Verändert sich Dest. Wasser?

AW: Verändert sich Dest. Wasser?

Klaro ich benutze auch nur destilliertes Wasser genauso wie viele andere ;)
Außerdem leiten auch alle anderen Wundermittelchien die so teuer verkauft werden, also ist es egal ob dir das oder was anderes über die Hardware läuft die Gefahr das es nen kurzen gibt und dadurch nen Schaden entsteht besteht überall.
 
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Aber da alu halt ne oxidschicht an der luft bildet, und die im wasser ja weiterhin besteht, müsste die schicht ja das alu an sich schützen, genauso wie chrom, oder die patina bei kupfer.
Das stimmt voll und ganz, deshalb wird das Alu ja auch eloxiert, um diese Schicht dicker zu machen. Das Problem bei Alu ist wie gesagt, dass sich diese Schicht in einer Wakü nicht bilden kann (im Gegensatz zu z.B. Nickel), d.h. wenn einmal eine Stelle beschädigt ist (z.B. durch das Gewinde der Anschlüsse), dann löst sich früher oder später das ganze Alu auf. (Mit starkem Korrosionsschutz kann man es natürlich unter Kontrolle bringen, aber das bringt auch wieder Nachteile mit sich.)

Aber destilliertes wasser dürfte doch eig keinen strom leiten können da ja keine salze mehr vorhanden sind.
Wasser leitet immer Strom, egal wie rein es ist. Selbst reinstes H2O leitet Strom (Autoprotolyse). Ich versteh nicht warum sich der Mythos des nichtleitenden Wasser so hält, m.M.n. sollte das jeder in der Schule lernen. :ka:
 
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Noch etwas zur Oxidschicht bei Alu: Die Eigenpassivierung von Alu an der Luft erzeugt eine extrem dünnen und keinesfalls dichte sonder zirmlich poröse Oxidschicht. Solche Alu-Oberflächen werden in einer Wakü sofort angeriffen, wenn die Oberflächen nicht mit mit Hilfe von Korrosionschutzzusätzen besetzt werden und so vor korrosivem Angriff abgeschirmt werden. Destilliertes bzw. demineralsiertes Wasser erhält bereits durch das Einfüllen in die Wakü eine Leitfähigkeit die über die Grundleitfähigkeit auf Grund von Autoprotolyse hinaus geht, da kein Wakü-Kreislauf klinisch rein ist - selbst wenn er sehr gut gesäubert wurde. Das reicht als Elektrolyt, um ungeschützes Alu in Anwesenehit von blankem Kupfer in recht kurzer Zeit aufzulösen völlig aus. Deshalb kommt bei Alu-Kühlern auch nur eloxiertes Alu zum Einsatz. Die Eloxalschicht ist um ein Vielfaches dicker als die natürliche Passivierung und ihre Poösität wird bei richtiger Nachbhandlung auch nahezu eleiminiert. Da es sich aber um eine keramische Schicht handelt, die sehr spröde ist, lassen sich Undichtigkeiten insbesondere im Bereich der Gewinde und anderen mechansiche belasteten Kerben und Übergängen kaum vermeiden. Deshalb sind auch eloxierte Alu-Kühler ohne Korrosionschutz in aller Regel früher oder später von massiver Korrosion betroffen, wenn nur mit destilliertem Wasser gearbeitet wird.
Bei Kühlungen die nur Kupfer, Messing, Nickel und Lot (heut zu Tage nach Rohs meist Zinn-Silber-Kupfer Lote), gibt es ebenfalls Potentialunterscheide die zu Korrosion führen. Dies geht aber deutlich langsamer von statten als mit sehr unedlen Werkstoffen wie Alu. Auf Kupfer und Messing kommt es je nach Reinheitgrad der Wakü schnell zur Bildung einer unschönen Patina, aber in der Regel nicht zu tiefen Korrosionsnarben (das passiert allenfalls, wenn die Kühler mit stromführenden Bauteilen in Kontakt kommen). Nickelschichten passivieren normalerweise sehr dicht, obwohl Nickel an sich nicht sehr edel ist). Das ist der Grund warum Nickel gern als Korrosionschutzschicht verwendet wird. Nichts desto trotz kommt es immer wieder zu Schichtauflösungen von Nickel in Waküs.
Korrosions-Chemie ist eine Wissenschaft für sich und bereits geringe Unterschiede z.B. im pH-Wert oder in der Inonenzusammensetzung des Elektrolyts führen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Hinzu kommen die unvermeidlichen Imperfektionen von Beschichtungen im Allgemeinen. Eine mikroskopische Undichtigkeit einer Beschichtung oder einer Patina reicht bereits, um einen Ansatzpunkt für weitere Korrosion zu liefern.

