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Volksentscheid in Berlin: Umwandlung von Wohnungen in Sozialwohnungen

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Die Mieten in Berlin werden immer teurer. Grund dafür sind die auslaufende Sozialbindung und der Verkauf von Staatlichen Wohnungen, die dazu geführt haben, dass sich der Bestand an Sozialwohnungen in Deutschland deutlich reduziert hat.
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Viele Berliner Mieter/innen machen sich existenzielle Sorgen. Sie fühlen sich durch exorbitante Mieterhöhungen, Modernisierungen, Eigenbedarfskündigungen und Wohnraumknappheit bedroht. Die privaten, profitorientierten Wohnungsunternehmen agieren nahezu ungebremst. Es gibt Widerstand gegen diese Politik der Wohnungskonzerne, zum Beispiel über 300 Mieterinitiativen, die immer wieder versuchen, das Schlimmste zu verhindern. Aber all dieser Widerstand hat defensiven Charakter und ändert nichts an den grundlegenden Problemen. Volksbegehren Deutsche Wohnen enteignen - Berliner MieterGemeinschaft e.V.

Nun gibt es in Berlin in wenigen Tagen einen Volksentscheid, der das Ziel hat, Wohnungen der "Deutsche Wohnungen" in den Besitz der Stadt zurückzuführen und somit bezahlbare Mieten anzubieten. Die Deutsche Wohnung kauft billige Wohnungen auf und erhöht die Mieten der Wohnungen deutlich, so dass sich diese die ursprünglichen Mieter nicht mehr leisten können. Wer nicht freiwillig geht, wird mit Aktionen, wie abstellen von Strom, Wasser und Heizung oder Baustellen im Haus kriminell herausgemobbt.
Nach der Luxussanierung werden die Wohnungen für Preise im Luxussegment verkauft. Die alten Mieter, die dort teils Jahrzehnte gewohnt haben sitzen dann auf der Straße.

Warum ist eine Beteiligung am Volksentscheid wichtig?
Damit ein Volksentscheid gültig ist, muss im Gegensatz zu Wahlen eine Mindestbeteiligung erreicht werden.
Für Berlin gilt:
https://www.berlin.de/sen/inneres/buerger-und-staat/wahlen-und-abstimmungen/volksinitiative-volksbegehren-volksentscheid/volksbegehren-und-volksentscheid/artikel.24015.php schrieb:
Ein Gesetzentwurf oder ein sonstiger Beschlussentwurf ist durch Volksentscheid angenommen, wenn die Mehrheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und zugleich mindestens ein Viertel der Stimmberechtigten zugestimmt haben. Ein erfolgreicher Volksentscheid bedarf daher nicht nur mehr „Ja“-Stimmen als „Nein“-Stimmen, sondern auch mindestens rund 613 000 „Ja“-Stimmen.
Es müssen also mindestens 1,26 Millionen Berliner am Volksentscheid teilnehmen.

Der Volksentscheid soll laut Anstalt von heute in zwei Tagen starten.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/...-enteignung-der-deutsche-wohnen/21219846.html
Warum Deutsche Wohnen enteignen? - dwenteignens Webseite!
Kampagne Deutsche Wohnen enteignen: Denn die Haeuser gehoeren uns - taz.de
Die Anstalt vom 23. Oktober 2018 - ZDFmediathek


Update: Seit Freitag läuft in Berlin wieder die Unterschriftensammlung zum Volksbegehren "Deutsche Wohnen & Co enteignen".

https://www.berlin.de/wahlen/abstimmungen/deutsche-wohnen-und-co-enteignen/artikel.1040424.php#eintragungsfrist schrieb:
Eintragungsfrist
von Freitag, dem 26. Februar 2021, bis Freitag, dem 25. Juni 2021

#dwenteignen
 
Zuletzt bearbeitet:

EyRaptor

BIOS-Overclocker(in)
Hm, schwieriges Thema.
Ich wäre eher für mehr Sozialen Wohnungsbau um die Mietpreise etwas deckeln zu können -> siehe Wien als Beispiel.
Kann aber sein, dass es dafür inzwischen zu spät ist.
 

