AW: Politiker der AKP fordert islamische Verfassung für die Türkei
Schrecklich so etwas.
Wenn man Erdogan so toll findet, warum dann nicht in der Türkei unterrichten?
„Es kann doch nicht sein, dass wir im 21. Jahrhundert über die Todesstrafe diskutieren!“, sagt Özdogan. „Was würdest du denn mit einem machen, der deine Tochter vergewaltigt?“, will Simsek wissen. Sie ist für die Einführung der Todesstrafe, „natürlich“.
Traumhaft, solche rückständigen Ansichten.
und dann noch unterrichten.
Ja, es gibt sicher genug ähnlicher Fälle, aber sie kommentiert das öffentlich und bezieht klar Stellung, und diese Stellung unterscheidet sich eigentlich grundlegend von humanistischen, aufgeklärten Werten, die Schülern in der Schule beigebracht werden sollten.
Sie gehört sicher auch zu der Fraktion, die Ehrenmorde als natürlich ansieht.
Sie könne verstehen, wenn Erdogan Deutschland und Holland mit dem Nazi-Staat vergleiche. Die Deutschen würden sich schließlich auch immer wieder wie Nazis benehmen, sagt Simsek, „gegenüber den Frauen mit Kopftuch“.
Es wird immer schlimmer. Der Vergleich ist absolut widerlich, und zwar deswegen weil damit der Nationalsozialismus ziemlich verharmlost wird.
Jeder soll seine Religion ausüben dürfen, da bin ich voll dafür, aber wenn ein Nazivergleich wegen so etwas gezogen wird, dafür habe ich kein Verständnis,
vor allem nicht bei ihrem beruflichen Hintergrund.
Warum genau die Türkei eine Verfassungsreform braucht, das kann Simsek nicht so genau sagen. Ihr Ja beim Referendum war mehr ein Ja zu Erdogan. Ein Ja zum neuen Selbstbewusstsein, das Erdogan ihr als Deutschtürkin verleiht.
Na super, also hat sie keine Ahnung und rennt ihrem Erdogan blind hinterher. Was für ein Vorbild
als Lehrerin als Elternteil.
„‚Mama bin ich als Muslim ein Terrorist?“, fragte dieser kürzlich, als er aus der Schule kam. Denn dort hatten sie über die Terroranschläge in Frankreich gesprochen und die Lehrerin hatte erklärt, dass die Attentäter Islamisten waren. Nur konnten die elfjährigen Mitschüler nicht unterscheiden zwischen Muslimen und Islamisten. „Das hat mir weh getan“, sagt Simsek. Nach dem Schmerz kam die Wut. „Ich habe mir die Lehrerin vorgeknöpft“, sagt die Mutter. Die habe sich zwar entschuldigt und mit der Klasse über den Unterschied zwischen Islam und Islamismus diskutiert. Aber Simsek reicht das nicht. Für sie ist das Teil des systematischen „Türkei-Bashings“. „Wegen dieser Hetze wähle ich Ja.“
Anstatt Aufklärung zu betreiben, vielleicht selbst mit gutem Vorbild vorangehen und Missverständnisse zu erklären, eine Trotzreaktion, welche die Fronten nur verhärtet.
Solche Eltern sind absolut ärgerlich. Haben keinen Tau von irgendwas, das Kind erinnert sich wahrscheinlich nicht an alles (es ist 11...), und dann den Lehrer zur Sau machen wollen. Aber selbst hat sie keinerlei Ahnung.
Simsek knöpft sich die Lehrer häufiger vor – so auch wegen der Sache mit „Tschick“. Der Roman erzählt die Geschichte zweier vierzehnjähriger Außenseiter, die in einem geklauten Lada durch Ostdeutschland fahren, auf der Suche nach der Walachei und sich selbst. Die Angst vor der Polizei lässt den Protagonisten Maik Klingenberg auf Seite sieben Folgendes denken: „Da können sie mich foltern. Obwohl die deutsche Polizei, glaube ich, niemanden foltern darf. Das dürfen die nur im Fernsehen und in der Türkei.“
Mich würde interessieren, weshalb sie sich Lehrer öfters "vorknöpft"? Weil ihr "Heimatland" (gebürtige Deutsche, vor 37 Jahren in Deutschland geboren) aus ihrer Sicht angegriffen wird?