Man muss mit reinem Aqua dest. in einer Wakü die nur Kupfer, Messing, Kunststoff und Lot im Wasserkontakt hat, sicher keine Angst haben, dass einem einzlene Kühler in kurzer Zeit durch korrodieren, wie es bei Alu-Kühlern leicht passieren kann, aber mit unschönen Belägen und auch mit Entschichtungsphänomenen muss man rechnen. Die Korrosionsprodukte finden sich dann im Kreislauf weider und führen zu Trübungen und im schlimmsten Fall sogar zu Verstopfungen. Der Wiederverkaufswert leidet ebenfalls. Dem kann man durch die angemessene Beimischung von wirksamen Korrosions-Inhibitoren entgegenwirken und hat so auf Dauer keine derartigen Probleme. Viel hilft viel sollte aber bei Korrosionsschutz - insbesondere wegen der verwendeten Lösungsmittel - nicht der Leitspruch sein. UV- und Farbzusätze und ähnliche Spielreien sind eine ganz andere Baustelle und führen oft zu Problemen. Man sollte aber vernünftigen Korrosionschutz nicht mit unnötigem Spielkram wie UV- und Farbzusätzen in einen Topf werfen.

Algen sind in Waküs, welche unter einigermaßen hygienischen Zuständen zusammengebaut werden eine extreme Ausnahmerscheinung, deren Einzelfälle man sich im Kalender ankreuzen kann. So etwas kommt im geschlossenen Wakü-Kreisläufen so gut wie nie vor. Im Übrigen "bilden" sich Algen nur dort wo bereits Algen sind. Algen wie auch alle anderen Mikroorganismen entstehen nicht aus Luft und Liebe. In Aqua dest. sind keine Algen drin und auf blankem Metall ohne Wasser haben sie ebenfalls wenig Überlebenschancen. Nichts desto trotz bietet das Glykol, das zur Lösung der Korrosionsinhibitoren genutzt wird auch einen Schutz gegen die Vermehrung biologischer Organismen im Kreislauf, so denn beretis welche drin sein sollten. Das ist aber eher ein netter Nebeneffekt von Korrosionschutzzusätzen.

Edit: Noch was zur Ausgangsfrage: Solange der Kanister nicht wirklich offen stand, so dass Staub und anderer Dreck rein kommen konnte, kann man das Aqua dest. problemlos dauerhaft verwenden, auch wenn es bereits Jahre lang so da stand. Auch frisches Aqua dest. nimmt wie gesagt sofort wieder Ionen auf und leitet, sobald es in die Wakü gefüllt wurde. Nicht gleich so wie Leitugnswasser aber doch ausreichend um Korrosion voranzutreiben. Der Vorteil von Aqua dest. leigt eher darin, dass es im Gegensatz zu leitungswasser frei von Schwebstoffen, Kalk, Algen und anderen Mikroorganismen ist.
 
