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Schlechte Erfahrungen ohne Wasserzusatz?

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
Moin
Viele Leute hier vertreten ja die Ansicht, dass Wasserzusätze zwingend erforderlich sind. Andere (z.B. Ich) sind anderer Meinung.
Da die Dinger definitiv Geld kosten, teilweise ausflocken, bei einem Leck eher für mehr Schaden sorgen, in geringem Maße die Kühlleistung verschlechtern und ggf. auch noch schädlich für die Umwelt sind, will ich hier mal Erfahrungen von Leuten sammeln, die sie einfach weglassen und ihre Wasserkühlung einfach mit destilliertem Wasser beteiligen.

Meine Erfahrungen als Anfang:

In den ersten 3 Jahren hatte ich (wie geplant) Korrosion an einem Ende eines eloxierten Aluminiumkühlers (vermutlich Eloxierung beschädigt, dass andere Ende sieht noch immer aus wie neu), in diesem Zeitraum fanden sich im unmittelbar darauf folgenden CPU-Kühler gelgentlich Bröckchen, vermutlich Aluminiumoxid. Außerdem bildete sich eine gräuliche Schicht, primär unter dem Einlass - vermutlich gelöste und am Kupfer abgelagertes Aluminium.
Ansonsten waren alle Kupfer-, Messing- und (ver)Nickelteile des Kreislaufes unverändert. Von einem Paar Temperaturfühler mit Alugehäuse (auch eloxiert) und Kupferkern blieb der eine unbeeinflusst, der andere weißt ebenfalls Aluoxidablagerungen rund um den Kern auf, scheint selbst aber unbeschädigt zu sein.
Möglich, dass der Aluminiumblock die Funktion einer Opferanode übernahm.

Seit ~ 4 Monaten ist der Kreislauf jetzt Aluminium frei und bislang hat sich rein gar nichts getan, was irgendwelche Zusätze erforderlich erscheinen lässt.
 

exa

Volt-Modder(in)
ich betreibe als Übergangslösung meine Wakü nur mit destiliertem Wasser, seit 6 Wochen... kein Problem oder Ablagerungen bisher, dennoch bin ich der Meinung: sicher ist sicher...
 
Zuletzt bearbeitet:

nfsgame

Lötkolbengott/-göttin
Wenn man auf gleiches MAterial achtet (kein Alu und Kupfer in einem Kreislauf) sollte Destiliertes Wasser als Übergangslösung reichen.
 

hawk910

Freizeitschrauber(in)
Ich hatte das erste Jahr auch nur destilliertes Wasser drin, ohne alles. Eigentlich kein Problem. Aber ich hatte auch kein Aluminium im Kreislauf, nur Kupfer und Kunststoff.

Ein Freund hat übrigens damals Leitungswasser verwendet. Nach einem Jahr wunderte er sich über hohe Temperaturen. Ich hab mir das mal angeguckt...und war entsetzt! Alle 3 Kühler waren nahezu komplett verkalkt und korrodiert. Keine Ahnung, welcher Teufel ihn geritten hatte. Der Durchfluß des CPU-Kühlers strebte übrigens gegen 0! Ein Essigbad brachte dann nach und nach das ganze Ausmaß ans Tageslicht. Tja, das System wurde nie wieder eingebaut, ich glaube, es hat sich für die Mülltonne empfohlen.
 

Thornscape

Software-Overclocker(in)
Rein in der Theorie betrachtet ist ein Wasserzusatz nicht notwenidig, wenn man nur ein Metall, also zum Beispiel Kupfer, in seinem Wasserkreislauf hat. Jedoch sollte man auch dann bedenken, dass Verschraubungen, etc. nicht aus Kupfer sind und schon bei leichter mechanischer Beanspruchung (z.B. am Gewinde) ihre Vernickelung/Eloxierung verlieren können.

