• Hallo Gast, du kaufst gerne günstig ein und erfährst oft vor deinen Freunden von interessanten Angeboten? Dann kannst du dein Talent als Schnäppchenjäger jetzt zu Geld machen und anderen PCGH-Lesern beim Sparen helfen! Schau einfach mal rein - beim Test der Community Deals!

Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

Don-71

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Mir ist bewusst das ich es mir da zu einfach mache :) Ändert aber nichts an meiner Meinung, ist hier doch eh mehr Stammtischgerede, wir haben hier nicht genug Juristen für eine ernsthafte fachliche Diskussion.
Wenn ich jedoch sowas hier sehe:
kann man das ganze doch in Ausnahmefällen scheinbar doch anders werten.

Dabei geht es mir auch nicht um eine rechtliche Einordnung sondern um eine moralische, und da nimmt meiner Meinung nach sowohl der Rennfahrer als auch Onkel Udo der sich mit 2 Promille hinters Steuer setzt sämtliche Folgeschäden seines Handelns in Kauf. Das darfst du natürlich gerne anders sehen, das Gesetz tut es ja auch :)
Nein ich halte das für inkonsequent und absolut chaotisch, und das es gegen eine Reihe von rechtsstaatlichen Regeln verstößt.
Der wichtigste Punkt ist, das hier pauschal Alkoholkonsum so ausgelegt wird, das dem Konsument willkürlich auf nahe zukünftige Ereignisse Vorsatz unterstellt wird, alleine auf grund des Alkoholkonsums.
 

fipS09

BIOS-Overclocker(in)
Der wichtigste Punkt ist, das hier pauschal Alkoholkonsum so ausgelegt wird, das dem Konsument willkürlich auf nahe zukünftige Ereignisse Vorsatz unterstellt wird, alleine auf grund des Alkoholkonsums.

Warum auf willkürliche? Mir geht es um zukünftige Ereignisse die im Zusammenhang mit Alkohol stehen.
Alkohol alleine ist in Ordnung.
Autofahren alleine ist super.
Wer beides mischt, sollte meiner Meinung nach härter zur Rechenschafft gezogen werden. Wie gesagt, meine Meinung
 

Don-71

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Okay, aber jetzt fernab von Verkehrsdelikten. Gewaltdelikte entstehen eher unter Alkoholeinfluss, wieso wird da noch ein bestimmtes Maß an Unzurechnungsfähigkeit zugesprochen, welche sich strafmildernd auswirken. Dabei potenziert der Konsum das Verhalten.
Siehe meine Ausführung zu unserem Strafrecht, Prüfung des Einzelfalls.
Wenn 70% Menschen auf Alkohol mit Aggressivität reagieren, aber eher 30% nicht, kann man das nicht pauschal anwenden. Es gibt ja auch keine Sippenhaft in Deutschland.
 

Sparanus

Volt-Modder(in)
Alkoholkonsum ist aber erlaubt, der von Drogen nicht!
Nun je nach Droge stimmt das nur teilweise und wird mWn z.B. bei Cannabis auch so gehandhabt, dass es nicht generell großes Tata wegen fahren unter Cannabis Einfluss gibt wie damals.

Aber auch zig andere Drogen haben die selben Hauotbestandteile wie legale Medikamente (ja die auch schnell fahruntauglich machen).
 

Ja---sin

Software-Overclocker(in)
Nein ich halte das für inkonsequent und absolut chaotisch, und das es gegen eine Reihe von rechtsstaatlichen Regeln verstößt.
Der wichtigste Punkt ist, das hier pauschal Alkoholkonsum so ausgelegt wird, das dem Konsument willkürlich auf nahe zukünftige Ereignisse Vorsatz unterstellt wird, alleine auf grund des Alkoholkonsums.
Nicht Vorsatz, aber mindestens Fahrlässigkeit.
 

Don-71

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Ja klar, wenn du geplant hast X um die Ecke zu bringen, aber dich vorher besäufst und die Tat im Suff ausführst, um Strafmilderung zu bekommen, zählt das natürlich nicht.
Du hattest ja schon vorher den Vorsatz (subjektiv) auf eine Straftat.
 

Sparanus

Volt-Modder(in)
Recommented content - Youtube An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. For more information go to the privacy policy.

