Israel - Konflikt aktuell & allgemein

Da pickst du dir aber nur einen Teilaspekt raus. A) Laut Israel dürfen die Bewohner wieder zurück (wird sich dann noch zeigen, aber auch in Gaza wurde es so umgesetzt) B) Die Hisbolla ist doch der Grund, warum die Armee da überhaupt einrücken muss, weil von dort Raketen fliegen. Das in der Argumentation oder im Gedankenexperiment auszublenden, kann ja gar keine realistische Lösung ergeben.
Wir können prinzipiell immer nur die Teilaspekte betrachten, die wir für richtig oder falsch erachten und andere (also in dem Fall du) hast hierzu einen anderen Zugang. Lernprozess...

Gaza ist ein guter Punkt.

Meine Wahrnehmung:
Ich habe großes Verständnis dafür, dass Israel die Hamas vernichten wollte/will.
Ich akzeptiere sogar, dass bei diesem Krieg großes Leid in Form von Kollateralschäden an bei der Zivilbevölkerung entstanden sind.

Was ich nicht nachvollziehen kann ist, dass die Bewohner zurückgeschickt wurden...
In was?
In eine apokalyptische Trümmerlandschaft, in dem Überleben reiner Zufall ist?
In eienr Umgebung, in de Kleinkinder Dreck fressen müssen, damit sie was im Bauch haben?
Wir alle wissen, was aus alle diesen 3, 5 oder 7jährigen werden - die nächsten Attentäter, Terroristen.
Und ihr Hass wird noch größer sein, als jener der Hamasterroristen, die den Überfall verübten.

In einer halbwegs guten, gerechten Welt hätte Israel dafür gesorgt, dass Wohncontainer aufgestellt werden, dass Saatgut verteilt wird, dass Schulen ihren Betrieb aufnehmen können, etc..
Haben sie aber nicht.
Sie müssten vermutlich nicht mal finanziell aufkommen, aber der Zugang von Hilfsorganisationen ist ja bis heute stark eingeschränkt.

Ich bin mal gespannt, in welche Umgebung und wann nun wirklich völlig unschuldige Libanesen zurückkehren dürfen und wie große da die Unterstützung zur Wiederansiedlung durch Israel sein wird.

Der Punkt, der mich dabei am meisten bewegt:
Die Vorgehensweise widerspricht eklatant einer für die Israelis/Juden/Christen sehr wichtigen Bibelpassage.
Großmut walten lassen, 1 Samuel 24 ff möge man hierzu sorgfältig lesen.

Du hast mich nach dem Resetknopf gefragt.
Es ist Inhalt des Glaubens aller Völker dort unten, auch bei den Muslimen.
Der Starke muss bereit sein, dem Schwachen die Hand zu geben und der Schwache darf diese Hand nicht missbrauchen.
 
Es ist Inhalt des Glaubens aller Völker dort unten, auch bei den Muslimen.
Der ist doch nur eine willkommene Rechtfertigung für Eskalation. Sonst wäre die Welt durch Glauben schon so um 1000 vor Christus und früher friedlich geworden (da gab es auch jede Menge Glauben). Oder wegen mir dann halt ein paar hundert Jahre nach Jesus, Mohammed oder wer sonst noch so Vorstandschef ist. Glauben und Frieden haben aus meiner Sicht nur auf dem Papier miteinander zu tun. Von daher, schöne Idee, aber leider wenig praktische Umsetzbarkeit.

Meine Wahrnehmung:
Ich habe großes Verständnis dafür, dass Israel die Hamas vernichten wollte/will.
Ich akzeptiere sogar, dass bei diesem Krieg großes Leid in Form von Kollateralschäden an bei der Zivilbevölkerung entstanden sind.
Ok, da bist du weiter als einige im Thread.
Was ich nicht nachvollziehen kann ist, dass die Bewohner zurückgeschickt wurden...
Zurückgelassen, wer will. Es wurde doch gerade niemand gezwungen,im Gegenteil, abgeraten wurde. Und Flüchtlingslager im Süden Gazas gab und gibt es doch.