Ich habe schon einige völlig zugesetzte Kühler gesehen, von Algen über Oxidation/Rost bis völlige Verkalkung, und diesem Schicksal kann man mit einem guten Schutzmittel sehr konkret entgegenwirken.
Von fertigen Kühlmitteln halte ich nichts - ich kaufe mir mein Wasser im Baumarkt und gebe etwas ACfluid dazu. Kostet nicht viel und hält noch für sehr viele Liter.
Wenn man keine gemischten Kreisläufe verwendet, muss man ja auch nicht mit der Höchstkonzenration an die Sache rangehen. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
TE
ruyven_macaran

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
Mit Ausnahme der farbigen Inno-Teile gibt es keine eloxierten Anschlüsse am Markt - sondern nur vernickelte. und unter dem Nickel ist korrosionstechnisch genauso unbedenkliches Messing.

Aber um mal wieder zur Ausgangsfrage zurückzukommen:
Kann jemand von schlechten Erfahrungen mit destiliiertem Wasser und Kupfer berichten?

(Vielleicht noch mit dem Zusatz "in geschlossenen Kreisläufen", in denen Algen mangels Licht keine Chance haben. Rost kann sowieso nur mit Eisen entstehen und Verkalkung nur mit Leitungswasser)
 

Oliver

Inaktiver Account
Naja, es geht ja nicht nur um Aluminium, sondern um gemischte Metalle im Kreislauf. Und eben jene sind in jedem Kreislauf vorhanden, auch wenn es nur die Anschlüsse sind..

Ich hatte bisher mit Glysantin Probleme mit Flockenbildung. Ohne Zusätze arbeite ich gerade mit meinem Arbeitsrechner, um zu sehen, was passiert. Nach 3 Wochen hat sich der X2 Highflow von Alphacool bereits verfärbt, sieht aus wie Rost..
 
TE
ruyven_macaran

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
Bin gespannt auf das Endergebniss. (Rost? Ohne Eisen?)
Gemischte Metalle sind jedenfalls nur dann ein Problem, wenn sie keine Oxidschicht ausbilden können. (metallenes Kupfer/Messing hat ja im Prinzip keinen Kontakt zum Wasser)
 

Thornscape

Software-Overclocker(in)
Gemischte Metalle hast du immer in einem Kreislauf (wie schon bereits erwähnt zum Beispiel durch Anschlüsse). Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass immer eine Potenzialdifferenz herrscht!
Es muss natürlich nicht Rost sein, es geht rein um den Vorgang der Oxidation. Und der funktioniert mit praktisch allen Metallen, nur eben mehr oder weniger gut.

Nur deinen letzten Satz musst du mir nochmal erklären: Wieso hat Kupfer keinen direkten Kontakt mit Wasser in einer Wasserkühlung?! :haeh:
 
TE
ruyven_macaran

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
Weil es oxidiert - und damit hat das Wasser nur noch Kontakt zu Kupferoxid, das nicht unbedingt die gleichen elektrochemischen Eigenschaften wie metallisches Kupfer hat.
 

MoS

PCGH-Community-Veteran(in)
Also ich benutze schon seit Jahren keine Wasserzusätze mehr. Ich habe aber auch nur Kupfer und kein Alu im Kreislauf.
Das Kupfer hat sich zwar etwas verfärbt, die Kühlleistung ist aber unverändert. Was ich mal irgendwo im Internet gelesen habe, soll diese Verfärbung unbedenklich sein (Punkt 2.2): http://test.watercool.de/service/faqs/wissenswertes/
 

Bond2602

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Ich denke das war bei mir auch so, hatte nur Kupferkühler aber im EK is ne Alu Platte (Kreis im Bild), von der der Hersteller nichts erwähnt (und diverse andere Metalle durch Anschlüsse, Radi, etc):

Das waren 4 Monate nur destilliertes Wasser:

attachment.php


Seitdem benutz ich nurnoch Inno Protect IP.

Tja, daraus lernt man.

War übrigens nach 6 Stunden schrubben mit Scheuermilch wieder alles weg.


MfG Bond2602
 
TE
ruyven_macaran

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
Die Platte sollte aus Edelstahl sein, wenn ich mich nicht irre.
Beim Rest kann ich nicht genau erkennen, ob es Verfärbungen (normal, Oxidschicht) oder Ablagerungen (unschön, Klumpen) sind.
 

