WAkü mit ner 1200 liter pumpe sinnvoll

ChrisMSI

Komplett-PC-Aufrüster(in)
WAkü mit ner 1200 liter pumpe sinnvoll

Hallo an die community, ich habe hier noch eine Eheim 1250 pumpe liegen, sie hat ein pumpvolumen von sagenhaften 1200 liter und ist flüsterleise, momentan habe ich ne EH 1048 (600 liter) im meinem kreislauf arbeiten, und bin nun am überlegen ob es sinn machen würde die 1250 einzubauen. ich frage mich ob ich damit evtl bessere kühlleistungen ereichen könnte oder ob die leistung aufgrund des extrem grossen durchflussess eher abfällt, möchte mir aber nicht den aufwand machen dies über einen umbau festzustellen. hat jemand von euch erfahrungen mit derart leistungsstarken pumpen?? weil habe mal gesehn das sich jemand 6 oder mehr laining pumpen zusammengschlossen hat um diesen durchfluss zu erzieheln..danke im vorraus
 
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Theoretisch steigt die Kühlleistung natürlich mit einem höheren Durchfluss. In der Praxis ists bei Wasserkühlungen aber so, dass bereits geringere Durchflussgeschwindigkeiten (weit unter 100 L/h, manche reden auch von unter 50 L/h) völlig ausreichen und die Kühlleistung nur noch minimal ansteigt wenn man sehr viel höhere Durchflüsse fährt.

Da deine jetzige Pumpe schon sehr stark ist wirst du den Unterschied zu einer noch stärkeren temperaturmäßig vermutlich kaum bis gar nicht bemerken. Das Zusammenschalten der ganzen Pumpen war weniger der Performance sondern eher der Machbarkeits/Hobbystudie gewidmet. ;-)
 
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dann bedanke ich mich und lasse die pumpe weiter in meinem schrank für.
 
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Der Maximaldurchfluss der bei einer Pumpe angegeben wird, macht keine Aussage darüber welcher Durchfluss damit in einem Wakü-Kreislauf erreicht werden kann. Es kommt auf den Arbeitspunkt auf der Kennlinie der Pumpe an, die sich im sog. Kennfeld sich zwischen den Achsen Druck und Durchfluss aufspannt. Die angegebene maximale Förderleistung gilt für einen Differenzdruck von 0 bar - also für freien horizontalen Auslauf vom Pumpenstutzen in ein Gefäß. Davon ist man in einem Wakü-Kreislauf zwangsläufig weit entfernt, weshalb dieser maximale Durchfluss auch nicht annähernd erreicht wird. Auf der anderen Achse des Kennfelds liegt auf dem Achsenschnittpunkt mit der Kennlinie die maximale Förderhöhe, also der Druck bei einem Durchfluss von 0 l/h. Der Arbeitspunkt in einem Wakü-Kreislauf liegt im Regelfall deutlich näher an dieser Achse.

