Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Gerhard Schröder hat sich zu Wort gemeldet. Ganz im Kreml Narrativ.
Man könnte auch einfach aufhören, ihn regelmäßig eine Bühne zu geben und über seine hingehaltenen Stöckchen zu springen, nur weil er möglicherweise in seinem örtlichen Seniorenclub genau so viel und wenig zu sagen hat, wie alle anderen auch. Wenn man ihn hört, fühlt man sich regelmäßig daran erinnert: https://i.ytimg.com/vi/tJ-LivK4-78/hqdefault.jpg
 
@ruyven_macaran ... glaubst du wirklich, dass die Russen auf diese Infos angewiesen sind? ;)

Was heißt "angewiesen"?
Wenn man sich SICHER sein will, das man alles weiß, ist jedes Stück Information hilfreich. Und das russische Informantennetz im Westen hatte schon immer große Lücken, das hat man 2022 ja schmerzhaft erfahren, seitdem sind noch einige Quellen ausgefallen. Bei allem, was nicht auf einem Satellitenbild zu erkennen ist (also z.B. alles, was in einen LKW/Container passt) haben die Russen folglich ein Problem, was die Informationslage rein aus Eigenbeschaffung angeht.

M.M.n. ist alles was derzeit in die UA kommt im Focus und wird analysiert. Alles was an der Front zum Einsatz kommt und Probleme bereitet wird sicherlich zuverfolgt. Nach meiner Einschätzung sind alle Angriffe auf das Hinterland gezielte Schläge gegen den Nachschub.

So wie gestern auf die Postverteilerstation? Hat da wieder einer Granaten bei Amazon bestellt, sodass ein halbes Dutzend Zivilisten unfreiwillig zum Bestandteil militärischer Nachschubwege wurde und abgeschlachtet werden musste? Oder willst du nur, wie immer, mit russophilen Behauptungen, die jeder Depp auf den ersten Blick als grundlagenlos erkennen kann, provozieren?


Deswegen hat aber trotzdem niemand ernsthaft Angst (und Panik sowieso nicht) vor einem NATO Angriff auf Russland.
Feindschaft bedingt keine Angst vor dem Feind. Und ein Angriff der NATO auf Russland ist auch für die allermeisten Russen genau eines: Vollkommen irrational.

Ich kenne die "Mehrheit der Russen" nicht persönlich. Aber man kann objektiv festhalten, dass sie bei einem Angriffskrieg mitmachen, der mehrfach mit der Bedrohung durch die NATO begründet wurde und dass ihnen regelmäßig erzählt wird, die NATO wolle angreifen, man müsse sich gegen die NATO verteidigen, die Handlungen der NATO rechtfertigt Abschreckung mit Atomwaffen, etc..

Die meisten Russen werden behaupten, dass es ihnen jetzt deutlich besser geht als vor 20 Jahren und das Putin daran seinen Anteil hat.

Meinst du vor 30 Jahren? Vor 20 Jahren war Putin schon eine zeitlang an der Macht, genoss europäische Unterstützung und Russland prosperierte. Vor 30 Jahren war man eher im Tal.
Aber so tief, dass "von einer Maschinengewehrsalve in Bachmut zerfetzt werden" demgegenüber ein Fortschritt wäre...
Ich weiß ja nicht. Denken die wirklich so oder liegt ihr Weltbild vielleicht doch näher an Putins Propaganda denn an der Realität?

Über etwas Bescheid wissen bedingt (leider) nicht, dass man auch die eigentlich zu erwartenden Handlungen daraus ableitet.
Siehe oben: Russland hat u.A. ein großes Minderwertigkeitsproblem und Putin bedient es mit seiner aggressiven Politik.
Außerdem: Wer denn sonst? Putin hat die Opposition Stück für Stück kalt gemacht und dem Volk vor Augen geführt, wohin Auflehnung führt: z.B. An offene Fenster in oberen Stockwerken

Man kann nicht im Alleingang 50% seiner Bevölkerung aus oberen Stockwerken werfen (vor allem nicht in einem Land mit vielen 1-stöckigen Dörfern!). Schon zur totalen Unterdrückung einer deutlich kleineren Minderheit braucht man einen ziemlich großen Machtapparat, der einem treu ergeben ist - siehe DDR, 3. Reich, China,... Aber wenn man die Berichte über ausgeprägte Korruption bis in die höchsten Instanzen russischen Institutionen (Behörden, Militär, Justiz,...) bedenkt, die regelmäßig sowohl gegen Putins Interessen als auch gegen die herrschende Rechtslage gehen, dann kann es mit der treuen Ergebenheit nicht weit her sein. Ganz im Gegenteil sieht es eher so aus, als würde der Zar nur ein paar Zügel lose in der Hand halten und damit den Willen einer großen Masse in die von ihm gewünschten Bahnen lenken. Oder anders gesagt: Am Regime Putin machen sehr viele Leute bereitwillig mit, da reicht ein kleiner Stups in die richtige Richtung.

