Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Es werden auch "Schweigegelder" gezahlt:

Diese Strategie ist nicht nur menschenverachtend, sondern bedeutet auch für die russische Wirtschaft hohe Verluste: Wenn die Männer an der Front kämpfen, fehlt ihre Arbeitskraft im eigenen Land. Fallen sie in dem Krieg, verursachen sie für den russischen Staat zusätzliche Kosten. Wie der Sender N-TV berichtet, muss Russland für jeden verwundeten oder getöteten Soldaten eine Entschädigung an die Angehörigen bezahlen.

Wird ein Soldat verwundet, erhalten die Familien demnach umgerechnet etwa 80.000 Euro. Fällt er beim Einsatz an der Front, sind es 164.000 Euro. Wenn von einer Zahl von 180.000 getöteten Soldaten ausgegangen wird, für die jeweils 164.000 Euro bezahlt werden, belaufen sich die Kosten auf rund 29,5 Milliarden Euro. Eine enorme Belastung für den russischen Haushalt.
Quelle: Putin muss wohl Milliarden für gefallene Soldaten zahlen

Wenn da mal nichts mehr ankommt oder es noch mehr werden, könnte es doch zu Widerständen führen denke ich.
 
Zum Abend noch zwei fun-facts zu der Pipeline-Story:

Die 2 Tonnen TNT hätten wohl ungefähr 33Mio. € gekostet.
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"Das Kinderlied zur aktuellen Nachrichtenlage:
Zwei Ukrainer mit dem Sprengstoff-Fass,
tauchten in der Ostsee, sabotierten da was.
Da kam die Polizei, fragt "Was ist denn das?"
Zwei Ukrainer mit dem Sprengstoff-Fass!"
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Und eines vllt noch fürs Hinterstübchen: "Cover up" scheint auch nicht zwingend unplausibel:
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zusatz, passend dazu:
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n8
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat angesichts von zunehmend kritischen Äußerungen aus den Reihen der US-Republikaner zur Unterstützung Kiews den Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Kevin McCarthy, nach Kiew eingeladen. »Herr McCarthy sollte kommen und selbst sehen, was hier passiert, was der Krieg für uns bedeutet«, sagte Selenskyj dem US-Fernsehsender CNN laut am Mittwoch veröffentlichten Interview-Auszügen. Ein Besuch in der Ukraine würde McCarthy »helfen, seine Position zu finden«.

McCarthy wies die Darstellung von Selenskyj umgehend zurück – und schlug die Einladung aus: Er müsse nicht die Ukraine besuchen, um die Situation vor Ort zu verstehen, sagte er CNN.

McCarthy war im Januar zum Vorsitzenden des Repräsentantenhauses gewählt worden und ist damit der einflussreichste Republikaner im US-Kongress. Als solcher könnte er das Hilfsprogramm von US-Präsident Joe Biden für die Ukraine erheblich behindern.

Zuletzt hatte es zunehmend kritische Stimmen von Republikanern angesichts der massiven US-Unterstützung für Kiew gegeben. McCarthy selbst hatte im vergangenen Oktober – und damit vor seiner Wahl zum Vorsitzenden des Repräsentantenhauses – erklärt, dass es künftig keinen »Blankoscheck« mehr für die Ukraine geben werde.
Quelle: McCarthy schlägt Einladung nach Kiew aus

Die Ukrainer haben Glück das Trump nicht mehr Präsident der USA ist. Aber er könnte nochmal zurückkommen.
 
Russland bezeichnet die jüngste Angriffswelle gegen die Ukraine als "Vergeltung" für ein in den vergangenen Tagen erfolgtes Eindringen von "Saboteuren" auf russisches Staatsgebiet. Die "Vergeltungsschläge" seien Moskaus Antwort auf am 2. März erfolgte "Terrorakte des Kiewer Regimes" in der südrussischen Region Brjansk, erklärt das Verteidigungsministerium. Moskau hatte zu den Vorfällen Anfang März erklärt, "ukrainische Nationalisten" hätten die Grenze zur Region Brjansk überquert und zwei Zivilisten getötet. Kiew hatte die Vorwürfe aus Russland hingegen als "Provokation" zurückgewiesen.