remember5

PC-Selbstbauer(in)
Es wäre sinnvoller neue Wohnungen zu bauen dann gäbs erstens mehr Wohnraum und zweitens würden die teueren Wohnungen billiger werden weils ein mehr/besseres Angebot gibt. Angebot und Nachfrage regelt den Preis und nicht Enteignung.
Soll man hier ernsthaft FÜR ENTEIGNUNG STIMMEN???
Der Vorschlag wundert mich nicht. Berlin ist Sozialistenhochburg. Die Roten und Grünen (RotRotGrün) regieren schön in den Untergang.
https://www.tagesspiegel.de/berlin/...-gruen-verschlaeft-das-regieren/22768384.html
Investoren bauen lieber Bürogebäude oder im Umland, weil sie sich hier am Wohnungsbau gehindert fühlen.
Sagt alles. Das Wort fühlen muss man streichen. Gesetze die etwas regulieren und/oder verbieten haben nix mit dem Wort "fühlen" zu tun sondern mit klaren gesetzlichen Verbot.
 
Zuletzt bearbeitet:
TE
DKK007

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Es wäre sinnvoller neue Wohnungen zu bauen dann gäbs erstens mehr Wohnraum und zweitens würden die teueren Wohnungen billiger werden weils ein mehr/besseres Angebot gibt. Angebot und Nachfrage regelt den Preis und nicht Enteignung.

Genau das ist nicht der Fall, wie Studien gezeigt haben. Siehe Anstalt.
Denn für neu gebaute Wohnungen gilt die Mietpreisbremse nicht und 9/10 neuen Wohnungen sind im Luxussegment.
Dies verzerrt auch den Mietspiegel. Denn entgegen des gesunden Menschenverstandes richtet sich dieser nicht nach allen Mietverträgen, sondern nur nach den Neuvermietungen der letzten vier Jahre. Damit steigt der Mietspiegel und damit auch die Mietpreisbremse auch ohne illegale Tätigkeiten immer weiter an.

Soll man hier ernsthaft FÜR ENTEIGNUNG STIMMEN???

Wem schadet das denn in Deutschland? Niemandem, denn die Investoren sitzen in London und Dubai und nutzen die Wohnungen ausschließlich als Spekulationsobjekt.
Somit ist es sinnvoll, dass die Gesellschaft jetzt auch mal selbst "Eigenbedarf" anmeldet.

ZDFzoom: Wer baendigt die Immobiliengiganten? - ZDFmediathek
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/irrsinn-auf-dem-wohnungsmarkt-104.html

"Modernisierungsumlage ist eine Lizenz zum Gelddrucken"Leichter als mit der Modernisierungsumlage könne man das Geld nicht verdienen, meint einer der renommiertesten Experten für Immobilienwirtschaft, Stefan Kofner, Professor an der Hochschule Zittau-Görlitz: "Das ist eine massive Umverteilung. Man nimmt es den Mietern weg und das Unternehmen leitet es dann sozusagen an die Aktionäre durch. Für die Wohnungsunternehmen ist es wie eine Lizenz zum Gelddrucken." Gesetzlich sei das alles erlaubt, der Dumme sei der Mieter.
 
Zuletzt bearbeitet:

pedi

Software-Overclocker(in)
man kann nicht immer nur bauen. der flächenfrass geht so unaufhörlich weiter.
alles wird zu betoniert, keinen platz mehr für natur.
auf zubetonierten läuft kein wasser mehr ab. die gewaltigen platzregen werden weiter zu nehmen. wenn sich dann das wasser, das mangels grünfläche nicht versickern kann, sich den weg durch bebautes gebiet sucht, dabei millionenschäden anrichtet, ists geplärre wieder riesengross.
 

Nightslaver

PCGH-Community-Veteran(in)
man kann nicht immer nur bauen. der flächenfrass geht so unaufhörlich weiter.
alles wird zu betoniert, keinen platz mehr für natur.
auf zubetonierten läuft kein wasser mehr ab. die gewaltigen platzregen werden weiter zu nehmen. wenn sich dann das wasser, das mangels grünfläche nicht versickern kann, sich den weg durch bebautes gebiet sucht, dabei millionenschäden anrichtet, ists geplärre wieder riesengross.

