Nein das war ein Beispiel ich meine das das Arbeitslosengeld ihr Lohn ist.
Ein arg magerer Lohn, meinst du nicht? Ganz abgesehen davon, dass der Bezieher eigentlich möglichst viel seiner Zeit auf die Jobsuche konzentrieren soll, nicht darauf ne Kippe zu finden, die fallengelassen wurde, seitdem der letzte ALGer vor 20 Minuten vorbeigekommen ist.
Es geht mir darum das es manche Kinder gibt die sagen meine Eltern sind Harzer, die haben zwar weniger Geld und wir machen nie Urlaub, aber die können den ganzen Tag auf der Couch sitzen. Das ist mein Berufswunsch ich werde Harzer.
So kommen wir nicht weiter
So kommen wir sicher nicht weiter. Aber dass einige Leute sich "12 h RTL am Tag" als höchstes Ziel für ihr Leben setzen sollte imho nicht dadurch gelöst werden, dass man derartig mieses dahinvegetieren noch unangenehmer macht. Da läuft eine ganze Menge wesentlich grundsätzlicheres schief.
Nein ich meine das das Arbeitslosen Geld ihr Lohn ist. Keiner soll seine Arbeit verlieren und es soll auch kein unterbezahlter Job werden. Ich meine jeder soll für das Geld das er bekommt irgendeine Gegenleistung erbringen.
Wenn du die ex-Arbeitslosen Jobs machen lässt, die gemacht werden müssen, dann verlieren aber diejenigen ihren Arbeitsplatz, die den Job bislang gemacht wurden. De facto ersetzt du sie einfach durch Ultra-Niedriglöhner, die keine andere Wahl haben, wenn sie nicht verhungern sollen.
Die Alternative ist es, die Leute zu Tätigkeiten zu zwingen, die nichtmal wirklich sein müssen...
Und wenn er ein Ehrenamt hat das würde mir auch reichen.
Ehrenamtliches Engagement soll unter ALGIIer erstaunlich weit verbreitet sein, genauso wie künstlerische Betätigung. Bislang hat aber niemand einen Weg gefunden, so etwas systematisch als Nutzen für die Gesellschaft zu honorieren.
Wir hatten in der Uni in VWL gelernt, dass wir das bis nach dem 2. Weltkrieg hatten und danach logischerweise kein Geld mehr vorhanden war und man sich deswegen für das jetzige System entschieden hat. Ansich macht das von der Argumentation her Sinn für mich, aber auf die schnelle konnte ich jetzt nichts dazu finden. Wenn du da mehr Infos hast sei nicht so egoistisch damit
Statt Uni-VWL einfach mal einen Blick über den Tellerrand werfen - Schul-Geschichte reicht schon

Bereits zur Bismarckschen Einführung der gesetztlichen Rente wurde sie zu Teilen aus Steuergeldern finanziert und es gab afaik nie eine direkte Verknüpfung zwischen dem, was jemand selbst eingezahlt hat und dem, was ausgezahlt wurde. Was stimmt: Da das Renteneintrittsalter im Vergleich zur Lebenserwartung lange Zeit extrem hoch und die Renten selbst arg niedrig / nicht existenzsichernd waren, hatten die Rentenkassen bis zum 1. Wk genügend vermögen angehäuft, um die Renten über längere Zeit (k.A. ob vollständig - die verringerte Zahl an Beziehern nach Kriegen hätte es ggf. möglich gemacht

) vom Kapital zu bezahlen. Aber es war trotzdem ein Umlageverfahren und nach der Wirtschaftskrise war auch nichts mehr davon übrig. (Ob die Nazis im Rahmen der Enteignungen bis zum Ende der 30er wieder einen Kapitalstock aufbauen konnten, weiß ich nicht)
Du gehst noch vom jetzigen System aus, ich bin aber von einem Umlageverfahren ausgegangen, daher gibts da wohl leichte Differenzen in unseren Aussagen
Iirc hast du für ein kapitalgedecktes Verfahren gesprochen. Ein Umlageverfahren haben wir schon