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Wow, vielen dank. Alles habe ich nicht verstanden, aber mehr als vorher. Wie schnell jommt so ein vorgang und wie schnell wirkt sich so ein vorgang negativ auf die kuehlleistung aus? Hab das wasser noch nicht gewechselt, weil die graka noch nicht im kreislauf ist
 
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Negative Auswirkungen der Patinabildung in Kupfer (+Anschlüsse...) Kreisläufen auf die Kühlleistung sind mir bekannt. Es sieht nicht mehr glänzend aus - das wars. Etwaige Leistungsveränderungen liegen meilenweit unter der Messgenauigkeit / sind rein theoretische Überlegungen.

Bei Kupfer/Alumischungen ohne Korrosionsschutz sieht es anders aus und ist nur schwer einschätzbar. Qualität/etwaige Schäden an der Eloxierung spielen eine sehr große Rolle, ebenso wie der pH. Wirklich bewusst wurde sich die Wakügemeinde dem Problem erst nach einem Fall, bei dem ein komplett ungeschützter Kühler nach iirc 1-2 Monaten undicht wurde. (Kühlleistungsverlust gab es bei so einfachen Strukturen nicht wirklich. Im Gegenteil: Auf einmal blieb das System dauerhaft auf Raumtemperatur :ugly: ). Andere Leute haben z.T. auch nach Jahren noch keine Veränderung bemerkt (eher selten).
Ich selbst hatte innerhalb von zwei Jahren punktuellen Materialabtrag von geschätzt 1-1,5 mm. Kühlleistung hat das direkt nicht beeinflusst (wer nimmt schon noch Alukühler an wirklich heißen Punkten?), aber die sich bildenden Klümpchen erforderten einmal eine Reinigung des CPU-Kühlers (grob geschätzt 3-4 K Leistungsverlust durch den von ~0,7 auf 0,2 l/min gesunkenen Durchfluss)
 
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Jep - leistungstechnisch sind die dünnen Schichten auf dem Kupfer zu vernachlässigen. Nur wenn sich nach längerem Einsatz viele Korrosionsprodukte gebildet haben, die die feinen Strukturen in Kühlern zusetzen, hat das natürlich auch leistungstechnisch Auswirkungen (das dürfte im regelfall aber länger dauern als die Lebensdauer des Kreislaufs). Mit richtig dosiertem Korrosionschutz in einem zuvor gründlich gereinigten Kreislauf fährt man auf lange Sicht immer noch am besten. Das zeigen eingetlich alle Erfahrungen. Farbzusätze etc. sind wie gesagt ne andere Baustelle - damit hat man in der Regel wesentlich mehr Probleme als Nutzen. Ganz ohne Korrosionschutz geht zwar in Kupfer+Messing+Nickel+Lot-Kreisläufen meist gut, aber auf lange Frist steigt auch da eben das Risiko von Verstopfungen und tiefer Korrosion an besonder gefährten Stellen (Stichwort Spaltkorrosion) - ganz zu schweigen von der Optik die darunter leidet (zumindest bei sichtbaren wasserführenden Teilen des Kreislaufs). Da der negative Effekt von Korrsionschutz auf die Wärmekapazität minimal ist (Glykol hat ebenfalls eine recht hohe Wärmekapazität), spricht nichts gegen den Einsatz vernünftig dosierte und bewährter Korrosionschutzmittel.
Ein postivier Punkt den ich oben noch nicht genannt hatte ist übrigens auch die Viskositätssteigerung des Kühlemittels, das auf lange Frist den Pumpenlagern in Form tragfähigerer Medienschmierfilme zu Gute kommt.

Kurz um: Man kann mit Aqua dest pur in geeigneten Kreisläufen ohne Alu kühlen, hat davon aber auf lange Frist gewisse Nachteile zu befürchten. Ein wenig Korrosionscutz kostet nicht die Welt und spart einem gerade auf lange Sicht Ärger und Probleme ohne Nachteile mit sich zu bringen. Keinen Korrosionschutz einzusetzen ist daher (zumindest bei Alu-freien kreisläufen) eine Entscheidung, die zwar i. d. R. nicht unmnittelbar Probleme verursacht, aber auch keinesfalls als optimale Lösung angesehen werden kann.

