[Wahl September 2009] Monatliche Community-Bundestagswahl

Welche Partei würdet Ihr diesen Monat wählen?

  • SPD

    Stimmen: 7 6,4%
  • Union

    Stimmen: 4 3,6%
  • FDP

    Stimmen: 12 10,9%
  • Die Linke

    Stimmen: 9 8,2%
  • Piratenpartei

    Stimmen: 61 55,5%
  • Die Grünen

    Stimmen: 9 8,2%
  • Sonstige

    Stimmen: 4 3,6%
  • Enthaltung/gehe nicht wählen

    Stimmen: 4 3,6%

  • Umfrageteilnehmer
    110
  • Umfrage geschlossen .
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Es gibt in unserem Land Berufe, wo fest das Trinkgeld eingeplant ist. Also Berufe wie Friseure und Kellner, wo mindestens 100 bis 200€ zusammenkommen(wenn ich mich recht entsinne geht das Finanzamt sogar bei Friseuren bei voller 40h Woche und normalen Monat von mindestens 300€ aus). Frag doch mal Personen aus diesem Bereich, sie werden dir bestätigen dass das Trinkgeld eine fest eingeplante Größe ist.
Aber es ist keine kostante Größe. Beobachte doch einmal wer in einem 9/10 Euro Cut´n ´Go Frisör so alles und wieviel Trinkgeld gibt. So gut wie niemand. Da verdient man nichts und muss ALGII beantragen.
Du willst also allen ernstes das der Staat in die Preisbildung eingrifft und Löhne oberhalb der Produktivität durchsetzt? Das wird weder für mehr Arbeitsplätze, noch für sichere Arbeitsplätze sondern für weniger Arbeitsplätze sorgen. Und was dann?
Ja gute Frage was dann. Dann gibnt es keine Frisöre mehr?? ;) Ich sage Dir was dann passieren wird. Die Preise für Frisöre würden steigen und man müsste mehr für einen Frisöbesuch bezahlen. Die meisten werden dies auch machen, da sich fast jeder darüber im Klaren ist, das man von einem Stundenlohn von 5 Euro "nicht" leben kann. Und du wirst sehen das keine nennenswerte Größe nach Polen fährt um sich dort die Haare schneiden zu lassen.
Gründen wir wieder Staatsbetriebe um die Leute in Lohn und Brot zu setzen, obwohl die Kosten-Nutzenrechnung am Ende sagt, das man es besser sein lassen sollte und es günstiger für alle ist, wenn man den Leuten eine Art Grundeinkommen zahlt und sie dahause bleiben?
Darum geht es doch gar nicht. Und dieses "Angst schüren" versuchst du stetig aufs neue. Bleib doch mal sachlich. Es muss einfach eine Grenze gezogen werden wo man festlegt, dass es "Nicht" hinnehmbar ist unter einem bestimmten Lohn zu arbeiten.

Des Weiteren habe ich nicht vom Grundeinkommen gesprochen, dass ist ein völlig anderes Thema. Es geht hier um eine gesetzlich festgelegte Untergrenze, um die Würde des Menschen und um erbrachte Leistung wo der Produktionsaufwand der Vergütung entspricht. Schaue doch mal in all die anderen europäischen Länder, wo dieses System etabliert ist und nicht zu den hier pophezeiten Auswirkungen führt.
Nein. Wie ich sehe hast du keinerlei Bezug zur Realität.
Bleib bitte sachlich!
Gerade die kleinen und mittleren Betriebe haben an der immer höheren Ausgabenlast und gewissen Reglementierungen von Staatsseite, wie es das AGG darstellt, zu knubbern.
Ich verstehe nicht ganz in wiefern das AGG mit den geforderten Mindestlöhnen zusammenhängt?:huh:
Denn was hier auch wieder viele Vergessen: Fast genau den selben Lohn den ein Arbeitnehmer am Ende eines Monats Brutto bekommt, darf der Arbeitgeber nochmal an den Staat, etc. abführen.
Spricht man dann nicht eigentlich davon, dass ein Betrieb unwirtschaftlich arbeitet, wenn er es nicht schafft seinen Mitarbeitern einen zum Überleben ausreichenden Lohn zu zahlen? Demnach gibst du also zu das der Staat viele Branchen subventionieren muss, da man ansonsten nicht bestehen könnte? Warum sollte das die Aufgabe des Staates sein? Ist da nicht der Arbeitgeber derjenige der für die wirtschaftlichkeit seines Unternehmens zuständig ist. Ich denke du forderst do stets weniger Einmischung des Staates, dann sei sio konsequent und Fordere die Abschaffung des ALGII als Zuverdienst zu bestehendem Gehalte und definiere was menschenwürdige Vergütungen sind. Dann machst du nur eine Vorschrift, nämlich das Arbeitgeber dieser Definition entsprechen müssen und schon können sie nach wie vor über das Gehalt selber bestimmen jedoch mit dem Passus sich an die Definition halten zu müssen. Kommt aufs gleiche Hinaus jedohc mit vieeeel weniger staatlicher Einmischung. Was sagst du dazu?

Diese Rechnung ist leider zu einfach. Ein Friseur hat in aller Regel neben sich selbst zwei, eher drei Angestellte. Gehen wir nun tatsächlich von den 5 € aus, die auf 10 € erhöht werden bei einer 160 Stunden Monatsarbeitszeit pro Angestellten.

Welche prozentuale Preiserhöhung wäre erforderlich, damit der Unternehmer ohne Gewinnreduzierung arbeitet?


Lohnkosten (reine Gehaltskosten ohne Nebenkosten) vor Erhöhung = 3.000 €

Lohnkosten nach Erhöhung = 6.000 € (bei drei Angestellten, Vollzeit 40h)

Gehen wir von einem durchschnittlichen Preis von 20 € pro Haarschnitt aus. Der Monatsumsatz beträgt 20.000 € (1.000 Schnitte im Monat, realistisch, da jeder Angestellter durchschn. ca. 40 Minuten pro Schnitt braucht). Die restlichen Kosten betragen im Monat 14.000 €. Der Unternehmer hat also pro Monat einen Gewinn von 3.000 € (vor der Erhöhung).

Durch die Kostenerhöhung beträgt der Gewinn 0 €.

Es müssen also 3.000 € mehr Umsatz gemacht werden. Eine Erhöhung der Menge ist ausgeschlossen, so dass nur eine Preiserhöhung in Frage kommt.

Der Umsatz muss auf 23.000 € erhöht werden. Eine Preissteigerung von 15 % ist notwendig, um den Gewinn wieder auf 3.000 € zu bringen.

15%. Hört sich wenig an, wenn man den Durchschnittspreis nur um 3 € erhöhen muss. Nur manche Zahlen auch gerne beim Frisör 80 € und mehr.

15 % sind mehr als siebenfache der angestrebten Inflationsrate. Nun stelle man sich das mal in anderen Branchen vor, was dort los wäre.
Und wo liegt das Problem statt 20€ 23€ zu zahlen, wenn an doch dafür weiß, dass der Arbeitnehmer dafür eine menschenwürdige ENtlohnung erhält? Ist das gleiche Prinzip wie bei Fairtrade und da zeigen die Absatzzahlen auch ein ordentliches Wachstum an, weil die Menschen wissen, dass es nauf Dauer nicht hinnehmbar ist billigst einzukaufen, wenn dafür andere am Existenzminumum und darunter leben müssen.
Es muss einfach etwas dagegen getan werden das Unternehmen ihre Wirtschaftlichkeit auf Grundlage von Dumpinglöhnen aufbauen und ich finde nicht das die Lösung Staatssubventionen sein sollte.

Sie haben es zwar etwas überspitzt hervorgebracht aber die Grundaussage ist richtig: Die Linkspartei wird vorrangig von H4-Empfängern, Sozialversagern(Schnittpunkt mit der NPD), Leuten die die rudimentärsten Zusammenhänge in unserem Wirtschaftssystem nicht begreifen oder begreifen wollen, DDR-Fetischisten und Freunden zweifelhafter Regierungsformen(ein weiterer der vielen Schnittpunkte mit der NPD) gewählt.
Unglaublich, solch ein Gedankengut. Demnach entspricht 14% unserer Bevölkerungungen also deinen haltlosen Stigmatisierungen? Woher entnimmst du eigentlich dein Wissen über die Wählerschaft der Linken? Das würde mich einmal interessieren.

MfG
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Einführen eines allumfassenden Mindestlohnes würde wiederum die Kosten steigern, was den Gewinn weiter schmälert bis hin zu den Verlust weiter vergrößert.
Wenn ein Unternehmen nur mit Arbeitskräften unterhalb des Mindestlohn überleben kann (siehe z.B. die PIN AG, aus dem Konzern des großen Unterschichtfreundes BILD & Co), ist defintiv etwas am Geschäftskonzept kaputt. Es kann nicht sien, dass ein Unternehmen Gewinn nur dann erwirtschaftet, wenn es seinen Mitarbieter zuwenig Geld zum Leben bezahlt. Und im Endeffekt (durch die Gehaltaufstockung) bezahlt diesen Gewinn im Endeffekt der Steuerzahler. Das übliche "Gewinne privatisieren, Kosten sozialisieren". Und das KANN auf dauer nicht gut gehen.

Und was soll der Unternehmer machen? Ihm bei 40h einen "vollen" Lohn zahlen, obwohl dies gar nicht möglich ist? Ihn weniger Stunden bei gleichem Lohn arbeiten lassen? Wo bleibt hier die Wirtschaftlichkeit? Ein Unternehmen muss Gewinne machen um zu existieren, das selbe gilt im übrigen auch für den Staat aber das nur am Rande.
S.o.: Wenn ein Unternehmen es nicht schafft einen Gewinn zu erwirtschaften, wenn es eine Angestellten fair bezahlt, sollte es sein Geschäftskonzept überarbeiten. Es kann nicht sein, dass ein Unternehmen auf Kosten der Angestellten oder des Staats (Gehaltaufstockung) Gewinne einfährt.

Nein. Man kann einen Arbeitgeber nicht dazu zwingen etwas zu zahlen, was er durch die Produktivität seiner Mitarbeiter und seines Unternehmens nicht reinbekommt.
Eine Putzfrau wäre auch mit 8€ nicht überbezahlt, wenn man mal rechnet, was es kosten würde, wenn die richtigen Angestellten diese Arbeit tun würden, ist sie verdammt billig. Es geht aber zu 90% nicht um Produktivität, sondern um was anderes: Profitgier.

Das gerade die Gewerkschaften immer gerne rumschwätzen, seien es nun völlig überhöhte Lohnerhöhungsforderung oder wie seit neuestem auch der Mindestlohn(natürlich nicht ganz uneigennützig: Denn schliesslich schwindet die Macht der Gewerkschaften seit Jahren aber anstatt die genauen Ursachen zu suchen, sucht man sich lieber neue Betätigungsfelder), ist ja ein alter Hut.
Sei doch froh, dass es die Gewerkschaften gibt, ansonsten würdest du schon seit 15 Jahren irgendwo in einer alten Kohlemine täglich 12 Stunden Kohle schauffeln.

Ein Unternehmen stellt dann eine Arbeitskraft ein, wenn es dazu wirtschaftlich in der Lage ist. Ansonsten bleibt sie bei ihrem Personal bzw. muss sogar welche entlassen weil die Finanzen nicht mehr stimmen oder irgendwelche Leute mit unrealistischen Lohnforderungen und Staatswirtschaftsfetischismus um die Ecke kommen.
Ein Unternehmen, dass seinen Arbeitskräften kein faires Gehalt zahlen will, kann schon kein gesundes Unternehmen sein. Der Gewinn (so vorhanden) wird dann durch die Arbeitnehmer bzw. den Staat bezahlt. Aber das schrieb ich bereits, wirklich neues kommt nicht.

Das mag vielleicht in Großbetrieben der Fall sein, die sich soetwas auch leisten können. Nur die Mehrzahl aller Betriebe in Deutschland sind nun halt mal die kleinen und mittelständischen und sie sind auch diejenigen, die die meisten Arbeitskräfte binden sowie im Vergleich zu den Großbetrieben die meisten Abgaben an den Staat abführen.
Das ist ein kleiner 5000-Mann-Betrieb (weltweit), der eine 50-Mann-Filiale hat. Großbetrieb ist das mitnichten. Und gerade für Klein- und mittelständischen Betrieben ist der Mindestlohn oftmals kein Problem, weil dort schon faire Löhne gezahlt werden, im Gegensatz zu einigen Großkonzernen, die das ganze aus reiner Profitgier machen.

