Aber das sind alles Entscheidungen der Sparwahnsinnigen:
Wir brauchen keine 2l -Maschine; die 1.4er ist genau so gut und billger.
Da gibt es aber wenigstens einen unterschied. Bei den diesel`n im caddy ist der 55kw auch eine 2.0L maschiene und, so wie ich das sehe, auch der selbe block wie beim 110kw. (macht es halt billiger wenn man nur einen block für 4 motoren braucht) Entsprechend würde ich da den "sparfüchsen" sogar schädliches verhalten gegenüber die firma vorwerfen, da bei den kleinen motorisierungen die blöcke billiger verkauft werden als möglich. (75 und 110kw als abstufungen hätten gereicht)
Neidisch? Nein worauf?
Das hat auch nichts mit besser oder schlechter zu tun. Ich habe selbst jahrelang in der Vorausentwicklung gearbeitet und mehrere Konzepte entwickelt, die zwar auf dem Papier gut aussahen und auch im Prototyp gut performt haben, aber in Serie nicht zu vernünftigen Bedingungen umsetzbar waren. So ist das eben.
Da beschleicht mich eher das gefühl, das nur nicht, wie immer, konsequent zuende entwickelt wurde. (das die entwicklung generell sinn gemacht hätte setze ich mal vorraus) Wo wären wir da jetzt, wenn das alles so gemacht hätten? Wenn goodyear, otto, diesel, watt, tesla oder irgend so ein schmied in grauer vorzeit, bei der entwicklung der bronze, einfach nach der hälfte aufgegeben hätten mit den worten "geht nicht"?
Gumpert hat wenigsten durch gezogen und brennstoffzellen in großserie zu produzieren scheint ja auch kein hexenwerk zu sein. Die werden doch schon in mittlerem ausmaß verbaut.
Der Wirkungsgrad der Erzeugung hat mit dem des Verbrauchs erst mal wenig zu tun.
Das sehe ich anders. Der wirkungsgrad geht immer über alles, also von der quelle bis zum vebrauch/energiewandlung und da wäre eine methanol-herstellung mittels bakterien kaum zu schlagen.
Aber wenn es eben eine bestimmte Strommenge gibt, dann muss man schon schauen, wie effizient man die nutzt. Das ist ja auch nicht zuletzt eine Frage der Unterhaltskosten.
Selbst wenn man methanol oder wasserstoff mittels elektrizität herstellt bezahlt man da eher 7-8 cent pro kwh und keine 31. Von daher gleicht sich das kosten-mäßig aus.
Es wird ja oft bemängelt, dass die Unterhaltskosten von E-Autos zu hoch seien, weil der Strom so teuer ist (nicht von dir soweit ich mich erinnere),
Das mache ich nicht, weil in die unterhaltskosten nicht nur der strom zählt. Würde ich aber ein e-auto fahren, hätte ich auch eine große solar-anlage dazu, da der strom aus dem netz viel zu teuer ist und auch nicht mehr billiger wird. Rein auf die tank-kosten nimmt sich ein e-auto nicht viel mit einem sparsamen diesel und wenn der teurer wird, ist man mit autogas mit sicherheit günstiger dran.
bei einer Brennstoffzelle ist der Wirkungsgrad aber eben nochmal deutlich schlechter, so dass die Betriebskosten entsprechend ansteigen (bei einer wasserstoffbetriebenen wird 3x soviel Strom verbraucht, wie wenn man den gleich in den Akku laden würde + man hat das noch die Aufwände beim Transport und beim Lagern).
Der mehr-verbrauch an strom ist aber irrelevant, da man keine 31 cent pro kwh bei der herstellung bezahlt und das stromnetz wird auch nicht belastet da der wasserstoff quasi direkt neben der stromquelle produziert wird. (die strommenge ist egal, weil es in unserer wirtschaft nur nach kosten geht) Aber wie gesagt, ich verstehe eh nicht warum sich alle am wasserstoff auf hängen wo man doch auch methanol durch die brennstoffzelle jagen kann.
Ja und damit lassen sich zig Millionen Tonnen erzeugen? Da bin ich doch sehr skeptisch.
Mann muß ja nicht die ganze welt mit methanol in bewegung halten. Für PKW kurzstrecke tun es akku`s, für langstrecke würde ich eine kleine brennstoffzelle als reichweitenverlängerer mit rein packen und für großgeräte wie LKW gibt es halt den reinen brennstoffzellen-antrieb.
Effizient sind alle Antriebsstränge von E-Autos, das liegt u.a. daran, dass die Motoren halt allesamt sehr gute Wirkungsgrade haben. Das drumherum ist noch sehr unterschiedlich.
Dafür hat mercedes aber recht viel heraus geholt. (4-6 kw auf 100km weniger!) Und ich glaube auch nicht, das das nur an der aerodynamik liegt. Viel mehr glaube ich eher daran das mal jemand gemerkt hat, das so ein e-motor seine effizienz
nicht von 0 bis max. sondern eher im mittleren drehzahlbereich hat.
Dazu ist deren Allrad konzeptionell besser weil effizienter als bei vielen Mitbewerbern ist.
Also effizienz definiert sich bei mir immer noch über den verbrauch, also kwh auf 100km, und da sieht es bei tesla bestenfalls nur durchschnittlich aus. Und klar, man kann langsamer fahren, aber es kann auch nicht das ziel sein z.b. 600km mit durchgängig 50 km/h ab zu spulen.
Aber da wurde eben ähnlich wie bei Tesla vieles konsequent zu Ende gedacht (und sicherlich auch bei Tesla abgeschaut).
Abschauen hat mercedes bei tesla eher nicht nötig. Dank dem früheren joint venture ist so ein tesla doch ein halber benz.

(die verarbeitungsqualität hat tesla freilich nicht übernommen)
Interessant wird es vor allem dann, wenn solche effizienten Fahrzeuge in einem Preisbereich auf den Markt kommen, der auch in Massen verkauft werden kann -Bislang ist da Tesla führend. Eine E-S Klasse ist ja doch ziemlich Nische. Ich habe da gewisse Hoffnungen auf den Ioniq 6, aber warten wirs ab!
Auch das wird von der S-klasse irgendwann in den mainstream kommen. War bis jetzt noch immer so.