Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Und was kann man nun daraus folgern?

Dass man ihm, in Anbetracht seiner sehr pro-russisch wirkenden Haltung in dieser Diskussion, durchaus mal die Frage
"Das Agressionsverhalten Russlands zu unterstützen ist deiner Meinung nach dann in Ordnung?"
stellen kann?

(und damit von meiner Seite her genug zum OT-Thema "Threadteilnehmer")
 
Um auch von meiner Seite das Thema nicht unnötig OT werden zu lassen, aber man kann doch nicht 'westlich-kritisch' bzw. 'anti-westlich' mit 'pro-russisch' subsumieren.

Das mag in der McNamara-Ära noch durchgegangen sein, als man hinter jeder Ecke eine kommunistische Verschwörung gewittert hatte.

Wenn sich jemand kritisch über die Großmachtspolitik der Amerikaner auch in der Ukraine äußert, auch einseitig, so ist das völlig in Ordnung.

Zu diesem Thema verweise ich mal auf einen interessanten Filmbericht 'War made easy', gelaufen auf ZDF info am 18.05.2014 um 03:25 Uhr.

Auch zu finden bei Youtube:

War made easy - Wenn Amerikas Präsidenten lügen - YouTube
 
Der russischen Förderation geht eher das Geld aus, als uns die Energie, im Falle von richtigen Sanktionen gegen Russland.
.
Falsch, Russland kann die gesammten ressourcen auch an china verkaufen, der verlust gegenüber jetzt wäre nicht allzuhoch mit ca. 25%,
aber gewinn würde immer noch relativ viel rausspringen..

Das wird von unseren medien doch gerne gewollt übersehen,
aber wenn es jemals soweit kommen würde (ich hoffe nicht, obwohl ich eher für die russen bin),
wird das dann schon der normale bürger an der tankstelle/beim öl kauf merken
 
Zuletzt bearbeitet:
Deshalb ist es wichtig, sich gegen Krieg, gegen Faschismus, gegen Rassismus und gegen Inventionen in anderen Ländern einzusetzen und nicht weiter das Agressionsverhalten der USA zu unterstützen!
Unsere Regierung soll unsere Interessen friedlich vertreten und nicht die Interessen der USA!
Niemand kann seine Hände in Unschuld waschen, der den gegenwärtigen Ukraine-Kurs unserer Regierung unterstützt oder der die Augen davor verschließt!
Threshold schrieb:
Das Agressionsverhalten Russlands zu unterstützen ist deiner Meinung nach dann in Ordnung?
Du hast die Aussage meines Beitrages nicht verstanden???
Warum sollte ich unsere Regierung dazu auffordern, die Interessen Russlands nicht weiter zu unterstützen????
Unsere Regierung unterstützt die Interessen Russlands nicht!


Ist es für dich auch wichtig, sich gegen Krieg, gegen Faschismus, gegen Rassismus und gegen Intervention in anderen Ländern einzusetzen?

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Da das Ukraine-Thema mit seinen Hintergründen, Auswirkungen, Verwicklungen, Geschehnissen, der verschiedenen Akteure, der Vergangenheit und der Propaganda sehr komplex ist, habe ich hier noch ein paar Informationen, die ein etwas anderes Licht auf den Ukrainekonflikt werfen.

Falsche Freunde :
Die CIA operiert seit den 1950er Jahren kontinuierlich in der Ukraine - meist an der Seite rechtsextremer Nationalisten. Der BND hatte zumindest zeitweise ein ähnliches Projekt

Die jüngsten Meldungen über den Einsatz von CIA-Spezialisten und Blackwater-Söldnern in der Ukraine bestätigen den Eindruck, den eine amerikaskeptische Öffentlichkeit mehr und mehr von den USA gewinnt. Dass zu der vom Westen unterstützten Maidanbewegung und der aktuellen Kiewer Übergangsregierung auch militante Neofaschisten gehören, ist dabei Gegenstand heftigen politischen Streits, auch in Deutschland. Die einen wiegeln verärgert ab, die anderen empören sich lautstark.

