Wie verhaltet ihr euch bei Bettlern?

Gott sei dank ist es hier noch erträglich und die wirklich armen Hunde von den Banden zu unterscheiden, jedenfalls glaube ich das zu können. Ab und zu dann mal n paar Euro abgeben, warum nicht. Es ist leider so das jede dieser Gestalten eine eigene Geschichte zu erzählen hat und die Meisten sind nicht freiwillig in diese Situation gekommen. Gerne genommen wird hier zum Beispiel auch Tiernahrung, die ich schnell aus m Markt um die Ecke hole, meistens is n Hund dabei oder wie schon von anderen hier geschrieben etwas vom Bäcker usw. Ich kann aber auch vorbei gehen wenn ich es für richtig halte und anfassen lasse ich mich von niemanden.
 
Also ich sehe fast täglich Streifen, also entweder hockst du denn ganzen Tag zuhause und hast nur 3 Meter zur Arbeit, so dass du nichts davon siehst, aber auch im Saarland wird es wohl ausreichend Polizei geben. Das sie trotzdem überfordert sind ist klar, aber so selten wie du es hier darzustellen versucht sieht man Polizei nirgendwo in Deutschland.

Ich hab 18 km Fahrweg bis zur Arbeit und habe auch noch (musikalische) Hobbys in der Umgebung - sprich an einem normalen Arbeitstag lege ich so grobe 40-45 km zurück in der Umgebung.
Es ist wirklich extrem selten dass ich eine Streife sehe. Anderes Beispiel: Ich fahre jetzt seit rund 15 jahren quasi täglich Auto. In den grob 5000 Tagen an denen ich im Straßenverkehr unterwegs war bin ich genau ein einziges Mal (!) in einer Kontrolle gelandet.

Interessenhalber hab ich mal nachgesehen: Im Saarland gibt es 3651 Polizeibedienstete. Im Außendienst dürfte davon die Hälfte sein, sagen wir mal 1800 Mann. Auf 994.200 Personen Bevölkerung.
Also eine Streife (= 2 Personen) pro 1100 Einwohner übern Daumen. Ich kann jetzt nicht einschätzen ob das viel oder wenig ist aber irgendwie erscheints mir gefühlt wirklich sehr wenig. :ka:
 
Ich habe am Bahnhof gestern einen relativ jungen deutschen obdachlosen kennengelernt. Er hat sogar studiert doch wegen tragischen Umständen lebt er nun auf der Straße. Er sucht seit Jahren vergebens eine Wohnung und findet auch keine gescheite Arbeit für den Übergang. Ohne gescheite Arbeit keine Wohnung und ohne Wohnung ist es schwer überhaupt etwas gescheites zu finden. Laut Gesetzt muss jeder Bürger ein Dach über dem Kopf haben... aber laut Gesetz eben. Komischerweise kriegen Flüchtlinge mit kriminellem Background sofort eine Unterkunft. Ich hoffe das System stabilisiert sich irgendwann hier...
 
Komischerweise kriegen Flüchtlinge mit kriminellem Background sofort eine Unterkunft.

woher weißt du, dass ein Flüchtling einen kriminellen Hintergrund hat? Wir leben hier immernoch in einem Rechtsstaat wo man sowas jemandem zunächst mal nachweisen muss.

und welche Gründe halten deinen Obdachlosen davon ab, als Meldeadresse für die Arbeits- oder Wohnungssuche einfach eine beliebige Obdachlosenunterkunft anzugeben? Klar, macht es auch nicht einfach was zu finden, aber besser als es garnicht oder mit "ohne wohnsitz" zu probieren. Ich weiß ja nicht welche tragischen Umstände das waren, aber man muss in diesem Land schon sehr viel wissentlich vernachlässigen um irgendwann ohne Dach über dem Kopf da zu stehen.

Also eine Streife (= 2 Personen) pro 1100 Einwohner übern Daumen. Ich kann jetzt nicht einschätzen ob das viel oder wenig ist aber irgendwie erscheints mir gefühlt wirklich sehr wenig. :ka:

ich hab das grade mal gegoogelt weil es mir umgekehrt sehr viel vorkam, und tatsächlich gibt es je nach Bundesland zwischen 4,7(Berlin) und 2,2(RLP) Polizisten je 1000 Einwohner.
Polizisten je 100.000 Einwohner in Deutschland nach Bundeslaendern 2016 | Statistik

selbst totalitäre Staaten wie China (1,1/1000) oder der Iran (0,7/1000) haben nicht mal halb so viel Polizei im Verhältnis zur Bevölkerung wobei Russland da mit 5,5/1000 eine Ausnahme bildet
 
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Ich gebe nach ein par Erfahrungen generell nichts mehr.
Habe hin und wieder auch versucht etwas zu Essen zu geben aber das wurde hier in HH immer abgelehnt mit echt bösen Sätzen.