Russland macht sich einfach immer wieder noch lächerlicher. Als ob sie für irgendwelche Angriffswellen irgendwelche Begründungen wie eine "Vergeltung" bräuchten. :ugly:
 
Die meisten Ukrainer würden ihr Land ohne zu zögern verteidigen.
Aber es gibt auch welche unter ihnen die Angst haben zu sterben.
Und nicht kämpfen wollen. Was man absolut nachvollziehen kann.

Rekruten zwischen Angst und Pflichtgefühl

Laut Artikel sind wohl ca 1 Million Ukrainer aktuell mit der Landesverteidigung beschäftigt.
Aber das sind nicht alles Soldaten sondern auch Nationalgardisten, Grenzschutz und Polizei.
 
Zuletzt bearbeitet:
Angesichts der Komplexität des gesamten Unternehmens und der damit verbundenen notwendigen Planung, erschien mir das gestern auch schon zu stümperhaft.

"Ungereinigt" muss nicht heißen, dass übereilt abgezogene False-Flagger 3 kg C4 haben am Tisch kleben lassen. "Ungereinigt" kann auch bedeuten, dass das Geschirr nicht gemacht und Schuhabdrücke an Deck waren. Und das mit Ansage, denn bei vielen Verleihern muss eine Endreinigung sowieso bezahlt werden. Der Tisch dagegen war ggf. gründlich geputzt, aber wenn die Polizei erstmal eine Spur hat, lässt sich Sprengstoff auch in verschwindend geringen Mengen nachweisen.

Verdächtig ist an der Sache etwas ganz anderes:
Wer plant eine hochkomplexe Montageaktion und teilt den Sprengstoff dann erst wenige Stunden vor der Platzierung auf? Zumal als (angeblich) direkter staatlicher, professioneller Akteur? Zu erwarten wäre eigentlich, dass an Bord nur noch fertige Sprengladungen gehandelt werden und das in einer Transportverpackung, die allenfalls mal in die Kabine gestellt oder direkt an Deck belassen wird, bis man sie ins Wasser hievt.

Was man aber nie vergessen darf: Gerade das mag auch eine absichtlich gelegte Fährte sein. Bei diesem Thema kannste eigentlich keiner Partei Glauben schenken. Jede Seite hat da ihre Eigeninteressen.

Sag ich schon seit dem Anschlag selbst: Die Umsetzung desselben ist so simpel, dass dutzende Akteure in Frage kämen. Wann immer jemand mit einer komplexen These anrückt, die auf jemanden bestimmtes weisen soll, sagt das also mehr über den Spekulierer aus, denn über die tatsächlichen Ereignisse. False Flag? So naheliegend, dass ein Akteur auch absichtlich leicht findbare Hinweise auf sich selbst und etwas schwerer erkennbare auf seinen ärgsten Widersacher legen könnte, um diesem eine False False Flag anzuhängen. Oder war es False³? Oder hat einfach jemand Stümper angeheuert, weil die für den Job reichen? Nicht bei sich, sondern wo immer sie billig waren?
Wenn man ohne Vorurteile rangeht, ist alles möglich. Nur die Ermittlungen können einen weiter bringen. (Und zwar die vollständigen, keine zu ÖR durchgesickerten Einzelelemente)


Die Logistik halte ich für gar nicht mal so schwierig. Komm mal zu mir nach Kiel im Sommer, wenn die Yachthäfen noch voll belegt sind und ein ständiges Kommen und Gehen von Leuten mit Gepäck und der Anlieferung von Versorgungsgütern mit Sprintern herrscht. Da wundert man sich auch nicht über Leute, die kein Deutsch können. Diese Häfen sind Multinational benutzt.

/sign
"Eine Gruppe von Leuten quartiert sich auf einer Charter-Yacht ein und belädt den Kahn erstmal" ist ein stink normales Ereignis. Erst recht wenn es auf eine ggf. vieltägige Tauchtour gehen soll; vielleicht noch mit ein paar tieferliegenden Wracks. Das sehr hohe Gewicht der bislang vermuteten Ladungen wäre zwar außergewöhnlich, aber wenn man es in mehreren Ladungen ranschafft, ggf. noch auf mehrere Häfen verteilt - niemand weiß Donnerstag abend in Laboe, was der Kahn Mittwochvormittag schon in Schilksee geladen hat.