Einige Links:
http://www.handwerksblatt.de/Handwerk/Mittelstand/Betrieb/4655.html
mindestlohn.de ~ Mittelständische Unternehmer

"Drei Viertel aller befragten Mittelständler sehen im Mindestlohn keinen Grund, um ihre Belegschaft zu verkleinern. Rund zwei Drittel würden mit einem Mindestlohn weiterhin neue Arbeitsplätze schaffen."

Noch Fragen?

Auch vergisst du, das z.B. in Lebensmittelbetrieben das reinigen und säubern aller Gerätschaften und Werkzeuge Aufgabe der normalen Angestellten ist. Man spricht hier von der sogenannten Vor- und Nachbereitungszeit. In anderen Unternehmen kommt vielleicht ein bis zwei mal die Woche eine Putzkraft und reinigt die Räume. Ansonsten haben auch hier die Arbeitnehmer und ja, auch der Chef, dafür zu sorgen, das Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz herrscht und zur Not auch mal den Müll wegzubringen(wie schlimm!).
Man merkt, dass du wohl offensichtlich noch nie gearbeitet hast. Aber in solchen Sachen sind sich die FDP-Wähler ja sehr oft einig, Ahnung haben ist da definitiv fehl am Platze :ugly:

Sie haben es zwar etwas überspitzt hervorgebracht aber die Grundaussage ist richtig: Die Linkspartei wird vorrangig von H4-Empfängern, Sozialversagern(Schnittpunkt mit der NPD), Leuten die die rudimentärsten Zusammenhänge in unserem Wirtschaftssystem nicht begreifen oder begreifen wollen, DDR-Fetischisten und Freunden zweifelhafter Regierungsformen(ein weiterer der vielen Schnittpunkte mit der NPD) gewählt.
Solche Aussagen sind einfach nur peinlich, und damit disqualifizierst du dich selbst. Im Gegensatz zur FDP, die nun schon seit 50 Jahren das predigt, was uns die aktuelle Krise bescherrt hat (und dabei weiß jeder mit nem ICQ über Zimmertemperatur und ein bisschen Realitätssinn, dass liberale Gedanken am Markt nicht funktionieren. Einige Beispiele: Roaminggebühren, Auslandsüberweisungen, einheitliches Handyladegerät.), hat die Linke einen Lafontaine, der (so wenig ich ihn mag) seit 4 Jahren die aktuelle Krise vorher gesagt hat und shcon vor Derivaten gewarnt hat, bevor einem Westerwelle das ganze auf nem Kärtchen mal gezeigt wurde.

Einfach nur peinlich. Was machst du beruflich?

Und wo liegt das Problem statt 20€ 23€ zu zahlen, wenn an doch dafür weiß, dass der Arbeitnehmer dafür eine menschenwürdige ENtlohnung erhält? Ist das gleiche Prinzip wie bei Fairtrade und da zeigen die Absatzzahlen auch ein ordentliches Wachstum an, weil die Menschen wissen, dass es nauf Dauer nicht hinnehmbar ist billigst einzukaufen, wenn dafür andere am Existenzminumum und darunter leben müssen.
Es muss einfach etwas dagegen getan werden das Unternehmen ihre Wirtschaftlichkeit auf Grundlage von Dumpinglöhnen aufbauen und ich finde nicht das die Lösung Staatssubventionen sein sollte.
Völlig richtig. Zumal in UK z.B. der Mindestlohn überhaupt keine negativen Folgen hatte. Die Produktivität stieg (klar, jemand der nicht jeden Euro zweimal um drehen muss und glücklich ist, ist produktiver) und sogar die Beschäftigungszahlen. Es würde auch niemanden umbringen, wenn er anstatt 9€ fürs Haare schneiden 11€ bezahlt und dafür die Frisöse fair bezahlt wird.

Unglaublich, solch ein Gedankengut. Demnach entspricht 14% unserer Bevölkerungungen also deinen haltlosen Stigmatisierungen? Woher entnimmst du eigentlich dein Wissen über die Wählerschaft der Linken? Das würde mich einmal interessieren.
Bei solchen Aussagen weiß ich, wieso ich keine FDP wähle. Das sind Aussagen auf dem Niveau einer NPD. Aber ich werde nächsten Sonntag fröhlich in mich grinsen, wenn die Linke mehr Prozente bekommt als die FDP. Das ist dann die faire Rache.
 
Und wo liegt das Problem statt 20€ 23€ zu zahlen, wenn an doch dafür weiß, dass der Arbeitnehmer dafür eine menschenwürdige ENtlohnung erhält?

Dumm nur, dass nicht jeder seine drei € mehr zahlen würde, sondern auch 10 -15 €. Das tut schon mehr weh in der Kasse und macht die Entscheidung nicht mehr monatlich zum Frisör zu gehen leichter. Die Folge ist ein komplett Ausfall dieses Umsatzes oder eine Reduzierung auf einen billigeren Haarschnitt, was wiederum den Durchschnittsumsatz sinken lässt. Die Folge kennen wir. Entweder Aufgabe des Geschäftes oder Kostenreduzierung. Mindestlohn hat in diesem Fall negativ gewirkt. Dabei ist die Branche schon relativ Preisunelastisch, ganz anders als das Baugewerbe. Simple mikroökonomische Mechanismen.


Es kann nicht sien, dass ein Unternehmen Gewinn nur dann erwirtschaftet, wenn es seinen Mitarbieter zuwenig Geld zum Leben bezahlt. Und im Endeffekt (durch die Gehaltaufstockung) bezahlt diesen Gewinn im Endeffekt der Steuerzahler. Das übliche "Gewinne privatisieren, Kosten sozialisieren". Und das KANN auf dauer nicht gut gehen.

Dann müssen diese Unternehmen schlicht und hart gesagt pleite gehen. Das ist eine logische Konsequenz, wenn nicht wirtschaftlich gearbeitet wird (auf Dauer). Lohn aus dem Steuerzahlertopf kommt nicht in Frage und ein Mindestlohn erhöht die Kosten zu stark, für ein wirtschaftliches Arbeiten mit dem gegebenen Arbeitskräften und dem gegenüber stehenden Arbeitsaufwand. Gerade bei Lohnintensiven Dienstleistern (wie Paketdiensten) muss eine gewisse Arbeitskraftsubstanz da sein. Kann selbst die nicht getragen werden, weil die Löhne zu hoch sind, bleibt nur die Aufgabe.

Dumm nur bei der ganzen Sache, dass diese Dienstleister dennoch gebraucht werden, dennoch aber laut geschrien wird, wenn die Preise zu hoch sind.
 
Dumm nur, dass nicht jeder seine drei € mehr zahlen würde, sondern auch 10 -15 €. Das tut schon mehr weh in der Kasse und macht die Entscheidung nicht mehr monatlich zum Frisör zu gehen leichter. Die Folge ist ein komplett Ausfall dieses Umsatzes oder eine Reduzierung auf einen billigeren Haarschnitt, was wiederum den Durchschnittsumsatz sinken lässt. Die Folge kennen wir. Entweder Aufgabe des Geschäftes oder Kostenreduzierung. Mindestlohn hat in diesem Fall negativ gewirkt. Dabei ist die Branche schon relativ Preisunelastisch, ganz anders als das Baugewerbe. Simple mikroökonomische Mechanismen.
Es wäre aber auch genug Leute aufgrund eines steigenden Gehalts fähig diese 10-15€ mehr zu bezahlen. Komischerweise klappt es in zig Ländern der Welt wunderbar, oder hast du schon von Zeltlagern für arbeitslose Frisösen in Frankreich oder UK gehört? Nein? Warum wohl.

Die einzigen Leute, die durch einen Mindestlohn Nachteile haben, sind die entsprechenden Großkonzerne, die dann weniger Gewinn machen. Bei den meisten Firmen geht es beim Thema Mindestlohn nämlich nicht um die Frage ob sie Pleite gehen, nein, zum Großteil geht es nur darum, das sie dann weniger Gewinn haben.

Dann müssen diese Unternehmen schlicht und hart gesagt pleite gehen. Das ist eine logische Konsequenz, wenn nicht wirtschaftlich gearbeitet wird (auf Dauer). Lohn aus dem Steuerzahlertopf kommt nicht in Frage und ein Mindestlohn erhöht die Kosten zu stark, für ein wirtschaftliches Arbeiten mit dem gegebenen Arbeitskräften und dem gegenüber stehenden Arbeitsaufwand. Gerade bei Lohnintensiven Dienstleistern (wie Paketdiensten) muss eine gewisse Arbeitskraftsubstanz da sein. Kann selbst die nicht getragen werden, weil die Löhne zu hoch sind, bleibt nur die Aufgabe.
Ja, dann muss ein Unternehmen eben pleite gehen, wenn es nicht fähig ist, ein gesundes Geschäftskonzept zu haben. Ist das nicht immer die Grundlage des Kapitalismus? Es kann doch nicht sein, dass die tragende Säule eines Geschäftskonzeptes die Ausbeutung der Arbeiter ist, oder?

Und wo du das Thema Paketdienstleister nennst:
GLS steigert Umsatz und Gewinn. Positive Bilanz - Logistik-Heute News, Nachrichten

Und jetzt sag mir bitte, warum eine Firma, die Gewinn macht nicht die Löhne anpassen kann? 180 Millionen Gewinn und ein Mindestlohn würd die Firma ruinieren? Das ist einfach nur Bullshit.

Dumm nur bei der ganzen Sache, dass diese Dienstleister dennoch gebraucht werden, dennoch aber laut geschrien wird, wenn die Preise zu hoch sind.
Das ist natürlich genau der Teufelskreis, weil es sich viele Leute aufgrund des niedrigen Lohnniveaus auch nicht leisten können mehr zu bezahlen. Im Endeffekt sorgen diese Niedriglöhne wiederrum zu anderen Niedriglöhnen. Ein Mindestlohn würde diese Spirale aufbrechen und ins positive wandeln. Denn wenn viele der heute Millionen Arbeiter unter Mindestlohn mehr verdienen, würde das auch die Binnenwirtschaft ankurbeln.

Ich für meinen Teil ziehe auch schon die Konsequenzen. Ich gehe zum teureren Frisör, der die Leute eben besser bezahlt, ich kaufe nicht bei den ganzen Discoutern wir Aldi oder Lidl ein sondern geh zum Edeka usw.
 
Was soll ich von einer CDU halten, die angesichts der aktuellen Lage mit Steuererleichterungen werben? Für wie blöd halten die uns eigentlich?

Du hast Wahlwerbung von der CDU mit ""Inhalt"" gesehen?
Bei uns hängen ausschließlich Personen rum, Aussagen gibt es gar keine, nichtmal leere Versprechungen...
(In Anbetracht dessen, dass sie der Meinung sind, mit P.H.Carstensen Wähler anzulocken, antworte ich mal auf deine Frage: Die halten uns für total bescheuert)



Ein Mindestlohn klingt auf dem ersten Blick gut und gerecht. Was man aber verschweigt:Unternehmen müssen auch dann Menschen diesen Lohn zahlen, obwohl dieser nicht durch die Arbeit dieser erwirtschaftet werden kann bzw. wird.

Ach so muss man das interpretieren. Hatte mich schon gewundert -
"Arbeit muss sich wieder lohnen", im Sinne von "Die Leute müssen verdienen, was sie verdient haben" wollte so gar nicht passen.
"Arbeit muss für Unternehmen wieder lohnen" entspricht da schon eher dem gewohnten.

Dumm nur, dass nicht jeder seine drei € mehr zahlen würde, sondern auch 10 -15 €. Das tut schon mehr weh in der Kasse und macht die Entscheidung nicht mehr monatlich zum Frisör zu gehen leichter. Die Folge ist ein komplett Ausfall dieses Umsatzes oder eine Reduzierung auf einen billigeren Haarschnitt, was wiederum den Durchschnittsumsatz sinken lässt.