Weil mir das alles mittlerweile tierisch auf die Eier geht und ich jeden Morgen 40-50 Minuten Bahn fahre setze ich ab der Haustür meine Kopfhörer auf und nehme Sie im Fahrstuhl der Firma wieder ab.

Seit dem werde ich nicht mehr angequatscht oder blöd von der Seite angesprochen.


Ist zwar ne ziemlich krasse Abschottung aber was willst du gegen so was ansonsten unternehmen?
 
woher weißt du, dass ein Flüchtling einen kriminellen Hintergrund hat? Wir leben hier immernoch in einem Rechtsstaat wo man sowas jemandem zunächst mal nachweisen muss.

und welche Gründe halten deinen Obdachlosen davon ab, als Meldeadresse für die Arbeits- oder Wohnungssuche einfach eine beliebige Obdachlosenunterkunft anzugeben? Klar, macht es auch nicht einfach was zu finden, aber besser als es garnicht oder mit "ohne wohnsitz" zu probieren. Ich weiß ja nicht welche tragischen Umstände das waren, aber man muss in diesem Land schon sehr viel wissentlich vernachlässigen um irgendwann ohne Dach über dem Kopf da zu stehen.

Das sagte mir mal mein Vater. Er therapiert drogenabhängige jugendliche und meinte er habe oft auch mit Flüchtlingen zu tun. Leider ist das wirklich nicht so einfach wie du es dir vorstellst... die meisten Menschen sehen nur das Äußere aber in Wirklichkeit läuft alles ganz anders ab. :(
 
Das sagte mir mal mein Vater. Er therapiert drogenabhängige jugendliche und meinte er habe oft auch mit Flüchtlingen zu tun. Leider ist das wirklich nicht so einfach wie du es dir vorstellst... die meisten Menschen sehen nur das Äußere aber in Wirklichkeit läuft alles ganz anders ab. :(

ganz im gegenteil, ich stelle mir das überhauptnicht einfach vor. das soll es auch garnicht sein. es braucht erst einen konkreten vorwurf, dann sucht man beweise und/oder zeugen, dann gibt es einen ordentlichen prozess und je nach dem wie dieser ausgeht ist jemand schuldig oder nicht. vorher kann er allenfalls verdächtig sein, und es ist auch falsch eine gewisse große gruppe unter generalverdacht zu stellen bloß weil ein verschwindend kleiner teil derjenigen sich nicht an geltendes recht hält. und selbst dann macht es für ein strafmaß noch einen unterschied, ob jemand aus purer boshaftigkeit gehandelt hat, aus irgendeinem traumatischen erlebnis heraus oder irgendwas dazwischen.

natürlich sind auch die gründe vielfältig warum jemand (harte) drogen nimmt und/oder gesellschaftlich absteigt und/oder seine wohnung verliert. aber auf gründe will ich auch garnicht eingehen, fakt ist nun mal bevor jemand ohne wohnung da steht ist vorher bereits extrem viel schief gelaufen.
 
Ich weiß jetzt nicht was du genau meinst, weil ich den Zusammenhang nicht verstanden habe, Sorry. Falls du Flüchtlinge meinst, ich habe ja nur nur ausschließlich die mit kriminellem Hintergrund betont und nicht alle.:daumen:
 
[...] fakt ist nun mal bevor jemand ohne wohnung da steht ist vorher bereits extrem viel schief gelaufen.

Das ist richtig. Und das System der sozialen Hilfen ist leider finanziell und personell viel zu schwach aufgestellt, um da effektive Prävention zu leisten oder die extrem aufwändige und betreuungsintensive gesellschaftliche Wiedereingliederungsarbeit zu leisten, die für diese Klientel notwendig wäre.

Und das mit den Flüchtlingen, ob kriminell oder nicht, ist eine Scheindebatte. Denn auch schon vor der großen "Welle" 2015/2016 wurde das Thema vernachlässigt, nur hat da kein Hahn nach gekräht.
 