Da niemand meinte, man müsse NS1 + 2 komplett 24/7 überwachen, wird es auch kaum einen geben, der da was mitbekommen hat. Wenn man dazu noch bedenkt wie krass befahren die Kadettrinne ist, dann wird einem auch sehr schnell klar, dass ein Yacht ohne Transpondersignal nicht mal sonderlich auffällt.

Selbst mit Transponder (hatten die überhaupt einen?) fällt eine größere Yacht nicht unbedingt auf. Mehrtägige Tour, über Nacht bleibt man an einer geeigneten Stelle auf Position - why not? Vor Bornholms liegen Wracks. Wer da einen langen Tech Dive plant will möglicherweise am nächsten Morgen gleich vor Ort sein und nicht erst noch eine längere Anfahrt aus einem gemütlichen Hafen in Kauf nehmen. (Weiß jemand, welcher Seegang an der vermuteten Tagen im Zielgebiet war?)

Das mag auch erklären, warum man mit "nur" zwei Tauchern auskam. Wenn die genug Zeit hatten, dann war das ein ganz entspanntes Unternehmen.

Viele Taucher machen so einen Job nicht einfacher. Wichtiger wäre eine Winde, mit der man das Material runterlässt, damit es !ein! Taucher nur noch in Position schieben muss (ggf. unter Nutzung eines Scooters). Bei Profis bleibt der zweite sowieso als Sicherung an der Oberfläche. Nächster Tauchgang umgedreht und einen Tag später ist man an der zweiten Position.


Alleine für die Ortung der Pipelines bedarf es neben sehr gutem GPS (nicht das Zeugs auf irgendeiner Yacht mit vielleicht 5 m Genauigkeit analog zum PKW) auch ein professionelles Sonar.
Für den Tauchgang in 30 m oder mehr braucht man Zeit (Druckausgleich), es müssen Profi-Taucher sein, die im militärischen Umgang mit Sprengstoff erfahren sind und vermutlich hundert andere Rahmenbedingungen erfüllen.

WTF? Lebst du in den 60ern?
Ein Fächersonar bekommst du schon fast für zweistellige Summen (spontaner Suchtreffer). Damit reichen dann auch die 5-10 m GPS+GLONASS+BAIDU-Präzision eines üblichen Smartphones, die Feinlokalisierung kann man 70 m über dem Ziel eh nicht via Satellit machen, sondern eben mit Lot oder Kamera. (Kostet für die Tiefen etwas mehr, aber nicht unbedingt viel. zweiter 10-Sekunden-Suchtreffer)
Und das höchstwahrscheinlich genau so zweistufig vorgegangen wurde, ist ja nun schon seit Monaten bekannt. Ein Hochpräzises GPS hätte nämlich, im Gegensatz zu einer nach grober GPS-Positionierung eingesetzten akustischen oder optischen Methode, die beiden Stränge von NS2 bei Platzierung der vierten Ladung unterscheiden können. Offensichtlich war man aber nur grob über der richtigen Trasse und hat dann das erst beste Rohr attackiert, dass man dort vorgefunden hat.

Bei der Zeit sehe ich auch kein Problem 10 min Grundzeit (2-3 davon eher Abtauchzeit) bei 63 m (tiefer geht Deco 2000 nicht) bedeuten weitere 23 min zum Auftauchen. Wenn unter Wasser nur die Platzierung erfolgt und eben keine Sprengstoffrelevanten Operationen (für die der Taucher dann auch nicht ausgebildet sein muss), dann reicht das locker. Und eigentlich sollte in solchen Tiefen niemand mehr mit 78% N2 unterwegs sein, sondern für ein paar Euro mehr die Dekophase noch einmal deutlich verkürzen.

Ich bin ja nur Schönwetterhobbytaucher im Urlaub und habe mal mitgeholfen, eine über Bord gegangene Kiste aus unter 20 m Tiefe zu bergen.
Ja holla, die Waldfee, da waren Profis mit dabei und das hat Stunden gedauert.