Bond2602

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Also man musste schon seeeehhhrrr lange dran schrubben und es ging auch mit nichts ab halt nur "abschmirgeln".

Ich würd keinem empfehlen ohne Korrosionsschutz eine Wakü zu betreiben. Aber wie man bei exa sehen kann - es kann auch mit Zusatz etwas passieren. Naja bei Inno hab ich noch nie gehört das irgendetwas passiert ist ;)

MfG Bond2602
 

LtSnoopy

Kabelverknoter(in)
Alternative zu den teuren Zusätzen diverser Shops, einfach BASF G 48 Kühlerfrostschutzmittel ausm Baumarkt oder Tanke holen... Mischungsverhältnis 1:20 zu destilliertem Wasser verwenden...
Läuft bei mir seit Jahren...
 

nemetona

Volt-Modder(in)
Das wär doch mal ne Sache für die Redaktion, mal ohne und dann mit verschiedenen Korrusionsschutzmiteln nen 24/7 Test über 2-3 Monate und die Ergebnisse vergleichen, auch wie sich Durchfluss und Temps ändern.
Vieleicht kann man da auch nen Lesertest draus machen, wenn die Wakü Komponenten gestellt werden.
Mich zumindest würde dies sehr Interessieren.
MfG, nemetona
 
Zuletzt bearbeitet:
TE
ruyven_macaran

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
Entweder Oliver oder Falk (weiß nicht mehr genau wer) haben gerade einen Rechner nur mit dest. Wasser am laufen, um zu gucken, was passiert.
Das Problem ist halt, dass so ein Versuch eher 2 Jahre denn 2 Monate dauert. (und 24/7 Betrieb macht auch keinen großen Unterschied, das Wasser ist eh 24/7 im System)
 

Oliver

Inaktiver Account
Dein Vorschlag klingt zwar interessant, ist aber praktisch nicht durchführbar. Es wird einen umfangreichen Test von Korrosionsschutzmitteln geben, einen Zeitrahmen dafür kann ich aber noch nicht nennen.
 

nemetona

Volt-Modder(in)
Ich wollte mit dem Post ja nur mein Interesse an so einen Test bekunden.
Wie ich sehe, klappt das :daumen:
Gruß, nemetona
 
G

Gast3737

Guest
Ich hätte mittlerweile auch Interesse an solch einen Test, da das G48 wohl die selben Probleme macht wie bei Olli damals, es flockt halt wie sau..
 

Dr Zoidberg

PC-Selbstbauer(in)
also ich hab liqui car kühler frostschutz ausm baumarkt drinnne
is sau billig und besteht nur aus glycol und blauer farbe
und bei mir is noch ncihts ausgeflockt oder oxidiert
und ich hab ein alu radiator und nen kupfer cpu kühler und nen alu garka kühler drinne
man kann sich theoretisch acuh reines glycol kaufen aber das is teurer und unnötig
aber was in dem g48 drin is dass das so flockt seltsam

naja was man bei dem kühlerfrostschutz beachten sollte ist
ich hab meine pumpe mit etwas epoxidharz repariert
an den stellen an den ich sie geklebt hab is das epoxidharz jetzt halt tiefblau
aber es hebt
und am anfang hats sich n bissle abgelöst und ich musste mal meinen kühler reinigen
aber ich denke das is eher ein spezifisches problem
alles in allem bin cih zufrieden mit derf billig lösung
 

derLordselbst

Software-Overclocker(in)
Was kostet innovatek Protect Konzentrat? Ca. 11 Euronen. Angesichts der Kosten für eine leistungsstarke Wasserkühlung, die wirklich eine Verbesserung zur Luftkühlung darstellt, ist das eher ein kleiner Betrag aus meiner Sicht.

Das enthaltene Ethandiol dürfte sich sogar minimal positiv auf die Wasserkühlung auswirken, da es die Oberflächenspannung des Wassers senkt und damit die isolierende Grenzschicht abbaut.