Der Arbeitspunkt stellt sich in Abhängigkeit vom Strömungswiderstand des Kreislaufs auf der Pumpenkennlinie ein. In der Praxis ist die Druckseite die wesentlich dominantere, sofern man keinen extrem auf HighFlow getrimmten Kreislauf aufbaut, der prinzipbedingt nur wenig Kühlleistung im Vergleich zu effektiveren Kühlerdesigns bietet (deshalb ist HighFlow-Optimierung auch vollkommen sinnlos).
In einem üblichen Wakü-Kreislauf wird sich daher mit der Eheim 1250 wegen ihres geringen Druckaufbaus auch kein hoher Durchfluss einstellen. Da die Eheim 1048 noch ein Quäntchen weniger Druck aufbaut, wäre die Eheim 1250 mit ihren 0,2bar gegenüber 0,15bar Maximaldruck der Ehiem 1048 zwar tendenziell noch ein klein wenig überlegen, aber wegen ihre Kennlinie wird sie selbst in diesem Kellerduell keinen Stich machen.
Gegen eine AS-XT, die auf der noch kleineren Eheim 1046 basiert, kann eine Eheim 1250 trotz des viel höheren Maximaldurchflusses einpacken, denn die AS-XT spannt mit ihrem mehr als doppelt so hohen Maximaldruck von 0,42 bar ein wesentlich besser für die Wakü-Anwendung geeignetes Kennfeld auf. Die Eheim 1250 sieht im Vergleich zu einer AS-XT oder einer DDC-1T deshalb durchflussmäßig auch kein Land. Ausreichen wird´s dennoch, denn im Übrigen gilt natürlich was Incredible Alk schon sagte: ab 60 bis 100 l/h (je nach Kühlerbestückung im Kreislauf) kann man den Durchfluss hochschrauben wie man will - es wirkt sich temperaturmäßig nicht mehr in nennenswertem Maße aus. Wir haben verschiedene Kühler getestet und dabei die Kühlleistung bei Durchflüssen von 60 l/h bis zu 300 l/h (Laing DDC-1T+ mit nur einem Kühler im Kreislauf) vermessen - und zwar nicht mit CPU-Sensoren sondern mit richtiger Messtechnik auf einem DIE-Sim. Bei einer Steigerung von 60 l/h auf 150 l/h ließ sich meist nur noch ca. 1K raus holen. Von 150 auf und 250 - 300 l/h (je nach kühler) lagen in der Regel deutlich weniger als 1K. Der Effekt des verbesserten Wärmeübergangs aufgrund des gesteigerten Turbulenzgrades wird mit zunehmendem Durchfluss immer geringer und läuft asymptotisch gegen einen vom Kühlerdesign abhängigen Grenzwert.
Bereits Durchflüsse von über 150 l/h sind aber in einem richtigen Wakü-Kreislauf nur mit sehr druckstarken Pumpen möglich und bei vielen Kühlern im Kreislauf sind auch mit solchen Pumpen 100l/h schon viel. Mit einer Eheim 1250 ist das in den allermeisten Kreisläufen völlig unmöglich, da sie dafür druckmäßig einfach viel zu schwach auf der Brust ist. Will man dennoch partout mehr Durchfluss (der wie gesagt wenig bis nichts bringt), erkauft man sich diesen höchstens minimalen, falls überhaupt messbaren, Vorteil mit dem zusätzlichen Abwärmeeintrag und der Lautstärke einer lauten Power-Pumpe oder durch die Geräuschaddition einer Reihenschaltung mehrerer Pumpen.
Die Eheim 1250 ist für den Wakü-Einsatz jedenfalls weder stark, noch ist sie als flüsterleise zu bezeichnen. Von der Lautstärke her erträglich sind solche Pumpen meiner Erfahrung nach nur, wenn sie keinen Gegendruck haben, wie z.B. bei einem Aquarium. In einem Wakü-Kreislauf spielen sie lärmmäßig eher in einer Liga mit der DDC-1T+ oder noch lauteren Pumpen. Kurzum - die Eheim 1250 ist als Wakü-Pumpe in jeder Beziehung ein Fehlgriff ;).