Abseits des aktuellen, auch rhetorischen, Machtkampfes um das Land gibt die historische Forschung den Blick frei auf eine weitgehend verdrängte jahrzehntelange Kontinuität westlicher Bündnisse mit vorrangig rechtsextremen Unaghängigkeitsbewegungen in der Ukraine. Wesentliche Details dieser Zusammenarbeit, die bis ans Ende des Zweiten Weltkriegs zurückreicht, sind erst durch in jüngster Zeit freigegebene CIA-Dokumente ans Licht gekommen..............

weiterlesen über Link:
Falsche Freunde | Telepolis
Die nützliche Erfindung der "Pro-Russen" :
Seit Beginn des Ukraine-Konflikts zeigen die deutschen Medien mit dem Finger auf Moskau. Innerukrainische Erklärungen für den Konflikt spielen hingegen kaum eine Rolle. Als nützlichste Medien-Erfindung erweisen sich dabei die "Pro-Russen"

Die Konfliktparteien in der Ukraine als "pro-russisch" und "pro-westlich" zu bezeichnen, hatte sich seit Beginn der Auseinandersetzung medial eingebürgert. Jedoch beschreiben solche Begriffe die beiden Lager mit all ihren Ausprägungen und inneren Widersprüche nur ungenügend und zum Teil auch falsch. So war Janukowitschs Politik lange positiv auf die EU ausgerichtet und Brüssel galt er als legitimer Verhandlungspartner. Wohingegen die Partei Swoboda und andere rechtsradikale Gruppen lieber eine national-souveräne als eine europäisch-integrierte Ukraine wollen. Schon im Dezember 2013 konnten diese Dinge jedem Journalisten mit ein wenig Recherche klar sein.

Statt "pro-russisch" und "pro-westlich" haben sich in der Ukraine denn auch ganz andere Bezeichnungen für die Konfliktparteien etabliert: Euro-Maidan und Anti-Maidan. Diese Begriffe nutzen hiesigen Medien jedoch kaum, hätten sie doch zur Folge, sich genauer mit den Gruppen beschäftigen zu müssen.
Als Viktor Janukowitsch aus der Ukraine flüchtete, begann ein neues Kapitel in dem Konflikt. Für jeden ersichtlich, hatten die Euro-Maidan- und die Anti-Maidan-Bewegung nun die Rollen getauscht.[1] Die einen sitzen seitdem an den Schalthebeln der Macht, die anderen haben sich in ihren Regionen bewaffnet, öffentliche Gebäude besetzt und Barrikaden gebaut – geradezu ein Spiegelbild der Situation von Dezember bis Februar. [2] Auch die internationalen Unterstützer beider Seiten drehten ihre Argumentation jeweils um 180 Grad.

Ukrainer werden zu Pro-Russen


Doch seit diesem Moment gilt das Ganze nicht mehr als Auseinandersetzung zweier inländischer Konfliktparteien, die jeweils mächtige ausländische Regierungen hinter sich wissen. Medien konstruieren stattdessen, dass Russland gegen die Ukraine kämpft.[3] Egal ob bewaffnet oder friedlich - aus ukrainischen Regierungsgegnern werden so pauschal "Pro-Russen".