Aber das ist für diese Frage auch egal, da ist das Verfahren eine Black Box, die arbeiten kann, wie sie will. Ein kapitalgedecktes Verfahren würde einen riesigen Puffer beinhalten und damit ein Gefühl von Sicherheit bieten (ein falsches, denn Inflation und Börsencrashs vernichten Kapitalrenten in 0,nix). Aber ansonsten gilt: Was reingeht darf nicht mehr sein, als rausgeht. Umlageverfahren können etwas leichter in so eine Situation zu kommen, weil es kein Feedback zwischen Einzahler und Auszahler gibt, während beim gedeckten Verfahren zwingend soviele eingezahlt haben, wie eine Auszahlung wollen. (wechseldne Sterblichkeitsraten können die gleiche Situation aber auch in kapital"gedeckten" Systemen verursachen, denn eine nur biologisch limitierte Rente kann man eben nicht mit 100%iger Sicherheit decken)
Aber:
(Noch) Haben wir in Deutschland gar keine sinkende Bevölkerung und auch die geburtenreichen Jahrgänge sind noch nicht komplett im Rentenalter angekommen. Das heißt das Verhältnis zwischen jetzt zu zahlenden Renten und jetzt zu zahlenden Beiträgen ist auch nicht wirklich ein anderes, als es zwischen jetzt zu zahlenden Beiträgen und den in Zukunft an die Einzahlergeneration zu zahlenden Renten. Das uns die Beiträge trotzdem so hoch vorkommen liegt daran, dass wir jahrzehntelang ein auf eine steigende Bevölkerung ausgelegtes Finanzierungsmodell hatten.
Stellst es ja dar, als würden Hartz4-Empfänger in Deutschland fast verhungern. Ich bitte dich, gibt doch genug Beispiele von Menschen, die sogar am Ende des Monats noch was zur Seite legen können.
Am Ende des Monats? Wenn sie mit Geld umgehen können oder/und ein richtig erbärmliches Leben führen: Jup. Aber das liegt dann auch daran, dass diverse Kosten eben nicht monatlich anfallen. Wer am Ende eines Jahres (oder gar am Ende von 5 Jahren, um uns der Lebensdauer von Kleidung und moderner Haushaltsgeräte anzunähern) noch etwas zur Seite legen kann, was er nicht von Bekannten, etc. zugesteckt bekommen hat, der hat definitiv einiges an Achtung verdient.
(und von wirklich teuren Dingen wie "ohne ein Auto habe ich in der Gegend hier gar keine Jobchance" oder "Zahnersatz" wollen wir gar nicht erst anfangen. ALGII ist ausreichend, um Phasen ohne Job zu überbrücken - aber es soll eigentlich eine dauerhafte Existenzsicherung sein...)
Das fängt bei der Vielzahl von Krankenkassen an, die einen riesigen Anteil von den Versicherungsbeiträgen für die Verwaltung verschwenden.
2 würden reichen*punkt*
Eine für alle - und wofür die zweite?
DAS wäre doch mal was......oder??? .....wenn ich da einen Denkfehler habe, kann mich ja mal jemand aufklären.
Das Apolloprogram hatte massive Synergieeffekte mit der Militärentwicklung und hat trotzdem (inklusive 10 Milliarden für Mercury und Gemini) noch ca. 13-15 Milliarde € (in heutiger Rechnung) pro Jahr über 11 Jahre hinweg gekostet. Das wäre mehr als die Hälfte des gesamten Bundesetats für Bildung und Forschung (abzüglich des Bildungsteils also mehr, als überhaupt für Forschung zur Verfügung steht)...
Verhungern ist natürlich was Anderes, die könnten auch zu Tafel gehen, aber ich es gibt Viele,
... die das bereits machen.
Man könnte ja verschiedene Aktivitäten anbieten. z.B. im Altersheim/Kindergarten/Jugendzentrum helfen
Was willst du ohne pädagogische Ausbildung im Kindergarten machen, außer Schaden anrichten? Was soll jemand, der das nicht machen will, in einem Altersheim, wo man sich für Leute interessieren und einsetzten müsste?
oder im Park Müll sammeln oder Blümchen auf den Kreisverkehr plfanzen oder so was halt.
"sowas" wie "Gartenbauunternehmen runinieren"...
Dafür könnte man dann auch etwas mehr ausbezahlen.
Als 1 € Jobs.
Überraschung: Die gibt es bereits.
Und zwar mehr, als für die Lohnentwicklung am Arbeitsmarkt oder für den Sozialhaushalt gut wäre.
Und weitere zu schaffen wäre einfach nur teurer, aber es bringt eben keinen Nutzen, wenn noch mehr Leute nach der letzten Kippe im Park suchen.
(vermutlich wäre es sinnvoller, sie aufpassen und von jedem Kippen-Wegwerfer 40 € kassieren zu lassen

)
Die härtere Version davon:
Man bestraft niemanden, es gibt einfach kein Geld mehr für arbeitsfähige Langzeitsarbeitslose. Aber man garantiert jedem einen Job.
Nennt sich DDR. Hat sich nicht wirklich als billigere Lösung erwiesen.
Eben die oben genannten Aktivitäten.
Wer sich dafür zu fein ist, soll halt selbst gucken wie er zu Geld kommt.
(find ich allerdings nicht gut)
EDIT:
Seid mal ganz ehrlich.
Angenommen ihr hättet 3 Millionen auf der hohen Kante. Würdet ihr alle weiteren Einnahmen freiwillig abgeben oder wäre es nicht doch besser auf einen zweistelligen Millionenbetrag zu kommen? Oder noch mehr?
Die Frage ist nicht, ob es möglich sein soll, mehr zu verdienen - sondern wie leicht einem das gemacht wird. 100% Steuern fordert allenfalls die Linke, und selbst das nur zu wenigen Anlässen. Aber wie wäre es mal mit 50% Spitzensteuersatz und einem festen (statt gedeckelten) Anteil für die Sozialverischerungsbeiträge?