Ach hört auf :D
 

Don-71

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Na ja,
Hirn wird halt doch ungleich verteilt.
Einige davon sind halt m.M. nach akut gefährdet ihren Altag nicht bewältigen zu können.
 

Sparanus

Volt-Modder(in)
Ich denk nur meine Güte und die Polizei versagt.
Alles was nicht genehmigt ist auflösen, auch wenn wenn die Mittel des Rechts ausreizen muss.
Das wurde nicht ansatzweise getan.
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Niedere Beweggründe sind im Strafrecht ein Mordmerkmal sonst nichts.

Auch bei anderen Straftaten müssen fremdenfeindliche Motive straf schärfend wirken.

§ 46 Grundsätze der Strafzumessung​

(1) Die Schuld des Täters ist Grundlage für die Zumessung der Strafe. [...]
(2) Bei der Zumessung wägt das Gericht die Umstände, die für und gegen den Täter sprechen, gegeneinander ab. Dabei kommen namentlich in Betracht:
die Beweggründe und die Ziele des Täters, besonders auch rassistische, fremdenfeindliche oder sonstige menschenverachtende,
[...]

 

Don-71

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Was willst du uns jetzt damit sagen DKK007?

Niedere Beweggründe gibt es als Qualifikationstatbestand nur bei Mord und umfasst eine ganze Latte mehr als nur Rassismus.

Bei anderen Starftatbeständen gibt es keine niederen Beweggründe, wird die Tat allerdings aus rassistischen Motiven begangen, wirkt sich das strafverschärfend aus.
 
Zuletzt bearbeitet:

Mahoy

Volt-Modder(in)
Meine Antwort war nicht auf ein Straßenrennen gemünzt, denn das ist etwas ganz anderes und hier gibt es natürlich einen subjektiven Tatbestand und Vorsatz, weil derjenige will ja ein Straßenrennen fahren und nimmt damit in Kauf, andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden.
Und das gilt nicht, wenn jemand Alkohol trinken und dann noch ein Kraftfahrzeug bedienen will und damit in Kauf nimmt, andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden?

Im Übrigen habe ich deutlich unterschieden zwischen der juristischen und meiner persönlichen ethischen Bewertung. Dass nonlineare Kausalitäten rechtlich nur mittelbar Berücksichtigung finden können, dürfte auch ohne Staatsexamen den Meisten klar sein.

Derzeitige Rechtspraxis: Wenn du dich betrinkst und im Suff eine Straftat begehst, wird der Rausch strafmildern bewertet. Jedoch nicht, wenn nachweisbar ist, dass ein Vorsatz bestand, bevor - entweder zur gezielten Enthemmung und/oder sogar zur gezielten Schaffung eines Milderungsgrundes - ein Rausch herbeigeführt wurde. Gleiches gilt, wenn jemand eine Vorgeschichte von Gewalttätigkeiten unter Alkoholeinfluss hat und argumentiert werden kann, dass somit die Herbeiführung dieses Zustandes - auch ohne Vorsatz - eine besondere Fahrlässigkeit darstellt.

Wenn ich eine Analogie bemühen darf: Ich bin Epileptiker. Wenn ich aufgrund eines Anfalls die Kontrolle über mein Fahrzeug verliere, bin ich unter Umständen dennoch teilverantwortlich, weil mich - in Kenntnis meiner Disposition - ans Steuer gesetzt habe. Zu meinen Gunsten wirkt sich aus, wenn die Diagnose vorliegt, dass das Führen eines Fahrzeugs aufgrund wirksam eingestellter Medikation unkritisch wäre. Zu meinen Ungunsten ggf., wenn ich die mir verschriebenen Medikamente bekanntermaßen nicht ordnungsgemäß eingenommen haben sollte.
Es gibt tatsächlich keine zwingende Kausalkette von "Mahoy hat seine Pillen nicht genommen" und "Mahoy hat während eines Anfalls jemanden totgefahren", aber diese kann in einem Verfahren möglicherweise dennoch schlüssig aufgebaut werden.