Wenn du ein Bewertungskriterium für Wakü-Pumpen suchst, bei dem du aus den Herstellerangaben abschätzen willst, wie gut sie sich eignen, bist du insbesondere für Wakü-Kreisläufe mit effektiven Kühlern wesentlich besser mit einem Blick auf die maximale Förderhöhe (maximaler Druck bei Durchfluss = 0 l/h) bedient, da man im Kennfeld im Regelfall deutlich näher an dieser Achse liegt als an der Durchfluss-Achse. Zudem lohnt auch ein Blick auf die Kennlinie selbst, sofern du sie auftreiben kannst. Ein gutes Beispiel für den Einfluss der Kennlinie ist der Vergleich zwischen die Laing DDC-1T (max. Druck = 0,37 bar, max. Durchfluss = 420 l/h) und der Laing D5 (max. Druck = 0,37 bar, max. Durchfluss = 1500 l/h). Beide bieten den gleichen maximalen Druck, aber die D5 kann ohne Strömungswiderstand einen über dreimal höheren maximalen Durchfluss erreichen. Im Wakü-Einsatz zeigt sich jedoch in jedem einigermaßen restriktiven Kreislauf, der z.B. mit einem guten CPU-kühler ausgestattet ist und evtl. noch weitere Mikrostrukturkühler enthält, sehr schnell, dass mit der vermeintlich schwächeren DDC-1T höhere Durchflüsse zu erreichen sind als mit der D5. Verantwortlich dafür ist deren Kennlinie, die mit steigenden Differenzdruck viel schneller zusammenbricht als die der DDC-1T. Lass dich also nicht von, für die Praxis irrelevanten Größen, wie dem maximalen Durchfluss einer Pumpe blenden. Ein hoher Wert bedeutet hier keinesfalls, dass man es mit einer besonders starken Pumpen zu tun hat ;). Auch wenn sie gegen eine normale DDC-1T meist den kürzeren zieht, wäre z.B. selbst die D5 aufgrund des viel höheren Maximalrucks einer Eheim 1250 btw immer noch haushoch überlegen.

Nur für ein Aquarium, wo es bei nahezu Null Strömungswiderstand um den Austausch großer Wassermengen geht, ist einen Eheim 1250 vielen anderen Pumpen mit geringerem Maximaldurchfluss sicherlich vorzuziehen, aber
in einem Wakü-Kreislauf setzt du damit auf´s flasche Pferd, wenn du hohen Durchfluss erreichen willst. Dass letzteres kein sonderlich lohnendes Ziel ist wurde aber schon aufgezeigt ;).
 
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Oder, um es kürzer zu fassen: Ja, man kann ne 1250 in ner Wakü verwenden, aber sie ist nicht wesentlich stärker als eine 1048 und ehe man die Pumpleistung einer modifizierten 1046 oder eine DDC erreicht, müsste man schon eine 1262 ranschaffen, die garantiert nicht "flüsterleise" wäre.
Ist aber alles auch egal, denn nenneswert kälter wirds durch stärkere Pumpen halt nicht.
 
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ich bedanke mich für den tiefen einblick in die materie, hätte aber nicht gedacht das eine pumpe welche über 2 meter förderhöhe ereicht doch nur so schwach auf der brust ist, wie geschreiben war es ein gedanke da ich die pumpe berufsbedingt rumliegen habe, zudem hat mich alleine schon die tatsache das ein paar lieter mehr kaum noch nennenswerte erfolge bringen dazu bewegt den gedanken ad akta zu legen. da ich einen eheim händler habe, habe ich in meiner 1048 jedoch nicht orginal achse sowie pumpenrad verbaut sondern ein modifiziertes geschwungenes pumpenrad und wie er meinte eine gleitärmere achse. laut seiner aussage bringt das geschwungene pumpenrad in meinem kreislauf vorteile, allerdings habe mich mich noch nie so tiefgründig mit dieser materie beschäftigt. ich bedanke mich für die wirklich höchst kompetenten antworten
 
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Geschwungenes Pumpenrad?
Das interessiert mich jetzt aber. Für gewöhnlich scheitern alle Versuche, die Pumpengeometrie der Eheims auch nur ein bißchen zu optimieren, an der variablen Laufrichtung.
 
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Also das ist ein prototyp gewesen so könnte man ihn zumindest nennen, es ist nicht direkt auf das 48 modell ausgelegt hat aber den gleichen durchmesser die gleiche länge sowie die gleiche höhe des orginalpumrades, sie sind leicht geschwungen um das wasser besser zu drücken, allerdings erkenne ich nur anhand des ausflusses in meinen ausgleichsbehälter ob sie richtig dreht, da ich meine pumpe seit einbau jedoch nie wieder ausgeschaltet habe muss ich mich nicht darum kümmern das sie richtig anleuft, ausser bei der ersten einschaltung natürlich:D
 
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