Bei einer Siedetermperatur von 197° Celsius dürfte die Luftverunreinigung durch Ausgasen auch erträglich sein. Nur wer seine Wasserkühlung durch Austrinken leert oder sich damit die Augen spült, ist gesundheitlich gefährdet.

Beim Umweltschutz steht dem Korrosionsschutzmittel immer der vermiedene Schrott an Schläuchen und Bauteilen gegenüber. Hier eine genaue Ökobilanz aufzustellen, finde ich etwas übertrieben.^^
 

Freddi_teh_Foxx

Kabelverknoter(in)
Ich hab bisher immer Zitronensäure (Granulat, NICHT das flüssige Zeug) benutzt, ca. 1 Esslöffel : 250 ml Destilliertes Wasser aussm Baumarkt. Läuft in meinem neuen System jetzt seit ca. 1 Monat und bisher hat sich nix verändert.
 
TE
ruyven_macaran

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
1 Esslöffel auf 250ml? also ne braucht-in-ruhe-mehrere-stunden-um-sich-zu-lösen Konzentration?
Ich hatte mal geschätzte 10 Esslöffel auf 5l zum Durchspülen, da kams zu elektrochemischer Korrosion zwischen Nickel und Kupfer... (wobei ich bis heute nicht genau festellten konnte, ob sich nun ne Kupferschicht auf Nickel abgelagert hat, oder ob sich das Nickel an einigen Stellen von den Anschlüssen entfernt und eine darunter liegende Kupferschicht zu Tage gefördert hat)
 

Freddi_teh_Foxx

Kabelverknoter(in)
Naja, wenn ich mich recht erinnere waren es wohl eher 3 Esslöffel für einen Liter (es ist halt wie gesagt schon einen Monat her).

Ich bin mir jetzt auch nicht mehr so sicher, ob wir "von der selben Zitronensäure" reden.
Bei mir ist es halt so ein schneeweisses Granulat, gerade mal Sandkorn-gross.
Auf der Flasche steht: "Speziell zum entkalken von Spülmaschinen geeignet".

Ich hab einfach etwas über einen Liter (soviel, wie ich brauche für mein System) destilliertes Wasser in einen Messbecher gefüllt, 3 (gestrichene) Esslöffel von dem Granulat reingetan, umgerührt und innerhalb von vielleicht 20-25 Sekunden hatte sich das Zeug vollständig aufgelöst.

Ich habe es dann ca. 10 Minuten "ruhen" lassen, nochmal umgerührt, 10 Minuten ruhen lassen, umgerührt und dann reingetan, und fahre damit wie gesagt schon einen Monat ohne Probleme.

Zur verdeutlichung: Ich habe das gesamte System am Wochenende entleert, und die beiden Kühlköpfe aufgemacht und sämtliche Tüllen abgemacht, um zu sehen ob sich irgend etwas verändert hat... tja, nix... kein Rost, kein garnix.

EDIT:
Im Sicherheitsdatenblatt zum Produkt auf der Hersteller-Homepage steht u. a. folgendes unter "Exponierungskontrolle":
Inhaltsstoffe: Organischer Staub, total
Grenzwert: 3mg/ m3

Weiter, unter "Physisch-Chemische Eigenschaften" steht da:
Aussehen: Weisses Pulver (und es ist wirklich "Pulver", fast wie Waschmittel...)
pH: Leicht säuerlich
Löslichkeit: Sehr leicht wasserlöslich
Massenfülle: 0,79g/ ml
Schmelzpunkt: 153 Grad Celsius

...keine Ahnung, ob dir das weiterhilft.

mfg
Freddi
 
Zuletzt bearbeitet:
TE
ruyven_macaran

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
"Zitronensäure" ist auch ne chemische Bezeichnung und wird bei solchen Sachen meist eingehalten - und 3 gestrichene Esslöffel auf gut einen Liter ist schon was ganz anderes, als "1 Esslöffel auf 250ml" ;)
(vor allem was unbedenklicheres. Wenns sich nach so kurzer Zeit gelöst hat, sollte es wohl nicht zu hoch sein. Bei mir hat das mehrere Minuten gedauert, bis es ganz weg war)
 

Freddi_teh_Foxx

Kabelverknoter(in)
Ok, ich entschuldige mich hiermit für die falsche Mengenangabe.

