Hmm, ich ward der Meinung nur auf einen zwar verzichtbaren, aber ohnehin schon 1-2 Seiten zurückliegenden / auch ohne Löschung in Vergessenheit geratenden Post, sowie auf zwei weiterhin stehende, imho Ontopic-Beiträge geantwortet zu haben. Daher nochmal die Kurzfassung der letzteren beiden, in der Hoffnung, dass die Okay sind:
Wie wird es enden, so wie in Korea, wo beide Seiten zwar aufhören zu kämpfen aber keinen echten Frieden herstellen?
Korea:
- Angreifer von Waffenlieferungen abhängig, Verteidiger aus Eigenmotivation selbständig und auch weiterhin vor Ort
- Hauptkonfliktparteien ähnlich stark und das auch über einen langen Zeitraum hinweg (Südkorea ist zwar offensiv VIEL stärker gewachsen, mit seiner Hightech-Wirtschaft heute aber auch VIEL empfindlicher gegenüber einem Krieg)
=> Dieser Konflikt konnte in einem stabilen Zustand einfrieren, sobald das internationale Interesse an einer Eskalation/Fortsetzung der Offensive zurückging
Ukraine:
- Defensive würde ohne internationale Hilfe sofort zusammenbrechen
- Der Angreifer ist viel größer und würde nach einer Chance zur Wiederaufrüstung die Ukraine überrennen
=> Eher vergleichbar mit Deutschland vs. Frankreich am Ende des ersten Weltkriegs, nur mit noch weitaus größerem Ungleichgewicht und bislang ganz ohne Rüstungsauflagen für Russland. Dementsprechend würde es hier nichtmal 25 Jahre dauern, bis Putin sich in Runde 2 alles einverleiben würde.
Ich hab das nicht vom Kreml, ich kann gar kein russisch, dass war lediglich meine Meinung, weil sich kaum noch was bewegt und die Russen riesige Minenfelder angelegt haben.
- Schützengräben: Fordern enormen Blutzoll, lassen sich schnell an erfolgreiche gegnerische Bewegungen anpassen
=> Großes Interesse auf allen Seiten, den Konflikt offiziell zu beenden, geringe Aussichten auf grundlegende Änderungen
- Minensperren: Können Jahrzehnte liegen bleiben, sind einmal überwunden wertlos
=> Kriegszustand kann beliebig aufrechterhalten werden, jeder arbeitet an und setzt auf Pläne zum entscheidenden Durchbruch
Die Frontsituation kann man, im Gegensatz zu den (militär-)ökomoischen und politischen Hintergründen, tatsächlich mit Korea vergleichen. Aber nicht mit WW1.