ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
Das kennen wir alles, war ja bei MH17 genau das gleiche.
Und hier wie dort wird vermutlich bis auf ewig und alle Zeiten alles als "kein Beweis" deklariert, was nicht vom UN-Generalsektretär, dem Papst und dem Dalai Lama persönlich vorbeigetragen wird.
Klar, sowas kann man bei amazon "bestellen"^^
Nicht mehr. Aufgrund der Sanktionen sollten keine russischen Dienstleistungen mehr über Amazon Marketplace buchbar sein
.Nö. Russland hat ja die Ukraine angegriffen. Die gehören zwar nicht zur Nato aber der Angriff ist völkerrechtswidrig.
Die NATO ist aber keine Organisation zum Schutz des Völkerrechts, sondern zur Verteidigung von NATO-Staaten.
Die könnten ja Kernwaffen auf die Ukraine werfen. Da hätten dann auch die anliegenden Staaten was von...
Anliegende Staaten wie ... "Russland", dass mit Abstand die längste gemeinsame Grenze zur Ukraine hat? (je nachdem, wie genau man misst, die Krim und Gewässer mitzählt >>50%)
Edit: Russland setzt neben Splitter - und Phosphorbomben auch neueartige Antipersonenminen ein
Quelle: Russlands verbotene Minen im Ukraine-Krieg
Also alles Dinge die richtig "schön fies" sind.![]()
Hinweis zur "besonderen Ächtung" im Beitrag: Russland hat die entsprechende Konvention nicht unterschrieben, mit dem Einsatz war also zu rechnen, denn aus Sicht der russischen Armee sind sie nicht geächtet. (Aus Sicht der US-Armee übrigens auch nicht.)
Sie sind nicht alle viel stärker, einige ja, andere nur unwesentlich (die taktischen Teile).
Mir geht es um die Präzision.
Beim aktuellen Angriff auf Odessa wurden gem. Berichten über 50 gelenkte Bomben abgeworfen und nur 4 oder 5 trafen auch.
Also eine Trefferwahrscheinlichkeit von ca. 10%, also unterirdisch schlecht.
Die Kernfrage ist also: Wo schlägt eine hypothetische Atombombe der Russen ein?
Die naheliegende Antwort: Keiner weiss es, nicht mal die Russen selbst...
Haben sie Odessa getroffen? Also reicht die Zielgenauigkeit für den Einsatz von Atomwaffen
.Ganz abgesehen davon: Woher weiß man, was die Russen treffen wollten und das sie es verfehlt haben? Ihre derzeitige Strategie scheint "Terror verbreiten und alles platt machen" zu lauten. Da gibt es keine nicht-Treffer.
So oder so hat die Treffergenauigkeit von Freifallbomben bei (vermeintlichen) Präzisionsangriffen auf militärische Stellungen in Städten nichts mit der Präzision von atomaren Mittel-/Langstreckenraketen/-marschflugkörpern gemein. Zielaufklärung, Navigation, Steuerung, Waffensystem - alles verschieden. Ich würde davon ausgehen, dass die russischen Atomwaffen heute zielgenauer sind, als es die sowjetischen jemals waren. Wieviel kann man noch schlechter sagen als man die Trefferngenauigkeit letzterer jemals kannte, aber um eine Großstadt zu treffen, sollte es reichen. Für die militärische Infrastruktur rund um Lemberg brauchte man jedenfalls keine 100te Raketen, um zufällig mal zu treffen.
Ein systematisches Vorgehen wäre ganz klar ein Kriegsverbrechen.
Ermorden von Zivilisten ist immer ein Kriegsverbrechen, egal ob als von oben angeordneter Genozid oder willkürlich von untersten Rängen praktiziert. Einzeln oder in Kleinstgruppen am Straßenrand liegende Zivilistenleichen sehen eher nach letzterem aus - Patroulien oder abziehende Truppen feuern aus Frust, Angst oder Hass auf alles, was vors Fadenkreuz läuft (vergl. Vietnam). Der Umfang ist zu groß, als dass es den Vorgesetzten entgangen sein könnte. Die einzige alternative Erklärung wären Leichen, die nach der Ermordung von Festgenommen oder Verhörten irgendwo entlang der Straße aus einem Transporter geschmissen wurden. In dem Fall wären die Taten von Führungspersonen nicht nur geduldet, sondern sogar angeordnet oder selbst durchgeführt worden.
So oder so: Bis in höchste Kreise wird die Situation als nicht-russisches Problem behandelt und die Täter werden gedeckt. Vollkommen unabhängig davon, von welchem Rang die Initiative zum Massenmord ausging, der Kreml behandelt sie jetzt als in seinem Interesse und geht nicht dagegen vor. (Man vergleiche das mit Berichten über die Misshandlung russischer Kriegsgefangener durch ukrainische Milizen: Da setzt sich der Präsident persönlich für Aufklärung und Bestrafung der Täter ein.)
Bei den Massengräbern ja, bei Leichen auf den Straßen ist der Verwesungsgrad unterschiedlich. Weder ich noch du noch Reporter können das beurteilen. Das ist die Arbeit für die Rechtsmediziner.
"Reporter", die da im Moment vor Ort sind, sind erfahrene Kriegsberichterstatter. Die wissen, wie Leichen nach einer halben Stunde, einem halben Tag oder einer halben Woche aussehen. Aus Erfahrung. Zwar könnten sie kein rechtskräftiges Gutachten ausstellen, aber als erste Einschätzung sind die Berichte gut genug und es ist ja nicht so, dass es irgend eine andere Interpretatino aus einer nicht wegen Lügen komplett abzulehnenden Quelle gäbe.