Im vorliegenden Fall: Der Mann wollte sich vielleicht (!) gezielt betrinken, aber er wollte sich nicht betrinken, um anschließend zu randalieren oder Sanitäter anzuspucken. Der Sanitäter ist vielleicht (!) in angespannter Gemütsverfassung zur Arbeit gegangen, aber er hatte sicherlich nicht vor, einen Patienten zu verletzen, der ihm blöd kommt. Geschehen ist beides aber trotzdem, also kann man nur schauen, warum und mit welcher Wiederholungswahrscheinlichkeit.
Meine persönliche - nicht juristische oder psychologische, dafür bin ich nicht kompetent - Ansicht ist, dass beide aufgrund eine temporären Kontrollverlustes gehandelt haben, der nicht ihren regulären Charakteren entspricht.

Wie das in den jeweiligen Verfahren berücksichtigt werden wird, weiß ich nicht und kann es ohne entsprechenden fachlichen Hintergrund möglicherweise auch nicht fundiert einschätzen, aber ich weiß, wie ich es bewerte.
Und ich weiß, dass beide Personen auch von anderer Seite ganz unabhängig von der juristischen Aufarbeitung bewertet und teilweise sanktioniert werden/wurden.
 

Don-71

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Und das gilt nicht, wenn jemand Alkohol trinken und dann noch ein Kraftfahrzeug bedienen will und damit in Kauf nimmt, andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden?
Ja klar!
Es gibt auch den Unterschied, Jemanden zu schupsen (ohne Treppe, Abhang oder spitzen Stein) oder mit dem Hammer eine über den Kopf zu bügeln!
Wenn Onkel Otto mit 1,5 Promille nach Hause fährt und sich an die Verkehrsregeln hält, hat er nunmal keinen Eventualvorsatz Jemanden zu verletzen oder über den Haufen zu bügeln.
Wenn ich eine Analogie bemühen darf: Ich bin Epileptiker. Wenn ich aufgrund eines Anfalls die Kontrolle über mein Fahrzeug verliere, bin ich unter Umständen dennoch teilverantwortlich, weil mich - in Kenntnis meiner Disposition - ans Steuer gesetzt habe. Zu meinen Gunsten wirkt sich aus, wenn die Diagnose vorliegt, dass das Führen eines Fahrzeugs aufgrund wirksam eingestellter Medikation unkritisch wäre. Zu meinen Ungunsten ggf., wenn ich die mir verschriebenen Medikamente bekanntermaßen nicht ordnungsgemäß eingenommen haben sollte.
Es gibt tatsächlich keine zwingende Kausalkette von "Mahoy hat seine Pillen nicht genommen" und "Mahoy hat während eines Anfalls jemanden totgefahren", aber diese kann in einem Verfahren möglicherweise dennoch schlüssig aufgebaut werden.
Hier müsste aber schon etwas sehr grobes geschehen sein, um Vorsatz zu unterstellen.
Im vorliegenden Fall: Der Mann wollte sich vielleicht (!) gezielt betrinken, aber er wollte sich nicht betrinken, um anschließend zu randalieren oder Sanitäter anzuspucken. Der Sanitäter ist vielleicht (!) in angespannter Gemütsverfassung zur Arbeit gegangen, aber er hatte sicherlich nicht vor, einen Patienten zu verletzen, der ihm blöd kommt. Geschehen ist beides aber trotzdem, also kann man nur schauen, warum und mit welcher Wiederholungswahrscheinlichkeit.
Meine persönliche - nicht juristische oder psychologische, dafür bin ich nicht kompetent - Ansicht ist, dass beide aufgrund eine temporären Kontrollverlustes gehandelt haben, der nicht ihren regulären Charakteren entspricht.
Bin ich ja bei dir und würde das selber so bewerten, aber du kannst nicht im gleichen Absatz Hein Blöd schlechter stellen und ihm auf grund seines Alkoholkonsums alles mögliche "unterstellen"! Vor allen dingen kannst du nicht einfach die Gründe für Alkoholkonsum bewerten!
Bei dem Sanitäter könnte man auch mit den gleichen Argumenten, wie bei der Kassiererin kommen, da ist das Vetrauensverhältnis auch bei "einem unterschlagenen Cent" zerstört (nicht meine Meinung), bei einem Sanitäter der einmal zuschlägt, wohl eher auch.
 
Zuletzt bearbeitet:

Poulton

BIOS-Overclocker(in)
"Klar", aber Cannabis will man legalisieren?!
Der Unterschied zwischen Verbot des Konums von Alkohol an und um bestimmte Bereiche und ein Totalverbot, in dem Fall Cannabis, ist dir schon bekannt? Auch das Rauchverbot ist nur das Verbot einer bestimmten Form des Konsums von Tabak. Es darf auch weiterhin geschnupft und gepriemt werden.