Man muss auch eigentlich nicht so besonders viel neubauen. Das Problem ist das Wohneigentum leer steht weil es als Spekulationsmasse benutzt wird, zu Luxuswohnungen saniert wird, die dann auch leerstehen, oder Wohnraum zur Gewerbefläche umgebaut wird. Wohnraum muss aber eigentlich ein bezahlbares Grundrecht sein das jedem Menschen zusteht und sollte keine Anlage für Spekulationen sein, oder zweckentfremdet werden.
Würde man schon alleine da ansetzen könnte man sich wohl schon viele Neubauten im Stadtbereich sparen.

Würde man dann noch da ansetzen das man die Infrastruktur auf dem Land verbessert, das es attraktiver wird (Förderung öffentlicher Verkehrsmittel, Ausbau der Bahnverbindungen auf dem Land, bessere Busverbindungen, Internet, ect. pp.) könnte man auch da sicher viel inzwischen leerstehenden, da völlig unatraktiver Wohnraum, wieder gewinnen.

Aber neue Wohnungen zu bauen ist halt einfacher und nebenbei kann man der Bauindustrie auch noch ein paar Subventionen verschaffen, sowie sich um tiefgreifende Änderungen / Reformen im Eigentumsrecht drücken. Quasi der Weg des geringsten Widerstands, wie nahezu immer in der Deutschen Politik... ;)
 

RubySoho

Software-Overclocker(in)
Geh mal nach münchen und erzähl denen was von sozialem Wohnungsbau... Vielleicht ändert sich ja jetzt was, seit münchen grün is....
 
TE
DKK007

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Söder hat die Sozialwohnungen in Bayern verscherbelt. Vielleicht hätte ZDF die Anstalt 2 Wochen eher zeigen sollen. Dann wäre die CSU wohl noch weiter abgestürzt und die Bayern hätten die Chance auf Veränderung im Land.

In Hessen wo dieses Wochenende gewählt wird, ist die Lage z.B. in Frankfurt aM genauso angespannt.
Da ist dann ganz interessant, das der aktuelle Ministerpräsident in Hessen Volker Bouffier (CDU) Immobiliengeschäfte mit der vom Verfassungsschutz beobachten Scientology-Sekte abwickelt.
https://www.tagesspiegel.de/politik...spartner-als-scientologe-entpuppt/129616.html
 

remember5

PC-Selbstbauer(in)
Wem schadet das denn in Deutschland? Niemandem, denn die Investoren sitzen in London und Dubai und nutzen die Wohnungen ausschließlich als Spekulationsobjekt.
Somit ist es sinnvoll, dass die Gesellschaft jetzt auch mal selbst "Eigenbedarf" anmeldet.
Damit hätte ich ja auch kein Problem wenn die Superreichen aus Dubai und London enteignet werden. Das Problem ist eher das vermutlich wieder irgend ein Gesetz zur Enteignung erlassen wird und diese Supereichen es am Ende eben nicht trifft. Die haben nämlich beste Kontakte bis in die hohe Politik der Rotrotggrünen. Ob das so einfach geht wie es sich manche vorstellen bezweifle ich stark.
 
TE
DKK007

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Das Problem ist eher das vermutlich wieder irgend ein Gesetz zur Enteignung erlassen wird und diese Supereichen es am Ende eben nicht trifft.

Einem nackten Mann kann man nicht in die Taschen greifen. Wer also nichts hat, der kann auch nicht enteignet werden. Das dürfte in Bezug auf Immobilienbesitz auf 99% der Berliner zutreffen.
Auf nichts anderes könnten sich Gesetze beziehen, die durch einen Volksentscheid entstehen, denn diesen gibt es nur auf Landesebene.

Ich glaub mehr Veränderung hats in Bayern noch nie gegeben.... Mal schaun was draus wird..