Doch die Identität dieser "pro-russischen Kräfte" bleibt auch medial im Ungefähren. Vielleicht sind sie aus dem großen Nachbarland eingesickert, um für ein imperiales Großreich zu kämpfen? Vielleicht sind sie ethnische Russen, die in der Ukraine leben und der russischen TV-Propaganda alles glauben? Nur eins dürfen sie nicht sein: Bewohner der Ukraine mit dem berechtigten Anspruch, Akteure innerukrainischer Debatten zu sein.
Für Spiegel-Autorin Christiane Hoffmann sind die Bewaffneten dort "Gesindel"[4], für Welt-Kommentator Florian Eder "als einheimische Demonstranten verkleidete Unruhestifter"[5] und für ZDF-Korrespondentin Katrin Eigendorf einfach "Terroristen"[6]. Die Bewaffneten in der Westukraine bezeichnete kein Journalist so. Ganz klar: Professionelle Neutralität geht anders.
Hiesige Medien berichten aber auch über friedliche Regierungsgegner im Osten und Süden der Ukraine so, als wenn diese dort Fremdkörper oder Ausländer wären. Aus zahllosen Berichten trieft es: verblendete Sowjetnostalgiker, leichtgläubige Propaganda-Opfer, Putin hörig, grundlos hysterisch. Die Ängste, Anliegen und politischen Vorstellungen dieser Ukrainer sind damit nicht mehr legitim. "Moskau-nah", "pro-russisch", "kreml-treu" – wer gegen die neue Regierung ist, muss in vielen deutschen Journalistenaugen für Putin und den Zerfall der Ukraine sein.[7]

Tendenziöses Argumentieren leicht gemacht


In deutschen Medien heißt es nicht Euro-Maidan gegen Anti-Maidan, sondern Ukraine gegen Russland. Das geht zwar an der Realität vorbei, denn der Konflikt ist zuallererst ein innerukrainischer, doch hat ein Duell Kiew gegen Moskau für parteiische deutsche Journalisten viele Vorteile:
Mit den sozialen, politischen und wirtschaftlichen Spannungen innerhalb der Ukraine brauchen sie sich nun erst recht nicht auseinanderzusetzen. Handlungen der neuen Regierung wie etwa die Entlassung tausender Staatsangestellter, die Wiedereinführung der gerade abgeschafften Wehrpflicht oder die Erhöhung der Energiepreise für Privathaushalte müssen nicht näher besprochen werden.

Die Ukraine können sie als eigentlich geeintes Land darstellen, das letztlich nur von außen destabilisiert wird. Das wertet gleichzeitig die Maidan-Bewegung als "vom ganzen Volk getragen" auf und nimmt die privaten bewaffneten Regierungsunterstützer aus dem Blick.

Den "Westen" (EU, USA) können deutsche Journalisten als Partei mit Ambitionen und als in der Ukraine tätigen Akteur völlig heraushalten. Noch besser: Die verbündeten Regierungen des transatlantischen Raums werden als "die internationale Gemeinschaft"[8] – mithin als überparteiischer, besorgter Beobachter mit legitimen Eingriffsrechten präsentiert.

Medial kann nun Wladimir Putin für alle Aktionen der Pro-Russen direkt verantwortlich gemacht und alle Widersprüche zwischen beiden als Verlogenheit Putins charakterisiert werden.

Und schließlich können Journalisten ihren moralischen Kompass durch die Erfindung der Pro-Russen ganz neu einstellen. Die Übergangsregierung hat nun selbstverständlich das Recht, sich mit militärischer Gewalt zu verteidigen, sie wird ja – anders als Janukowitsch – von außen attackiert. Sie setzt ihre Armee und die sogenannte Nationalgarde eben nicht gegen Ukrainer ein, sondern gegen (Pro-)Russen, die das Land spalten wollen. Diese zu töten gilt dann als akzeptabel.

Behauptungen statt Beweise

Selbst die Vorsilbe "pro" erscheint so manchem Medienschaffenden überflüssig.[9] Deutlich macht dies vor allem die wie ein Faktum behandelte Annahme, dass russisches Militär vor Ort agiert. Anders als auf der Krim, wo etwa Lastwagen der russischen Armee gefilmt wurden, gab es in den restlichen Teilen der Ukraine keinen stichhaltigen Beweis für Streitkräfte aus dem Nachbarland. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Belege hierfür schon lange den Weg in die Öffentlichkeit gefunden hätten, wenn es sie gäbe.
Was es gibt, sind Indizien bei der Bewaffnung einiger Kämpfer[10], fragwürdige Hinweise auf einen bärtigen Mann[11] und auf einen uniformierten Schauspieler.[12] Selbst der in mehreren transatlantischen Clubs tätige FAZ-Kommentator Klaus-Dieter Frankenberger spricht in diesem Zusammenhang lediglich von "Gerüchten" und "Vermutungen" gegen Russland.[13] Tatsächlich wissen die deutschen Medien nichts darüber, ob russische Militärangehörige getarnt als "Separatisten" in der Ukraine aktiv sind.