Ich hab extra noch mal meine Kumpels gefragt, die an dem Tag mit dabei waren, wovon einer sich recht gut mir der Materie auskennt, und er versicherte mir, das es 3 gestrichene Esslöffel waren, so wie er es mir geraten hatte.
 

Floh

Kabelverknoter(in)
Ich möchte mal ein bisschen mit Fachwissen um mich schmeißen, weil das Thema hier zu so einer Glaubensfrage hochgepusht wird. Aber Glauben sollte man wenn man will in der Kirche machen und nicht in der Technik.

(Klugschei$$-Modus an:)
Aluminium bildet eine Oxidschicht. Es ist zwar eigentlich ein sehr unedles Metall, aber die Oxidschicht ist so beständig daß es sogar in der chemischen Industrie eingesetzt wird im Behälterbau.
Aluminium ist lediglich NICHT beständig gegen Medien die seine Oxidschicht angreifen (einige Laugen). Dann zerstört es sich quasi selbst.

In einem oxidierenden Medium schützt sich dagegen das Aluminium um so besser, je stärker das Medium oxidierend wirkt. Diesen Effekt kann man nutzen um im sauren Eloxalbad unter Strom die Oxidschicht um ein Vielfaches zu verdicken, so daß sie auch mechanisch relativ beständig wird (gegen Abrieb).
Harteloxierte Oberflächen taugen sogar für Kupplungen im Motorradbereich oder als Schaltwelle im Getriebe.

Eine eloxierte Oberfläche ist gegenüber schnödem Wasser sowas von indifferent, da passiert gar nichts. Das einzige was passieren kann ist daß die Eloxalschicht lokal beschädigt oder abgetragen wird (z.B. weil dort eine sehr hohe Strömungsgeschwindigkeit herrscht). Das wurde ja von einem anderen User in diesem Thread schon beschrieben. Auch in diesem Fall tritt aber normalerweise ein Selbstheilungsprozess ein - die Oxidschicht bildet sich neu.

Bei Kupfer bildet sich auch eine Oxidschicht. Das ist gut so, weil auch diese das Kupfer passiviert. Die Verfärbung mag sensible Naturen stören, ist aber technisch vollkommen irrelevant und verschlechtert auch die Wärmeübertragung nicht messbar, sonst wären unsere Heizungssysteme ja alle mächtig arm dran.

Sind beide Materialien im Kühlkreislauf ordentlich oxidiert (das Alu meistens ab Werk, beim Kupfer lässt dies nicht lange auf sich warten), passiert im weiteren Verlauf nichts mehr.

Das mit Abstand DÜMMSTE was man dann machen kann ist die Oxidschicht abschleifen und auch noch das Medium austauschen, dem das Kupfer gerade mühsam den Sauerstoff (und damit das oxidierende Medium) abgetrotzt hat.

Bleibt der Kreislauf geschlossen, nimmt der frei verfügbare Sauerstoff i.d.R. immer weiter ab. Ein geringer Austausch über den AGB mag immer noch stattfinden, das ließe sich zwar technisch auch lösen (über eine Membrane) aber lassen wir das. Auch Diffusion über die Schläuche wollte ich jetzt nicht diskutieren.

Zusätze um Korrosion zu verhindern sind im Automobilbau üblich, aber dort geht es noch um ganz andere Materialpaarungen (z.B. in Alu eingegossene Gusseisen-Zylinderbuchsen) und um wesentlich höhere Temperaturen (bis 130°C). Wie schon geschrieben verschlechtern diese Zusätze die Wärmekapazität des Mediums.
Der wichtigste Grund Glykol ins Kühlwasser zu mischen beim Auto ist FROSTSCHUTZ, nicht Korrosion.
(Klugschei$$ Modus aus)

(Läster-Modus an):
Wer sich das großindustriell hergestellte Zeug von BASF für 11 Euro die 0,5l-Flasche andrehen lässt ist in meinen Augen selbst Schuld und ein Opfer des Marketings geworden.