Wobei die FW teilweise noch Konservativer als die CSU ist. Insbesondere in gesellschaftlichen Fragen, wie z.B.
Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie Auszubildende in Bayern sollen den ÖPNV gebührenfrei nutzen dürfen. (Ablehnung FW)
https://www.wahl-o-mat.de/bayern2018/Positionsvergleich-Bayern2018.pdf
Dabei wäre eine gute ÖPNV Verbindung inbesondere auf dem Land (wo viele FW gewählt haben) wichtig, um die Jugend zu halten.
 
Zuletzt bearbeitet:

Kaaruzo

Volt-Modder(in)
Das wenig gebaut wird und das es fast nur im Luxussegment ist, hat ja auch Gründe.

Zu einem die zig Auflagen, die der Staat einem macht (das erhöht den Preis fürs Bauen und der Preis muss ja wieder reinkommen).

Auf der anderen Seite das sehr mieterfreundliche Mietrecht, bei dem der Vermieter sehr schnell Zahlungsausfällen in den zehntausenden bekommen kann, da man säumige oder randalierende Mieter nicht schnell aus der Wohnung bekommt.

Das ist am Ende eine Kosten-Nutzen Rechnung (der Vermieter will logischerweise Geld verdienen) und das ist das Ergebnis.

Und ferner muss man halt einfach feststellen, dass es keinen Rechtsanspruch gibt, in Stadt X zu wohnen.

Es gibt genug Wohnraum. Dann muss man seine Wünsche eben seinem Gehalt anpassen.
 

Poulton

BIOS-Overclocker(in)
Und ferner muss man halt einfach feststellen, dass es keinen Rechtsanspruch gibt, in Stadt X zu wohnen.
Ich wünsche viel Spaß beim Versuch dem Jobcenter zu erklären, dass man sich auf den Vermittlungsvorschlag mit Rechtsfolgenbelehrung für Stelle Y in Stadt X nicht beworben hat, weil es weder in der Stadt, noch im Tagespendelbereich adequaten Wohnraum gibt. :schief:

Es gibt genug Wohnraum. Dann muss man seine Wünsche eben seinem Gehalt anpassen.
Am Arsch der Welt vielleicht, wo auch die Arbeitslosen -und Unterbeschäftigungsquote entsprechend hoch ist und man, aufgrund des immensen Leerstands und Bevölkerungsschwund, schon ganze Blöcke bis hin zu Stadtteilen wegreißt.


Passend zum Thema auch: Wohnkosten verstaerken Kluft zwischen Arm und Reich | MDR.DE
 
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Sir Demencia

Freizeitschrauber(in)
Ich hoffe für die Berliner, das der Volksentscheid Erfolg hat. Der Zustand ist ja inzwischen nicht mehr tragbar.
Ich lebe im Speckgürtel von München und hier sieht es genauso bechi...en aus. Gebaut werden zu einem großen Teil Bürokomplexe und keine Wohnungen. Söder und Co haben Sozialwohnungen verramscht. Die neuen Eigentümer reiben sich die Hände und machen endlos Profit und das Volk steht dumm da. Die hohen ;ieten sind mit ein Grund warum man in München kaum noch Pflegepersonal bekommen kann. Und das geht soweit, das zu betimmten Zeiten Notaufnahmen abgemeldet werden weil kein Personal mehr da ist. Das kann's doch nicht sein. Und auf der anderen Seite steht Wohnraum leer und dient einzig als Spekulationsobjekt.
Die Anstalt vom 23.10.18 kann man hier nur empfehlen.

Und diverse Politiker, egal welcher Partei gehören entlassen bei vollkommener Streichung aller Bezüge. Wenn ich in meinem Job so viel Bockmist baue werde ich auch (zu Recht) raus geschmissen.
Wenn der Staat jetzt nicht wirklich regelnd eingreift haben wir in ein paar Jahren Londoner Verhältnisse.