Ein flächendeckender Mindestlohn sorgt auch dafür, dass die Leute mehr ausgeben können - es tut eben nicht "mehr weh in der Kasse", sondern unterm Strich bleibt mehr übrig. Denn: Im gleichen Maße, wie die Löhne steigen, steigen auch die Einkommen und damit die Möglichkeit für Ausgaben. Da aber die Kosten für Rohstoffe,... nicht steigen, steigen die Produktpreise in einem geringeren Maße -> mehr Konsum möglich. (ob man, mit Blick auf die globale Situation, mehr Konsum befürworten sollte, ist eine andere Frage)
Wichtig ist dann natürlich, dass der innerhalb dieses Systems erfolgt. Wenn die Leute ihr zusätzliches Geld in japanische Fernseher und spanische Hotels stecken, klappt das nicht mehr (es sei denn, die kaufen umgekehrt deutsche Autos und führen den gleichen Mindestlohn ein ;) ). Dieses Problem haben wir aber bereits jetzt und irgendwie seh ich da bei keiner Partei irgendwelche Bestrebungen, lindernden Einfluss auf den Wertefluss von und nach Deutschland Einfluss zu nehmen. Im Gegenteil, eher wird Globalisierung noch weiter vorrangetrieben (die FDP will ja sogar den Klimaschutz aus der Hand geben...), damit die deutschen Lohnkosten (und damit die Lebensumstände) im direkten Wettkampf mit den z.B. Nigerianischen stehen. :daumen2:

Dann müssen diese Unternehmen schlicht und hart gesagt pleite gehen. Das ist eine logische Konsequenz, wenn nicht wirtschaftlich gearbeitet wird (auf Dauer).

Leicht gesagt, schwer getan. Wie die aktuelle Lage zeigt, können grundsätzliche Fehler im Wirtschaftsprinzip weltweit zeitgleich ihre Auswirkungen zeigen und damit das gesamte System zusammenbrechen lassen. Die Auswirkungen dieser Störung sind dann aber so groß, dass sie auch Unternehmen, die besser gewirtschaft haben, treffen und einen Wiederaufbau aus eigener Kraft fast unmöglich machen.
In einer global vernetzten und Schulden-basierten Wirtschaft gibt es eben keine vollständig unabhängigen Unternehmen.
(vergleiche zum Ökosystem liegen nahe. Das scheinen Wirtschaftsgrößen genausowenig zu verstehen)
 
Du hast Wahlwerbung von der CDU mit ""Inhalt"" gesehen?
Bei uns hängen ausschließlich Personen rum, Aussagen gibt es gar keine, nichtmal leere Versprechungen...
(In Anbetracht dessen, dass sie der Meinung sind, mit P.H.Carstensen Wähler anzulocken, antworte ich mal auf deine Frage: Die halten uns für total bescheuert)
Nun ja, in unseren Breiten haben sie zur Kommunalwahl sogar mit dem CSU-Politiker Guttenberg geworben, das zeigt das im Endeffekt auch.
 
Leute, achtet beim Diskutieren bitte auf einen gewissen Grad an Objektivität. Sicherlich ist das bei politischen Diskussionen schwer, aber es bringt nichts, sein gegenüber gegebenenfalls zu provozieren oder anweitig zu diffamieren.
Insofern, achtet daher bitte auf einen angemessenen Tonfall sowie allgemein auf eine klare Argumentation.

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Das ist ein kleiner 5000-Mann-Betrieb (weltweit), der eine 50-Mann-Filiale hat. Großbetrieb ist das mitnichten.

Die Einteilung, ob es sich um ein KMU oder ein Großunternehmen handelt, erfolgt in der Regel an Hand des Umsatzes, da dies genauer als die Mitarbeiterzahl ist.
Ab 100 Mio. Umsatz kann man allgemein von einem Großbetrieb sprechen. Alles darunter ist noch dem Mittelstand zuzuordnen, auch wenn es hierbei gewisse Abstufungen gibt.

Es gibt diverse Unternehmen, welche eine relativ geringe Mitarbeiterzahl vorweisen, dennoch aber sehr hohe Umsätze/Gewinne ausweisen. Beispielsweise hatte ATI, als es von AMD übernommen wurde rund 4000 Mitarbeiter und erwirtschafte einen Umsatz von ca. $ 2,2 Mrd.
Anderes beispiel. Die Stadtwerke München zählen rund 6000 Mitarbeiter, erwirtschaften einen Umsatz von über 4 Mrd. Euro.
 
Dieser Reflex von FDP-Wählern (sollte man sagen Fanatikern?) in jeder Situation sofort auf die Linkspartei zu zeigen und zu brüllen "Die sind aber viel schlimmer!!!" ist echt einfach nur noch witzig :P

Wer sich auf dem Boden der FDGO befindet, kann es sich mit heiterster Gelassenheit leisten, mit dem Finger auf Verfassungsfeinde zu zeigen.

Wenn man sich fragt, warum eine FDP so dermaßen hinterher hinkt (die "böse" Linkspartei wird wohl mehr Prozent kriegen), dann braucht man sich nur die Partei anzuschauen. Genau, Westerwelle in den Container und dann nen bisschen Spaßwahlkampf. Wie soll man so eine Partei ernst nehmen?
Und wie soll man bitte eine Partei ernst nehmen, die mit den Slogans "Reichtum für alle!" und "Reichtum besteuern!" in den Wahlkampf zieht?

Was wollen die uns denn damit sagen? Die haben dabei doch nicht von Zwölf bis Mittag gedacht. Denn wenn "Reichtum für alle!" durchgesetzt wird, müssen gemäß "Reichtum besteuern!" auch alle besteuert werden. Wenn aber alle reich sind (gleich viel haben) ist gleichzeitig keiner mehr reich. Reichtum und Armut definieren sich immer nur im Verhältnis zueinander und sind keine absoluten Werte. Dementsprechend ist also nach Durchsetzung des ersten Slogans niemand mehr reich, der zweite kann nicht befolgt werden. Und wie soll ohne Steuern das Gemeinwesen finanziert werden? Völliger Schwachsinn!

Anders gesagt: PDSED will massiv enteignen, um nachher allen armen Schluckern (andere gibt's dann nämlich nicht mehr) den letzten Pfennig abzupressen, wenn sie einsehen, daß ohne Moos halt wirklich nix los ist. So sieht's nämlich aus. Wer anderes annimmt, muß wirklich in einem Paralleluniversum sein Dasein fristen.

Und noch was: Wenn so ein Programm durchgesetzt wird, muß sich niemand einbilden, daß viele, die demnach ungerechtfertigt besteuert werden müßten, noch im Lande bleiben. Und wer soll dann die Zeche zahlen? Da gucken sicher ganz schön viele richtig gelackmeiert aus der Wäsche, wenn die bösen, bösen Leute, denen sie ihre hart erarbeiteten Kröten aus der Tasche ziehen wollen, plötzlich einfach fort sind. Wie heißt's doch gleich? Man soll gehen, wenn's am schönsten ist. Noch steht ja Gott sei Dank keine Mauer um Deutschland. :-)

Das stimmt wohl. Jedoch muss man auch mal an die Arbeitgeber appelieren. Ein Friseur der 5 Euro die Stunde bekommt, dass sind Umstände die man so nicht hinnehmen sollte. Wenn er den dem Friseur 10 Euro zahlen würde, könnte er beispielsweise die Mehrkosten auf den für Kunden zu zahlenden Preis aufrechnen. Ich meine seien wir dohc mal ehrlich. Ich zahle bereits wesentlich mehr(kein Cutngo) und die meisten anderen Kunden wären auch bereit mehr zu zahlen. Und keiner würde wegen den gestiegenen Preisen nach Polen fahren um sich dort die Haare schneiden zu lassen., wie so oft stets als Gegenargument gebracht wird.

Das wäre ein Aufschlag von 100%! :wow: Wenn mein Haarschnitt doppelt so teuer würde, würde ich wirklich nach Polen fahren, wenn ich in der Nähe der Grenze leben würde. Und ich gehe nur zu so Cut'n'go Friseuren. Was anderes lohnt sich bei mir eh nicht, da Frisur bei meinen Haaren leider Fehlanzeige ist. Oder ich mache mir einen schönen Bundeswehr-6mm-Schnitt daheim mit der Maschine. Ist zwar häßlich, aber da kann der Friseur gucken, wo er bleibt.

Sie haben es zwar etwas überspitzt hervorgebracht aber die Grundaussage ist richtig: Die Linkspartei wird vorrangig von H4-Empfängern, Sozialversagern(Schnittpunkt mit der NPD), Leuten die die rudimentärsten Zusammenhänge in unserem Wirtschaftssystem nicht begreifen oder begreifen wollen, DDR-Fetischisten und Freunden zweifelhafter Regierungsformen(ein weiterer der vielen Schnittpunkte mit der NPD) gewählt.

Besser kann man es kaum auf den Punkt bringen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Und wo du das Thema Paketdienstleister nennst:
GLS steigert Umsatz und Gewinn. Positive Bilanz - Logistik-Heute News, Nachrichten

Und jetzt sag mir bitte, warum eine Firma, die Gewinn macht nicht die Löhne anpassen kann? 180 Millionen Gewinn und ein Mindestlohn würd die Firma ruinieren? Das ist einfach nur Bullshit.

Die 180 Millionen beziehen sich auf den EBITA. Da geht noch einiges von weg. Du kannst dir ausrechnen, was da noch für den kleinen Arbeiter übrig bleibt.

Außerdem muss das Unternehmen irgendwo her ja noch Investitionen finanzieren können oder glaubst du so manches Auto und Flugzeug hält ewig? Nicht zu vergessen die (betriebswirtschaftliche) Pflicht, Rücklagen zu bilden für schlechte Zeiten. Wo soll das Geld her kommen, wenn nicht vom Gewinn des Vorjahreszeitraums?

Übrigens, das Thema hast du ins Spiel gebracht. ;).



Ich für meinen Teil ziehe auch schon die Konsequenzen. Ich gehe zum teureren Frisör, der die Leute eben besser bezahlt, ich kaufe nicht bei den ganzen Discoutern wir Aldi oder Lidl ein sondern geh zum Edeka usw.

Gut für dich. Ich kann das leider gezwungenermaßen nicht von mir sagen, wie wohl einige Millionen andere Deutsche auch.
 
Wer sich auf dem Boden der FDGO befindet, kann es sich mit heiterster Gelassenheit leisten, mit dem Finger auf Verfassungsfeinde zu zeigen.
Das ist aber auch nur die Ablenkung von dem eigenen Mist, den man verzapft hat. Aber was will eine FDP auch sonst tun, wenn ihre eigenen, 50 Jahre lang hochgehaltenen Parolen und jetzt diese herrliche Finanzkrise bescherrt hat? Mit eigenen Inhalt kann man da ja keinen Stich holen.

Und wie soll man bitte eine Partei ernst nehmen, die mit den Slogans "Reichtum für alle!" und "Reichtum besteuern!" in den Wahlkampf zieht?
Ich sage nicht, dass man die Linkspartei ernst nehmen sollte. Auf jeden Fall ist ihr Programm (so ich sie auch nicht wählen werde) aber deutlich besser als das der FDP, die ja genau das machen möchte, was uns in die Krise geführt hat.

Was wollen die uns denn damit sagen? Die haben dabei doch nicht von Zwölf bis Mittag gedacht. Denn wenn "Reichtum für alle!" durchgesetzt wird, müssen gemäß "Reichtum besteuern!" auch alle besteuert werden. Wenn aber alle reich sind (gleich viel haben) ist gleichzeitig keiner mehr reich. Reichtum und Armut definieren sich immer nur im Verhältnis zueinander und sind keine absoluten Werte. Dementsprechend ist also nach Durchsetzung des ersten Slogans niemand mehr reich, der zweite kann nicht befolgt werden. Und wie soll ohne Steuern das Gemeinwesen finanziert werden? Völliger Schwachsinn!
Wir alle werden die Zeche zahlen müssen für das, was einige kräftig verbockt haben. Auch die Reichen und diese im Endeffekt auch deutlich mehr, schließlich sind es die einzigen, die noch die entsprechenden Möglichkeiten haben. Sozial gerecht ist es auf jeden Fall nicht, dass z.B. die Zahlungen in die Rentenkasse ab 5400€ Gehalt eingestellt werden, ein Spitzenverdiener also prozentual deutlich weniger zahlt, als jemand mit niedrigerem Gehalt. Natürlich kann und wird man so in Zukunft die Rente nicht zahlen können.

Das wäre ein Aufschlag von 100%! :wow: Wenn mein Haarschnitt doppelt so teuer würde, würde ich wirklich nach Polen fahren, wenn ich in der Nähe der Grenze leben würde. Und ich gehe nur zu so Cut'n'go Friseuren.
Es ist aber nicht jeder so knausrig wie du, es gibt noch genug Leute, die bereit sind für eine vernünftige Dienstleistung einen fairen Preis zu zahlen. Da darf man natürlich nicht unbedingt bei den FDP-Wählern gucken, aber solche Leute gibt es durchaus.

Was arbeitest du denn eigentlich?

