Zen 3: Hohe Temperaturen laut AMDs Director of Technical Marketing vom Design vorgesehen

Warum soll er seine CPU schädigen nur um dir was zu beweisen? Mit solch einer Spannung macht man kein Prime!
Zum gamen ist es aber kein Problem. Solange es in seinen Anwendungen läuft ohne Probleme ist alles im Lot.
 
Doch, hat es.
Beim R9 3900X meiner Tochter hat es um die 7Grad weniger gebracht bei -0,05V Kernspannung.

Die Lüfterkurve noch mal feinfühlig 2 Stunden angepaßt und die Kiste bleibt unter 80°C CPU-Temperatur bei Prime mit Spitzen-Luftkühler.
Würde ich auch meinen, hier mal stock vs UV beim Ryzen 3600.

Stock mit 88W max und ~3700 Punkten
CPU stock cb 20.png



UV mit 4.4GHz und max 65W bei ~4100 Punkten^^

cb20 4.4GHz 1.13V 65W max.png
 
Übrigens ums zu erwähnen: Wer trotz aller Beruhigungen seitens AMD dennoch panische Angst vor den 90°C verspürt der möge im BIOS einfach unter den PBO-Optionen die Tjunction der CPU beliebig anders festlegen. Hier alles auf Auto lassen und die Tj auf 80 stellen und schon wird die CPU sich durch angepasstes Boostverhalten bei 80 statt 90°C halten. Das beeinflusst nicht mal nennenswert die Performance sofern man nicht einen winzigen Kühler verwendet und ohnehin immer bei 90 rumeiert^^

AMD ist hier so nett und lässt dem Nutzer quasi die volle Kontrolle. Man kann da nebenbei auch Werte über 90 eintragen auch wenn ich das jetzt nicht empfehlen würde.^^
 
Mein von Hand optimierter 3900X wildert im Multicore beim 5900X@stock mit (Vergleichsliste).
10min R23 mit vorgewärmten Rechner ergeben max 82°C mit einem NH-D15.
R23 3900X.JPG


Im Alltag bin ich natürlich noch etwas drunter, dabei schneller und sparsamer als mit Werkseinstellungen.

90°C würden mich auch nicht jucken, kann aber natürlich die Leute verstehen die sich fragen ob da alles in Ordnung ist wenn die Durchschnittstemperatur deutlich höher liegt als man es das Jahrzehnt davor gewohnt war. Garantiert wären wir Experten hier auch nervös bei dem ersten überraschendem Anblick und ohne das angeborene technische Hintergrundwissen zu Zen2/3 bzw. ohne regelmäßig Fachmagazine zu konsumieren.
 
Grundsätzlich bleibt einem hier nicht viel übrig als dem jeweiligen Hersteller bzgl. seiner Aussagen zu vertrauen. Elektronische Bauteile altern natürlich mit steigenden Temperaturen schneller (u. a. Elektromigration). Wenn aber ein Hersteller sagt, das Bereich X - Y erst mal ok, ist, dann muss man das so hinnehmen. Gegenteilige Aussagen könnte man erst in einigen Jahren treffen, wenn (statistisch gesehen) übermäßig viele CPUs "gestorben" sind, jedoch hat man bei Consumer-Produkten, die einsam und alleine vor sich "hinsterben" natürlich kaum eine Möglichkeit das in der nötigen Art nachzuhalten.
Entsprechendes sieht man auch bei Server-Produkten. Es hat durchaus seinen Grund, dass ein Epyc 7742 deutlich niedriger taktet und mit einer geringeren TDP als ein TR 3990X spezifiziert ist, schlicht, weil bei einem derartigen Server-Produkt davon ausgegangen wird, dass dieses den Großteil seiner Zeit im Max-Load-Bereich läuft.
Schlussendlich dürften die meisten CPUs (selbst im Datacenter) jedoch deutlich vor ihrer regulär gemittelten (und vorgesehenen) Lebensspanne ausgetauscht werden. ;-)
 
die sich fragen ob da alles in Ordnung ist wenn die Durchschnittstemperatur deutlich höher liegt als man es das Jahrzehnt davor gewohnt war.
Betonung hier auf "gewohnt".