Passend dazu, auch wenn es um das zwischen 2010 und 2017 bestehende nächtliche Verkaufsverbot von Alkohol in BaWü geht: https://www.deutschlandfunknova.de/...alt-durch-alkoholverbot-in-baden-wuerttemberg
 
Zuletzt bearbeitet:

Mahoy

Volt-Modder(in)
Halte ich definitiv für eine bessere Option als Alkohol zu kriminalisieren.
Wodurch sich Alkohol seine Sonderstellung unter den Drogen verdient hat ist mir sowieso ein Rätsel.
Alkohol hat bzw. alkoholhaltige Produkte haben in unseren Breiten eine lange Tradition als Nahrungsmittel (Dünnbier als Ersatz für tendenziell verunreinigtes Wasser etc.) bzw. werden mit geselligem Beisammensein assoziiert.
Zu inhalierende Rausch- und/oder Genussmittel wie Cannabis (Oder Tabak, was das angeht, diese Assoziation musste die Tabakindustrie mit gewaltigem Werbeaufwand künstlich erzeugen ...) hingegen nicht.

Rational betrachtet sind Cannabis und Co. - jedoch abhängig vom Anteil der wirksamen Substanzen und Aufnahmeform - nicht kritischer als Alkohol, in vielen Belangen möglicherweise sogar weniger kritisch. Die Länder, dies bisher legalisierten, haben sich auch keineswegs in Zombienationen verwandelt. Aber Akzeptanz und eine wirksame Durchregulierung vergleichsweise neuer Substanzen kommen halt nicht von heute auf morgen.
 

Don-71

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Wodurch sich Alkohol seine Sonderstellung unter den Drogen verdient hat ist mir sowieso ein Rätsel.
Wahrscheinlich die Zeitdauer, seit er von Menschen hergestellt und verzehrt wird.
Ganz bestimmt, weil Alkohol sich von der Wirkung schon unterscheidet, da man bei einer Flasche Bier, einem Glas Wein oder einem Schluck Whisky, noch Herr seiner Sinne ist. Bei Alkohol kommt es schon sehr stark auf die Menge an, bis er sich negativ auswirkt, das ist bei vielen anderen Drogen (nicht allen) schon anders gelagert.
 

Ja---sin

Software-Overclocker(in)
Wodurch sich Alkohol seine Sonderstellung unter den Drogen verdient hat ist mir sowieso ein Rätsel.
Das ist tatsächlich ein sehr interessantes Thema und ist in Facharbeiten dazu oft kulturgeschichtlich begründet. In anderen "Kulturkreisen" gilt Marihuana zbsp. als Genussmittel, während Alkohol verpönt ist. Interessant dazu noch; in Europa und USA, und vornehmlich unter der weißen Bevölkerung, gibt es große Akzeptanzprobleme ggü. Cannabis, weil es eher als eine Droge des Orients und der Schwarzen gesehen wird. Darüber gibt es auch eine interessante Doku auf Netflix.
 

fipS09

BIOS-Overclocker(in)
Bei Alkohol kommt es schon sehr stark auf die Menge an, bis er sich negativ auswirkt, das ist bei vielen anderen Drogen (nicht allen) schon anders gelagert.

Nicht böse gemeint aber bei welcher Droge ist das nicht so?
Ich kann auch ne Viertel Ecstasy Tablette schlucken, weniger Marihuana in den Joint packen, oder mir - um es überspitzt zu formulieren - nur einen Tropfen Heroin spritzen.
"Die Dosis macht das Gift", das Alkohol eine Sonderstellung hat dürfte tatsächlich rein kulturelle Gründe haben.
 

Don-71

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Das ist tatsächlich ein sehr interessantes Thema und ist in Facharbeiten dazu oft kulturgeschichtlich begründet. In anderen "Kulturkreisen" gilt Marihuana zbsp. als Genussmittel, während Alkohol verpönt ist.
Das dürfte auch sehr viel mit Geographie zu tun haben, da Tabak nun nicht überall anbaubar ist, genauso wie z.B. Weinreben oder Hopfen
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Interessant dazu noch; in Europa und USA, und vornehmlich unter der weißen Bevölkerung, gibt es große Akzeptanzprobleme ggü. Cannabis, weil es eher als eine Droge des Orients und der Schwarzen gesehen wird.