Andererseits besteht das Problem bei vernünftig angewandtem Korrsionsschutz drain, dass Viele meinen dann auch noch Farbzusätze oder UV-Zusätze nutzen zu müssen, was die Vorteile leicht ins Gegenteil umschlagen lässt. Zudem sind nur wenige Korrsionschutzmittel wirklich geeignet und bewährt, und je nach Mittel muss auch noch auf die richtige Dosierung geachtet werden (da muss man keine Wissenschaftr draus machen, aber einigermßen passen sollte das Mischverhältnis schon). Da das viele Leute offenbar überfordert, hört man viel zu häufig von Problemen mit Korrosionschutz die absolut vermeidbar wären.

Unabhängig davon: Eine gründliche Reinigung des Systems vor der Inbetriebnahme ist so oder so essentiell, um spätere Probleme zu vermeiden. Das ist einer der häufigsten Gründe für Probleme mit dem Kühlittel - ganz unabhängig davon, ob Korrosionschutz eingesetzt wird oder nicht.
 
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"ohne Nachteile mit sich zu bringen" kann ich für Bastler nicht unterschreiben. Denn die Entsorgung als Sondermüll bei fast allen Zusätzen ist imho doch ein deutlicher Nachteil gegenüber "ab ins Klo" Wasser ;)

Umgekehrt verstehe ich nicht ganz, woraus du die Gefahr verstopfter Strukturen ziehst:
Wenn im Kreislauf nur Metalle vorhanden sind, die bei der stattfindenden oberflächlichen Korrosion keine abtragbaren Übergangsstadien bilden, was soll denn dann Strukturen zusetzen? Ist doch noch alles an Ort und Stelle.

Umgekehrt gibt es durchaus Vermutungen, dass Zusätze in Verbindung mit Schläuchen bzw. den darin enthaltenen Weichmachern zu Trübungen oder zur Bildung von verstopfenden Verbindungen im Kreislauf führen können.
 
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Die Korrosion schreitet langsam aber dennoch immer weiter fort, wenn keine Korrosionsihibitoren im Wasser sind. An Stellen wo sich Niederschläge oder Passivierugnschichten Bilden passiert freilich wenig (aber auch dort findet ständig ein gewisser Umsatz statt). Wie in jedem galvansichen Element wird aber an anderet Stelle Material gelöst und abgetragen. Verklumpen diese gelösten Korrosionsprodukte ab einer gewissen Konzentration, kann das u. U. zu Verstopfungen führen.

Mit normalen Schläuchen bei vernünftigen Glykolkonzentrationen passiert nichts mit den Weichmachern. Das habe ich lange genug getetstet. Bei Leuten die G48 hochkonzentriert in den Kreislauf leeren wundern mich solche Meldungen hingegen nicht. Man kann sagen, dass man mit der Dosierung oder der Auswahl des Korrosionschutzes auch einiges falsch machen kann, aber man sollte den Einsatz deshalb nicht per se verteufeln. Die haben ihren Sinn und erzeilen auch die gewünschte Wirkung, wenn man es richtig macht.

Natürlich sollte man Reste beim Schadstoffmobil o. Ä. abgeben, wenn man sie entsorgen will. Der Aufwand hält sich in Grenzen, denn auch wegen anderer Dinge sucht man ja ab und zu die Abgabestellen auf. Ein leerer Aqua des. Kanister als Abfallsammler im Keller hält für mehrere Füllungen einer normalen Wakü Voratskapazität bereit, bis man das Zeug mal entsorgt. Ob reines Wasser, das jahrelang in einer Wakü lief und ebenfalls Weichmacher aus den Schläuchen lösen kann und diverse andere Rückstände aufgenommen hat so viel gesünder ist, darf btw. bezeifelt werden. Trinken würd ich weder die eine noch die andere Brühe.
Im Übrigen ist die Giftigkeit der im Wakü-Bereich üblichen Korroisionschutzmittel im Wesentlichen auf das Glykol beschränkt, welches schon durch relativ geringe Verdünnungen unschädlich gemacht werden kann da es nicht sonderlich toxisch ist. Die Inhibitoren kommen so oder so nur in minimalen Konztrationen vor und sind im Gegensatz zu denen für bestimtme Nutzfahrzeuge (i. d. R. gelbe Färbung) lange nicht so giftig und umweltschädlich.
 