Die 180 Millionen beziehen sich auf den EBITA. Da geht noch einiges von weg. Du kannst dir ausrechnen, was da noch für den kleinen Arbeiter übrig bleibt.
Der kleine Arbeiter wurde ja bereits bezahlt und wie man sieht wäre noch einige Luft drin, diese eben fair zu bezahlen und nicht auszubeuten. Oder würdest du gern für 5€ die Stunde arbeiten?

Außerdem muss das Unternehmen irgendwo her ja noch Investitionen finanzieren können oder glaubst du so manches Auto und Flugzeug hält ewig? Nicht zu vergessen die (betriebswirtschaftliche) Pflicht, Rücklagen zu bilden für schlechte Zeiten. Wo soll das Geld her kommen, wenn nicht vom Gewinn des Vorjahreszeitraums?
Wie du wissen solltest, werden solche Betriebsausgaben wie ein neues Auto bereits in die Ausgaben reingerechnet, sind in einer Gewinnrechnung also bereits bezahlt. Auf jeden Fall ist es schlicht und einfach nicht fair den kleinen Arbeiter ganz unten auszupressen, während oben noch ein großer Batzen Gewinn rauskommt. Warum nicht eine Erfolgsprämie an die Mitarbeiter? Aber solche Gesten sind in der heutigen Überflussgesellschaft offensichtlich nicht merh willkommen. Wir machen lieber billigsten Populismuswahlkampf mit "Arbeit soll sich wieder lohnen" :daumen2:

Ja die Arbeit vom GSL-Boten lohnt sich - für die Frima, nicht für ihn!

Gut für dich. Ich kann das leider gezwungenermaßen nicht von mir sagen, wie wohl einige Millionen andere Deutsche auch.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo das Problem ist diese 10€ auszugeben, um lieber dort einzukaufen, wo die Menschen vernünftig arbeiten können und bezahlt werden. So tut man seinen kleinen Teil dazu bei, dass die Welt für alle menschen ein besserer Platz zum leben ist. Zumal, wenn man sich Lautsprecher für 560€ in die Bude stellen kann.
 
Der kleine Arbeiter wurde ja bereits bezahlt und wie man sieht wäre noch einige Luft drin, diese eben fair zu bezahlen und nicht auszubeuten. Oder würdest du gern für 5€ die Stunde arbeiten?

Ich arbeite sogar für weitaus weniger, nämlich 0 €. Zweimal ehrenamtlich und einmal für etwas mehr als 5€ die Stunde. Aber ich bin nicht Thema des Threads:P


Auf jeden Fall ist es schlicht und einfach nicht fair den kleinen Arbeiter ganz unten auszupressen, während oben noch ein großer Batzen Gewinn rauskommt. Warum nicht eine Erfolgsprämie an die Mitarbeiter? Aber solche Gesten sind in der heutigen Überflussgesellschaft offensichtlich nicht merh willkommen. Wir machen lieber billigsten Populismuswahlkampf mit "Arbeit soll sich wieder lohnen" :daumen2:

Wir drehen uns im Kreis, aber gut, lassen wir es so stehen.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo das Problem ist diese 10€ auszugeben, um lieber dort einzukaufen, wo die Menschen vernünftig arbeiten können und bezahlt werden. So tut man seinen kleinen Teil dazu bei, dass die Welt für alle menschen ein besserer Platz zum leben ist. Zumal, wenn man sich Lautsprecher für 560€ in die Bude stellen kann.

Hast recht dann lieber für etwa den gleichen Preis ein Phenom II System mit Supergrafikkarte aus Fernost, als zwei LS aus einer Manufaktur 20 km vom eigenen Wohnsitz entfernt. Aber genug der persönlichen Anfeindungen und wieder zurück zum Thema.
 
Das übliche "Gewinne privatisieren, Kosten sozialisieren". Und das KANN auf dauer nicht gut gehen.
Was die Linkspartei zu bieten hat, wissen wir ja. Dazu genügt ein Blick in die programmatischen Eckpunkte(welche ja bis heute Grundlage für ihr Parteiprogramm sind):

Für die Überwindung von Fehlentwicklungen und sozialen Spaltungen ist eine umfassende Demokratisierung aller Lebensbereiche die Bedingung. Die Demokratisierung der Wirtschaft erfordert, die Verfügungsgewalt über alle Formen des Eigentums sozialen Maßstäben unterzuordnen. Vor allem die profitbestimmte private Verfügung über strukturbestimmende Großunternehmen muss durch breite demokratische Allianzen, Mitbestimmung und sozialstaatliche Regulierung zurückgedrängt und überwunden werden, wo sie dem Gemeinwohl widerspricht.
Demokratisierung als schöne Umschreibung von Steuerung durch den Staat. Verfügungsgewalt über alle Formen des Eigentums heißt nichts anderes als Eingriff in die Eigentumsrechte der Menschen, also ein großer Widerspruch zu unserem Grundgesetz und zur Marktwirtschaft, welche nur auf Grundlage privaten Eigentums existieren kann.
Was aber hier noch viel deutlicher hervortritt ist, das man weiterhin dem Irrglauben verfallen ist, dass man die Wirtschaft zentralistisch steuern kann. Wohin das führt, hat das vorrangegangene Jahrhundert ja zu genüge unter Beweis gestellt.
Demzufolge können Schlüsselbereiche der Wirtschaft in Gemeineigentum überführt werden. DIE LINKE erarbeitet konkrete Vorschläge, wie bestimmte Schlüsselbereiche der Wirtschaft und der Daseinsvorsorge zum Wohle der Allgemeinheit in öffentliche Eigentumsformen überführt werden müssen, um mehr demokratische Kontrolle und Gestaltung zu ermöglichen.
Hier wäre es mal interessant zu wissen, was sie als Schlüsselbereiche sieht.
Etwa die Telekom? Ein Staatsbetrieb der vor über 10 Jahren privatisiert wurde und die Verbraucher seitdem vom damit einhergehenden Wettbewerb und stetig fallenden Preisen profitieren. Böser Markt weil die Preise fallen?
oder nehmen wir die DB:
Seitdem ein Teil privatisiert wurde, fährt sie Gewinne ein anstatt roter Zahlen(wie es sich für ein ordentliches Staatsunternehmen gehört).
Streckenstilllegung? Wie können Sie nur! Egal was es kostet, egal wieviel es genutzt wird(selbst wenn nur eine Hansel pro Tag die Strecke nutzt), es muss um jeden Preis erhalten werden. Effizienz und Wirtschaftlichkeit(ja, das hat auch was mit Ökologie zu tun) ist ja schliesslich ganz böse.
Unsere Anerkennung gilt den Bemühungen um eine sozial- und wohlfahrtsstaatliche Eindämmung des Kapitalismus ebenso wie Versuchen einer Überwindung der kapitalistischen Eigentums- und Herrschaftsverhältnisse.
Das riecht doch sehr nach Marx und seinen kommunistischen Utopien.
Mir ist schleierhaft, wie man von Seiten des Verfassungsschutzes, der Politik und des Bundesverfassungsgerichts derartige Bekundungen auf die leichte Schulter nimmt. Eines der Kriterien für die Verfassungswidrigkeit ist doch die Drohung, Grundrechte zu verletzen. Das Recht auf Eigentum ist ein Grundrecht im Sinne unseres Grundgesetzes.
Konzerne und andere profitable Unternehmen müssen wieder deutlich mehr Steuern zahlen. Es soll wieder eine Vermögenssteuer erhoben werden, die Erbschaftssteuer auf große Erbschaften ist zu erhöhen. (…) Veräußerungsgewinne beim Verkauf von Wertpapieren und Immobilien wollen wir ohne Spekulationsfristen besteuern. Der Spitzensteuersatz der Einkommenssteuer soll auf mindestens 50 Prozent angehoben werden.
Hier sieht man deutlich, das es den Linken nicht um ein einfacheres Steuersystem geht(da war doch mal der Vorschlag mit der Steuererklärung, die auf einen Bierdeckel passt), sondern nur um den Grundsatz: "Wir verteilen solange um, bis alle gleicharm sind."
Mehr Steuern für Reiche scheint auf den ersten Blick ja sogar Vernünftig zu klingen, nur funktionieren tut das schon lange nicht mehr. Da gerade Unternehmen und vermögende Menschen die davon am meisten betroffen wären, ihre Aktivitäten in andere Länder verlegt haben. Folglich geht der Staat leer aus und schaut wie bei den letzten Erhöhungen nur Dumm aus der Wäsche. Aber Hauptsache man hat Symbolpolitik gemacht.
Auch die Forderung nach einer Vermögenssteuer täuscht vor, das Vermögen schon heute nicht besteuert werden. Das stimmt aber so nicht. Denn jedes Vermögen wirft Erträge ab und die werden sehr wohl besteuert. Mal ganz abgesehen davon, ist die Vermögenssteuer eine Substanzsteuer. Sie zehrt also ihre Besteuerungsgrundlage im Laufe der Zeit auf und die Dummen sind die Sparer.
Mit höheren Löhnen müssen auch wieder die Renten steigen. Die gesetzliche Rentenversicherung soll in eine Erwerbstätigenversicherung umgewandelt werden, in die schrittweise Angehörige aller Berufsgruppen einbezogen werden.
Das Problem unserer Rentenversicherung ist die demografische Entwicklung. Also weniger junge Beitragszahler, mehr ältere Leistungsempfänger. Wenn man jetzt andere Gruppen wie Beamte und Selbständige in dieses marode System einbezieht, schafft man nicht nur mehr Beitragszahler sondern gleichzeitig einen bedeutend höheren Anteil von Leistungsempfängern(man schaue sich hierzu nur an, wieviele Leute heutzutage noch verbeamtet werden und wieviele es noch zu Anfang der BRD waren).
Die gesamte Bevölkerung soll in der gesetzlichen Krankenversicherung erfasst sein, die alle medizinisch notwendigen Leistungen trägt. Sämtliche Einkommen sollen einbezogen und die Beitragsbemessungsgrenzen deutlich angehoben und stufenweise abgeschafft werden.
Die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland ist teuer, ineffizient und marode. Schuld daran sind vorallem fehlgeschlagene Reformen, Bürokratenwirtschaft, mangelnder Wettbewerb und kein Anreiz für einen effizienten Umgang mit den zur Verfügung gestellten Mittel.
Solch ein System aufrecht zu erhalten und noch mehr Menschen dort reinzuzwingen, grenzt gerade zu an geistiger Inkontinenz.

Solche Thesen wie sie die Linkspartei vertritt, sind geradezu gefährlich für Freiheit und Wohlstand in unserem Land und nichts weiter als eine zweifelhafte Illusion.

Es kann nicht sein, dass ein Unternehmen auf Kosten der Angestellten oder des Staats (Gehaltaufstockung) Gewinne einfährt.
Stimmt. Ein richtiges Unternehmen muss sich verstaatlichen lassen, um dann auf Kosten aller rote Zahlen zu schreiben.

Eine Putzfrau wäre auch mit 8€ nicht überbezahlt, wenn man mal rechnet, was es kosten würde, wenn die richtigen Angestellten diese Arbeit tun würden, ist sie verdammt billig.
Schau dir mal unser Arbeitsrecht an. Es gibt soetwas wie Vor- und Nachbereitungszeit und dazu zählt auch das Wegbringen des Mülls und gelegentliches putzen. Und ja, diese Zeit muss nicht vergütet werden, so sieht es auch unser BAG(AZ 5 AZR 122/99 vom 11.10.2000).

Sei doch froh, dass es die Gewerkschaften gibt, ansonsten würdest du schon seit 15 Jahren irgendwo in einer alten Kohlemine täglich 12 Stunden Kohle schauffeln.
Ich bin auch froh darüber das es sie gibt. Nur haben die sich ihre zunehmende Bedeutungslosigkeit, die sie mit populistischen Kassenschlagern wieder zurückzuholen versuchen, doch eindeutig selbst zuzuschreiben.