Im Gegenteil. Das Hanfverbot wurde erst eingeführt, nachdem die USA ihr Alkoholverbot (Prohibition) abgeschafft haben. Man wollte die Kontrolleure halt nicht auf die Straße setzen, sondern anderweitig beschäftigen.


Und auch passend zum Thema fehlerhafte Ermittlungen:

Es stellte sich heraus, dass es nie Beweise dafür gab, dass er jemals Cannabis genommen hatte.

In seiner Familie gab es viele psychische Krankheiten. Ein Jahr vor dem Vorfall wurden die Eltern darauf hingewiesen, dass er in eine Anstalt gehörte — aber sie weigerten sich. Seine Psychiater erwähnten in Verbindung mit ihm niemals Marihuana.

Und hier noch als etwas ernster geschriebene Quelle:


https://de.wikipedia.org/wiki/Harry_J._Anslinger schrieb:
Harry Jacob Anslinger war ein US-amerikanischer Diplomat deutsch-schweizerischer Herkunft. Ab 1930 war er Vorsitzender des Federal Bureau of Narcotics (FBN) und einer der treibenden Befürworter einer Cannabis-Prohibition. Er lehnte die Nutzung von Opium und Hanf auch zu medizinischen Zwecken ab und setzte sich als Mitglied der Drogenkommission der Vereinten Nationen in den 1960er-Jahren für ein weltweites Verbot des Cannabisanbaus ein.

Nebenbei war Hanf auch schon seit Ewigkeiten ein gängiges Material für Stricke. Hanf, Nessel und Flachs waren lange Zeit die wichtigsten Faserpflanzen Europas.
Damit war es natürlich auch eine Konkurrenz für die Amerikanische Baumwollindustrie.
Somit bekommt man selbst für THC-freien Hanf kaum eine Abbaugenehmigung.

In der Schweiz ist der Anbau von Nutzhanf erlaubt. https://www.grow.de/news-detailseit...-anbau-fuer-die-schweizer-landwirtschaft.html

Übrigens, auch in der Antike war Hanf schon in Europa bekannt.

Sieht auch so aus, als lässt er sich auf fast jedem Boden anbauen:
Die Wurzeln des Hanfs können bei entsprechenden Bodenverhältnissen (auf Braunerde, deren Humushorizont jedoch durch einen feinerdereichen Horizont unterlagert ist) bis zu 140 cm in den Boden eindringen – das ist wesentlich tiefer als bei vergleichbaren Nutzpflanzen. Aus diesem Grund wurde Hanf früher häufig auf ausgelaugten, verhärteten Böden gepflanzt, um den Boden zu lockern und gegebenenfalls für den späteren Anbau anspruchsvollerer Pflanzen wie etwa Getreide vorzubereiten. Hanf wurde ebenfalls in versteppten Gebieten verwendet, um den Boden nicht nur zu lockern, sondern zugleich zu beschatten. Erst wenn der Boden gebessert war, wurden andere Nutzpflanzen gesät.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ja---sin

Software-Overclocker(in)
Im Gegenteil. Das Hanfverbot wurde erst eingeführt, nachdem die USA ihr Alkoholverbot (Prohibition) abgeschafft haben. Man wollte die Kontrolleure halt nicht auf die Straße setzen, sondern anderweitig beschäftigen.
Ja, das war eine Seite der Medaille, hier ist auch über die andere Seite zu lesen...
"Drogenpolitik: Der Krieg gegen die Drogen war ein Krieg gegen die Schwarzen | ZEIT ONLINE" https://www.zeit.de/wirtschaft/2016-04/drogenpolitik-un-konferenz-new-york-mexiko-konsum/seite-2
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Er war halt auch Rassist.

Bei PlanetWissen ist das aber auch ausführlich Thema.
https://www.planet-wissen.de/natur/pflanzen/hanf/pwieharryanslinger100.html schrieb:
Es war eine diffuse Mischung aus Geltungssucht, Misstrauen und rassistisch motivierter Abneigung gegenüber den schwarzen Amerikanern, die zu den Armen der Gesellschaft gehörten und Cannabis konsumierten, welche Anslingers Propagandamaschine an Fahrt gewinnen ließ. Cannabis war zum Symbol einer durch den Rassismus polarisierten US-Gesellschaft geworden.


