Der 12-Kern-Ryzen wird aber deutlich weniger ausgelastet als der Intel 9900K, weil weniger Kerne genutzt werden. Der kann sein Potenzial noch weniger entfalten. Das, was der 9900K dafür auf einzelnen Kernen einbüßt, ist viel geringer.
Außerdem spielen die meisten Leute in 1080p und das Ziel sind in der Regel auch maximale Details.
Deshalb bekommt man ein sehr realistisches Bild, welche Gegenleistung für sein Geld bekommt. Mit Benchmarks in 720p und womöglich noch Details auf dem Minimum (die ich in der heutigen Zeit als synthetisch ansehen würde), kann der Durchschnittsmensch natürlich nichts anfangen, weil er so nicht zockt.
Man sieht hier, dass
in Spielen bei 1080p auf maximalen Details der Intel i9-9900K(490€) nur 1% vor dem AMD Ryzen 9 3900X (530€) liegt, nur 2% vor dem AMD Ryzen 7 3700X (350€) liegt und nur 7% vor dem AMD Ryzen 5 3500 (205€) liegt.
Werden alle Kerne ausgelastet,
liegt der i9-9900K nur 1% vor dem 3700X, und der 3900X ist um mehr als 40% schneller.
Lediglich in reinen Singlecore-Anwendungen (bzw. hier wurden Multicore-Anwendungen auf einen Kern gezwungen, was auch seltenst vorkommt), hat der 9900K eventuell spürbare Vorteile.
Hat man all diese Kennzahlen, kann man anhand des Preises entscheiden, ob man für das (messbar) 1% bessere Spielerlebnis den entsprechenden Aufpreis zahlen oder Anwendungsleistung einbüßen möchte. Ich schätze, dass der Unterschied beim Zocken nicht fühlbar ist.
Edit:
Mit den entsprechenden Sicherheitspatches, die Leistung kosten, ist der Angriff über das Netzwerk nicht ausführbar. Von einigen Angriffen sind nur Leute betroffen, die die Patches nicht aktivieren. Andere können leider auch mit entsprechenden Patches nur eingedämmt, aber nicht verhindert werden. Deshalb plädiere ich auch immer dafür, die Patches auf keinen Fall abzustellen und möglichst optionale Patches auch zu aktivieren.
Auf jeden Fall ist das Problem definitiv weitreichender als die meisten bisher informiert sind.