Sind die Sozialleistungen in Deutschland wirklich so schlecht?. Ich frage deswegen weil ich neugierig bin. Das was angeboten wird von denen ist ja allg. nicht schlecht trotzdem liest und hört man oft Kritik. Ich frage mich wieso. Aber es ist von Ort zu Ort auch unterschiedlich schätze ich.
 
Sind die Sozialleistungen in Deutschland wirklich so schlecht?
Die Preise steigen zu schnell. Als Hartz IV eingeführt wurde, war es ausreichend. Die Preise haben sich inzwischen aber massiv verändert und entsprechend der Warenkorb. Ernähre dich einfach mal von 137,-€ im Monat, sowas gebe ich alleine für einmal Essengehen aus, wenn es man wieder ein 7 Gängemenüe mit Weinbegleitung wird.

Ich habe 2002 einen Test gemacht und jetzt wieder. Immer mit Freunden zusammen, mit denen ich auch zum wild campen und überleben in der Wildnis fahre. Wenn man sieht, dass es ein kg Getreide für 20 Cent gibt, dann entspricht der Regelsatz von 4,54 pro Tag gut 20kg Getreide pro Tag und Person. Erkläre dann Menschen, die von der sprichwörtlichen "Handvoll Reis am Tag" leben, dass 20kg Getreide zu wenig sind. Das ist natürlich Kokolores und hat nichts mit der Realität des Einkaufens im Laden zu tun.

Und ja, es geht weiterhin, im Vergleich zu 2002, als es ein satter Essenskorb war, ist es heute zum Überleben ausreichend. Dazu benötigt man aber noch etwas Wissen, um eine günstige und gesunde Ernährung zu bekommen. Und daran scheitert es oft, nicht daran, den Regelsatz zu erhöhen. So als Beispiel sind 500kg Rollmöpse für 1,39,-€ zu nennen, da deckt man seinen täglichen Eiweisbedarf billig und gut mit ab. So ein Glas mit sieben Rollmöpsen reicht dann für eine Woche. Spaß macht das alles nicht, wenn man an frischem Obst und Gemüse vorbeigehen muss und mit festem Willen zum Sparen das kauft, was gerade ganz billig ist, aktuell z.B. Weißkohl und Steckrüben. Und auch Rote Beete gibt es nachgeschmissen. Einfach mal auf dem Wochenmarkt die Reste zum "Ich nehm alles für die Hälfte" kaufen.

Und dann schau Dir die anderen Bereiche an. 1,-€ im Monat für Bildung ist eine Verhöhnung. Und dann lass ein technische Gerät defekt werden. Stell Dir vor, Du hast Kinder, deren Regelsatz noch tiefer ist etc. Als Resümee sage ich dazu immer, man kann davon leben, aber man wird sichtbar arm und krank. Es ist ein Hungerlohn. Lösungen sind komplex, schaut man auf Menschen am Mindestlohn, die als Gesamtpaket auch nicht mehr als der Hartz IV Empfänger bekommen, dafür aber 40h arbeiten müssen. Ich bin darum für ein mehrstufiges System.

1. Anhebung des Mindestlohn
2. Abschaffung von Hartz IV und Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens in Höhe von 800,-€

800,-€ ist merklich weniger als der aktuelle Hartz IV Satz, insbesondere, wenn man bedenkt, das sämtliche Verwaltungskosten entfallen, Außerdem werden Gemeinden entlastet, weil das Grundeinkommen vom Bund finanziert werden müsste. Zu finanzieren ist da gar nichts, weil entsprechend die Steuern steigen können. Denn wer verdient, kann seine 800,-€ Grundeinkommen einfach wieder wegbesteuert bekommen. Es würde aber die soziale Gerechtigkeit am unteren Ende massiv erhöhen.

800,-€ reichen nicht für eine kleine Wohnung in München, wenn man aber der Meinung ist, gesund und kräftig nicht arbeiten zu wollen, muss man Kompromisse eingehen. Im Wendland und in Brandenburd verweisen ganze Dörfer, da bekommt man billigen Wohnraum mit Grundstück für Hühner und Schweine und kann sich seine Auszeit nehmen, wenn man das für angemessen hält; ohne Druck und ohne Gängelung. Oder man arbeitet etwas nebenbei, wenn man "Luxus" wie frisches Obst möchte. 800,-€ reichen aber im Studium oder der Ausbildung mit kleinem WG Zimmer. Kranke bekommen entsprechend mehr, wenn sie nicht zuarbeiten könnenm, damit sie zumindest etwas über dem aktuellen Hartz IV satz liegen.