Man kann sich auch anstellen :ugly:
Und die Wassertiefe hat auf die Arbeit an sich jedenfalls keinen Einfluss, nur auf die Dauer des Rückwegs (überschaubar, s.o.). Ein Objekt an bekannter Position auf Grund zu belegen sollte eigentlich nach 1-2 Minuten gegessen sein. Für die Platzierung eines herabgelassen würde ich umgekehrt vielleicht 5 Minuten einplanen, je nach dem wie kompetent Windenführer und Steuermann sind.

(Sind sie wirklich gut und hat jemand an einen verauslösbaren Haken gedacht, liegt die Tauchzeit sogar bei 0 Minuten: Mine 2-3 m langsam mit Video-Feed über Grund schleppen und ausklinken, sobald man die Pipeline kreuzt. Ins Wasser muss nur jemand, wenn es schief gelaufen ist und man den Kram wieder einsammeln will.)

Jetzt karre erst mal 2 to Sprengstoff durch diverse Länder unbemerkt bis zur Yacht.

Das "durch diverse Länder" ist in der Tat nicht ohne Risiko, aber der "bis zur Yacht-Teil" wird dann relativ überschaubar. Und wenn ein feindlicher Staat dahinter steckt, ist es keineswegs unwahrscheinlich, dass seine Geheimdienste schon Sprengstoffdepots im Ausland unterhalten. Da sich viermal 500 kg recht gut mit PKW transportieren lassen, muss man innerhalb der EU nur noch aufpassen, keine typischen Drogenschmugglerrouten zu nehmen. Ich bin seit Schengen noch nie durchsucht worden.
 
Die Ressourcen Russlands sollen nach Einschätzung aus Litauen noch für zwei Jahre reichen. Dabei sollen die russischen Truppen in der Lage sein, den Krieg mit „der gleichen Intensität wie heute“ führen zu können. Mehr im Liveticker.

Russland ist nach Einschätzung der litauischen Geheimdienste in der Lage, seinen Angriffskrieg in der Ukraine weitere zwei Jahre fortzusetzen. „Wir schätzen, dass die Ressourcen, die Russland heute zur Verfügung stehen, ausreichen würden, um noch zwei Jahre lang einen Krieg mit der gleichen Intensität wie heute zu führen“, sagte Oberst Elegijus Paulavicius vom Militärgeheimdienst des baltischen EU- und Nato-Landes.

Russland werde unter Präsident Wladimir Putin „zunehmend totalitär“, hieß es weiter. Der Krieg in der Ukraine untergrabe aber „die politischen und wirtschaftlichen Grundlagen des Regimes“. Die Misserfolge auf dem Schlachtfeld, weitere Mobilisierungen und eine Verschlechterung der Wirtschaftslage könnten negative Folgen für dessen Stabilität haben.

„Im aktuellen sozialen und politischen Umfeld ist die wahrscheinlichste Alternative zu Putins Regime ein anderes autoritäres Regime“, schrieben die litauischen Geheimdienste. Russland bleibe damit „wahrscheinlich zumindest mittelfristig eine Bedrohung und Quelle der Instabilität in der Region.“
Quelle: Russland laut Litauens Geheimdienst bereit für zwei weitere Kriegsjahre

Dann hoffen wir mal, dass die Ukraine weiterhin auf ihre Unterstützer zählen kann und alle einen langen Atem haben.
 
Quelle: Russland laut Litauens Geheimdienst bereit für zwei weitere Kriegsjahre

Dann hoffen wir mal, dass die Ukraine weiterhin auf ihre Unterstützer zählen kann und alle einen langen Atem haben.
Hoffen wir lieber das die russische Bevölkerung keine Lust mehr auf zwei weitere Jahre Krieg haben wird.
Wenn die russsischen Verlustquoten so anhaltend hoch bleiben, wie die letzten 12 Monate, werden wir bis nächstes Jahr dann zwischen 300k und 400k russische Verluste verbuchen können und die kann man halt immer schwerer Zuhause verbergen, ganz zu schweigen davon das es auch auf Dauer teuer für den Kreml ist, für jeden davon im Schnitt 60k bis 80k Euro Entschädigung, an die Hinterbliebenen, zu zahlen.
 
Nicht so schwachsinnig wie sich die Aktion durch Hobbytaucher zu erklären. Lass mich raten, der Sunblocker und ihre Sonnenbrillen haben sie verraten ? :lol:

Es gibt Hobbytaucher, die weitaus anspruchsvollere Tauchgänge unternehmen. Und es gibt genug davon, dass eine ganze Industrie von ihnen leben kann.