...Es gibt genug Wohnraum. Dann muss man seine Wünsche eben seinem Gehalt anpassen. ...
Das ist absolut falsch. Eine kleine 1-Zimmer- wohnung in München kostet inzwischen um die 800,-€ kalt. Wie soll eine Altenpflegerin im ambulanten Pflegedienst das bezahlen. 50% des Einkommens für eine Warmmiete. Klat. muss ja auch nicht in der Stadt wohnen. Kann ja etwas ausserhalb wohnen und pendeln. Dann ist si pro Weg über eine Stunde unterwegs bis die Mieten etwas geringer werden. Heute hat sie Spätdienst bis 21:00. Dann ist sie um 22:00 zu Hause. Bis sie was gegessen hat und "bett- fertig" ist, ist es 23:00. Und am nächsten Tag Frühdienst. Heisst um 04:30 aufstehen. Und diese sogenannten Schaukeldienste sind keine Seltenheit. Möchtest Du von dieser Schwester gepflegt werden. Soll sie Deine Medikamente morgens herrichten? Und so geht es vielen anderen Berufsgruppen auch.
Vom "Wünschen" sind wir da schon weit entfernt.
 
TE
DKK007

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Auf der anderen Seite das sehr mieterfreundliche Mietrecht, bei dem der Vermieter sehr schnell Zahlungsausfällen in den zehntausenden bekommen kann, da man säumige oder randalierende Mieter nicht schnell aus der Wohnung bekommt.

Wie kommst du auf 10000€??
Nach 2-3 fehlenden Mieten kann gekündigt werden. Bei 1000€ Miete währen das dann auch nur 2000-3000€.

Der zivilrechtliche Anspruch des Vermieters auf Nachzahlung der Miete besteht natürlich trotzdem.
 

wuselsurfer

Kokü-Junkie (m/w)
Wobei die FW teilweise noch Konservativer als die CSU ist. Insbesondere in gesellschaftlichen Fragen, wie z.B.

https://www.wahl-o-mat.de/bayern2018/Positionsvergleich-Bayern2018.pdf
Tja, wenn die Arbeiterverräterpartei (SPD) nicht immer mehr zum Handlanger der CDU geworden wäre, und nicht dauernd gegen das Volk Gesetze beschließen würde, hätte man evtl auch eine nicht-CSU-Regierung bilden können.

Aber die Genossen vergessen immer mehr ihre Wurzeln und verraten alles, was sie in der Geschichte erreicht haben (8 Stunden Arbeitstag, Mitbestimmung, mehr Urlaub, ...).
Bei der weiteren Entwicklung in diese Richtung wird die älteste Partei Deutschlands wohl bald verschwunden sein.

Bei den Wohnungen kann man den Spekulanten nur den Hahn abdrehen, indem man sie komplett enteignet bei Nichtgebrauch der Immobilien.

Und es müssen auch neue Wohnungen gebaut werden.
Geht nach Berlin und schaut euch die Kaschemmen an, die sich dort Wohnung nennen.
Die stammen teils noch aus der Gründerzeit.

Das ist absolut falsch. Eine kleine 1-Zimmer- wohnung in München kostet inzwischen um die 800,-€ kalt. Wie soll eine Altenpflegerin im ambulanten Pflegedienst das bezahlen. 50% des Einkommens für eine Warmmiete. Klat. muss ja auch nicht in der Stadt wohnen. Kann ja etwas ausserhalb wohnen und pendeln. Dann ist si pro Weg über eine Stunde unterwegs bis die Mieten etwas geringer werden. Heute hat sie Spätdienst bis 21:00. Dann ist sie um 22:00 zu Hause.

Bis sie was gegessen hat und "bett- fertig" ist, ist es 23:00. Und am nächsten Tag Frühdienst. Heisst um 04:30 aufstehen. Und diese sogenannten Schaukeldienste sind keine Seltenheit. Möchtest Du von dieser Schwester gepflegt werden.

Soll sie Deine Medikamente morgens herrichten? Und so geht es vielen anderen Berufsgruppen auch.
Vom "Wünschen" sind wir da schon weit entfernt.
Sehr richtig.
Aber von den Zuständen in der realen Arbeitswelt haben unsere Volksvetreter ja keine Ahnung, da viele von ihnen ja noch keinen Tag richtig gearbeitet haben.
Schaut euch die Lebensläufe unserer Minister an!