Man merkt, dass du wohl offensichtlich noch nie gearbeitet hast. Aber in solchen Sachen sind sich die FDP-Wähler ja sehr oft einig, Ahnung haben ist da definitiv fehl am Platze :ugly:
3-jährige Lehre in einer Fleischerei, jetzt Umsattlung auf Fachangestellter für Medien und Informationsdienste. Wenn ich jetzt das Beispiel Fleischerei heranziehe: Monatslohn von Fleischereifachverkäuferin hier in Thüringen bei voller 40h-Woche plus i.d.R. unbezahlter Arbeit an jedem zweiten Wochenende zwischen 550 bis 750€. Ich kann mir deine Buh-Rufe wieder ausmalen, nur kann ich sagen, das ich Einblick in die Bücher hatte und somit weiß, das mehr nicht möglich ist und somit ein Mindestlohn nur dafür sorgen wird, das die Betriebe entweder Pleite gehen, Personal abbauen müssen oder einen Teil des Personals auf Teilzeit umstellen(was auch wieder weniger Lohn bedeutet). Es fehlt einfach der Umsatz. Denn seit ungefähr mitte der 90er ist er um rund 50% zurückgegangen(auch bedingt durch den Bevölkerungsschwund). Wie willst du das kompensieren? Mal ganz abgesehen davon, das man auch noch Geld ansparen muss(also bilden von Kapitalvermögen) für Investitionen und schwierige Zeiten.

Solche Aussagen sind einfach nur peinlich, und damit disqualifizierst du dich selbst.
Ein Blick in den VS-Bericht disqualifiziert die Linkspartei sowieso von vorneherein.

Im Gegensatz zur FDP, die nun schon seit 50 Jahren das predigt, was uns die aktuelle Krise bescherrt hat (und dabei weiß jeder mit nem ICQ über Zimmertemperatur und ein bisschen Realitätssinn, dass liberale Gedanken am Markt nicht funktionieren.
Das übliche, nichtssagende Geschwätz über die FDP und ein Unwissen darüber, was die Krise ausgelöst hat.
Die zentrale Ursache warum es überhaupt dazu kommen konnte, ist eine extreme Niedrigzinspolitik der amerikanischen Notenbank seit dem Platzen der New-Economy Blase(das macht man weiterhin, hier wird der Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben). Dies hat den Konsumenten in USA ermöglicht, über ihre Verhältnisse zu leben, indem auch einkommensschwache Schichten an Kredite kamen, an die sie unter normalen Umständen gar nicht gekommen wären.
Und warum diese Krise auch uns so getroffen hat liegt wohl an der Gier und mangelhaften Marktkenntnissen unser hießigen Bänker, ja selbst der Staatssekretäre von den Staatsbanken wie BayernLB und HSH(soviel zum Thema Staatswirtschaft), sowie die lasche Kreditvergabepraxis der US-Banken und die unkritische Haltung der Rating-Agenturen.
Daraus nun aber abzuleiten, dass das ganze System krank ist und man eine Wende herbeiführen muss ist eindeutig falsch. Selbst die FDP hatte auch schon in Vergangenheit diese lasche Vergabepraxis kritisiert gehabt.
Apropos HSH: Wenn das stimmt was im Focus steht, hat man mittels einer Scheingesellschaft auf den Kaimeninseln an unserer Banken- und Finanzaufsicht sowie dem Fiskus vorbei, die riskanten Geschäfte getätigt, die zu der derzeitigen Schieflage geführt haben.

Einige Beispiele: Roaminggebühren, Auslandsüberweisungen, einheitliches Handyladegerät.),
Über das Bürokraten und Beamtenmonstrum EU, welches nur Steuermittel vergeudet und ohne das man genausogut, wenn nicht sogar besser dastünde, sowie die nationale Souveränität gewahrt bliebe, lasse ich mich jetzt erstmal nicht weiter aus.

hat die Linke einen Lafontaine, der (so wenig ich ihn mag) seit 4 Jahren die aktuelle Krise vorher gesagt hat und shcon vor Derivaten gewarnt hat, bevor einem Westerwelle das ganze auf nem Kärtchen mal gezeigt wurde.
Was kommt als nächstes? Rahmen wir jeden Spruch von Ihm ein(wie es in Nordkorea bei Kim üblich ist, wenn er wieder seine Sprüche zum besten gibt)?

Völlig richtig. Zumal in UK z.B. der Mindestlohn überhaupt keine negativen Folgen hatte. Die Produktivität stieg (klar, jemand der nicht jeden Euro zweimal um drehen muss und glücklich ist, ist produktiver) und sogar die Beschäftigungszahlen.
Immer wieder der gleiche unsinnige Versuch, die Verhältnisse anderer Länder direkt auf hier zu übertragen. Der dortige Arbeitsmarkt ist wenig bis gar nicht reguliert, Kündigungsschutz ein Fremdwort(der Grund warum z.B. Arbeiter in Frankreich mit leeren Gasflaschen damit drohen, ein Werk in die Luft zu sprengen). Man schaue sich hierzu auch die Liberalisierungsgesetze an, die unter der Regierung Thatcher verabschiedet wurden, weil zum damaligen Zeitpunkt die Wirtschaft sehr krankte und die Staatsausgaben in die Höhe schossen.

Es würde auch niemanden umbringen, wenn er anstatt 9€ fürs Haare schneiden 11€ bezahlt und dafür die Frisöse fair bezahlt wird.
Natürlich, alles staatlich reglementiert. Wo kämen wir den sonst hin in Deutschland? Also der übliche mangelnder Respekt vor der Freiheit und ein zweifelhaftes Verständnis vom Staat, was ja bezeichnend für die Linken ist, der seine Bürger vor jedem Übel zu bewahren hat und am besten auch noch eine Anleitung zur korrekten Reinung des Gesäß herausbringen sollte.

Das sind Aussagen auf dem Niveau einer NPD.
NPD und Linkspartei nehmen sich beide nicht viel. Wobei, der NPD traue ich wenigstens noch in Ansätzen zu, das sie die Wirtschaft nicht überreglementieren.

Aber ich werde nächsten Sonntag fröhlich in mich grinsen, wenn die Linke mehr Prozente bekommt als die FDP. Das ist dann die faire Rache.
Und ich werde fröhlich grinsen, wenn CDU und FDP für die nächsten 4 Jahre regieren werden und damit auch der unsägliche populistische Schwachsinn wie Verschärfung des Waffenrechts vom Tisch ist und sich Grüne und Linkspartei daran nicht austoben dürfen(gerade bei letzterem wird die FDP sich relativ vieler Stimmen aus dem Lager der Waffenbesitzer, ganz egal ob nun freie oder erlaubnispflichtige, erfreuen können). Dito bei Klimalüge und -hysterie.
Aber wenn wir schonmal bei Freiheitsrechten sind, in dem Bezug ist doch eine Äusserung von Lafontaine interessant:
Die Überführung der Privatsender in öffentlich-rechtliche Trägerschaft wäre mein Herzenswunsch.
Quelle: Fraktion DIE LINKE. im Bundestag - Wortlaut: »Selbstverständlich halte ich am Sozialismus fest«
Also nichts anderes als Verstaatlichung der Medien. Wahrlich tolle Aussichten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was die Linkspartei zu bieten hat, wissen wir ja. Dazu genügt ein Blick in die programmatischen Eckpunkte(welche ja bis heute Grundlage für ihr Parteiprogramm sind):
Ich werde mich zum Wahlprogramm der Linken mit dir nicht mehr äußern, da du dich schon mehr als disqualifiziert hast, was das angeht. Wirklich traurig.

Die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland ist teuer, ineffizient und marode. Schuld daran sind vorallem fehlgeschlagene Reformen, Bürokratenwirtschaft, mangelnder Wettbewerb und kein Anreiz für einen effizienten Umgang mit den zur Verfügung gestellten Mittel.
Solch ein System aufrecht zu erhalten und noch mehr Menschen dort reinzuzwingen grenz gerade zu an geistiger Inkontinenz.
Und stattdessen? Sollen sich die Leute unterhalb des Mindestlohn, die vom Staat noch Unterstützung erhalten um überhaupt leben zu können, dann noch eine private Krankenkasse bezahlen? Und wie sollen solche Leute, die sowieso schon nicht genug einbezahlen noch entlastet werden, wenn die Leistungsträger nicht ebenfalls ihren fairen Beitrag leisten?

Stimmt. Ein richtiges Unternehmen muss sich verstaatlichen lassen, um dann auf Kosten aller rote Zahlen zu schreiben.
Eines hat mit dem anderen nichts zu tun. Ein Unternehme, dass nur schwarze Zahlen schreibt, weil es seinen Angestellten nicht genug Geld bezahlt, damit diese Leben können, ist einfach kein gesundes Unternehmen. Ganz einfach.

Schau dir mal unser Arbeitsrecht an. Es gibt soetwas wie Vor- und Nachbereitungszeit und dazu zählt auch das Wegbringen des Mülls und gelegentliches putzen. Und ja, diese Zeit muss nicht vergütet werden, so sieht es auch unser BAG(AZ 5 AZR 122/99 vom 11.10.2000).
Nun ja, man sollte auch lesen können:

"Waschen und Umkleiden sind in der Regel, sofern nichts anderes vereinbart ist, keine Hauptleistungspflichten des Arbeitnehmers, für die der Arbeitgeber nach § 611 BGB eine Vergütung zu gewähren hätte."

Es geht hier also weder ums putzen noch ums Müll wegbringen, sondern einfach nur um das Waschen und/oder Umkleiden, vor und nach der Arbeit.

Ich bin auch froh darüber das es sie gibt. Nur haben die sich ihre zunehmende Bedeutungslosigkeit, die sie mit populistischen Kassenschlagern wieder zurückzuholen versuchen, doch eindeutig selbst zuzuschreiben.
Trifft auch irgendwie sehr gut auf die FDP zu. Es hat schon seine Gründe, warum die liberale Partei in Deutschland (in vielen anderen Ländern sonst deutlich besser) immer irgendwo unter ferner liefen kommt.
3-jährige Lehre in einer Fleischerei, jetzt Umsattlung auf Fachangestellter für Medien und Informationsdienste. Wenn ich jetzt das Beispiel Fleischerei heranziehe: Monatslohn von Fleischereifachverkäuferin hier in Thüringen bei voller 40h-Woche plus i.d.R. unbezahlter Arbeit an jedem zweiten Wochenende zwischen 550 bis 750€. Ich kann mir deine Buh-Rufe wieder ausmalen, nur kann ich sagen, das ich Einblick in die Bücher hatte und somit weiß, das mehr nicht möglich ist und somit ein Mindestlohn nur dafür sorgen wird, das die Betriebe entweder Pleite gehen, Personal abbauen müssen oder einen Teil des Personals auf Teilzeit umstellen(was auch wieder weniger Lohn bedeutet). Es fehlt einfach der Umsatz. Denn seit ungefähr mitte der 90er ist er um rund 50% zurückgegangen(auch bedingt durch den Bevölkerungsschwund). Wie willst du das kompensieren? Mal ganz abgesehen davon, das man auch noch Geld ansparen muss(also bilden von Kapitalvermögen) für Investitionen und schwierige Zeiten.
Und warum fehlt der Umsatz? Genau, weil die Leute nicht genug verdienen und daher nicht mehr genügend kaufen, ganz einfach. Und schon werden die Arbeiter entlassen und/oder enthalten weniger Geld und schon haben die Leute noch weniger Geld in der Tasche um sich Fleisch zu kaufen und wieder sinkt der Umsatz. Und so weiter. Eine reine Teufelsspirale, die sich offensichtlich nur von staatlicher Seite aus lösen lässt.

Wenn es einen Mindestlohn gäbe, würde das Fleisch eben nicht 10€ da Kilo kosten, sondern 11€. Wäre aber kein Problem, weil die Leute eben mehr Geld hätten um eben dieses Fleisch zu bezahlen.

Das übliche, nichtssagende Geschwätz über die FDP und ein Unwissen darüber, was die Krise ausgelöst hat.
Die zentrale Ursache, warum es überhaupt dazu kommen konnte, ist eine extreme Niedrigzinspolitik der amerikanischen Notenbank seit dem Platzen der New-Economy Blase(das macht man weiterhin, hier wird der Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben). Dies hat den Konsumenten in USA ermöglicht, über ihre Verhältnisse zu leben, indem auch einkommensschwache Schichten an Kredite kamen, an die sie unter normalen Umständen gar nicht gekommen wären.
Und warum diese Krise auch uns so getroffen hat liegt wohl an der Gier und mangelhaften Marktkenntnissen unser hießigen Bänker, ja selbst der Staatssekretäre von den Staatsbanken wie BayernLB und HSH(soviel zum Thema Staatswirtschaft), sowie die lasche Kreditvergabepraxis der US-Banken und die unkritische Haltung der Rating-Agenturen.
Daraus nun aber abzuleiten, dass das ganze System krank ist und man eine Wende herbeiführen muss ist eindeutig falsch. Selbst die FDP hatte auch schon in Vergangenheit diese lasche Vergabepraxis kritisiert gehabt.
Apropos HSH: Wenn das stimmt was im Focus stimmt, hat man mittels einer Scheingesellschaft auf den Kaimeninseln, an unserer Banken- und Finanzaufsicht sowie dem Fiskus vorbei, die riskanten Geschäfte getätigt, die zu der derzeitigen Schieflage geführt haben.
Das ist nur ein Teil der Wahrheit, der andere ist, dass wir in Deutschland unsere Bankengesetze auf Druck der Banken gelockert haben, damit diese auch die völlig überzogenen Renditewerte der US-Banken erreichen können. Das ist etwas, was die FDP nun schon seit Jahrzehnten fordert, immer mit dem Grundtenor "Je weniger Staat, desto besser". Warum also diese Leute wählen, die genau das als Grundüberzeugung hatten, was uns in die ******** geritten hat? Das ganze kannst du auch gern mal nachlesen:

Finanzkrise: Die FDP eiert - Politik | STERN.DE

Und der Artikel ist schon fast ein Jahr alt!