Das wäre so meine grobe und nicht ausformulierte Richtung, die ich einschlagen würde. Betteln bräuchte dann niemand mehr. Das Grundeinkommen müsste mit anderen aktuellen Zahlungen wie Renten oder Arbeitslosengeld verrechnet werden. Da müsste man im Detail drauf schauen.




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Quelle: § 7 des RBEG
 

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Ernähre dich einfach mal von 137,-€ im Monat,

Ich hab grade mal in mein schlaues Haushaltsbuch geschaut unter der Zeile "Nahrungsmittel".
Mittelwerte:
2016: 198,67€
2017: 231,75€
2018 bis jetzt (Weihnachten fehlt noch dann sinds wieder 230 :-D): 219,01€

...also für 2 Personen. Das sind im ganz großen Mittel rund 108€ pro Person und Monat - und wir essen jetzt nicht ausdrücklich sparsam, sprich ich kaufe auch gelegentlich maln Kilo Lachs für 30€ oder sowas.
OK, solche Dinge wie essen gehen usw. sind da nicht mit drin (das ist Freizeitkonsum usw.) aber wenn die 137€ pro Monat und Person gerechnet sind würde ich damit problemlos auskommen. :hmm:

Bin ich so billig unterwegs oder wo ist der Denkfehler?
 
Durch meine Diät gebe ich persönlich monatlich max 100 Euro für das Essen aus. Aber jeder Mensch ist individuell und manche haben sogar die ein oder andere Krankheit, bei der man spezielle Sachen kaufen muss die etwas teurer sind. Im Grunde muss man allerdings etwas diszipliniert vorgehen, vor allem wenn man auf Sozialgeld angewiesen ist.
 
Ich hab grade mal in mein schlaues Haushaltsbuch geschaut unter der Zeile "Nahrungsmittel".
Mittelwerte:
2016: 198,67€
2017: 231,75€
2018 bis jetzt (Weihnachten fehlt noch dann sinds wieder 230 :-D): 219,01€

...also für 2 Personen. Das sind im ganz großen Mittel rund 108€ pro Person und Monat - und wir essen jetzt nicht ausdrücklich sparsam, sprich ich kaufe auch gelegentlich maln Kilo Lachs für 30€ oder sowas.
OK, solche Dinge wie essen gehen usw. sind da nicht mit drin (das ist Freizeitkonsum usw.) aber wenn die 137€ pro Monat und Person gerechnet sind würde ich damit problemlos auskommen. :hmm:

Bin ich so billig unterwegs oder wo ist der Denkfehler?

Das Thema kommt zig mal im Luxx auch, da gibts nen "Gehalts Thread".

Ich sage auch, dass mir ca. 100-150 € für "rein Essen" reichen.
Wir haben zu zweit ebenfalls ca. 220-280 € pro Monat an Essensausgaben.

Andere zählen da aber eben Essengehen etc. mit rein und dann reicht es natürlich nicht mit 100 € pro Monat/Person.
 
Die Preise steigen zu schnell. Als Hartz IV eingeführt wurde, war es ausreichend. Die Preise haben sich inzwischen aber massiv verändert und entsprechend der Warenkorb. Ernähre dich einfach mal von 137,-€ im Monat, sowas gebe ich alleine für einmal Essengehen aus, wenn es man wieder ein 7 Gängemenüe mit Weinbegleitung wird.

Jemand der H4 bezieht soll aber auch nicht ein 7 Gänge Menü essen gehen. Es sind insgesamt fast 400€ die man für ich schreibe jetzt mal polemisch "nichtstun" jeden Monat ausgeben kann und die Wohnung sowie Ersteinrichtung bezahlt einem das Amt ja noch oben drauf. Davon kann man jetzt keine Luftsprüge machen, aber doch locker davon leben. Nachdem ich daheim ausgezogen war hatte ich während Ausbildung/Studium bedeutend weniger zur Verfügung. Zudem haben wir auch noch ein sehr gutes Gesundheitssystem, von den 5€ Zuzahlungen kann man sich als entsprechend bedürftiger ja ebenfalls befreien lassen, genauso wie von anderen Belastungen wie GEZ.