Und aktuell:
 

Sparanus

Volt-Modder(in)
Vielleicht liegt es auch daran, dass Cannabis einfach nur stinkt wie die Hölle und zwar langfristiger und weiter als Zigaretten die auch schon schlimm genug sind wenn man Lüften will.
Also ja zur Legalisierung, aber sobald ich das Zeug riechen muss wenn ich durch die Stadt gehe oder aufm Balkon sitze ist vorbei.
 

Mahoy

Volt-Modder(in)
Vielleicht liegt es auch daran, dass Cannabis einfach nur stinkt wie die Hölle und zwar langfristiger und weiter als Zigaretten die auch schon schlimm genug sind wenn man Lüften will.
Also ja zur Legalisierung, aber sobald ich das Zeug riechen muss wenn ich durch die Stadt gehe oder aufm Balkon sitze ist vorbei.
Von Vorteil ist, dass Cannabis nicht zwingend geraucht werden muss. Nun gut, Tabak auch nicht, aber die Zahl der Tabak Kauenden und Schnupfenden ist ja nicht nur hierzulande eher überschaubar.

Ganz zu schweigen davon, dass Kau- und Schnupftabak auch durchaus einige unästhetische Aspekte haben. Schonend ausgedrückt. :D
 

Ja---sin

Software-Overclocker(in)
Vielleicht liegt es auch daran, dass Cannabis einfach nur stinkt wie die Hölle und zwar langfristiger und weiter als Zigaretten die auch schon schlimm genug sind wenn man Lüften will.
Also ja zur Legalisierung, aber sobald ich das Zeug riechen muss wenn ich durch die Stadt gehe oder aufm Balkon sitze ist vorbei.
Geschmäcker sind da wohl verschieden. Ich kenne viele, mich mit eingenommen, die den Geruch mögen. Gut, ich mag aber auch den Benzingeruch an der Tanke :ugly:
Ich trinke selber weder Alkohol, noch konsumiere ich irgendwelche BTM. Aber eine Legalisierung von Cannabis wäre enorm wichtig, um einen großen Anteil von Menschen zu entkriminalisieren. Hinzu kommt, dass du durch Kontakt mit Dealern sehr schnell auch in Berührung zu anderen, viel härteren Drogen kommen kannst - was somit auch einen Einstieg in eine extrem heftige Spirale von Folgekriminalität sein kann. Ich persönlich kenne leider auch einige Menschen, die so abgerutscht sind.
 

Banchou

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Vorsicht! Das hier soll nur zum Nachdenken anregen und ist nicht meine Finale Wunschvorstellung, bis zum Ende durchdachte Meinung.

Steinigt mich ruhig hinterher aber ich werfe mal was in die OT-Runde.
Was würde dagegen sprechen wenn wir alles und ich meine wirklich alles was das "Büffet" an Sachen die man sich reinpfeifen kann unter Staatliche Kontrolle in den Verkauf an Lizensierte Händler, Shops abgibt?
Eine Registrierung des Käufers wäre hier vielleicht als eine Art "Konsum-Ausweis/ Führerschein" zu verstehen.

Folgendes: Ich bin kein freund von "Bürger bevormunden" und man kann von allem abhängig werden.
Unter dem Punkt jeder sollte seine grenzen als mündiger Erwachsener kennen könnte man doch auf Bier, dem Päckchen Gras, etc. einen Hinweis drucken ala: Sollten sie dennoch im Rausch einer dieser Substanzen ein Delikt/Verbrechen begehen folgt daraus eine härtere Bestrafung vor Gericht.

Vorsicht! Das hier soll nur zum Nachdenken anregen und ist nicht meine Finale Wunschvorstellung, bis zum Ende durchdachte Meinung.

Das es geht, Drogen, in dem Fall Marihuana zu legalisieren zeigen diverse Beispiele in den USA und anderswo.
Was ich auch mitbekommen habe ist das manche Unternehmen ihren Fokus darauf legen, zb. in Kanada wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe.

Und jetzt kommt das größte + an der Geschichte.

Man würde dem großen organisierten Kriminellen Abschaum ihre "Arbeitsgrundlage" entziehen und der Staat verdient sich damit noch Ordentlich etwas dazu und könnte damit andere Haushaltslöcher stopfen.