Argumentations-Basis: Unterstellungen


Trotzdem ist diese Behauptung unverrückbare Grundlage so ziemlich jeder journalistischen Argumentation gegen Russland. So werden etwa mediale Forderungen nach mehr Sanktionen einzig und allein mit der "Destabilisierung"[14] der Region durch Russland begründet.[15] Ohne Beweise ist die mediale Rechtfertigung für immer neue Sanktionen zutiefst unaufrichtig und unprofessionell. Es entsteht der Eindruck, deutsche Medien besorgen aus nationalen Reflexen heraus das Geschäft von Regierungen und Lobbygruppen, die sie doch eigentlich als selbst ernannte "Vierte Gewalt" kontrollieren wollen.
Auf die naheliegende Idee, dass sich die Bewaffneten aus desertierten ukrainischen Soldaten, einheimischen Tituschki-Banden und früheren Berkut-Polizisten[16] rekrutieren, will kein deutscher Journalist kommen.[17] Viele dieser Kämpfer haben sowohl die nötige Ausbildung als auch Zugang zu Waffen. Schließlich wurden zahlreiche Depots in Polizeistationen und Kasernen sowie Waffengeschäfte geplündert.[18] Was aber noch wichtiger ist, diese Leute haben auch die notwendige Wut und Motivation gegen anrückende westukrainische Truppen Schusswaffen einzusetzen. Immerhin löste die neue Regierung die Sonderpolizei Berkut noch Ende Februar auf.[19]
Dass es sich bei den ostukrainischen Regierungsgegnern (offizielle Sprachregelung "pro-russische Separatisten") aber auch um unbewaffnete Zivilisten handelt, zeigen mehrere Videos.[20] Dort ist zu sehen, wie Einwohner mit Zivilcourage versuchen, anrückende Panzer zu stoppen, indem sie sich ihnen in den Weg stellen. In deutschen Medien herrscht ein seltsames Schweigen hierzu. Und wenn, dann wird eher abfällig über die Zivilisten berichtet.[21] Wie würden solche Szenen kommentiert, kämen sie aus dem Iran, aus China oder Venezuela?

Prinzipien je nach Gusto

Zur Erinnerung: Wenn zu Zeiten des Euro-Maidan auch nur ein gepanzertes Polizeifahrzeug in Kiew zu sehen war, sprach so mancher deutsche Journalist von rollenden Panzern Janukowitschs gegen die eigene Bevölkerung. Ein zweites Tian’anmen oder die Wiederholung der Prager Ereignisse von 1968 deuteten sich an.[22] Nun schickt die neue Regierung tatsächlich ihre Armee gegen Einwohner des Landes. Und die Medien? Sie übernehmen fast eins zu eins Wortwahl und Standpunkt der Kiewer Staatsführung.[23] Grundsätzliche Kritik gibt es nicht.[24]
Ganz im Gegenteil: Die gerade erst mit dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis ausgezeichnete ARD-Korrespondentin Golineh Atai meinte etwa in einer Live-Schalte aus Donezk: "Diese Militäroffensive kommt leider viel zu spät."[25] Wie lassen sich derartige Meinungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen eigentlich rechtfertigen? Die Aussage der Vorzeige-Reporterin macht die höchst wechselhafte Haltung deutscher Top-Journalisten zu militärischer Gewalt erneut deutlich.[26] Wer sich an die einhellige Verurteilung der Polizeigewalt gegen die Maidan-Bewegung erinnert, wird den Eindruck der extremen moralischen Biegsamkeit so mancher Journalisten nicht los.
Ähnliches gilt für den Tod zahlreicher Regierungsgegner in Odessa. Grundsätzlich ist es absolut zu begrüßen, dass sich Medien vorsichtig über Täter und Tathergänge äußern, solange noch wenig bekannt ist. Jedoch macht die gefühlte Nachrichtensperre über den Brand mehr als nachdenklich. Vergleichsweise wenige Artikel setzen sich mit den Geschehnissen auseinander. Wenn, dann wird verklausuliert und rumgeeiert.[27] Kaum ein Journalist verurteilt die auf zahlreichen Videos[28] vom Tatort zu sehenden Hooligans und Nationalisten.[29]