Simseks Brust hebt und senkt sich ganz schnell. „Das ist mein Vaterland, das da angegriffen wird“, sagt sie. Den Rest des Buches kennt sie nicht, nur diese eine Passage, die sie mit einem Textmarker angestrichen und mit dem Handy fotografiert hat. Als Beweismaterial dafür, dass „die deutschen Pädagogen spalten“. Wieder hatte die Lehrerin sich zwar entschuldigt und mit der Klasse darüber gesprochen, aber gelesen hat die Klasse den Roman trotzdem. Eine Niederlage für Simsek, eine Demütigung. „Die Deutschen wollten uns nie hier haben. Wir waren nie willkommen“, sagt Simsek. „Jetzt kommt es raus.“ Und: „50 Jahre haben wir zusammengelebt und trotzdem bekommen wir keine Anerkennung.“
Ui, ganz großes Kino einer Lehrerin. Ohne hier irgendjemanden beleidigen zu wollen, aber was unterrichtet diese Person? Handwerken und Bildnerische Erziehung?
Wenn ich es drauf anlege, kann ich vermutlich in sehr vielen Büchern irgendeine Passage finden, die irgendjemanden schlecht darstellt. Who cares?
Und Integration funktioniert nur wenn es beide Seiten wollen. Die Türken sind ganz sicher nicht nur die armen Opfer.
Serdar Somuncu uber Turkei-Referendum - der komplette Talk | stern TV (19.04.2017) - YouTube
Komisch, Serdar Somuncu müsste ihrer Ansicht dann sicher auch ein Türkenbasher sein. Die Frau würde ich gerne im Gespräch mit ihm erleben, vermutlich würde sie ihn nachher anzeigen...
[SPOILER]Was mich an dieser Lehrperson so schreckt: Sie ist augenscheinlich nicht dazu imstande, differenziert zu denken oder die eigenen Handlungen zu reflektieren.
Ich weiß nicht, wie ihr unterricht ist, geschweige denn was sie unterrichtet, aber was in diesem Zeitungsbericht steht, darüber kann ich nur den Kopf schütteln. Ich glaube nämlich nicht, dass in ihrem Unterricht Erdogan kritisch behandelt wird, oder generell die Politik in der Türkei mit den Auswirkungen auf Deutschland. Und das geht in jedem Fach, es geht auch fächerübergreifend.
Sie, mit türkischem Hintergrund, wäre eigentlich eine tolle Ansprechperson für solche Dinge, aber so wie sie das sagt, wird sie das sicher nicht kritisch hinterfragen. [/SPOILER]
Lasst doch die Leute wählen was die wollen, mein Gott ey. Thats democracy^^
Können sie ja eh, oder wird das verboten? Allerdings herrscht in "Mitteleuropa" (ich beziehe das jetzt mal auf Deutschland und Österreich) Meinugnsfreiheit, also dürfen wir uns auch dazu äußern.
In der Türkei ist das ja nicht mehr so selbstverständlich.
Wer diese AKP unterstützt, der soll doch einfach in die Türkei ziehen. Denn irgendwie kann man das Erdogan-Regime nicht wirklich mit aufgeklärten westlichen Werten in Einklang bringen, außer sich in massive Widersprüche zu verwickeln.
Ergo würde ich es definitiv begrüßen, wenn in Österreich alle Doppelstaatsbürger eine Staatsbürgerschaft abgeben müssen, und zwar je schneller desto besser. Es ist lachhaft wenn über 30.000 Türken Freiheiten in Österreich genießen, aber gleichzeitig einem Diktator zujubeln, der nahezu konträr zu diesen Freiheiten steht, das passt nicht und diese Leute wirken sich nicht positiv auf die Integration aus, bzw ist die Integration bei diesen de facto gescheitert.