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immer wenn sowas aufkommt frag ich mich immer, wieso denn überhaupt dest. Wasser?

Ich verwende zur Zeit normales Leitungswasser mit einem Zusatz (gegen Algen und Korrision und so weiter) und das wars...

Meine Schläuche sind jetzt zwar schon von transparent zu milchig gewandert aber das würde ich eher dem UV-Licht anlasten...
 
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kann schlecht in den reingucken ;)
Dann lass dich mal überraschen. :devil:

Aber Kühlwerte passen noch, daher mal schauen...
Hast du hartes Wasser? Wie lang läuft es schon?

Was soll da schon verrrotten? Hallo du trinkst das...
Deswegen würde ich auch keinen (sauren) Orangensaft rein schütten.

Alles in allem versteh ich den Sinn nicht ganz. Dir ist dest. Wasser zu teuer, aber du kaufst Wasserzusätze?
 
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mir ist dest. Wasser nicht zu teuer, hatte nur keins da... ;)

Laufzeit: bald ein Jahr... (siehe auch Sig)

mein Graka Kühler, hat eine Plexi Haube denn kann ich auch so sehen...
Bisher hat er "nur" eine hübsche grüne Schicht bekommen, was aber daher kommt das das Ding aus Vollkupfer gefräst ist
ohne Beschichtung und so
 
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Das ist dann schon die erste atypische Veränderung. :ugly:
Normal wär höchstens eine dunkle Kupferoxidschicht.
 
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In der WAKÜ wird immer ein bischen Luft sein --> Es werden sich Algen bilden (grüne Ablagerung). Zudem werden sich mit der Zeit minimale Mengen an Metallionen aus den Kühlern lösen --> dann wird das Wasser elektrisch leitfähig. Wenn dann mal ein Leck auftritt blitzt und raucht der Rechner! Deshlab würd ich immer nen Zusatz reingeben, der verhindert in der Regel jegliche elektrische Leitfähigkeit und Algenbildung.
 
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Algen wachsen in einer Wakü nicht - die Ausnahmefälle sind auf schlechte Hygiene beim Zusammenbau und zusätzliche ungünstige Randbedingungen zurückzuführen. Bekannt gewordene Fälle sind über Jahre hinweg an den Fingern einer Hand abzuzählen ;). Algen können im Übrigen nur wachsen wo bereits Algen sind - die "entstehen" nicht aus Luft und Liebe (hab´s glaub schon mal erwähnt in diesem Thread). Demineralisiertes oder destilliertes Wasser sind algenfrei und somit besteht von dieser Seite aus keine Gefahr. Die Metalloberflächen von Kühlern bieten ebenfalls schlechteste Lebensbedinungen für die überwiegende Mehrheit aller Mikroorganismen, so dass auch von dieser Seite keine Gefahr droht. Auch genügsame und widerstandsfähige Bakterien wie z.B. sog. Blaualgen müssten erst mal ins System gelangen und für eine Vermehrung zumindest einigermaßen günstige Bedingungen antreffen (auch das ist nahezu auszuschließen und wird durch die Erfahrung bestätigt).

Grüne Ablagerungen in Waküs sind in 99% der Fälle Korrosionsprodukte des Kupfers. Da viele Kupfersalze grün sind, werden deren Abalgerungen von Unkundigen gern als "Algen" betitelt. In Wahrheit wurden in geschlossen Wakü-Kreisläufen bislang, wie gesagt, fast nie Algen nachgewiesen. Ein Fall im Jahr, über alle Wakü-Foren hinweg, bei dem tatsächlich nachweisbar Algen aufgetreten wären, ist erfahrungsgemäß bereits eine äußerst hohe Quote. Bei allem anderen kann man von Auswirkungen der Korrosion, Zersetzung von Produktionsresten in Radiatoren und Auswaschungen aus den überzüchteten PVC-Mischungen der Schläuche ausgehen.