Deswegen verwende ich auch ausschliesslich (doppelt destilliertes) Wasser und fahre damit bis dato sehr gut.

So, jetzt könnt ihr mich töten :D
 

dcc

Kabelverknoter(in)
1,5l kosten 8.99 €, damit stellt man dann 30 Liter Wakü Wasser her :D
Zudem wirkt G48 schmierend, was der Pumpe zu gute kommt und damit dem Durchfluss.
Oben drauf erhält man ein recht nettes Blau und die Garantie, dass nichts im Kreislauf leben kann.

Die Wärmekapazität von Wasser wirst du mit einer Wakü garantiert NIE ausreizen (außer die Pumpe dümpelt bei 40l/std rum), daher ist das G48 im 1:20 Verhältnis wurscht. 1:1 wird gemischt um -40°C Frostschutz zu haben, bei 1:20 fällt dies nicht ins Gewicht, man bekommt somit die guten Eigenschaften ohne die Nutzlosen übermäßig in der Wakü zu haben.

Dein doppelt destilliertes Wasser wird dir auch nicht lange helfen. Dest. Wasser saugt dir die Metallionen aus den Kühlern, bis es einen Isotonen Zustand erreicht. Ob nun G48 diesen Prozess hemmt, weiß ich nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
TE
ruyven_macaran

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
Eine eloxierte Oberfläche ist gegenüber schnödem Wasser sowas von indifferent, da passiert gar nichts. Das einzige was passieren kann ist daß die Eloxalschicht lokal beschädigt oder abgetragen wird (z.B. weil dort eine sehr hohe Strömungsgeschwindigkeit herrscht). Das wurde ja von einem anderen User in diesem Thread schon beschrieben. Auch in diesem Fall tritt aber normalerweise ein Selbstheilungsprozess ein - die Oxidschicht bildet sich neu.

Anderen Erklärungen zu folge (die besser zur beobachteten Realität passen) bildet sich die Oxidschicht bei starker Strömung nicht vollständig aus.

Was du scheinbar komplett ignorierst: Elektrochemische Korrosion.

Bleibt der Kreislauf geschlossen, nimmt der frei verfügbare Sauerstoff i.d.R. immer weiter ab. Ein geringer Austausch über den AGB mag immer noch stattfinden, das ließe sich zwar technisch auch lösen (über eine Membrane) aber lassen wir das. Auch Diffusion über die Schläuche wollte ich jetzt nicht diskutieren.

Halten wir einfach fest: Anoxische Bedinungen wird man garantiert nicht erreichen.



1,5l kosten 8.99 €, damit stellt man dann 30 Liter Wakü Wasser her :D

Das später als Sondermüll entsorgt werden muss, etwaige verbleibende, schlechtlösliche Stoffe aus Radiatoren&Co in die feinen Strukturen der Kühler spühlt und nach einer Leckage Schmierfilme zurücklässt.

Klingt nach einem guten Geschäft.
 

Pumpi

Software-Overclocker(in)
Ich bin jetzt ein wenig verwirrt :ugly:

Habe nämlich viele "überflüssige" Stoffe in meiner Wakü !

Mein Mix :

2 Liter destiliertes Wasser + 0,5 Liter Inno Pr. konztr. + 1 Liter Kühlmittel/Frostschutz (von ATU/gelbe Flasche)

Hab extra ein bißchen mehr von allem genommen, in der Hoffnung viel hilft viel.

Könnte ich da jetzt kontraproduktiv gehandelt haben ?