Über das Bürokraten und Beamtenmonstrum EU, welches nur Steuermittel vergeudet und ohne das man genausogut, wenn nicht sogar besser dastünde, sowie die nationale Souveränität gewahrt bliebe, lasse ich mich jetzt erstmal nicht weiter aus.
Du findest es also schlecht, dass du keine 2€ pro Minute für ein Handytelefonat in Belgien 2km von der deutschen Grenze entfernt zahlen musst? Na, deine Probleme hätte ich wirklich mal gern.

Was kommt als nächstes? Rahmen wir jeden Spruch von Ihm ein(wie es in Nordkorea bei Kim üblich ist, wenn er wieder seine Sprüche zum besten gibt)?
Wir halten einfach mal fest, dass dieser Mann einfach Recht hatte. Und zwar deutlich früher als JEDER andere Politiker in diesem Land. Hatte ein Westerwelle jemals Recht? Glaube nicht....

Natürlich, alles staatlich reglementiert. Wo kämen wir den sonst hin in Deutschland? Also der übliche mangelnder Respekt vor der Freiheit und ein zweifelhaftes Verständnis vom Staat, was ja bezeichnend für die Linken ist, der seine Bürger vor jedem Übel zu bewahren hat und am besten auch noch eine Anleitung zur korrekten Reinung des Gesäß herausbringen sollte.
Also lieber in Freiheit hungern, anstatt staatlich reglemntiert genug Geld zu haben ums sich was zu beißen zu kaufen? Solch ein Bullshit kann auch wirklich nur ein völlig Verblenderter von sich geben.

NPD und Linkspartei nehmen sich beide nicht viel. Wobei, der NPD traue ich wenigstens noch in Ansätzen zu, das sie die Wirtschaft nicht überreglementieren.
Und das dir die NPD gefällt, traue ich dir auch sofort zu.

Und ich werde fröhlich grinsen, wenn CDU und FDP für die nächsten 4 Jahre regieren werden und damit auch der unsägliche populistische Schwachsinn wie Verschärfung des Waffenrechts vom Tisch sind und sich Grüne und Linkspartei daran nicht austoben dürfen(gerade bei letzterem wird die FDP sich relativ vieler Stimmen aus dem Lager der Waffenbesitzer, ganz egal ob nun freie oder erlaubnispflichtige, erfreuen können). Dito bei Klimalüge und -hysterie.
Ich werde dich an diese, deine Worte errinnern. Ich schätze: Kein Schwarz/Gelb und die Linke hat mehr Prozente als die FDP. So blöd, wie CDU und FDP meinen, sind die Wähler dann ja Gott sei Dank doch nicht, Ausnahmen bestätigen aber natürlich wie immer die Regel ;)
 
Demokratisierung als schöne Umschreibung von Steuerung durch den Staat. Verfügungsgewalt über alle Formen des Eigentums heißt nichts anderes als Eingriff in die Eigentumsrechte der Menschen, also ein großer Widerspruch zu unserem Grundgesetz und zur Marktwirtschaft, welche nur auf Grundlage privaten Eigentums existieren kann.
Was aber hier noch viel deutlicher hervortritt ist, das man weiterhin dem Irrglauben verfallen ist, dass man die Wirtschaft zentralistisch steuern kann. Wohin das führt, hat das vorrangegangene Jahrhundert ja zu genüge unter Beweis gestellt.

Nur mal so als Anmerkung zum Thema Textverständniss (was die Linke sich dabei wirklich denkt, weiß ich auch nicht):
In diesem Absatz steht nichts, aber auch rein gar nichts von Zentralisierung oder Staatsführung.
Da steht nur Demokratisierung der Industrie. Diese ist bereits in Höchstform erreicht, wenn die Firmenleitung demokratisch von den Angestellten vorgegeben wird.

(was es -in der Schneise hinter den Heuschrecken- stellenweise sogar in der Marktwirtschaft gibt)

oder nehmen wir die DB:
Seitdem ein Teil privatisiert wurde, fährt sie Gewinne ein anstatt roter Zahlen(wie es sich für ein ordentliches Staatsunternehmen gehört).

Der effektive Stundenlohne wurde massiv gesenkt, die Wartung an vielen Stellen vernachlässigt, die Einstellung von Ausbaumaßnahmen wird zunehmend zum Problem und die Sicherstellung einer gewissen Restmobilität ganzer Landstriche unterliegt heute wieder dem Staat bzw. ist Privatsache. (eine Privatsache, die einige nicht finanzieren können und die anderen körperlich nicht oder kaum möglich ist). Ebenfalls Staatssache ist die weitere Bezahlung eines Großteils des (zu Recht) abgebauten Personals.

Unterm Strich sind die schwarzen Zahlen der Bahn ein Zehren an den Grundlagen für die Zukunft (die entsprechend röter wird) und die Ausgaben, die früher richtig Reingeschlagen haben, existieren weiterhin. Weiterhin in der Bilanz des Staates, nur der gewinnbringende Teil der Bahn ist von da verschwunden.


Mir ist schleierhaft, wie man von Seiten des Verfassungsschutzes, der Politik und des Bundesverfassungsgerichts derartige Bekundungen auf die leichte Schulter nimmt. Eines der Kriterien für die Verfassungswidrigkeit ist doch die Drohung, Grundrechte zu verletzen. Das Recht auf Eigentum ist ein Grundrecht im Sinne unseres Grundgesetzes.

Sie steht aber hinter den Menschenrechten zurück und kann dementsprechend mit Blick auf soziale Missstände eingeschränkt sein.


Die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland ist teuer, ineffizient und marode. Schuld daran sind vorallem fehlgeschlagene Reformen, Bürokratenwirtschaft, mangelnder Wettbewerb und kein Anreiz für einen effizienten Umgang mit den zur Verfügung gestellten Mittel.
Solch ein System aufrecht zu erhalten und noch mehr Menschen dort reinzuzwingen, grenzt gerade zu an geistiger Inkontinenz.

So ein System abzuschaffen, ohne eine funktionierende Alternative zu haben, grenzt nicht nur an, sondern liegt ganz klar im Bereich der humanitären Katastrophe.


Schau dir mal unser Arbeitsrecht an. Es gibt soetwas wie Vor- und Nachbereitungszeit und dazu zählt auch das Wegbringen des Mülls und gelegentliches putzen. Und ja, diese Zeit muss nicht vergütet werden, so sieht es auch unser BAG(AZ 5 AZR 122/99 vom 11.10.2000).

Schön, dass das gesetzlich geregelt ist. Hoffentlich kommt niemand daher und liberalisiert...
Aber am Grundproblem ändert das nichts: Hochbezahlte Spezialisten vergeuden ihre teure Zeit für Arbeiten, die jeder erledigen könnte - wärend "jeder" zu Hause sitzt und von Stütze vegetiert.
Und dabei ist es i.d.R. egal, ob das als Arbeits- oder Nicht-Arbeitszeit verrechnet wird. Denn die meisten Menschen interessieren sich dann doch eher für "verbleibende Freizeit" und das ist es definitiv nicht.


Das übliche, nichtssagende Geschwätz über die FDP und ein Unwissen darüber, was die Krise ausgelöst hat.
Die zentrale Ursache, warum es überhaupt dazu kommen konnte, ist eine extreme Niedrigzinspolitik der amerikanischen Notenbank seit dem Platzen der New-Economy Blase

Die nochmal worauf basierte?
Hart arbeitende Leute, deren Wertschööpfungsprozess fast schon mit dem Rohstoffabbau vergleichbar waren und deren Unternehmen sich Stück für Stück aus investierten Gewinnen aufgebaut haben?
Ich glaube mich grob zu erinnern, dass auch da Spekulationen, leicht verfügbares Geld aus Krediten und mangelnde Rücksicht auf die Zukunft das entscheidende Problem waren. Und das ist auch nicht weiter verwunderlich, da sie (mit einem wechselnden Anteil an Mitdenken) die Grundlage für den Großteil der wirtschaftlichen Entwicklung darstellen. Seit Jahrzehnten und in quasi allen Bereichen der heute existierenden Weltwirtschaft.


Daraus nun aber abzuleiten, dass das ganze System krank ist und man eine Wende herbeiführen muss ist eindeutig falsch. Selbst die FDP hatte auch schon in Vergangenheit diese lasche Vergabepraxis kritisiert gehabt.

Heute fordert sie, dass die Banken bei der Kreditvergabe nicht so restriktiv sind...
(wobei ich noch nicht so ganz durchblicke, wie sie diese Forderung liberal durchsetzen will)


Kommentare zur "EU ohne die man besser dasteht", "Klimalüge", NPD-Vergleichen & Co spar ich mir mal... :(




Allgemeine Anmerkung:
Die Diskussion wichtiger politischer Themen ist, im Vorfeld der Wahl, sicherlich nicht verkehrt in diesem Thread. Ein Vergleich der Einstellung verschiedener Parteien gehört da dazu.
Aber wer seinen Schwerpunkt ganz auf das Zerpflücken der Linken legen möchte, der nimmt dafür den entsprechenden Thread.
 
Zuletzt bearbeitet:
Heute fordert sie, dass die Banken bei der Kreditvergabe nicht so restriktiv sind...
(wobei ich noch nicht so ganz durchblicke, wie sie diese Forderung liberal durchsetzen will)
Warum durchsetzen? Selbst wenn sie an die Macht kommen sollten (was ich nicht glaube), ist das doch sowieso nur eine Lüge, unter Schwarz/Gelb können die Banken dann weitermachen wie bisher und abends bei Frau Merkel und Herrn Westerwelle dann noch nett im Kanzleramt speisen. Die FDP weiß genau, dass sie angesichts der aktuellen Situation, die in Deutschland vorallem durch die von ihr propangierten lieberalen Politik entstanden ist, nicht weiter machen kann wie bisher. Wobei das immerhin ehrlich wäre, so ist es einfach nur lächerlich, wenn die FDP erzähl sie wäre ja schon seit Jahren für stärkere Regulierung des Finanzmarktes.
 
Gerad' entdeckt...

blog.fefe.de - 12.09.09 schrieb:
[l] Die Union macht mal eben klar, wie viel Konzessionen sie sich bei einer Koalition mit der FDP aus den Rippen leiern werden lassen: keine erwähnenswerten.
Der CSU-Chef wird deutlich: Bei Koalitionsverhandlungen mit der FDP will Horst Seehofer auf Online-Durchsuchungen von Computern und dem Anbauverbot von gentechnisch veränderten Pflanzen in Bayern bestehen. Auch die von den Liberalen proklamierten Steuersenkungen seien überzogen, sagte er im Gespräch mit dem SPIEGEL.​
 
Ich sage nicht, dass man die Linkspartei ernst nehmen sollte. Auf jeden Fall ist ihr Programm (so ich sie auch nicht wählen werde) aber deutlich besser als das der FDP, die ja genau das machen möchte, was uns in die Krise geführt hat.

Die FDP ist seit elf(!) Jahren nicht mehr in der Regierungsverantwortung. Deren Absichten haben damit also herzlich wenig zu tun. Und wie an anderer Stelle schon bemerkt, haben wir die Finanzkrise der amerikanischen Geldpolitik zu verdanken. Abgeschmiert sind auch als erstes diverse Landesbanken, die zu hoch gepokert haben.

