobbyforscher nutzen z.T. sogar schleppbare Sidescans, die dir auf 20 m Entfernung Bilder mit Auflösungen feiner 1 dm liefern. Wenn du sowas für einen Ostsee-Törn aufbrichst, kommt im Worst Case jemand vorbei, der von solchem Spielzeug bislang nur geträumt hat und will dich in ein Gespräch verwickeln. Aber internationale Industriesabotage war da zumindest bis letztem Jahr nicht der erstbeste Gedanke.
Yachten und Sportboote ist es relativ wurscht, was in der Tiefe los ist.
Eben nicht. Wenn dein Tauchgangsziel auf 50 m liegt, dann willst du nicht erst nachgucken müssen, ob du an der richtigen Stelle bist

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Wie weiter oben erwähnt, bin ich Schönwetterurlaubstaucher.
Glaube mir, am 30 m Tiefe wird es dann schon spannend.
Kann vermutlich jeder andere Taucher hier im Forum bestätigen.
Als jemand der, in der Ostsee schon auf über 30 m war kann ich die sagen: Nö. Ist sogar ausgesprochen unspannend (außer vielleicht wenn eine Pipeline da liegt). Aber ab 20 m abwärts wird es, verglichen mit dem aufgewühlten Flachwasserbereichen zum Teil überraschend klar.
Die Grundströmung an der Stelle in der Ostsee beträgt irgendwas zw. 1 und 3 m/s, also 3-10 km/h.
Exakte Positionen über längere Zeit schaffst Du da nur mit motorischer Unterstützung.
In der Tiefe schwimmst du freiwillig mit >3 km/h, weil es arsch kalt wird

. Aber ja: Wenn die Tauchplanung nicht einen strömungsfreien Moment abpasst, sollte man gut Kondition mitbringen.
(So einen Moment abzupassen ist aber durchaus möglich. Das ist auch bislang der einzige Grund, der mir eingefallen ist, warum der Anschlag gerade in diesem tiefen Loch erfolgte: Iirc gibt es in dem Gebiet sogar immer wieder Probleme mit stabilen anoxisichen Bedingungen, der Wassertaustausch in der Bodenschicht muss also ziemlich gering sein.)
Da bedeutet das bei deinen postulierten 10 min. Grundzeit (ich denke, die waren länger unten) effektiv vielleicht 2-,3- oder 4 min, um die paar hundert Kilo schweren Sprengladungen anzubringen.
Da so ein Sprengstoffpaket schlichtweg auf den Grund sinkt, bedarf es einer erheblichen Kraftanstrengung, diese auf die Rohre zu wuchten.
Eigentlich nur dann praktikabel ausführbar, wenn die Pakete mit austarierten Schwimmblasen ausgestattet sind.
Ich würde einen ruhigen Tag abpassen und eine Leine nehmen, aber ja: Auftriebskörper sind auch eine Möglichkeit. Ohne wiederum kann man das ganze natürlich vergessen. Auf Fels- oder zumindest Kiesgrund kann ein Taucher vielleicht auch mal kurzzeitig 20 kg Abtrieb handeln, aber über Ostseeschlick wären schon zweimal 5 kg eine Herausforderung.
Hast du Taucherfahrung?
Mehr als die ca. 1.500 h wie ich?
Einfach mal nachmachen...
Ich schmeisse dir eine 80 kg Kiste in 20 m Wassertiefe und wir wetten, wie lange du brauchst, um die hochzuholen.
Eher ein Zehntel deiner Zeit, aber dabei schon mehrfach Objekte mit Oberflächenhilfe gehoben. Antauchen, Leine fest machen, fertig. Gewicht ist ein Problem, dass nur die Leute am anderen Ende der Leine interessiert und Tiefe spielt nur während der Suche nach dem Objekt eine Rolle. Ohne Winde könnte es bei Strömung mit dem Gewicht allerdings anspruchsvoll werden, weil 100 l Hebesackvolumen doch ein ziemliches Segel darstellen. Ich war von einem deutlich kleineren Objekt ausgegangen. (Wie bitte schön ist euch eine Kiste mit 80 kg Abtrieb, also vermutlich über 200 kg Last an Deck, über Bord gegangen????)
Aber das schöne wenn man nicht etwas rausholen, sondern etwas reinbringen will ist: Man kann das alles noch im Trockenen verbinden und hat Leute, die einem helfen, bis man im Wasser ist und das Objekt unter Kontrolle hat.
Unlösbare Probleme, zumal für einen staatlichen Akteur mit selbst ausgebildeten oder international zusammen gesuchten Profis, sehe ich da definitiv nicht. Wenn die ihre E-Mail-Adresse in den letzten Jahren nicht geändert haben, kann ich dir vermutlich ein paar passende Ansprechpartner nennen. (Zugegeben: Die haben ihr Hobby auch längst zum Beruf gemacht. Du bekommst also auch eine -saftige- Rechnung, die du deinem Steuerberater geben kannst.)
Aber auf das Angebot mit dem Boot in der Adria komme ich gerne zurück

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Das kann ja sein, über die Durchführung lässt sich streiten. Dass sie aber bis heute nicht wissen wers war bzw so eine Gruppe mit dem Plan durch kommt ohne erwischt zu werden, im best bewachten Meer der Erde, mit nur einem Boot, ist einfach undenkbar.
Wer bitte schön bewacht die Ostsee denn auf Taucher hin?
Mit einem Flugzeugträger oder Atom-U-Boot, ja, damit würde man ein paar Alarmglocken schrillen lassen. Aber es sind jeden Tag hunderte, im Sommer vermutlich auch >1000 Yachten auf der Ostsee unterwegs und denen schwimmt nicht jedesmal jemand her und guckt, was ggf. im Wasser gemacht wird.
Und mir hat immer noch keiner erklärt wie man den Sprengstoff kontrolliert von Board ins Wasser bekommt, mit solch einem "Jachtchen" und Charter Equipment.
Bildern zu Folge hat das Ding eine Badeplattform und direkt davor einen Strauraum für ein Dingy, also schätzungsweise 1,5 m mal 2,5 m mal 50 cm = 1900 l. Das würde, richtig gestaut (und wenn kein Boot drin ist), für die spekulierten Sprengstoffmengen reichen, selbst wenn man sie komplett auf einmal mitführen will (was definitiv nicht nötig ist) und man muss sie von dort nur ins Wasser ziehen, was bei entsprechender Portionierung auch kein Problem darstellt.
Was ich bei dem von dir genannten Modell aber auf allen Bildern vermisse, sind Hebeeinrichtungen abseits des (leichteren) Ankers. Schon die Nutzung der Plattform zum Tauchen (wie vom Hersteller beworben) ist mit den Leiterchen überaus fragwürdig. Das heißt nicht, dass man sowas nicht improvisieren könnte, aber für die diskutierten Massen hätten man wirklich etwas passenderes Chartern.