Das Ding ist historisch gesehen, dass Intel bei ihren Specs immer die maximale HEATSPREADEROBERFLÄCHENTemperatur definiert hatte und eben nicht die maximale Kerntemperatur. Das wurde von 99% der Nutzer aber über gefühlt Jahrzehnte verwechselt bz. war nicht bekannt.

Die maximale Betriebstemperatur lag schon zu Core2-Zeiten und Pentium4 zeiten und noch vorher bei etwa 100°C. Und auch erst da haben CPUs gedrosselt bzw. bevor es solche Boostfunktionen gab eben abgeschaltet. Nur gab Intel als maximale Tcase eben Werte wie 72 oder 77 oder ähnliche Temperaturen an (wenn der Heatspreader oben 77°C hat ist der kern schon bei 100...) und die Leute dachten ewigkeiten man müsse deswegen die CPU auf unter diese Werte kühlen was schon immer Käse war.

Es hat sich in den letzten 20 Jahren NICHTS daran geändert was Siliziumchips an Temperatur unter Last dauerhaft ertragen können. Blöd gesagt bis 100 jahrelang ok, über 120 ziemlich schnell tot, über 150 sofort tot. Nur sind wir mittlerweile bei Kernzahlen und Boostfunktionen angekommen wo nicht mehr andere Limits begrenzen bevor es die Temperatur tut. Damals kackte eine CPU eben wegen Stabilitätsproblemen weg bevor sie über 100°C heiß werden konnte, heute kann man je zwei Handvoll Watt in 16 Kerne schieben und ist bei 200W und 90°C lange bevor die Kerne Stabilitätsprobleme bekommen.
 
Übrigens ums zu erwähnen: Wer trotz aller Beruhigungen seitens AMD dennoch panische Angst vor den 90°C verspürt der möge im BIOS einfach unter den PBO-Optionen die Tjunction der CPU beliebig anders festlegen. Hier alles auf Auto lassen und die Tj auf 80 stellen und schon wird die CPU sich durch angepasstes Boostverhalten bei 80 statt 90°C halten. Das beeinflusst nicht mal nennenswert die Performance sofern man nicht einen winzigen Kühler verwendet und ohnehin immer bei 90 rumeiert^^

AMD ist hier so nett und lässt dem Nutzer quasi die volle Kontrolle. Man kann da nebenbei auch Werte über 90 eintragen auch wenn ich das jetzt nicht empfehlen würde.^^
Wie sieht das denn aus, wenn du alles auf Standard lässt?
Also die Werte, die das Board vorgibt. Hat das board eine automatische Übertaktung drin oder läuft alles innerhalb der TDP Werte, die AMD vorgibt?
 
Also die Werte, die das Board vorgibt. Hat das board eine automatische Übertaktung drin oder läuft alles innerhalb der TDP Werte, die AMD vorgibt?
@stock hält sich das Board an alle AMD-Specs.
142W PPT
95A TDC
120A EDC
90°C MaxTemp

Sobald eines dieser Limits erreicht wird wird der Boost nach unten angepasst. Wobei die 90°C nie erreicht werden (ohne es manuell zu erzwingen), die anderen drei Limits je nach Workload schon.

Ich hab auch nichts massiv geändert - PPT auf 150W, TDC auf 120A und EDC auf 150A sind meine aktuellen Werte. Das bedeutet +400 MHz allcore unter Vollast und eine Maximaltemperatur von 82°C nach mehreren Stunden Quälerei der CPU.

In Spielen bin ich schon bis 88°C peak gekommen, was aber daran liegt dass Einzelkerne sehr hoch boosten und das Gehäuseinnere wesentlich wärmer wird urch die GPU.
 