Hab extra Plexi verkleidete Graka Kühler genommen um mal zu beobachten ob die Mische sich irgendwie negativ auswirkt. Bis jetzt aber alles IO, läuft ca. 8 Monate.
 

exa

Volt-Modder(in)
naja was heißt kontraproduktiv...

sicher ist: je mehr Chemie, desto weniger Biologie, falls also dein Ziel war möglichst Algenbildung zu hemmen, alles richtig gemacht^^

Falls du nun Korrosion verhindern wolltest, kann ich dazu nix sagen, weil ich nicht so der Chemiefreak bin.
Was ich sagen kann: oft stellt sich heraus, das verschiedene Chemikalien Wechselwirkungen haben, das kann jetz von reiner Verfärbung über Viskoseänderung (macht bei dem Mischungsverhältnis aber nicht viel aus) bis zu Ausflockungen und Wechselwirkungen mit anderen Materialien gehen... natürlich von "unmerklich" bis hin zu "System verstopft, Totalausfall=> Grundreinigung!"

Also wenn man auf der sicheren Seite für ein sauberes System sein will, heißt die Regel: einen guten Stoff, von dem soviel wie nötig so wenig wie möglich und sonst nix...

Der Kühlleistung ist jeglicher Zusatz abträglich, aber da jede richtige Wakü sowieso besser kühlt als jede Lukü, kein Problem!
 
TE
ruyven_macaran

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
Das Wasser habe ich von oben immer ein wenig mit der Spritze entnommen
und dann mit Protekt ergänzt- immer so weiter bis die halbe Flasche drin war.
Über den Inlinesensor mit Display konnte ich einen direkten Temperaturrückgang von 2 Grad beobachten! Hatte den extra im Auge behalten, weil Innovatekt eine Verbesserung der Kühlung verspricht.

Bis du jemals auf die Idee gekommen, dass die Wassertemperatur unabhängig von der Kühlleistung sinken könnte, wenn man warmes Kühlwasser gegen einen Zusatz bei Raumtempertur tauscht?

Aber das war Alles in der düsteren Frühzeit der Waküs, heutzutage dürfte so ein Serienmüll eher nicht mehr anzutreffen sein.....

Mit Ausnahme von Inno-Produkten gab es afaik nur eine Alu-Komponente am Markt, die nicht eloxiert war - und das war der Deckel von Watercools Baby-HK, der deswegen nicht eloxiert wurde, weil er sogar verkupfert war ;)
(nicht, dass sich die Verkupferung als zuverlässiger erwiesen hätte, als Eloxierung - aber besser als die ursprüngliche inno Rev3 mit blankem Alu gegenüber blankem Cu wars dann doch)

sind die lackierten Aqutubes unter dem Lack eigentlich eloxiert?

Die farbigen Aquatubes sind afaik farbig eloxiert und gar nicht lackiert.

@ exa- warum etwas antibakterielles reinschütten, wenn man ohnehin eine UV-Bestrahlung hat?
alle Wasseraufbereitungsanlagen arbeiten mit der UV-Belichtung, auch die kleine Röhre im PC reicht schon völlig aus um die Einzeller abzutöten ;)

Typische UV-Röhren, die nur einen Teil und nicht alle Zellen abtöten/übermäßiges Wachstum verhindern, arbeiten mit 5 bis 30W, sind afaik auf Abstrahlung im UV-C Bereich optimiert (Schwarzlicht: UV-A) und werden so montiert, dass die gesamte Strahlung ins Wasser geht. So oder so beeinflussen sie nur frei schwimmende Zellen, nichts was an einem Ort wächst.
 

AeroX

BIOS-Overclocker(in)
Möcht ich meine Erfahrungen auch mal posten:

Ich fahr seit einem halben Jahr nur mit dest. Wasser und hatte bist jetzt keine Probleme. Kann natürlich nicht davon berichten ob es probs. mit alu im kreislauf gibt da ich nur Kupfer,Kunstoff & Messing (anschlüsse?) im kreislauf habe.

Ich kann allerdings von einigen Fertigmischen abraten......... :(

mfg :)
 
TE
ruyven_macaran

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
Senfu hat Kühlkörper gefertigt :huh:
Mir waren die nur für Radiatoren ein Begriff. Die Rev3 wurde in späteren Revisionen jedenfalls auch Eloxiert, nachdem es den berühmten Fall mit dem durchgegammelten Exemplar gab.
 
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