Ich kann von hier aus nicht sagen, wieviel davon direkte Propagandahörigkeit ist und wieviel die Zuversicht, von einem überlegenen System Putin persönlich zu profitieren. Aber beides belegt ein gewisses Informationsdefizit/einen gewissen Realitätsverlust und im Falle des russischen Militärs haben wir das schwarz auf weiß durch hohe Verluste bestätigt bekommen. Von NATO-Sicht wäre es daher höchst fahrlässig, sich darauf zu verlassen, dass jetzt auf einmal alle Personen mit Entscheidungsgewalt im russischen Militär sowohl hochrational als auch vollständig über die reale Situation auf beiden Seiten der Grenze informiert wären. Man braucht nicht in Panik zu verfallen, dass das genaue Gegenteil der Fall ist, aber wenn man das Risiko klein halten möchte, dass es bei der nächsten Fehleinschätzung keine Drohne über dem schwarzen Meer, sondern eine Kaserne in Estland erwischt, sollte man überflüssig Anlässe für Fehleinschätzungen minimieren.
 
Die russische Seite scheint trotz enormen Verlusten vorzurücken und den Ukrainern fehlt es an "frischen" Kräften und vor allem Munition, das wird wieder mit einem Erfolg für die Russen enden, die eine vollkommen zerbombte Stadt einnehmen und dir ukrainische Führung verheizt wieder gute und wichtige Kräfte, wenn es viel zu spät ist..

die Amerikaner bekommen keine Budget für Lieferungen mehr gebacken und die EU bekommt die Produktion von Munition nicht ans laufen
 
... die Amerikaner bekommen keine Budget für Lieferungen mehr gebacken und die EU bekommt die Produktion von Munition nicht ans laufen

Und jetzt ist noch ein Trumpist Vorsitzender des Repräsentantenhauses.

... und nun zieht nach Neuwahlen, dem Wunsch des Volkes folgend, die Slowakei ihre Unterstützung raus. Heisst, keine Waffen, kein Geld und keine Unterstützung der Sanktionen gegen Russland mehr.

"Der neue Ministerpräsident der Slowakei, Robert Fico, hat einen Stopp der Militärhilfe seines Landes für die Ukraine verkündet und will bei seinem ersten EU-Gipfel weder weitere Waffenlieferungen noch weitere Sanktionen gegen Russland unterstützen."

 
"Der neue Ministerpräsident der Slowakei, Robert Fico, hat einen Stopp der Militärhilfe seines Landes für die Ukraine verkündet und will bei seinem ersten EU-Gipfel weder weitere Waffenlieferungen noch weitere Sanktionen gegen Russland unterstützen."
Halt ein Speichellecker, wie Orban auch.
Schade, dass man kein Land aus der EU rauswerfen kann.
 
@Tekkla ... abwarten, zumal die aufgezeigte Quelle inhaltlich vom 12.10.2023 ist und dessen Inhalt eine Tendenz aufweisst:

"Das tschechische Verteidigungsministerium spiele bei dem Projekt hauptsächlich die Rolle eines Vermittlers, sagte der stellvertretende Minister Daniel Blažkovec. Ziel des Projekts, das von der dänischen Regierung finanziert wird, ist es, die Ukrainer mit modernen Waffen zu unterstützen."
 
Zuletzt bearbeitet:
Falls Trump 2024 an die Macht kommen sollte,
düfte die Ukraineunterstützung gleich auf Null gehen.

Dann wollen die Amis mal Geld sehen für ihr Militärgerät,
die Ukraine hat keines,
und Europa .... ? :D
 
Dann wollen die Amis mal Geld sehen für ihr Militärgerät,
die Ukraine hat keines,
und Europa .... ? :D

Und dann schaut man in die Statistiken dazu und erkennt, dass Europa in Summe schon deutlich mehr Geld aufgewendet hat.


Und dann erkennt man auch, dass Staaten wie die Slowakei oder Tschechien bisher wenig zum großen Ganzen beigetragen haben.

