Diese ganze Gasdiskussion kocht doch nur so hoch, weil wir wieder besseren Wissens zu Junkies wurden und nun unser Dealer uns den Stoff vorenthält, weil wir uns gegen seine kriminellen Machenschaften stellen. Da macht es null Sinn sich einen neuen Dealer zu suchen oder auf so etwas wie nationales Methadon umzustellen. Wir müssen schlicht aus der Sucht raus. Dafür hatten wir relativ viel Zeit. Aber die letzten 20 Jahre wurden verschwendet, weil der nächste billige Schuss so viel einfacher zu bekommen war als sich zu verändern. Doch jetzt ist der Zeitpunkt für den Entzug da!
Ich halte es für Grundweg falsch sich nun hinzustellen und zu sagen, dass man ja nur noch einmal über NS1 oder NS2 am Stoff schnüffeln will, aber dann ist Ende! Das ist wie die X-te letzte Kippe und spielt nur dem Dealer in die Hand. Von einer Sucht weg zu kommen, das ist nicht einfach. Das kann ich ohne zu lügen bezeugen. Damit das aber klappt, da muss man vollends durchdringen, dass man Süchtiger ist. Das sehe ich hier bei einigen Diskussionsteilnehmern nicht, wenn man z.B. ankommt und sagt, dass man ja nur in die eigene Erde bohren muss.
Und um es noch einmal deutlich zu machen: Wenn wir nicht damit weitesgehend aufhören fossile Energieträger in die Atmosphäre zu blasen, dann werden wir diesen Planeten zumindest für viele Lebewesen - wenn nicht gar für uns selbst - unbewohnbar machen. Dann erübrigt sich das ganze Gelaber über Kosten für Privathaushalte oder die Wirtschaft. Aus diesem Grunde finde ich es auch so absurd, dass einem unter die Nase gehalten wird, dass wir ja so dumm sind, weil dann das russische Gas halt nach China oder andere Orte geht. Der Punkt ist doch: Dieses Gas darf im Idealfall nicht mal mehr gefördert werden!
Im Grunde genommen muss man Putin für diesen Irrsinn dankbar sein, denn plakativer kann man uns nicht zeigen, dass wir Junkies sind. Fragt sich nur, ob die Bevölkerung das rafft und sich dem Entzug nicht verweigert?