Die Spritpreise kennen sie nicht (Dienstwagen) und was ein Liter Heizöl kostet, wissen sie auch nicht.
Solche Menschen regieren uns.

Und sie werden immer wieder gewählt dank unseres politikerfreundlichen Wahlgesetzes.
Alle Nichtwähler und ungültigen Stimmen falle weg, so daß selbst bei einer Wahlbeteiligung von 10% der Bundestag gestopft voll ist.

Abwählen kann man fast niemanden und auch keine Partei.
Also hat man die Wahl zwischen Pest und Cholera.
 
Zuletzt bearbeitet:

Kaaruzo

Volt-Modder(in)
Ich wünsche viel Spaß beim Versuch dem Jobcenter zu erklären, dass man sich auf den Vermittlungsvorschlag mit Rechtsfolgenbelehrung für Stelle Y in Stadt X nicht beworben hat, weil es weder in der Stadt, noch im Tagespendelbereich adequaten Wohnraum gibt. :schief:

Den gibt es. Man muss dann halt einfach mal Abstriche hinnehmen.

Am Arsch der Welt vielleicht, wo auch die Arbeitslosen -und Unterbeschäftigungsquote entsprechend hoch ist und man, aufgrund des immensen Leerstands und Bevölkerungsschwund, schon ganze Blöcke bis hin zu Stadtteilen wegreißt.

Klar, weil es in Deutschland nur boomende, teure Städte und leergefegte, brachliegenden Dörfer gibt.

Wie war das noch gleich, mit nicht immer alles schwarz-weiß sehen?

Das ist absolut falsch. Eine kleine 1-Zimmer- wohnung in München kostet inzwischen um die 800,-€ kalt. Wie soll eine Altenpflegerin im ambulanten Pflegedienst das bezahlen. 50% des Einkommens für eine Warmmiete. Klat. muss ja auch nicht in der Stadt wohnen. Kann ja etwas ausserhalb wohnen und pendeln. Dann ist si pro Weg über eine Stunde unterwegs bis die Mieten etwas geringer werden. Heute hat sie Spätdienst bis 21:00. Dann ist sie um 22:00 zu Hause. Bis sie was gegessen hat und "bett- fertig" ist, ist es 23:00. Und am nächsten Tag Frühdienst. Heisst um 04:30 aufstehen. Und diese sogenannten Schaukeldienste sind keine Seltenheit. Möchtest Du von dieser Schwester gepflegt werden. Soll sie Deine Medikamente morgens herrichten? Und so geht es vielen anderen Berufsgruppen auch. Vom "Wünschen" sind wir da schon weit entfernt.

Wenn man sich München nicht leisten kann, muss man halt a) umziehen oder b) einen Job suchen, um sich München leisten zu können.

Es gibt keinen Rechtsanspruch darauf, in München zu wohnen.

Wie kommst du auf 10000€??
Nach 2-3 fehlenden Mieten kann gekündigt werden. Bei 1000€ Miete währen das dann auch nur 2000-3000€.

Der zivilrechtliche Anspruch des Vermieters auf Nachzahlung der Miete besteht natürlich trotzdem.

Wenn du Mietnomaden (im schlimmsten Fall noch Messis) hast, kannst du - außer dem Mietausfall – unter Umständen noch Renovierungskosten haben.

Und zum Thema zivilrechtliche Ansprüche. Wer nichts hat, kann auch nichts abdrücken. Dieses Risiko trägt der Vermieter ganz alleine. Und deshalb wird er sich eher im Luxussegment umgucken, wo mehr Geld zu machen ist, um dieses wirtschaftliche Risiko zu senken.

Und es müssen auch neue Wohnungen gebaut werden. Geht nach Berlin und schaut euch die Kaschemmen an, die sich dort Wohnung nennen. Die stammen teils noch aus der Gründerzeit.

Dann bau mal selbst und guck dir an, was dir der Staat alles an Auflagen in den Weg legt.
 