Schwere handwerkliche Fehler

Moralische Doppelstandards sind das eine – berufsethische Verfehlungen das andere. Quasi wöchentlich treten neue grobe handwerkliche Fehlleistungen deutscher Medien im Ukraine-Konflikt zu Tage. Aktuellste Beispiele für das kollektive Recherche-Versagen sind die Waffen der "Separatisten", das Wiener Dokument, völkerrechtliche Streitpunkte und auch das Ignorieren des westlichen Wirtschaftskrieges gegen Russland.
Wo sind die Waffenexperten, die aufklären könnten, ob die Ausrüstung der Aufständischen tatsächlich nur aus russischen Militärbeständen stammen kann? Wo sind die Völkerrechtler, die das Für und Wider der gegenteiligen Positionen zum Krim-Anschluss darstellen? [30] Wo ist die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Wiener Dokument und der Abgleich dessen mit dem Vorgehen der Bundeswehr-Soldaten in der Ost-Ukraine? Warum lassen Redaktionen den westlichen Wirtschaftskrieg[31] gegen Russland quasi außen vor? Welche rechtlichen Grundlagen gibt es eigentlich für Sanktionen und Boykotte? Zahlreiche Themengebiete für kritischen Journalismus.
Statt all dieser Fragen besprechen die "Qualitätsmedien" hierzulande Umarmungsfotos von Geburtstagsfeiern, erstellen Putin-Psychogramme und liefern bunte Grafiken zu den Waffenarsenalen der Nato und Russlands. An den Haaren herbeigezogene Szenarien wie ein russischer Angriff auf das nordatlantische Bündnis finden genauso Raum wie Rüstungsaufrufe von Rüstungslobbyisten.
Festzuhalten bleibt: Viele hiesige Journalisten meiden innerukrainische Erklärungen für einen innerukrainischen Konflikt so gut es geht. Gleichzeitig präsentieren sie mit Russland/Putin einen Schuldigen, auf den sie alles abwälzen. Positionen und Sprachregelung westlicher Akteure werden vorschnell übernommen und deren Argumente nur selten auf Stimmigkeit geprüft. Kritisches Nachhaken fällt aus.
Die Permanenz und das breite Auftreten all dieser Missstände seit November 2013 sprechen klar für Vorsatz bei Chefredakteuren, Ressortleitern und Herausgebern deutscher Medien. Genauso klar ist die Konsequenz daraus: Desinformation darf nicht zur Zukunft medialer Konflikt-Berichterstattung werden.
Russische Duma setzt Bandera- mit Nazi-Symbolen gleich | Politik | RIA Novosti :

MOSKAU, 20. Mai (RIA Novosti).

Die Staatsduma Russlands hat Symbole von Organisationen, die mit den Nazis kollaboriert hatten, mit Nazi-Symbolen gleichgesetzt. Ein entsprechendes Gesetz wurde am Dienstag in erster Lesung angenommen, hieß es offiziell in Moskau.

Das betrifft auch Organisationen von Anhängern des ukrainischen Nationalisten Stepan Bandera. Öffentliches Zeigen von Attributen oder Symbolen derartiger Organisationen wird laut Gesetz strafbar. Auf der Liste stehen Organisationen, die mit faschistischen Organisationen bzw. Organisationen kooperieren, die das Urteil des Nürnberger Tribunals bestreiten.