In einer halbwegs guten, gerechten Welt hätte Israel dafür gesorgt, dass Wohncontainer aufgestellt werden, dass Saatgut verteilt wird, dass Schulen ihren Betrieb aufnehmen können, etc..
Haben sie aber nicht.
Sicherlich richtig, eine echte Perspektive gab und gibt es nicht. Das hab ich auch schon zig mal geschrieben, die hat aber auch sonst niemand, nicht die UN, nicht die Nachbarländer, nicht die Bewohner von Gaza selbst. Aktuell ist man einfach nur seit Jahrzehnten völlig abhängig von außen. Plus durchsetzt durch die Hamas in allen Institutionen vor Ort. Wirklich beides eine schwere Hypothek...

Ohne den Willen aller Beteiligten vor Ort wird es anstelle Frieden weiter nur das Leid geben, wie es in Gaza und Israel der Fall ist. Auch das hab ich schon zigfach geschrieben. Da sind wir uns denke ich inhaltlich sehr einig. :)
 
Der ist doch nur eine willkommene Rechtfertigung für Eskalation.
Oha, das ist eine sehr diametrale Berachtungsweise.
Das will ich nicht weiter kommentieren.

Sonst wäre die Welt durch Glauben schon so um 1000 vor Christus und früher friedlich geworden (da gab es auch jede Menge Glauben).
Du bist nicht besonders belesen in Punkto Bibel, Thora oder Koran, oder?
In allen drei Werken ist der Frieden eher die Ausnahme, leider.
Wobei man natürlich dann (stark) diffenzieren muss, wann ungefähr einzelne Passagen entstanden.
Da gibts einen gewissen Punktsieg im beim Koran, wenn auch weit weg von Perfekt.

Leider hat sich der Jainismus nicht global durchgesetzt, obwohl er intelektuell wie spirituell den oben genannten Weltreligionen problemlos um paar Potenzen überlegen ist ist.
Die Wahrscheinlichkeit wäre dann sehr hoch, in einer friedlicheren Welt zu leben.

Die klassischen Weltreligionen können hingegen von ehrgeizigen Führern jederzeit zum legalen Völkermord umgedeutet werden, wie eben dann oft geschehen.
 
Die Wahrscheinlichkeit wäre dann sehr hoch, in einer friedlicheren Welt zu leben.
Zeigt sich im praktischen Versuch leider nicht wirklich. 😄

Aber auch ohne Religion hat man in der Region (und auch weltweit) genügend Gründe, sich den Kopf einzuschlagen.
So wie es im Kleinen auch genügend Gründe gibt, warum wir Polizei brauchen.

Von einer wirklich dauerhaft friedlichen Koexistenz sind wir als Menschheit leider noch sehr weit weg. Ich denke nicht, dass meine Kinder oder deren Kinder das erleben werden. Aber wünschenswert wäre es, wahrscheinlich eine Utopie.

Womit wir wieder dort ankommen, was wir beide für den Nahen Osten gesagt haben (so hab ich es jedenfalls verstanden), es braucht den Willen vor Ort friedlich miteinander zu leben. Ohne diesen wird es auch nicht passieren.
 
So wäre es tatsächlich eine Friedensoption...

Macron fordert Entwaffnung der Hisbollah​



Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich angesichts möglicher Verstöße gegen die Waffenruhe im Libanon besorgt gezeigt. "Ich fordere Sicherheit für die Zivilbevölkerung auf beiden Seiten der Grenze zwischen dem Libanon und Israel", schrieb Macron beim Onlinedienst X. Die Hisbollah-Miliz müsse auf Waffen verzichten, und Israel müsse die libanesische Souveränität respektieren und den Krieg beenden.


Schon kurz nach Inkrafttreten der Waffenruhe um Mitternacht Ortszeit hatte die libanesische Armee Israel vorgeworfen, mehrere Dörfer im Süden beschossen zu haben. Die Hisbollah verübte nach eigenen Angaben einen Vergeltungsangriff auf israelische Soldaten. In einer Stellungnahme kündigte die pro-iranische Miliz an, "ihre Hände am Abzug zu halten".
Nur, keiner der beiden Parteien wird das wirklich umsetzen. Und der Libanon selbst ist zu schwach, sich gegen die Terrororganisation durchzusetzen. Vielleicht hilft es, dass dem Iran das Geld für seine Unruhestifter im Nahen Osten (Hamas, Hisbollah, Huthis) ausgeht. https://www.focus.de/politik/auslan...und_8fd20628-7a34-4637-b61e-41430a9d265b.html Wenn das Geld denn wirklich ausgeht...
 
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