Wir alle werden die Zeche zahlen müssen für das, was einige kräftig verbockt haben. Auch die Reichen und diese im Endeffekt auch deutlich mehr, schließlich sind es die einzigen, die noch die entsprechenden Möglichkeiten haben. Sozial gerecht ist es auf jeden Fall nicht, dass z.B. die Zahlungen in die Rentenkasse ab 5400€ Gehalt eingestellt werden, ein Spitzenverdiener also prozentual deutlich weniger zahlt, als jemand mit niedrigerem Gehalt. Natürlich kann und wird man so in Zukunft die Rente nicht zahlen können.
Das ist ja nur die halbe Wahrheit. Es mag sicher sein, daß ab € 5.400 Gehalt Zahlungen in die Rentenkasse eingestellt werden. (Ich weiß nicht, wo der Höchstbetrag liegt.) Aber man sollte bedenken, daß die maximale Ausschüttung aus der GRV im Ruhestand auch gedeckelt ist. Es ist also nicht so, daß da Leute nur bis zu dieser Grenze einzahlen, sich nachher deren Rente aber auf Grundlage eines Gehaltes von bspw. € 20.000 berechnet. Es spielt also keine Rolle, daß der Spitzenverdiener (wo fängt das eigentlich an?) prozentual weniger einzahlt. Er bekommt ja prozentual auf sein Gesamtgehalt gesehen am Schluß auch viel weniger raus.

Es ist aber nicht jeder so knausrig wie du, es gibt noch genug Leute, die bereit sind für eine vernünftige Dienstleistung einen fairen Preis zu zahlen. Da darf man natürlich nicht unbedingt bei den FDP-Wählern gucken, aber solche Leute gibt es durchaus.
Man muß es sich auch leisten können. Und es ist nicht so, daß ich es mir auf Teufel komm raus nicht leisten könnte, aber ich kann nicht mehr ausgeben, als ich habe. Wenn ich also dem Friseur mehr gebe, kann ich bspw. weniger in der Eisdiele lassen. Was ist jetzt besser? Es ist in dem Fall nur eine Verteilungsfrage. Durch höhere Kosten für Dienstleistungen kann ich jedenfalls nicht mehr Geld zum Wirtschaftskreislauf beisteuern. Ich kann mir nur weniger Leistungen dafür kaufen.

Wenn ich mich da dann wieder auf das alte Niveau verbessern will, bleibt mir leider nichts anderes übrig, als für meine Leistungen auch mehr Geld zu verlangen. Nur wenn das alle machen, sind wir im Handumdrehen wieder bei den alten Verhältnissen mit dem Unterschied, daß zwar wir alle nominell mehr auf dem Gehaltsstreifen stehen haben, aber nominell auch mehr ausgeben müssen. Das nennt man dann Inflation und das wird bei so einer Aktion quasi auf naturgesetzlichem Weg folgen.

Was arbeitest du denn eigentlich?
Ich bastele im Moment an meinem Studienabschluß und arbeite nebenbei als Übersetzer / redaktioneller Mitarbeiter / Veröffentlichungsknecht in einem wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitut. Davon wird man nicht reich, falls Du das wissen willst. Meine Sparquote ist jedenfalls besorgniserregend niedrig. ;-)

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo das Problem ist diese 10€ auszugeben, um lieber dort einzukaufen, wo die Menschen vernünftig arbeiten können und bezahlt werden. So tut man seinen kleinen Teil dazu bei, dass die Welt für alle menschen ein besserer Platz zum leben ist. Zumal, wenn man sich Lautsprecher für 560€ in die Bude stellen kann.
Wie schon gesagt: Das ist nur eine Verteilungsfrage. 56-mal für € 10 mehr eingekauft: Keine Boxen für € 560.

Und warum fehlt der Umsatz? Genau, weil die Leute nicht genug verdienen und daher nicht mehr genügend kaufen, ganz einfach. Und schon werden die Arbeiter entlassen und/oder enthalten weniger Geld und schon haben die Leute noch weniger Geld in der Tasche um sich Fleisch zu kaufen und wieder sinkt der Umsatz. Und so weiter. Eine reine Teufelsspirale, die sich offensichtlich nur von staatlicher Seite aus lösen lässt.

Das nennt man übrigens Deflation und läßt sich durch reine Geldpolitik zumindest abfedern. Andere Eingriffe sind in der Regel nicht nötig.

Wenn es einen Mindestlohn gäbe, würde das Fleisch eben nicht 10€ da Kilo kosten, sondern 11€. Wäre aber kein Problem, weil die Leute eben mehr Geld hätten um eben dieses Fleisch zu bezahlen.
Und um dieses Mehr an Geld zu haben, müssen auch alle anderen mehr verdienen. Nicht nur die Menschen in der Fleischerei oder sonstwo. Wir kommen also zurück zur Inflation.

Das ist nur ein Teil der Wahrheit, der andere ist, dass wir in Deutschland unsere Bankengesetze auf Druck der Banken gelockert haben, damit diese auch die völlig überzogenen Renditewerte der US-Banken erreichen können. Das ist etwas, was die FDP nun schon seit Jahrzehnten fordert, immer mit dem Grundtenor "Je weniger Staat, desto besser". Warum also diese Leute wählen, die genau das als Grundüberzeugung hatten, was uns in die ******** geritten hat?
Ja, "Je weniger Staat, desto besser". Das kann man nur unterschreiben. Allerdings muß man dann auch so konsequent sein, abgewirtschaftete Betriebe kurz und schmerzlos vor die Wand fahren zu lassen, statt irgendwelche staatlichen "Rettungspakete" zu schnüren, die in der Regel nichts retten, aber unglaublich viel kosten.

Du findest es also schlecht, dass du keine 2€ pro Minute für ein Handytelefonat in Belgien 2km von der deutschen Grenze entfernt zahlen musst? Na, deine Probleme hätte ich wirklich mal gern.
Ich habe es bisher immer geschafft, meine Handytelefonate im Ausland auf ein absolutes Minimum zu beschränken. So schwierig ist das gar nicht. Es soll sogar eine Zeit gegeben haben, als niemand ein Handy hatte. :wow:

Wir halten einfach mal fest, dass dieser Mann einfach Recht hatte. Und zwar deutlich früher als JEDER andere Politiker in diesem Land. Hatte ein Westerwelle jemals Recht? Glaube nicht....
Dieser Mensch hatte nicht Recht, er ist einfach ein populistischer Rattenfänger. Das ist alles. Wenn er wirklich von der ganzen sozialistischen Idee überzeugt wäre, würde er mal sein wahrlich großes Vermögen spenden und von dem "Palast der sozialen Gerechtigkeit" (Welch Hohn und Spott!:lol:) in ein normales Reihenhaus ziehen.

Also lieber in Freiheit hungern, anstatt staatlich reglemntiert genug Geld zu haben ums sich was zu beißen zu kaufen? Solch ein Bullshit kann auch wirklich nur ein völlig Verblenderter von sich geben.
Leute mit Idealen sind also völlig verblendet? Interessant.

Um die Unwirksamkeit staatlicher Eingriffe mal etwas zu veranschaulichen, muß man nur mal seinen Blick gen Osten lenken. Nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Ostblocks hatten dort alle Volkswirtschaften das Problem, irgendwie den Übergang von einer zentralen Planwirtschaft zur Martkwirtschaft gestalten zu müssen. Bis auf die ehemalige DDR mußten das alle aus eigener Kraft schaffen. Die neuen Bundesländer hingegen sollten mit dem Solidaritätszuschlag kräftig unterstützt werden. Und das wurden sie auch. Nur hat es nichts gebracht, weil es alten, ineffizienten Strukturen das Leben verlängert hat, wo die anderen Volkswirtschaften aus blanker Not einen radikalen Kahlschlag und Neuanfang veranstalten mußten. Das Ende vom Lied: Die neuen Bundesländer hinken heute in punkto Wirtschaftswachstum allen anderen ehemaligen Planwirtschaften hinterher. (Abgesehen von Moldavien vielleicht).

Ich werde dich an diese, deine Worte errinnern. Ich schätze: Kein Schwarz/Gelb und die Linke hat mehr Prozente als die FDP. So blöd, wie CDU und FDP meinen, sind die Wähler dann ja Gott sei Dank doch nicht, Ausnahmen bestätigen aber natürlich wie immer die Regel ;)
Stimmt. Das Problem ist, daß sie noch viel blöder sind und auf populistischen Schwachsinn reinfallen, der langfristig nur exorbitant in die Hose gehen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die FDP ist seit elf(!) Jahren nicht mehr in der Regierungsverantwortung. Deren Absichten haben damit also herzlich wenig zu tun. Und wie an anderer Stelle schon bemerkt, haben wir die Finanzkrise der amerikanischen Geldpolitik zu verdanken. Abgeschmiert sind auch als erstes diverse Landesbanken, die zu hoch gepokert haben.
Das ist eine absolut unzureichende Analyse, die gerade mal einen Bruchteil der wirklichen Probleme - gerade in Hinblick auf die Situation in Deutschland - darstellt. Hätten wir keine liberale Finanzpolitik betrieben und die Banken im Wettlauf nach höheren Renditen nicht gestützt, würde uns die amerikanische Situation relativ egal sein - zumindest hätten unseren Banken dann nicht Millarden in irgendwelchen Obskuren Derivaten angelegt, die nichtmal das Papier wert sind, auf dem sie gedruckt sind.

Das ist ja nur die halbe Wahrheit. Es mag sicher sein, daß ab € 5.400 Gehalt Zahlungen in die Rentenkasse eingestellt werden. (Ich weiß nicht, wo der Höchstbetrag liegt.) Aber man sollte bedenken, daß die maximale Ausschüttung aus der GRV im Ruhestand auch gedeckelt ist. Es ist also nicht so, daß da Leute nur bis zu dieser Grenze einzahlen, sich nachher deren Rente aber auf Grundlage eines Gehaltes von bspw. € 20.000 berechnet. Es spielt also keine Rolle, daß der Spitzenverdiener (wo fängt das eigentlich an?) prozentual weniger einzahlt. Er bekommt ja prozentual auf sein Gesamtgehalt gesehen am Schluß auch viel weniger raus.
Es geht hier nicht um die Frage "Wieviel zahl ich ein und wieviel krieg ich raus?" sondern um die Frage "Wie finanzieren wir in Zukunft die Rente?". Man braucht nichtmal großartig Ahnung von Mathe zu haben um zu wissen, dass die 19,9% Rentenzahlung von der Verkäuferin mit 1000€ eine deutlich höhere Belastung ist als die 19,9% auf die 5400€ von 20.000€ eines z.B. Managers. Das ist einfach keine sozial ausgewogene Sache. Sozial ausgewogen wäre z.B.: 10% vom Gehalt. Für jeden. Egal wieviel Gehalt. So macht es z.B. die Schweiz und deren Rentensystem funktioniert. Und: Die Millionäre sind alle noch da ;)

Man muß es sich auch leisten können. Und es ist nicht so, daß ich es mir auf Teufel komm raus nicht leisten könnte, aber ich kann nicht mehr ausgeben, als ich habe. Wenn ich also dem Friseur mehr gebe, kann ich bspw. weniger in der Eisdiele lassen. Was ist jetzt besser? Es ist in dem Fall nur eine Verteilungsfrage. Durch höhere Kosten für Dienstleistungen kann ich jedenfalls nicht mehr Geld zum Wirtschaftskreislauf beisteuern. Ich kann mir nur weniger Leistungen dafür kaufen.
Es können sich aber nunmal mehr Leute leisten mehr Geld auszugeben, wenn es einen Mindestlohn gibt. Wir reden hier auch nicht von ein paar Hundertausend, aktuell gibt es 3 Millionen Arbeitnehmer, die bereits einen Mindestlohn haben, weitere 3 Millionen sind ebenfalls im Niediglohnsektor, aber bisher noch von keinem Mindestlohn geschützt. Wenn du bereit bist für 2€ hier zu putzen lasse ich dann natürlich auch gern das putzen, aber das ist ganz einfach nur eines: Pure Ausbeutung.

Wenn ich mich da dann wieder auf das alte Niveau verbessern will, bleibt mir leider nichts anderes übrig, als für meine Leistungen auch mehr Geld zu verlangen. Nur wenn das alle machen, sind wir im Handumdrehen wieder bei den alten Verhältnissen mit dem Unterschied, daß zwar wir alle nominell mehr auf dem Gehaltsstreifen stehen haben, aber nominell auch mehr ausgeben müssen. Das nennt man dann Inflation und das wird bei so einer Aktion quasi auf naturgesetzlichem Weg folgen.
Und eine Inflation ist etwas, was der Kapitalismus unabdinglich braucht. Nebenbei entspricht die relative Steigerung in vielen Branchen mit Mindestlohn ungefähr in den Bereichen, wo auch sonst eine gesunde Inflation liegt. Und eine (gesunde) Inflation ist ein Zeichen für eine wachsende Wirtschaft.

