ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
Ausgerechnet die poese FDP fordert als Lehre daraus ja auch die Ueberpruefung und ggf. Anpassung von Gesetzen sowie effizientere Kontrollmechanismen. Also eben gerade keine Deregulierung, sondern wirksame und zweckgerichtete Regulierung.
Sie fordert Wettbewerb.
Wettbewerb beinhaltet, dass der schwächere Unterliegt und dass der Stärkere seine Stärken voll ausspielen kann. Wettbewerb und Liberalität beinhaltet auch, dass jeder SEINE Ziele frei verfolgen kann.
Letztere beide Mechanismen haben uns in die Krise geführt, ersterer Mechanismus konnte gerade noch abgewendet werden.
Solange die FDP die zugrundelegenden Prinzipien weiterhin hochhält und an erster Stelle nennt und unterstützt, sind unklare Andeutungen weiter hinten für mich bloße Lippenbekenntnisse. Ziel muss für die FDP ausdrücklich "an den Finanzmärkten ein funktionsfähiger Wettbewerb sein" (was das heißt: siehe oben). Wer das nach den Erfahrungen der letzten Monate fordert, an Stelle von z.B. "stabilen Bedingungen", hat imho die Zeichen der Zeit verkannt.
Als Gegenmaßnahme kommt dann auch nur ein "vernetzen", "überprüfen" und "verbessern" der Bankenaufsichten - sorgfältige Fehleranalyse und klare Vorgaben sind was anderes. Über den Rückzug des Staates (und damit dem Verlust möglicher Einflussnahmemöglichkeiten) hat man dagegen sehr viel mehr zu sagen...
(jup, ich weiß, dass danach noch ein paar Absätze zu Managern und der Organisation von Aktiengesellschaften folgen. Zu dingen also, die sogar deutlich weiter links mit imho guten Recht den Unternehmen selbst überlassen werden und die mit Bundespolitik ebensowenig etwas zu tun haben, wie mit freien Märkten oder Liberalismus)
Ich bezweifle, dass Herr Zumwinkel aus Angst vor dem Hungertode Steuern hinterzogen hat. Ganz abgesehen davon, dass die FDP dem das Buergergeld und ein einfaches Steuersystem entgegenhaelt.
Im Falle von Herrn Zumwinkel muessen wir demnach die Managergehaelter massiv erhoehen ... ?
Darf man fragen, wovon bzw. wem du sprichst? Der einzige mir dem Namen nach bekannte "Herr Zumwinkel" war, nach letztem Stand der Dinge, kein typischer Vertreter der untersten, auf Sozialleistungen zwingend angewiesenen Gesellschaftsschicht, über die ich mich mit Icejester unterhalte."Workfare" hat nichts mit "Vollzeitjobs" zu tun, sondern mit der aktiven Teilhabe am Gemeinwesen. Und wenn man mal fuer einen Augenblick die Scheuklappen abnimmt, ist daran eigentlich auch nichts verwerfliches?
Mir ist keine allgemein festglegte Definition des Begriffes geläufig. Hier in der Diskussion wurde ausdrücklich für Vollzeittätigkeiten eingeführt, die vom Staat organisiert werden und für die der Arbeitende im Gegenzug eine Grundsicherung von gerade diskutierter Höhe erhalten soll.
Wenn du was anderes darunter verstehst, kannst du das gerne als neuen Aspekt einbringen, aber erfinde keine Wiedersprüche, wo keine sind.

genau so siehts aus