Und wir alle wissen das es hier um ein Multimilliarden Geschäft geht!

Was ich auch bissel komisch finde das Zigaretten immer teurer werden weil die Krankenkassen Steigende Kosten angeben aber Bier bleibt gleich? Ja man kann von beidem Krank werden was in beiden fällen teure Behandlungen nach sich ziehen könnte.

Vorsicht! Das hier soll nur zum Nachdenken anregen und ist nicht meine Finale Wunschvorstellung, bis zum Ende durchdachte Meinung.
 

Mahoy

Volt-Modder(in)
Man kann sich jedes beliebige Land anschauen, dass leichte Drogen legalisiert bzw. rechtlich gleichgesetzt und/oder die Distribution (unter Aufsicht) liberalisiert hat: Fairerweise sei vorausgeschickt, dass mancherorts die erhofften positiven Auswirkungen hinter den Erwartungen zurückblieben, aber es trat *nirgends* eine Verschlechterung in irgend einer Kategorie ein.

Hingegen ist es ebenso sinnvoll, historisch liberal gehandhabte Drogen wie Alkohol stärker zu reglementieren. Beispielsweise unterliegt der Verkauf von Spirituosen in Schweden bekanntlich einem staatlichen Monopol und entsprechenden Restriktionen bzw. Preisausgestaltungen. Ergebnis: Erkrankungen, Unfälle und Straftaten im Zusammenhang mit Alkohol treten dort weniger als halb so oft auf wie in Deutschland.
Hingegen hat die Prohibition in den USA, also ein komplettes Alkoholverbot, gesundheitlich keinen positiven und in Sachen Kriminalität einen massiv gegenteiligen Effekt gehabt.

Daher: Nicht kriminalisieren, sondern regulieren. Den Menschen ihre Drogen in Maßen lassen und idealerweise die durch Besteuerung bzw. oder staatlichen Vertrieb generierten Einnahmen für nützliche Dinge (beispielsweise Bildung) verwenden. Das sorgt für schlaue und entspannte Bürger. :D
 

Sparanus

Volt-Modder(in)
Nun gut, Tabak auch nicht, aber die Zahl der Tabak Kauenden und Schnupfenden ist ja nicht nur hierzulande eher überschaubar.
Ja nun, du weißt, dass ich da wahrscheinlich ein anderes Gefühl habe^^
Geschmäcker sind da wohl verschieden. Ich kenne viele, mich mit eingenommen, die den Geruch mögen. Gut, ich mag aber auch den Benzingeruch an der Tanke :ugly:
Der eine mag das, der andere das. Also allgemein wäre es schön keine unnötigen fremden Gerüche in der Wohnung zu haben.
Man würde dem großen organisierten Kriminellen Abschaum ihre "Arbeitsgrundlage" entziehen und der Staat verdient sich damit noch Ordentlich etwas dazu und könnte damit andere Haushaltslöcher stopfen.
Das mit der Arbeitsgrundlage ist nunmal ein glattes Fehlurteil. Frag mal nach illegalen Zigaretten, das ist ein riesiges Geschäft, obwohl du sie legal an jeder Tanke bekommst.
 