Obendrein ist Trump jemand, der immer dann Dinge tut, wenn er sich als Macher hinstellen kann. Es würde mich auch nicht wundern, wenn bis zur Wahl die USA wieder aktiv in einem Krieg stecken. Und da wechseln die Amis in aller Regel den Boss nicht aus. Es heißt also erst einmal abwarten.

Das Einzige, wo man sich wahrscheinlich einen Kopf machen muss ist die Tatsache, dass Russland 33% des kommenden Haushalts für Militär ausgeben will. Das wirkt auch mich absurd und wie eine Verzweiflungstat. Die wollen es aber wohl wissen.
 
Das Einzige, wo man sich wahrscheinlich einen Kopf machen muss ist die Tatsache, dass Russland 33% des kommenden Haushalts für Militär ausgeben will. Das wirkt auch mich absurd und wie eine Verzweiflungstat. Die wollen es aber wohl wissen.
Masse gegen Qualität. Es liegt an uns, die Ukraine stetig wohl zu versorgen. Ich verstehe immer noch nicht, warum man das dem freien markt überlässt und warum der Staat nicht explizit eingreift und Geld für z.B. neue Produktionsstätten für Granaten locker macht. Auch von der Panzerhaubitze 2000 müsste jede Woche eine neue fertig werden. Das kann doch noch so schwer sein,m oder unterschätze ich das Problem?

Und wa swürden wir machen, wenn ein Nato Staat angegriffen würde?
 
Dann wollen die Amis mal Geld sehen für ihr Militärgerät
... die Amis sind halt genauso strunzblöd wie weite Teile des Ostens hierzulande (oder isses umgedreht?). Deren altes Zeug wird ausgemustert, an die Ukraine abgegeben und durch neues Zeug ersetzt, soweit ich weiss. ^^
 
Es geht um Waffenproduktion, Wir haben nix auf Lager und waren nach wenigen Tagen leergeschossen.
Da mach dir mal keine Sorgen. Das wird relativ fix organisiert.

Aber das ist auch nur hypothetisch. Würde so ein Fall eintreten, dann hätten wir quasi den 3. Weltkrieg. Dann würde es nicht mehr lange dauern und A-Waffen fliegen.
 
Obendrein ist Trump jemand, der immer dann Dinge tut, wenn er sich als Macher hinstellen kann. Es würde mich auch nicht wundern, wenn bis zur Wahl die USA wieder aktiv in einem Krieg stecken. Und da wechseln die Amis in aller Regel den Boss nicht aus. Es heißt also erst einmal abwarten.
Trump hatte ja gesagt, dass er den Krieg sofort beenden würde. Er hat aber nicht gesagt, wie.
Vielleicht lässt er als Präsident ja Taten folgen.
 
Da mach dir mal keine Sorgen. Das wird relativ fix organisiert.
Die aktuelle Situation zeigt deutlich, das gar nichts "fix organisiert" ist.
Die ganze Produktion wird auf Sparflamme betrieben, obwohl die
Ukraine unendlichen Bedarf hat.

Hast Du schon mal was in der Richtung gemacht? Stellen wir uns vor,
wir wollen außer der Reihe 100 neue Rohre für eine Panzerhaubitze
fertigen lassen. Alleine, um den Stahl zu bekommen, kann man 6 Monate
einplanten, etc. Es ist ja nichts mehr im Warenlagern, überall setzt sich
"Just in Time" durch und in Hochhöfen produzierter Stahl ist in der Regel
für das nächste Jahr verkauft.
 
Trump hatte ja gesagt, dass er den Krieg sofort beenden würde. Er hat aber nicht gesagt, wie.
Vielleicht lässt er als Präsident ja Taten folgen.
Welche Taten hat er denn in seiner ersten Periode seiner Präsidentenära geschafft die er vollmündig versprach?
Die Mauer zwischen Mexiko und USA ist die fertig? Nein! Aber immerhin ist sie jetzt 23 km länger ... :klatsch:
Die Abschaffung von Obamacare? Nein!
Steuersenkungen für Alle? Nein!
Neues Atomabkommen mit dem Iran? Nein!
In seiner Amtszeit kein Golf zu spielen, weil er zu beschäftigt sein wird? Nein!

Gut er hat auch ein paar geschafft, aber die Liste der gebrochenen Versprechen ist länger und gewichtiger als das was er geschafft hat und so wird es wieder sein ... das kann ICH versprechen! :D
 
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