Das ist das gleiche Dilemma, wie es bei den Radeon Karten mit deren Hotspot ist. Dass das nie der selbe Punkt ist, der mal eben diese Temperatur erreicht will ja bis heute kaum einer verstehen. Was sind schon 90°C oder 100°C wenn diese punktuell anliegen. Und so geschehen auch bei den Prozessoren.
Oder die Thematik mit 1,5V bei Ryzen.

Wie Alki schon sagt man war bisher einiges anders gewohnt. Aber das war noch lange nicht korrekt.
Aber wie immer, wer viel misst, misst Mist.
Solang der Chip nicht drosselt oder abschaltet geht´s ihm gut.

Die Intels leben ja auch noch.
 
Zuletzt bearbeitet:
@stock hält sich das Board an alle AMD-Specs.
142W PPT
95A TDC
120A EDC
90°C MaxTemp

Sobald eines dieser Limits erreicht wird wird der Boost nach unten angepasst. Wobei die 90°C nie erreicht werden (ohne es manuell zu erzwingen), die anderen drei Limits je nach Workload schon.
Was schaffst du denn, wenn du mit der Kühlung an die Grenze gehst?
 
Aber 200 Watt schafft er noch weg?
Interessant. Das geht bei meinem 9900k nicht. Wenn der auf 200 Watt ist, liege ich bei 100 Grad und die CPU taktet sich schon herunter.
 
Jetzt ist Ihre Meinung gefragt zu Zen 3: Hohe Temperaturen laut AMDs Director of Technical Marketing vom Design vorgesehen
Für uns Außenstehende sind das alles recht willkürliche Zahlen. Wir haben kene Ahnung zur Fertigung, zu Dotierungselementen, usw. Wir können nur bewerten, wie es um die Haltbarkeit steht. Und das weiß man in einem Jahr. Fallen das System zuhauf aus, die 24h unter Vollast betrieben werden, wissen alle anderen um die mögliche Gefahr. Zuletzt ist mir die geringe Haltbarkeit der Intel-Atim Prozessoren in Erinnerung.

 
Aber 200 Watt schafft er noch weg?
Interessant. Das geht bei meinem 9900k nicht. Wenn der auf 200 Watt ist, liege ich bei 100 Grad und die CPU taktet sich schon herunter.
Nicht dauerhaft bzw dann bin ich im 90°C-Limit und die Boosttaktraten sinken ein paar Hundert MHz. Das Maximum was noch grade so eben geht ohne zu drosseln sind ~180W PPT aber das ist halt so harte Grenze dass schon drei Grad mehr Raumtemperatur zu viel wären im Sommer.

Es kommt in den Limits auch stark darauf an welche Auslastung anliegt, denn Vollast auf allen Kernen ist NICHT das, was die höchsten Temperaturen provoziert, wenn auch die höchste Leistungsaufnahme.
Oder anders gesagt wenn ich auf 32 Threads den HEVC-Encoder rennen lasse sind 200W für den Kühler noch ne Weile knapp machbar bei Maximaler Drehzahl und ganz knapp unter 90°C (21°C Raumtemp), wenn ich aber nur auf 16 Threads encodiere und entsprechend das betroffene CCD weit höher boosten möchte ballert er sofort in die 90°C Grenze rein. Oder anders gesagt 200W Abwärme gleichmäßig verteilt auf zwei CCDs und alle Kerne bei 4,3 GHz oder sowas geht aber 200W auf einem CCD bei 4,6 GHz geht nicht.
 
Die Grenzen eines 5950X scheinen von dem was ich bisher gesehen habe unter Wasser je nach Glück beim Sample zwischen 4,6 und 4,8 GHz allcore zu liegen (im Bereich von ~1,45v und 250-300W).

Und ZEN3 hat im Grenzbereich eine starke Temperaturabhängigkeit, also bei 50°C sind mehrere 100 MHz mehr Takt stabil als bei 85°C.
Roman hat gestern das Peltierelement von INtel auf den 5950X gepackt, da siehste schön wie iirc 4,9 GHz bei knapp 1,5v noch stabil sind so lange die CPU kalt ist und wenns warm wird schmiert er ab. Er hat aber auch ein wirklich gutes Sample.
 
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