Die Leitfähigkeit des Wassers erhöht sich bereits kurz nach dem Befüllen durch die Lösung von Metallionen, aber vor allem durch die Lösung von Oberflächenfilmen und Dreck aus der Produktion, der sich nur durch sehr gründliche vorherige Reinigung aller Komponenten (insb. Radiatoren) minimieren lässt. In jedem Fall ist die Verwendung destillierten bzw. deminierisierten Wassers kein Garant für eine dauerhaft geringe Leitfähigkeit (eine gewisse Grund-Leitfähigkeit hat auch destilliertes Wasser aufgrund der unvermeidlichen Selsbtdissoziation). Diesem Trugschluss sollte man also so oder so nicht erliegen. Nichts desto trotz können Wasserschäden bei denen Hardware mit Wasser aus dem Kühlkreislauf benetzt wurde, sowohl bei Verwendung von Aqua dest. pur oder den üblichen Mischungen aus Aqua dest. und Glykolbasierten Korrosionsschutzzusätzen, durch ausgiebige Trocknung häufig behoben werden.
 
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In der WAKÜ wird immer ein bischen Luft sein --> Es werden sich Algen bilden (grüne Ablagerung).

Abgesehen von VJoes Ausführungen zum Thema "Entstehung" (die durch die Allgegenwertigkeit von (Cyano-)Bakterien ggf. einzuschränken wären), werden unter Garantie keine Organismen in einer komplett nährstofffreien Flüssigkeit wachsen. Also: Erst Ionen, dann Lebewesen. Und da die ~nicht leitend sind, sorgen sie vermutlich sogar für einen Rückgang der Leitfähigkeit gegenüber den gelösten Nährstoffen.
(Aber wie ausgeführt: Die muss man auch erstmal in nenneswerter Menge drin haben)

Zudem werden sich mit der Zeit minimale Mengen an Metallionen aus den Kühlern lösen --> dann wird das Wasser elektrisch leitfähig. Wenn dann mal ein Leck auftritt blitzt und raucht der Rechner! Deshlab würd ich immer nen Zusatz reingeben, der verhindert in der Regel jegliche elektrische Leitfähigkeit und Algenbildung.

Abgesehen davon, dass es durchaus Zusätze am Markt gibt, die die Leitfähigkeit sogar (deutlich) steigern (wenn auch vermutlich eher die für Farb- denn Antikoorosionswirkung beworbenen), wäre mir kein einziger Fall von "Blitz und Rauch" bekannt - dafür braucht es hohe Spannungen und sehr gute Leitfähigkeit.
In der Praxis passiert, zumindest meiner Erfahrung nach, ziemlich lange ziemlich wenig, wenn reines Wasser aus einer Wakü austritt. Das kann über Festplatten laufen (auch häufiger :ugly: ) - und man merkt nichts. Es kann (kann! keine Garantie, dass das immer so ist ;) ) eine Lache auch der Grafikkarte bilden - und das System läuft problemlos weiter. Erst, als es auf den Boden des Gehäuses tropfte (Staub!) und dadurch Spritzer auf die Unterseite der Soundkarte trafen, kam es zu (Ton-)Fehlern.
Es gibt dagegen recht zahlreiche Bereichte von Reinigungsproblemen nach dem Austritt von Wasser mit Zusätzen, weswegen ich sagen würde:
Wer unfähig ist, seine Wakü dicht zu halten, der fährt vermutlich besser, wenn er Zusätze weglässt.
(ganz abgesehen davon sollte die Flüssigkeit nicht zu teuer sein, wenn man einen hohen "Verbrauch" hat :ugly: )
 
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