Summit Ridge: AMD zeigt erste Zen-CPU mit 16 Threads

@shootme55 die neue Cache-Architektur von Nehalem und der ebenfalls dort integrierte Speichercontroller sind meines Wissens aber auch die einzigen Änderungen, bei der man sich tatsächlich mal von einem Feature der ursprünglichen Architektur getrennt hat. Gut, das allein ist schon ein großer Unterschied, lasse ich gelten.

Was weite Teile des Front- und quasi das gesamte Backend angeht, hat sich von den diversen Core 2-Kernen auf Nehalem aber rein gar nichts getan - immer noch dasselbe System mit den Ports, bei denen sich unterschiedliche Befehle, die an sich nichts miteinander zu tun haben, gerne mal gegenseitig im Weg sind (v.a., wenn SMT verwendet wird), und wo Speicheroperationen grundsätzlich mindestens eine zusätzliche µOp brauchen. SMT gabs noch, das bedeutet aber in erster Linie einfach nur mehr Transistoren.

Was hat Sandy Bridge geändert? Flottere Caches, µOp-Cache (der die nach wie vor langsame Instruction Fetch-Rate kompensiert), größere Buffer hier und da, AVX-256 (-> mehr Transistoren), aber nichts wurde grundlegend neu gestaltet.
Was hat Haswell geändert? Flottere Caches, paar neue Befehle, größere Buffer hier und da und ein breiteres Backend (8 Ports statt 6), welches aber nach wie vor derselben Logik folgt wie beim alten Core 2. Nichts wurde grundlegend neu gestaltet.
Was hat Skylake geändert? Flottere Caches, größere Buffer hier und da (...ach) und ein etwas umsortiertes Backend, damit sich verschiedene Befehle eben nicht dauernd gegenseitig blockieren - das Prinzip bleibt aber dasselbe. Nichts wurde grundlegend neu gestaltet.

Skylake ist letztenendes eben einfach ein Nehalem mit mehr. Alles, was in NHM drin ist, ist auch noch in sehr ähnlicher Form in Skylake zu finden. Ist eben so bei inkrementellen Verbesserungen - das Ergebnis ist zwar eine sehr schnelle und sehr effiziente Architektur, aber Intel muss eben mit alten Designentscheidungen leben, die ggf. nicht vorteilhaft sind - zum Beispiel hat Intel nie die von ihnen selbst vorgeschlagenen FMA4-Befehle implementiert, weil wohl niemand Lust hatte, Support für vier Register-Operanden in die Pipelines einzupflegen, oder eben, dass der Durchsatz des Backends stark davon abhängt, welche Befehle mit welchen anderen kollidieren und daher nicht immer gleichzeitig ausgeführt werden können, oder dass man ständig zwei Arten von µOps durch die Gegend schleppt (eine Sorte für den µOp-Cache und eine fürs eigentliche Backend - sowas wie ADD rax, [rdx] erzeugt im Decoder eine µOp, benötigt aber zwei Ports). Und mit sowas umzugehen kostet eben wahlweise Die-Fläche und Strom oder Zeit und Geld.
 
Ich denke schon das AMD unter Lisa Su eine wesentlich bessere und vor allem nüchterne Linie fährt und aus alten Fehlern gelernt hat. Man sieht ja bei Polaris das man sich wohl im klaren darüber ist das man Nvidia und deren Pascal im Moment nur über Preis/Leistung beikommen kann.
Dementsprechend glaube ich schon das AMD sehr genau weiß was man da mit Zen in den Laboren hat und auch wenn es nicht genug für Intel sein sollte wird man die Dinger schon sinnvoll am Markt positionieren.
Deshalb bin ich zuversichtlich das Zen schon nicht floppen wird, und ich glaube auch nicht das die jetzige AMD Führung den Bulldozer damals so auf den Markt gebracht hätte.
 
Die Tatsache,dass man fast 70% IPC hinter Intel hängt bei den meisten Anwendungen wo der Prozessor begrenzt, heißt halt, man müsste da DEUTLICH über Intels 4Ghz liegen. Und das will ich erstmal sehen.

Tja aber nur wenn man Altbacken Bulldozer mit Sandy Bridge vergleicht. Die Aussage ist schlicht weg falsch.


hier mal noch was zum lesen, ich kann es nicht packen dass du jedes mal mit dem selben Mist kommst und jedes mal von Vorne anfängst und dann muss jemand so wie ich kommen und deine Argumente widerlegen

vielleicht solltest du das mal lesen
A Theoretical Calculation About of Zen's Single Threaded Speed : Amd
 
Zuletzt bearbeitet:
Viel falsch machen können sie ja nicht wenn sie einfach auf den SMT-Zug aufspringen und quasi einen Skylake mit besserem Preis hinlegen. Intels Mondpreise nerven echt langsam.
 
Naja man darf den Lehrberufler nicht mit dem Studierten verwechseln.

das find ich schon sehr arrogant. ich hab beides erlebt (ausbildung und uni nacheinander), das hängt auch sehr mit den interessen zusammen, so verallgemeinern würde ich das nicht. die studierten scheitern mmn sehr oft daran das gelernte in bezug auf die praxis einzuschätzen da kommt dann sehr viel müll mit ein bißchen hintergrundwissen zusammen während der ausgebildete eben viel hintergrundwissen nachlesen muss.
 
naja es ging ja nur darum investoren und kunden zu überzeugen das man nicht in einer sackgasse steckt und den terminplan noch einhalten kann. jeder der sich ein bißchen auskennt weiß natürlich das vom ersten es zum fertigen produkt noch die ein oder andere hürde zu nehmen ist und man immer noch den karren an die wand fahren kann, den großteil der leute wird man trotzdem beruhigt haben. it´s marktwirtschaft jeder dödel kann mitmachen.
 