Don-71

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Hingegen ist es ebenso sinnvoll, historisch liberal gehandhabte Drogen wie Alkohol stärker zu reglementieren. Beispielsweise unterliegt der Verkauf von Spirituosen in Schweden bekanntlich einem staatlichen Monopol und entsprechenden Restriktionen bzw. Preisausgestaltungen. Ergebnis: Erkrankungen, Unfälle und Straftaten im Zusammenhang mit Alkohol treten dort weniger als halb so oft auf wie in Deutschland.
Hingegen hat die Prohibition in den USA, also ein komplettes Alkoholverbot, gesundheitlich keinen positiven und in Sachen Kriminalität einen massiv gegenteiligen Effekt gehabt.
Das ist seit 2007 eben nicht mehr so, da man privat Alkohol von überall in Europa per Versand nach Schweden einführen kann!
Desweiteren würde ich gerne mal eine Statistik sehen, wieviele Schweden im Ausland durch Unfälle, Straftaten und andere alkoholbedingte Auffälligkeiten bis 1995 auffällig wurden und wie das danach und besonders auch seit 2007 abgenommen hat.
Ich kann mich nämlich noch sehr gut an schwedische und dänische "Horden" erinnern, die im Urlaub sämtliche Hemmungen verloren haben, wenn sie "Sprit" in der Hand hatten.
Das gleiche habe ich in der 11. Klasse bei unserem vierwöchigen Schüleraustausch mit der US Jugend durchegehend erlebt, als diese hier waren. Man ist mit der eigenen Kiste Bier zu Party gekommen, Krankenhausbesuche zum Magen auspumpen, waren eher an der Tagesordnung als nicht, weil die Leutchen überhaupt keine "Erfahrung" im Umgang mit Alkohol hatten und sämtliche Hemmungen verloren, egal ob Männlein oder Weiblein.
Ich kann mir da bessere vorstellen und m.A. nach obliegt es auch dem Elternhaus und nicht staatlichen Stellen, den Jugendlichen und jung Erwachsenen einen verantwortungsvollen Umgamg mit Alkohol beizubringen.
Alkoholkonsum war zumindestens für mich und mein Umfeld nur sehr selten Mittel zum Zweck einen Rausch zu erleben, viel mehr ging es um Genuss, was Alkohol auch von anderen Drogen unterscheidet, das es für die überwiegende Mehrzahl der Konsumeten ein Genussmittel in verschiedenen Formen und kein Rauschmittel ist.
Und als mündiger Bürger habe ich grundsätzlich etwas dagegen, wenn der Staat meint, er müsse meinen Genuss reglementieren.

Edit: Die Probleme Schwedens mit Schwarzbrennen vor 1995 verschweigst du auch geflissentlich.
 
Zuletzt bearbeitet:

Don-71

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
D.h. du warst nie in der JU?
Oder nicht bei den feiern eingeladen:ugly:
Ich wusste erstens schon immer wo ungefähr meine Grenzen sind und zweitens lallend kann man schlecht Small Talk machen, besonders nicht mit dem schönen Geschlecht.
Da war ich gegenüber einigen anderen schon immer im Vorteil, außerdem hasse ich es selber, wenn ich nicht mehr wirklich Herr über mein Sprachzentrum und anderer Körperfunktionen bin.
Wo ich wirklich nicht immer ein gerngesehener Gast war, war auf Verbindungsparties, weil ich mich über ihre Affinität zu Bierzipfeln, Krügen und Trinkspielen immer ziemlich lustig gemacht habe, auch sollte bekannt sein, das ich eher kein Reaktionär bin.
 
Zuletzt bearbeitet:

Sparanus

Volt-Modder(in)
Ich wusste erstens schon immer wo ungefähr meine Grenzen sind und zweitens lallend kann man schlecht Small Talk machen, besonders nicht mit dem schönen Geschlecht.
Nur weil du deine Grenze kennst bleibst du nicht zwangsläufig wegen dem Genuss unter dieser Grenze.
Jede Stunde ein 0,2er Wodka O hält dich auf Pegel, bleibt unter der Grenze, ist halt kein Genuss.
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Das gleiche habe ich in der 11. Klasse bei unserem vierwöchigen Schüleraustausch mit der US Jugend durchegehend erlebt, als diese hier waren. Man ist mit der eigenen Kiste Bier zu Party gekommen, Krankenhausbesuche zum Magen auspumpen, waren eher an der Tagesordnung als nicht, weil die Leutchen überhaupt keine "Erfahrung" im Umgang mit Alkohol hatten und sämtliche Hemmungen verloren, egal ob Männlein oder Weiblein.

Wo wir gerade vorhin bei dem Thema Verantwortung waren, wäre es da nicht eure Verantwortung gewesen die Verfügbare Menge zu regulieren?

Von Vorteil ist, dass Cannabis nicht zwingend geraucht werden muss. Nun gut, Tabak auch nicht, aber die Zahl der Tabak Kauenden und Schnupfenden ist ja nicht nur hierzulande eher überschaubar.

Wobei man Cannabis wie ich mal gehört habe auch einfach in Haschkeksen verbacken kann, dann hätte man das mit dem Rauchen auch überhaupt nicht.
Wobei da die Gefahr der Überdosierung recht hoch ist, insbesondere wenn die Gäste nicht vorgewarnt sind und sich jemand mit Heißhunger über die Keksdose her macht.
 
Oben Unten