Ich bastele im Moment an meine Studienabschluß und arbeite nebenbei als Übersetzer / redaktioneller Mitarbeiter / Veröffentlichungsknecht in einem wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitut. Davon wird man nicht reich, falls Du das wissen willst. Meine Sparquote ist jedenfalls besorgniserregend niedrig. ;-)
Schade, dass so jemand dann dermaßen auf die billige FDP-Polemik hereinfällt.

Wie schon gesagt: Das ist nur eine Verteilungsfrage. 56-mal für € 10 mehr eingekauft: Keine Boxen für € 560.
Dann soll man sich aber auch bitte nicht hinstellen und sagen "Nein, ich muss zum Discounter, alles andere kann ich mir nicht leisten! Mir doch egal, dass die da für einen Hungerlohn arbeiten und bei zwei Tagen krankheit gefeuert werden!" und dann gleichzeitig Geld für solche Luxusartikel ausgeben.

Das nennt man übrigens Deflation und läßt sich durch reine Geldpolitik zumindest abfedern. Andere Eingriffe sind in der Regel nicht nötig.
So wie es die letzte Zeit wunderbar funktioniert hat?

Und um dieses Mehr an Geld zu haben, müssen auch alle anderen mehr verdienen. Nicht nur die Menschen in der Fleischerei oder sonstwo. Wir kommen also zurück zur Inflation.
Ein Mindestlohn wird nicht nur in einer Branche eingeführt und die dadurch besser verdienen Arbeitnehmer geben ihr Geld logischerweise nicht nur in der Fleischerei aus.

Ja, "Je weniger Staat, desto besser". Das kann man nur unterschreiben. Allerdings muß man dann auch so konsequent sein, abgewirtschaftete Betriebe kurz und schmerzlos vor die Wand fahren zu lassen, statt irgendwelche staatlichen "Rettungspakete" zu schnüren, die in der Regel nichts retten, aber unglaublich viel kosten.
Nein, kann man nicht unterschreiben, weil der Satz in letzter Zeit schon oft genug völlig falsch war. Siehe die Finanzkrise, siehe das Handyroaming und siehe auch die Auslandsüberweisungen.

Ich habe es bisher immer geschafft, meine Handytelefonate im Ausland auf ein absolutes Minimum zu beschränken. So schwierig ist das gar nicht. Es soll sogar eine Zeit gegeben haben, als niemand ein Handy hatte. :wow:
Und nun sag mir mal, wie toll doch die freie Marktwirtschaft funktioniert hat, wenn erst ein staatlicher Eingriff wirklich effektiv funktioniert? An solchen Beispielen sieht man, das der obige Satz völlig falsch ist. Wir brauch einen starken Staat und das mehr als jemals zuvor. Zumindest solange wir nicht in 20 Jahren Billy-Regal für 2€ die Stunde produzieren müssen, damit diese in China teuer verkauft werden können.

Dieser Mensch hatte nicht Recht, er ist einfach ein populistischer Rattenfänger. Das ist alles. Wenn er wirklich von der ganzen sozialistischen Idee überzeugt wäre, würde er mal sein wahrlich großes Vermögen spenden und von dem "Palast der sozialen Gerechtigkeit" (Welch Hohn und Spott!:lol:) in ein normales Reihenhaus ziehen.
Populistisch? Nein mein Lieber, in der Frage genau nicht. Er hat bereits 1999 (!) genau das vorrausgesagt, was jetzt, knapp 10 Jahre später eingetroffen ist.

Zwischenruf: Volle Fahrt auf den Eisberg - Deutschland | STERN.DE

Geradezu prophetisch liest sich heute, was ein ehemaliger Finanzminister schon 1999, nach ersten halsbrecherischen Operationen renditegieriger Hedgefonds zu Papier brachte: "Die unverantwortliche Spekulation und die fahrlässige Kreditvergabe der Banken wurden mit Steuergeldern risikofrei gestellt" - und: "Nicht Deregulierung ist das Gebot der Stunde, sondern Regulierung." Er wurde von dem englischen Massenblatt "Sun" als "gefährlichster Mann Europas" geschmäht. Der Mann heißt Oskar Lafontaine. Er hat recht behalten.

Aber stimmt, eine CDU/FDP-Koalition hat natürlich von der Finanzwelt mehr Ahnung und wird uns alle retten :lol::lol:

Leute mit Idealen sind also völlig verblendet? Interessant.
Ideale? Gern, aber nur wenn die Leute wirklich für unter dem Mindestlohn arbeiten würden. So sind es doch nur blöde Sprüche nach dem Motto "Hauptsache mir geht es gut".

Um die Unwirksamkeit staatlicher Eingriffe mal etwas zu veranschaulichen, muß man nur mal seinen Blick gen Osten lenken. Nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Ostblocks hatten dort alle Volkswirtschaften das Problem, irgendwie den Übergang von einer zentralen Planwirtschaft zur Martkwirtschaft gestalten zu müssen. Bis auf die ehemalige DDR mußten das alle aus eigener Kraft schaffen. Die neuen Bundesländer hingegen sollten mit dem Solidaritätszuschlag kräftig unterstützt werden. Und das wurden sie auch. Nur hat es nichts gebracht, weil es alten, ineffizienten Strukturen das Leben verlängert hat, wo die anderen Volkswirtschaften aus blanker Not einen radikalen Kahlschlag und Neuanfang veranstalten mußten. Das Ende vom Lied: Die neuen Bundesländer hinken heute in punkto Wirtschaftswachstum allen anderen ehemaligen Planwirtschaften hinterher. (Abgesehen von Moldavien vielleicht).
Und wer hat uns den Osten in dieser Form eingebrockt? Denken wir mal kurz nach....hups, es waren genau die CDU/FDP. Stimmt, genau die Leute, die wir heute ja angeblich aufgrund ihrer Kompetenz wählen sollen, haben mit eines der Hauptprobleme geschaffen, mit dem wir heute kämpfen.

Nebenbei auch eine lustige Sache: Gegen die Wiedervereinigung nach dem System Kohl war auch ein Mensch, von dem wir weiter oben schon schrieben - Oskar Lafontaine. Mit seiner Aussage, dass die Wiedervereinigung so verdammt teuer und langwiedrig wird, hatte er ebenso Recht.

Stimmt. Das Problem ist, daß sie noch viel blöder sind und auf populistischen Schwachsinn reinfallen, der langfristig nur exorbitant in die Hose gehen kann.
Richtig, ich frage mich auch, wieso es noch soviele Deutschen gibt, die auf diesen Schwachsinn von FDP und CDU reinfallen. Da sind wir ja dann mal einer Meinung :daumen:
 
Das ist ja nur die halbe Wahrheit. Es mag sicher sein, daß ab € 5.400 Gehalt Zahlungen in die Rentenkasse eingestellt werden. (Ich weiß nicht, wo der Höchstbetrag liegt.) Aber man sollte bedenken, daß die maximale Ausschüttung aus der GRV im Ruhestand auch gedeckelt ist. Es ist also nicht so, daß da Leute nur bis zu dieser Grenze einzahlen, sich nachher deren Rente aber auf Grundlage eines Gehaltes von bspw. € 20.000 berechnet. Es spielt also keine Rolle, daß der Spitzenverdiener (wo fängt das eigentlich an?) prozentual weniger einzahlt. Er bekommt ja prozentual auf sein Gesamtgehalt gesehen am Schluß auch viel weniger raus.

Denkfehler:
Ebenfalls gedeckelt ist der minimale Rentensatz = Grundsicherung/Zuzahlung. Nicht gedeckelt ist aber die minimale Auszahlung.
D.h. bei auseinanderklaffender Lohnschere können Mehrverdienende mehr einzahlen und am Ende auch mehr absahnen. Diejenigen, bei denen dieses Geld gekürzt wurde, vegetieren im Alter von zusätzlichen Staatsausgaben dahin, da sie wärend ihrer Arbeitszeit bestenfalls genug zum Leben hatten, aber nichts mehr für die Rentenkasse.

Wenn ich mich da dann wieder auf das alte Niveau verbessern will, bleibt mir leider nichts anderes übrig, als für meine Leistungen auch mehr Geld zu verlangen. Nur wenn das alle machen, sind wir im Handumdrehen wieder bei den alten Verhältnissen mit dem Unterschied, daß zwar wir alle nominell mehr auf dem Gehaltsstreifen stehen haben, aber nominell auch mehr ausgeben müssen. Das nennt man dann Inflation und das wird bei so einer Aktion quasi auf naturgesetzlichem Weg folgen.

Siehe oben...:
Da der Preis der wenigsten Wahren/Dienstleistugnen zu 100% auf Lohnkosten sowie prozentual abhängige Werte zurückzuführen ist, ist diese Überlegung falsch. Es kommt zwar zu einer Inflation, aber auch zu einer relativen Aufwertung von Arbeit.

Ja, "Je weniger Staat, desto besser". Das kann man nur unterschreiben. Allerdings muß man dann auch so konsequent sein, abgewirtschaftete Betriebe kurz und schmerzlos vor die Wand fahren zu lassen, statt irgendwelche staatlichen "Rettungspakete" zu schnüren, die in der Regel nichts retten, aber unglaublich viel kosten.

again: siehe oben.
Ist es schmerzlos, wenn sämtliche Banken und mehrere große internationale Konzerne zeitgleich dichtmachen? Wohl eher nicht.
Ist es kurz? Nach dem Gejammer sämtlicher Wirtschaftsexperten und Wirtschaftslobbyisten wohl nicht, da im Zuge der Banken auch alle auf Kredite angewiesenen Wirtschaftszweige folgen. Also alle.
Wenn man das gesamte Wirtschaftssystem zusammenbrechen lässt, dann ist das kein kurzer Einschnitt, der eben vorkommt, sondern das Ende. Und in diesem System hat auch keiner die Rücklagen, die für einen Neuanfang nötig wären.

Um die Unwirksamkeit staatlicher Eingriffe mal etwas zu veranschaulichen, muß man nur mal seinen Blick gen Osten lenken. Nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Ostblocks hatten dort alle Volkswirtschaften das Problem, irgendwie den Übergang von einer zentralen Planwirtschaft zur Martkwirtschaft gestalten zu müssen. Bis auf die ehemalige DDR mußten das alle aus eigener Kraft schaffen. Die neuen Bundesländer hingegen sollten mit dem Solidaritätszuschlag kräftig unterstützt werden. Und das wurden sie auch. Nur hat es nichts gebracht, weil es alten, ineffizienten Strukturen das Leben verlängert hat, wo die anderen Volkswirtschaften aus blanker Not einen radikalen Kahlschlag und Neuanfang veranstalten mußten. Das Ende vom Lied: Die neuen Bundesländer hinken heute in punkto Wirtschaftswachstum allen anderen ehemaligen Planwirtschaften hinterher. (Abgesehen von Moldavien vielleicht).

Äh: Sie liegen aber in punkto Wirtschaftsleistung vor allen anderen. Z.T. sogar sehr weit.
Dein Vergleichsprinzip würde bedeuten, dass der chinesische Teil-Kommunismus dem europäischen Kapitalismus haushoch überlegen ist, weil die viel viel viel mehr wachsen. Aber, ähnlich wie bei vielen Ostblockstaaten mit ihrer komplett zusammengebrochenen Wirtschaft, ist das einfach nur der Effekt des "klein anfangens".

Stimmt. Das Problem ist, daß sie noch viel blöder sind und auf populistischen Schwachsinn reinfallen, der langfristig nur exorbitant in die Hose gehen kann.

Z.B. Wirtschaftssysteme, die zeitgleich auf stabile Währungen angewiesen sind und es Finanzunternehmen erlauben, Geld in nahezu beliebiger Höhe auszugeben?
Z.B. Wachstum auf Grundlage von endenden Rohstoffen?
Z.B. Staatsfinanzen, die auf ein unbegrenztes Wirtschaftswachstum angewiesen sind?
Z.B. Industrien, die durch Rückkopplung des mündigen Verbrauchers in ihren Auswirkungen beschränkt werden sollen, wärend 99% der von ihnen Geschädigten gar nicht zu ihren Verbrauchern zählen können und die anderen 1% zum Großteil nicht in der Lage sind, die Auswirkungen zu erfassen?
Z.B. Gefahrenstrategien, in denen es Firmen erlaubt wird, Risiken einzugehen, für deren potentiellen Schaden sie nie aufkommen könnten?
 
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