Ehrlich gesagt finde ich den aktuellen Satz sogar viel zu hoch. Ich würde ab einer bestimmten Stufe des Unwillens einen Job zu suchen allenfalls noch Essensmarken und Kulturgutscheine ausgeben, aber kein Geld von dem sich Alkohol und Zigaretten kaufen lassen. Die Grundsicherung soll das Überleben sichern, nicht mehr und nicht weniger.
 
@P2063

Ich kann mich noch gut daran erinnern als ich Student war, ich habe mich mal Monate lang nur mit Spaghetti und Tunfisch ernährt :rollen:. Das war damals in Wuppertal...
 
[...] Ich würde ab einer bestimmten Stufe des Unwillens einen Job zu suchen allenfalls noch Essensmarken und Kulturgutscheine ausgeben, aber kein Geld von dem sich Alkohol und Zigaretten kaufen lassen.[...]

Das ist auch so vorgesehen. Für unter-25-jährige kann das in bestimmten Fällen theoretisch sogar als erste Sanktionsstufe verhängt werden.

Die Grundsicherung soll das Überleben sichern, nicht mehr und nicht weniger.

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Bin ich so billig unterwegs oder wo ist der Denkfehler?
Vermutlich. Und Du weisst, wie es geht. Ich sagte ja, man kann sehr gut günstig leben, wenn man große Mengen (Zentner Kartoffeln zum Einlagern) kauft und etwas Garten nebenei hat. Wir z.B. haben dieses Jahr über eine Tonne Äpfel geernten. Das sind jetzt 300l Apfelsatz und genug Äpfel, um jedes Tag mit vier Personen ein Kilogramm zu haben, also der tägliche Apfel fürs Müsli. Apropos Müsli, mit Haferflocken, Banane, Apfel und Milch ist das auch extrem billig und gesund. Auch meine Linseneintöpfe mit frischen Gemüse kosten nicht, Apfel und Kartoffel ist quasi geschenkt, etc. Was kosten aber zwei Brötchen vom Bäcker morgens? Schwupps sind 1,50€ weg. Wie soll ich Käse ohne meinen Feigensenf essen? Ja, gut, aber genau diese Kloeinigkeiten, gerade Gewürze, kosten. Dazu etwas besseres Fleisch und nicht das Hack für 3,-€ das Kilo und die 4,50€ sind ganz schnell weg.

Und dann schau Dir den "typischen" nicht so Informierten, der sich für 2,20 eine Dose Ravioli kauft. Das ist dann teuer und schlecht, der halbe Liter O-Saft am Tag raubt den nächsten Euro, Brot beim Bäcker ist unverfrohren teuer geworden, aber das billige Weißbrot vom Supermarkt ist nicht genießbar. Etc....

....ich habe mich mal Monate lang nur mit Spaghetti und Tunfisch ernährt
rolleyes4.gif
. Das war damals in Wuppertal...
Ja, Wuppertal kenne ich gut, da gibt es keine guten Geschäfte. Da muss man dann halt umziehen. :)

.... Ich würde ab einer bestimmten Stufe des Unwillens einen Job zu suchen ...
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
Art 1 GG - Einzelnorm
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Und dann schau Dir den "typischen" nicht so Informierten, der sich für 2,20 eine Dose Ravioli kauft. Das ist dann teuer und schlecht, der halbe Liter O-Saft am Tag raubt den nächsten Euro, Brot beim Bäcker ist unverfrohren teuer geworden, aber das billige Weißbrot vom Supermarkt ist nicht genießbar. Etc....

Das Brot vom Bäcker ist inzwischen auch nur noch so eine industrielle Pampe.
Da muss man schon echt Glück haben und einen Bäcker erwischen, der noch alles selbst macht und vor allem weiß, was er tut.
 
man kann sehr gut günstig leben, wenn man große Mengen (Zentner Kartoffeln zum Einlagern) kauft und etwas Garten nebenei hat.

Naja, nen Garten hab ich keinen (also schon nur wächst da nix essbares außern Strunken Petersilie :-D) aber das mit den Mengen stimmt schon. Zumindest für die Grundnahrungsmittel. Ich kaufe beispielsweise Reis in 20 oder 25 Kilo-Säcken. Das Zeug hält sich trocken ja ewig und 20 Kilo Reis kosten kaum 30€ im Großhandel - im Ernstfall biste damit schon mit zwei Personen nen Monat lang satt. :ugly:


...aber wir schweifen von den Bettlern ab. OT in der Rumpelkammer...lassen wir mal durchgehen. :D
 
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