Ich frage mich ja eher warum man bei modernen Sprengstoffen solche Mengen brauchen sollte.
Meinte da vielleicht eher jemand "Sprengstoff mit der Sprengkraft von 2t TNT"? Wiki sagt das könnte das Gewicht schon mal halbieren. (was auch immer davon dann unter Wasser gut funktioniert)

Alle Sprengstoffe funktionieren unter Wasser noch besser. 70 m Wassersäule sind eine wunderbare Dämmung/wunderbarer Besatz und sorgen dafür, dass weniger der Sprengwirkung in der Umgebung verloren gehen.
Von daher sind 2t sicherlich wesentlich mehr, als für die Außerbetriebsetzung einer Pipeline nötig sind. Wenn ich mir überlege, was ein paar 100 g Schneid- oder Hohlladung mit ettlichen Zentimetern Stahl machen, dann hätte ich eher 20 kg als Minium erwartet. Aber die Schadensbilder zeigen eine ziemlich großflächige Verüstung des Meeresgrunds und die "2t", so diffus ihre genaue Aussage auch ist, stellen die bislang einzige Angabe aus den Untersuchungen dar.
(Ich werte sie als Bestätigung, dass möglicherweise gar keine Taucher im Einsatz waren, sondern jemand ein Paket geschnürt hat, dass nur auf ein paar Meter genau neben die Pipelines gestellt werden musste.)


Mal davon ab wer wie eventuell Schuld hat. Interesse daran das die Pipelines kaputt sind hatten einige....
Kann man die Dinger eigentlich reparieren? Sprich wie bei so nem KG Rohr einfach ne Muffe drüber und das Rohr tauschen und danach irgendwie "spülen"?

Es fehlen längere Stücke. Aber ja, man kann die Enden einer Pipeline bergen, einen Reparaturabschnitt legen und sie dann wieder in Betrieb nehmen. Allerdings sollte man damit nicht zu lange warten, auch die Ostsee enthält etwas Salz, und bislang hat sich niemand um die nötigen, seltenen Schiffe bemüht. Nordstream wurde vor dem Krieg nicht gebraucht und steigende Gastransporte zwischen Russland und der EU sind nicht mehr zu erwarten => wirtschaftlich ist der Drops gelutscht.

Wenn sich alle gut verstehen, würde ich erwarten, dass die vierte Röhre irgendwann noch in Betrieb geht. Verglichen mit den Pipelines an Land ist sie in weitaus besserem Zustand und somit klimafreundlicher; die nächsten Jahrzehnte im Unterhalt günstiger. Aber ehe sich ein Teilneubau, auch von ein paar 100 m, lohnt, müsste sich politisch zu viel zu schnell ändern.


Gas ist auf die erzeugte kWh kaum weniger schädlich als andere fossile Energieträger.

Hängt davon ab, wie sauber die Förderanlagen und die Pipelines arbeiten. Gas aus Norwegen hat locker einen 40% Vorteil gegenüber Öl und 60-70-80% gegenüber der Kohle, die wir jetzt so begeistert verstromen, um damit Batterieautos zu laden und "grüne" Elektroheizungen zu betreiben.

Gas aus Russland steht bislang weitaus schlechter dar, weil zu viel Methan in die Athmosphäre entweicht. Aber eben gerade diesbezüglich war Nord Stream ein echter Fortschritt.


Hätten die Russen nicht auch Reparati.... äääh Konventionalstrafen zahlen müssen, wenn sie aufgehört hätten zu liefern? Frage für einen Freund. ;)

Aufgehört zu liefern hatten sie schon vorher und ja, das war Vertragsbruch. Aber gehst du nach Russland und nimmst die Verantwortlichen fest? Eben. Putin hat die Schuld daran, dass er nicht mehr liefert, Europa gegeben und wird somit nicht gegen Gazprom vorgehen. (!surprise twist!)


...

All das ist natürlich zum großen Teil sehr spekulativ. Aber ich denke schon dass ziemlich voele Indizien dafür sprechen, dass Russland große Probleme haben dürfte, ihre Öl und Gasvorkommen zu transportieren wohin sie es wünschen.