„Das Gesetz hat zum Ziel, den Nazismus, Extremismus, Faschismus und sonstige Handlungen effektiver zu bekämpfen, die dutzende Millionen Toten im Zweiten Weltkrieg verunglimpfen“, sagte Vizeparlamentspräsident Sergej Schelesnjak, einer der Urheber des Gesetzes. Er erinnerte unter anderem daran, dass Organisationen, die Symbole und Attribute der von Stepan Bandera angeführten ukrainischen Nationalisten nutzen, aktiv am jüngsten gewaltsamen Umsturz in der Ukraine teilgenommen hatten.

„Der radikale Nationalismus und Faschismus gefährden die Verfassungsordnung und Sicherheit eines beliebigen zivilisierten Staates. Zugleich wird die Wiedergeburt des radikalen Nationalismus in Europa vom Westen ignoriert“, kritisierte Schelesnjak.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weiß jemand, wie russische Medien über die Meldungen der letzten Tage berichten (denen zu Folge viele Ostukrainer wohl lieber nicht unter russischer Herrschaft leben möchten)?

Ukraine-Krise hat nach Angaben der Vereinten Nationen rund 10.000 Menschen in dem Land zu Flüchtlingen werden lassen. Vertreibungen hätten bereits vor dem Referendum Mitte März auf der Halbinsel Krim begonnen und "seither allmählich zugenommen", erklärte das UN-Flüchtlingswerk UNHCR in Genf.

Zehntausende Ostukrainer demonstrieren gegen die Separatisten
(die Gegenseite beklagt dagegen Probleme, nenneswert Einheimische zu rekrutieren)



Putin übt sich währenddessen in Friedenspolitik...
Krise in der Ukraine: Mit Kanonen auf Spatzenschiffe - taz.de
 
Hier hast du Links zu russischen Medien :

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RIA Novosti

Stimme Russlands

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uran wird nicht nur in russland gefördert, zur not werden die afrikanischen minen schneller geplündert oder neue aufgemacht. was übrigens der wahre grund für das eingreifen der franzosen in mali vor einigen monaten war, nämlich sich den zugriff auf diverse bodenschätze wie uran zu sichern, menschenrechte spielten auch da mal wieder keine rolle. eine ähnliche situatuion haben wir ja auch in der ukraine mal wieder.
 
mal sehen wie es mit der eu weiter geht, nach dem:
UKIP, FN, Fidesz-Jobbik,Dänische Volkspartei die spitze für deren länder in der EU bilden

weiters ist es interessant was bei den nächtsten stattlichen wahlen passiert.

nur deutschland ist das eizige land wo sich praktisch nichts verändert hat
 
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Stimmt man hätte lieber die Hände in den Schoß legen sollen, wie damals in Srebrenica!:daumen2:
Massaker von Srebrenica


Gibt es eigentlich schon neue Infos aus Donezk?

Soweit ich weiß ist für Verstöße gegen das Völkerstrafrecht der Internationale Strafgerichtshof, und nicht etwas die NATO zuständig. Darüber hinaus, wie moralisch vertretbar ist eigentlich ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg als Reaktion auf einen völkerrechtswidrigen Völkermord?

Verstöße gegen das Völkerrecht ist beides.
 
Verstöße gegen das Völkerrecht ist beides.

Richtig.
Die Frage ist was eher akzeptiert wird.
1. Das Eingreifen der Nato beim Bosienkonflikt?
2. Der Einmarsch der USA plus Konsorten im Irak?
3. Die Annektierung der Krim durch Russland?

Mit Punkt 1 habe ich kein Problem.
Punkt 2 und 3 sind da kritischer zu betrachten.
 
Der IGH wurde überhaupt erst als Reaktion auf die Ereignisse in Jugoslawien geschaffen. Zuständig für die Verhinderung von Verstößen ist er aber trotzdem nicht - er ist ein Gericht, dass allenfalls über solche Verstöße im nachhinein urteilt. Am ehesten legitimiert für die Durchführung präventiver Maßnahmen zur Verhinderung humanitärer Katastrophen ist der UN-Sicherheitsrat.
Zur moralischen Vertretbarkeit: Ich denke, ich bin hier nicht der einzige, für den die Menschenrechte deutlich wichtiger sind, als das Völkerrecht.