Das mit dem Transistor-Count kann man bei Intel jetzt auch nicht so ernst nehmen wie es manche tun. Hier wird immer von Intel-CPUs gesprochen, obwohls die in Wirklichkeit nur noch auf dem 2011er gibt. Realistisch müsste man Skylake mit den AMD-APUs vergleichen und nicht FX oder Zen. Intel setzt die letzten Jahre viel auf eine immer potenter werdende integrierte Grafik, und die wirds bei AMD mal am Anfang gar nicht geben. Außerdem versteh ich grad nicht was du mit Altlasten meinst. Vielleicht versteh ich dich da einfach wirklich falsch. Von der ursprünglichen Core-Architektur haben die Ingenieure kaum noch was übrig gelassen. Die meisten alten Zöpfe wurden erst mit Nehalem, dann mit Sandy Bridge abgeschnitten. Im Gegenzug basiert der Bulldozer-Kern aber noch immer auf dem K7. Meintest du das?

Eigentlich stimmt das nicht ganz. Leider.

“ Alle Intel Chips sind mit ihrem Vorgänger bis zum 8086 abwärtskompatibelkompatibel. Das heißt, dass ein Pentium 4 alte 8086 Programme ohne Änderung ausführen kann. Diese Kompatibilität war bei Intel immer eine Design Vorgabe, damit die Benutzer ihre vorhandene Software weiter verwenden können. Natürlich ist der Core um vier Größenordnungen komplexer als der 8086, beherrscht also Funktionen, die dem 8086 fremd sind. Diese stückweisen Erweiterungen haben zu einer Architektur geführt, die sicherlich Eleganter ausgefallen wäre, wenn man den Pentium 4 Architekten 42 Millionen Transistoren zugestanden und sie angewiesen hätte, von vorn zu beginnen.“
Quelle und Copyright bei Pearson, Rechnerarchitektur, 6. Auflage, Seite 61.


Ich will damit nur sagen, das Intel immer Altlasten mitschleppt und die Architekturen sich sehr ähnlich sind.
 
Eigentlich stimmt das nicht ganz. Leider.

“ Alle Intel Chips sind mit ihrem Vorgänger bis zum 8086 abwärtskompatibelkompatibel. Das heißt, dass ein Pentium 4 alte 8086 Programme ohne Änderung ausführen kann. Diese Kompatibilität war bei Intel immer eine Design Vorgabe, damit die Benutzer ihre vorhandene Software weiter verwenden können. Natürlich ist der Core um vier Größenordnungen komplexer als der 8086, beherrscht also Funktionen, die dem 8086 fremd sind. Diese stückweisen Erweiterungen haben zu einer Architektur geführt, die sicherlich Eleganter ausgefallen wäre, wenn man den Pentium 4 Architekten 42 Millionen Transistoren zugestanden und sie angewiesen hätte, von vorn zu beginnen.“
Quelle und Copyright bei Pearson, Rechnerarchitektur, 6. Auflage, Seite 61.


Ich will damit nur sagen, das Intel immer Altlasten mitschleppt und die Architekturen sich sehr ähnlich sind.

sicherlich richtig aber ist das nicht der grund warum x86 so erfolgreich war. schlicht evolution statt revolution. bei arm ist es doch ähnlich. alle brandneuen designs hatten es extrem schwer, logisch als entwickler und kunde wünsche ich mir kontinuität.
 
Bereits mit dem 80486 hat Intel radikal mit den Vorgängern gebrochen. Seitdem trennen Decoder und µOps den abwärtskompatiblen Befehelssatz von den eigentlichen Ausführungseinheiten. Zwar werden alte Entwicklungen nach Möglichkeit recycelt, aber über mehrere Generationen hinweg bleiben nur wenige CPU-Teile unverändert, auch wenn grobe Übersichtsschemata oft an ein Baukastensystem, das nur neu Zusammengestellt wird.
 
naja aber jeder befehl bleibt ausführbar, wie das im inneren rechnet ist mir doch egal so ich zur selben lösung komme. das da nur eine bestimmte menge an variationen zulässig ist kann man als kritikpunkt sehen, aber gerade bei komplizierten berechnungen muss ich doch darauf vertrauen das sie erweiterbar sind. sonst kann ich jedesmal neu anfangen einen algorythmus aufzustellen und ob wir dann bedeutend weiter wären als bei einem hochgezüchteten taschenrechner würde ich bezweifeln.
 
Wobei sich an Intels Core Architektur nicht mehr viel optimieren lässt.

Da geht nur noch SIMD, in Form von z.B. AVX, was aber auch die Software unterstützen muss und mehr Kerne (MIMD), aber auch da muss die Software mit umgehen können.

Wie es bei der 1. ZEN Architektur aussieht, ist die große Frage.
 
Hat AMD nicht auch noch diese Abwärtskompatibilität mitzuschleppen, und somit auch diese Altlasten?
Ich weis Intel hats ja schon ein paar mal versucht, aber richtig losgeworden sind sie es bis heute nicht, z.B. beim Itanium.
 
goil. da wahnsinn. wird meine nächste cpu werden, vielleicht in gestalt einer apu.
 
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Ich konnte nicht länger warten und habe Anfang des Monats bei Intel zugeschlagen. Freue mich wenn ZEN doch noch etwas Leben ins Prozessorgeschäft bringen mag.
 
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