Ich erwarte halt eher, dass sie quantitativ durchaus vorhandene Kapazitäten in qualitativ minderwertige Pipelines nach China und, sobald eine politische Trasse gefunden ist, Indien investieren und die Lecks durch eine Steigerung der Produktion kompensieren. Die gleiche Transportleistung wie nach Europa wird man mittelfristig ohnehin nicht aufgebaut bekommen, das heißt man Förder-Überkapazitäten.


Es werden auch "Schweigegelder" gezahlt:


Quelle: Putin muss wohl Milliarden für gefallene Soldaten zahlen

Wenn da mal nichts mehr ankommt oder es noch mehr werden, könnte es doch zu Widerständen führen denke ich.

Das wird bei Bedarf einfach nachgedruckt. Wie schon mehrfach gesagt: Inflation ist für ein isoliertes Russland ein überschaubares Problem. Die Rubel werden Putin NIE ausgehen. Limitierende Faktoren können nur Importwaren, Rückhalt in der Bevölkerung oder Menschleben werden. Zumindest von letzteren hat er noch reichlich, bleiben zwei Ansatzpunkte oder aber eine Überreizung der russischen Produktionskapazitäten durch schnelle Verluste. Blöd halt, dass Russland zwar ein qualitativ niedriges Niveau hat, aber bei den quantitativen Möglichkeiten eher besser aufgestellt ist, als die seit einem Jahr Däumchen drehenden Unterstützer der Ukraine.


Dann hoffen wir mal, dass die Ukraine weiterhin auf ihre Unterstützer zählen kann und alle einen langen Atem haben.

Unterstützung auf dem derzeitigen Niveau kann der Westen mit seinen derzeitigen (0-)Investitionen definitiv keine weiteren zwei Jahre leisten, ohne seine eigene Verteidigungsfähigkeit massiv zu beeinträchtigen. Bislang wurde zwar fast nur B-Ware geliefert, die aber mittlerweile zu erheblichen Anteilen und A-Ware ist in vielen Fällen gerade einmal in gleichem Umfange vorhanden. Um also auch nur das doppelte des bereits geleisteten nachzuschieben, müssen wir endlich unsere Produktion und Instandsetzung in Fahrt bringen.
 
Hoffen wir lieber das die russische Bevölkerung keine Lust mehr auf zwei weitere Jahre Krieg haben wird.
Wenn die russsischen Verlustquoten so anhaltend hoch bleiben, wie die letzten 12 Monate, werden wir bis nächstes Jahr dann zwischen 300k und 400k russische Verluste verbuchen können und die kann man halt immer schwerer Zuhause verbergen, ganz zu schweigen davon das es auch auf Dauer teuer für den Kreml ist, für jeden davon im Schnitt 60k bis 80k Euro Entschädigung, an die Hinterbliebenen, zu zahlen.

Das wird bei Bedarf einfach nachgedruckt. Wie schon mehrfach gesagt: Inflation ist für ein isoliertes Russland ein überschaubares Problem. Die Rubel werden Putin NIE ausgehen. Limitierende Faktoren können nur Importwaren, Rückhalt in der Bevölkerung oder Menschleben werden. Zumindest von letzteren hat er noch reichlich, bleiben zwei Ansatzpunkte oder aber eine Überreizung der russischen Produktionskapazitäten durch schnelle Verluste. Blöd halt, dass Russland zwar ein qualitativ niedriges Niveau hat, aber bei den quantitativen Möglichkeiten eher besser aufgestellt ist, als die seit einem Jahr Däumchen drehenden Unterstützer der Ukraine.