Aber zum Glück stellt sich diese Frage in der Ost-Ukraine (noch?) nicht. Die Separatisten vertreten ihre Interessen zwar lieber militärisch, als politisch, aber zumindest gezielte Maßnahmen gegen größere Teile der friedlichen Bevölkerung sind nicht bekannt.
 
Richtig.
Die Frage ist was eher akzeptiert wird.
1. Das Eingreifen der Nato beim Bosienkonflikt?
2. Der Einmarsch der USA plus Konsorten im Irak?
3. Die Annektierung der Krim durch Russland?

Mit Punkt 1 habe ich kein Problem.
Punkt 2 und 3 sind da kritischer zu betrachten.

Unrecht ist unrecht. Und das kann man auch nicht aufwiegen.

Zumal sich ja die Fragen stellt, was können eigentlich die Opfer der Natobomben für das Massker? Die Opfer des Bombardements waren ja mehrheitlich Zivilisten und keine Militärs.

Also weil 8000 Menschen getötet wurden, werden zur Strafe in Serbien Zivilisten ermordet? Geniale Logik.

Zumal wie nennen Juristen das eigentlich, wenn einem ein Vertrag (Vertrag von Rambouillet) vorgehalten wird, an dem ich als Vertragspartei nicht mitgestalten darf, und der mir unter Androhung von Waffengewalt vorgelegt wird? Könnte man das Erpressung und Nötigung nennen?

Da muss man hinterher auch nicht den Moralapostel spielen und von Menschenrechten reden.

Hier Zitat:

Von Jugoslawien, einem souveränen Staat, verlangt man die Übergabe der Kontrolle und Souveränität über eine Provinz mit etlichen nationalen Heiligtümern an ausländisches Militär. Analog dazu könnte man die Amerikaner auffordern, fremde Truppen in Alamo einmarschieren zu lassen, um die Stadt an Mexiko zurückzugeben, weil das ethnische Gleichgewicht sich verschoben hat ...



Ironischerweise erhöht das geplante Friedensabkommen die Wahrscheinlichkeit unterschiedlicher Eskalationen, die von Präsident Clinton zur Rechtfertigung eines amerikanischen Einsatzes genannt werden. Ein unabhängiges albanisches Kosovo wird mit Sicherheit danach trachten, die benachbarten albanischen Minderheiten ‑ überwiegend in Mazedonien ‑ zu vereinnahmen. Und am Ende vielleicht sogar das Mutterland Albanien selbst ... Wird die Nato zur Artillerie für ethnische Konflikte?



Quelle: Henry Kissinger, ehemaliger US‑Außenminister, in der »Welt am Sonntag« vom 28.2.1999 zum Vertrag von Rambouillet
Remember the Alamo
 
Ich erinnere noch einmal daran, bei Interesse an einer ausführlichen Diskussion über die Jugoslawienkriege einen Thread zu selbigen zu eröffnen.


back2topic:

Hat jemand mitbekommen, ob es bei den größeren Kämpfen der letzten Tage nur um den Flughafen von Donezk ging, oder ob die Armee auch Gebiete zurückerobert hat, die schon länger besetzt waren?
 
Hat jemand mitbekommen, ob es bei den größeren Kämpfen der letzten Tage nur um den Flughafen von Donezk ging, oder ob die Armee auch Gebiete zurückerobert hat, die schon länger besetzt waren?

Welche Armee meinst du? Die offizielle, mit rechtsradikalen Neonazis besetzte, ukrainische Armee oder die Armee der Separatisten, die versuchen das Volk vom Massaker der Nazis zu befreien?
Da ich selber aus dem Teil der Ukraine stamme, der nun zu Neurussland gehört und mit meinen Eltern die nicht zensierten russischen Nachrichten beobachte, kann ich nur sagen, dass die Nazis in dem Kampf mal wieder wahllos auf Zivilisten geschossen haben. Die Todeszahl liegt bei ca. 50 und derzeit scheint mehr oder weniger Waffenstillstand zu herrschen.