Unterstützung auf dem derzeitigen Niveau kann der Westen mit seinen derzeitigen (0-)Investitionen definitiv keine weiteren zwei Jahre leisten, ohne seine eigene Verteidigungsfähigkeit massiv zu beeinträchtigen. Bislang wurde zwar fast nur B-Ware geliefert, die aber mittlerweile zu erheblichen Anteilen und A-Ware ist in vielen Fällen gerade einmal in gleichem Umfange vorhanden. Um also auch nur das doppelte des bereits geleisteten nachzuschieben, müssen wir endlich unsere Produktion und Instandsetzung in Fahrt bringen.
Gestern Abend wurde bei "Maybrit Illner" gesagt oder gefragt was das strategische Ziel des Westens ist?
Da wurde formuliert: Russland darf nicht gewinnen aber wenn sie verlieren auch nicht zerfallen. z.B. in bürgerkriegsartige Zustände. Weil diese Instablität zu noch mehr Unsicherheiten führen würde.
Und China alles tun würde damit Russland stabil bleibt. Militärisch wohl nicht aber mit allen anderen Mitteln.
China sieht übrigens die Ukraine als abtrünnige Republik Russlands an. Und nicht als souveränen Staat.
 
Zuletzt bearbeitet:
WTF? Lebst du in den 60ern?

Ein Fächersonar bekommst du schon fast für zweistellige Summen (spontaner Suchtreffer).
Ein Fächersonar für die Fischortung auf den Fluss oder See ist dann doch etwas anderes, als ein echtes Tiefensonar. :D
Diese Teile kommen Batteriebetrieben auf irgendwas zw. 10 und 15 m Wassertiefe.
Bei üblicher Ostseedühnung (1-2 m) wirst du mit Sicherheit keine Pipelines in 70-80 m Wassertiefe erkennen können. Denn man braucht für je ca. 10 m Wassertiefe ungefähr 50-75 W Sendeleistung.
Mit 3 x AA Batterien kommste da nicht weit.
Du brauchst mind. genannte DownVisions, die auf dem Privaten Markt erhältlich sind und die tun sich schon schwer, auf 70 m herunter zu loten und vor allem ein brauchbares Ergebnis zu liefern.
Die meisten privat käuflichen Zusatzgeräte sind eher dafür ausgelegt, Untiefen zu erkennen.
Yachten und Sportboote ist es relativ wurscht, was in der Tiefe los ist.
So was ist das übliche Zeugs, das maximal auf Yachten, Segelbooten usw. eingebaut ist:
tps://www.svb.de/de/kategorie/fishfinder-echolot?attributes=100030___Sonarart___DownVision

Im selben Shop kannste dich auch zgl. den üblichen maritimen GPS - Mapfindern erkundigen

Habe mit zwei Freunden in Rabac/Kroatien ein kleines Boot (10 m) liegen und wegen den ganzen Felsen um die Inseln herum auch so ein besseres Teil von Garmin drauf.
Glaube mir, selbst bei denen wirds ab 40-50 m Tiefe schon echt schwummerig mit der Darstellung.

Warum schreibe ich das alles?

Ich bin überzeugt davon, dass es zur exakten Ortung der Pipelines deutlich besseres Equipment bedarf...


Bei der Zeit sehe ich auch kein Problem 10 min Grundzeit (2-3 davon eher Abtauchzeit) bei 63 m (tiefer geht Deco 2000 nicht) bedeuten weitere 23 min zum Auftauchen. Wenn unter Wasser nur die Platzierung erfolgt und eben keine Sprengstoffrelevanten Operationen (für die der Taucher dann auch nicht ausgebildet sein muss), dann reicht das locker. Und eigentlich sollte in solchen Tiefen niemand mehr mit 78% N2 unterwegs sein, sondern für ein paar Euro mehr die Dekophase noch einmal deutlich verkürzen.
Wie weiter oben erwähnt, bin ich Schönwetterurlaubstaucher.
Glaube mir, am 30 m Tiefe wird es dann schon spannend.
Kann vermutlich jeder andere Taucher hier im Forum bestätigen.

Es geht nicht nur um die Länge des Tauchganges und der notwendigen Dekompressionsphasen, sondern auch um die Kraftanstrengung, um gegen die Strömung die Montage durchzuführen.
Die Grundströmung an der Stelle in der Ostsee beträgt irgendwas zw. 1 und 3 m/s, also 3-10 km/h.
Exakte Positionen über längere Zeit schaffst Du da nur mit motorischer Unterstützung.

Da bedeutet das bei deinen postulierten 10 min. Grundzeit (ich denke, die waren länger unten) effektiv vielleicht 2-,3- oder 4 min, um die paar hundert Kilo schweren Sprengladungen anzubringen.
Da so ein Sprengstoffpaket schlichtweg auf den Grund sinkt, bedarf es einer erheblichen Kraftanstrengung, diese auf die Rohre zu wuchten.
Eigentlich nur dann praktikabel ausführbar, wenn die Pakete mit austarierten Schwimmblasen ausgestattet sind.