Ich empfehle übringens auf Facebook die Seite "Antimaidan deutsch / german Antimaydan" und den Hashtag ‪#‎SaveDonbassPeople‬
Dort kommen sehr oft Bilder und Infos direkt aus dem Gebiet.

UPDATE: Obwohl keine Sau weiß wohin die OSZE-Mitarbeiter verschwunden sind, werden jetzt natürlich ohne irgendwelche Beweise sofort die Separatisten beschuldigt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Welche Armee meinst du?

Spielt das eine Rolle? Ich wüsste nicht, dass es mittlerweile mehr als zwei Fraktionen gibt oder dass eine gegen sich selbst kämpft. Also werden wohl an allen Stellen, an denen gekämpft wurde, beide Armeen involviert gewesen sein :schief:
Die Frage lautete "wo?" - nicht "wer". Bislang habe ich in den Medien nur vom Flughafen bzw. dessen näheres Umfeld/Zugangswege gehört, aber ich kann nicht absolut alle Medien lesen und da bietet es sich an andere Leute, die ein Auge auf den Konflikt werfen, zu fragen, ob sie von weiteren, kleineren Kämpfen gehört haben - und wenn ja: Wo?

Denn das wäre ggf. der (zumindest mir wichtige) Unterschied zwischen einer gewaltsamen Aufrechterhaltung des Status Quo / Verhinderung von Ausbreitung und Offensiven und einer Gegenoffensive / Rückeroberung.


UPDATE: Obwohl keine Sau weiß wohin die OSZE-Mitarbeiter verschwunden sind, werden jetzt natürlich ohne irgendwelche Beweise sofort die Separatisten beschuldigt.

Wer die Macht an sich reißt, militärische Kontrolle selbst über Zivilgebiete beansprucht und Polizei / staatliche Sicherheitsdienste keine Möglichkeit gibt, ihrem Job nachzukommen, der muss es sich gefallen lassen, wenn er für die Sicherheit in "seinen" Gebieten verantwortlich gemacht wird.
Kriminellen den Weg freizuräumen und sie dann gewähren zu lassen, wäre zumindest Mittäterschaft.



P.S.: Für die Toteszahlen muss man übrigens keine obskuren Plattformen der einen oder anderen Seite aufzusuchen. Die sind selbst im Heute-Journal oder gängigen Tageszeitungen zu erfahren.
 
Wer die Macht an sich reißt, militärische Kontrolle selbst über Zivilgebiete beansprucht und Polizei / staatliche Sicherheitsdienste keine Möglichkeit gibt, ihrem Job nachzukommen, der muss es sich gefallen lassen, wenn er für die Sicherheit in "seinen" Gebieten verantwortlich gemacht wird.
Kriminellen den Weg freizuräumen und sie dann gewähren zu lassen, wäre zumindest Mittäterschaft.

Moment, Moment, Moment! Macht an sich reißen? Polizei / staatliche Sicherheitsdienste keine Möglichkeit geben? Sorry, aber soll das ein Witz sein? Die Separatisten sind stinknormale Bürger wie du und ich, die sich dazu bereit erklärt haben gegen ein Nazi-Regime zu kämpfen. Bei den Kämpfen haben sich die Polizisten öfters in ihren Zentralen verbarrikadiert, weil sie nichts zum erwidern der Gewalt hatten. Es gibt sogar Berichte, dass Polizisten von ukr. Soldaten gehängt wurden. Staatliche Sicherheitsdienste...really? Von einem Staat mit Nazis an der Spitze?

P.S.: Für die Todeszahlen muss man übrigens keine obskuren Plattformen der einen oder anderen Seite aufzusuchen. Die sind selbst im Heute-Journal oder gängigen Tageszeitungen zu erfahren.

Tja, dass ist nunmal aber nötig, wenn dem Heute-Journal und den Tageszeitungen vorgeschrieben wird, die Wahrheit zu verdrehen.
 
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