Man kann sich auch anstellen :ugly:
Hast du Taucherfahrung?
Mehr als die ca. 1.500 h wie ich?
Einfach mal nachmachen...
Ich schmeisse dir eine 80 kg Kiste in 20 m Wassertiefe und wir wetten, wie lange du brauchst, um die hochzuholen.
Und die Wassertiefe hat auf die Arbeit an sich jedenfalls keinen Einfluss,
Kann nur einer schreiben, der keine Erfahrung hat.
Druckeinflüsse, Bewegungseinschränkung, Strömung, Tarierung usw.
Zieh dir ne alte Ritterrüstung an und versuche, Ballett zu tanzen...
 
Was für eine?
In einer Kettenrüstung immer noch weit leichter umsetzbar als in einer Vollplattenrüstung. :P:D
Bildlich vor Augen hatte ich den Plattenpanzer.
Aber die 10-15 kg von einem Kettenpanzer dürfte unter Wasser auch schon unlustig sein.

Die militärische Tauchausrüstung für ca. 50 m Tiefe ist ja auch schon "dicker":

1678436655310.png
 
Es gibt Hobbytaucher, die weitaus anspruchsvollere Tauchgänge unternehmen. Und es gibt genug davon, dass eine ganze Industrie von ihnen leben kann.
Das kann ja sein, über die Durchführung lässt sich streiten. Dass sie aber bis heute nicht wissen wers war bzw so eine Gruppe mit dem Plan durch kommt ohne erwischt zu werden, im best bewachten Meer der Erde, mit nur einem Boot, ist einfach undenkbar.
 
Lange Zeit schien Jewgeni Prigoschins Bedeutung stetig zu wachsen - als Söldner-Chef im Ukraine-Konflikt und auch als politischer Player in Russland. Nun hat sich der Wind offenbar gedreht: Am Donnerstag (9. März) beklagte sich Prigoschin jedenfalls öffentlich über einen erstaunlich harschen Kommunikationsstopp des Kreml. Er drohte im Gegenzug gar indirekt mit öffentlichem Druck gegen Wladimir Putins Regierung.

Prigoschin erhebt Vorwürfe gegen Putin: „Alle Telefonverbindungen gekappt“

Der russische Präsident und seine Mitarbeiter gehen Prigoschin zufolge nicht mehr ans Telefon. Angeblich, weil der Chef der Gruppe Wagner bei Rufen nach Munitionsnachschub zu sehr in die Offensive gegangen ist. „Um mich von Fragen nach Munition abzuhalten, haben sie alle speziellen Telefonverbindungen in die Büros und Wagner-Einheiten gekappt“, schrieb Prigoschin in einer Telegram-Botschaft, aus der unter anderem das Portal Moscow Times zitierte. Auch seine Zugangspässe zu Entscheiderkreisen seien blockiert.

Tatsächlich hatte Prigoschin öffentlich schon im Februar massive Vorwürfe erhoben. Einige seiner Männer seien an „Granaten-Hunger“ gestorben, erklärte er etwa unter Verweis auf ein Foto getöteter Kämpfer. Er rief indirekt auch die russische Bevölkerung zu Protesten auf. Im Kreml dürfte das nicht auf Freude gestoßen sein.

Eine kommunikative Eiszeit zwischen Gruppe Wagner und Kreml wäre dennoch eine bemerkenswerte Wendung - die der Söldner-Boss mit dem Spitznamen „Putins Koch“ mit einer konfrontativen Ansage quittierte. „Jetzt kann ich weitere Forderungen nur über die Medien stellen“, erklärte er und fügte hinzu: „Sehr wahrscheinlich werde ich das tun.“
Quelle: Putin geht nicht mehr ans Telefon: Wagner-Chef Prigoschin klagt und droht

Der Arme. Jetzt will "Wladdi" nicht mehr mit ihm telefonieren. :ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:
Läuft bei der Wagner-Gang. :lol:

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"...und denen das geschickt" meint nicht Wagner!

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