Poulton

BIOS-Overclocker(in)
Zuletzt bearbeitet:

compisucher

BIOS-Overclocker(in)
Wenn man sich München nicht leisten kann, muss man halt a) umziehen oder b) einen Job suchen, um sich München leisten zu können.
Es gibt keinen Rechtsanspruch darauf, in München zu wohnen.
Das mit dem nicht vorhandenen Rechtsanspruch ist nur theoretisch richtig und zu kurz gesprungen.
Der Müllwagenmann, die Erzieherin, der Krankenpfleger, die Kellnerin, die Verkäuferin usw. müssen/ sollen/ dürfen ihre Dienstleistungen in München anbieten bzw. arbeiten,
sollen aber, weil sie tendenziell geringer verdienen, dann ins (immer noch sehr teure) Umland ziehen und jeden Tag einfache Stecke 2 h pendeln???
Das kann auch nicht richtig sein.
Auf obige oder auch andere Dienstleistungen ist eine Stadt und deren reiche Bewohner nun mal angewiesen und ich glaube kaum, dass die meisten dieser Menschen zwangsweise in München wohnen wollen,
weil ihnen die Stadt so gut gefällt, sondern weil sie einfach Arbeit brauchen.
Hier kann es eigentlich nur eine Kombination aus mehreren Maßnahmen geben:
a) sozialen Wohnraum für Einkommen unter 2.000 € netto schaffen (ja, soweit sind wir, habe 21 Jahre lang in München bis 2017 gearbeitet und bin jeden Tag 140 km einfache Strecke gependelt)
b) ÖPNV massiv und schnellstens ausbauen, München ist da schon seit Jahren an der Kotzgrenze.
c) Löhne und Gehälter gerade ein sozialen Berufen massiv erhöhen, gerade vorgestern wieder so ein toller Bericht in der lokalen Presse gesehen:
Älterer reicher Pflegefall in Pullach hat per Handy den Altenpfleger seines Vertrauens angerufen, weil er sich nicht wohl fühlt, der kommt so schnell wie es geht mit einem ausgeliehenen Auto aus Ebersberg angedüst und als er ankommt, ist der alte Herr schon tot.
Tja...

Dann bau mal selbst und guck dir an, was dir der Staat alles an Auflagen in den Weg legt.

Dem kann ich nur vollumfänglich zustimmen.
Bin ja aus der Baubranche, alleine die "Verschärfung" von Vorschriften aus der DIN-EN in z. B. die bayr. Bauordnung (da ist ENEV und Lärm erst mal außen vor) hat in den letzten 10 Jahre zu guten 10% Mehrkosten geführt.
Die in kürze geltende bayr. Landesbauordnung 2018 wird das gnadenlos toppen...
 

Lotto

Software-Overclocker(in)
Durch die aktuelle Nullzinspolitik investieren immer mehr Leute/Institute in Wohnungen. Und dabei geht es diesen Leuten/Instituten nur um Gewinnmaximierung.
Privatleute wollen so wenig Arbeit wie möglich als Vermieter und lassen die Wohnung verkommen bzw. scheren sich nen Dreck um den Mieter, weil einzig die Rendite zählt.
Große Unternehmen wie Blackrock und Co investieren zwar in die Modernisierung, aber gerade so dass damit die Mieten deutlich steigen dürfen und der Rendite maximiert wird.
Hinzu kommt dann noch in Großstädten die Gentrifizierung.
Das ist im Prinzip eine Umverteilung des Geldes. Diejenigen die Kohle haben werden noch reicher. Den anderen bleibt gar nichts anderes übrig als zu zahlen sofern man nicht die Kohle hat um selber zu bauen.

Hier ist der Staat gefragt und zwar deutlich. Kapitalismus hin oder her, aber der Wohnungsmarkt gehört in staatliche Regulierung.
 

Nightslaver

PCGH-Community-Veteran(in)
München kommt auch ohne Pfleger/in zurecht , sollen die doch woanders hin

Ironie

Man muss halt seine Bedürfnisse ggf. anpassen, es gibt kein Anrecht darauf in München gepflegt zu werden, oder das man dort seinen Müll entsorgt bekommt, oder das man dort ausreichend Erzieher und Polizisten hat, die sich alle die Mieten dort leisten können. :schief::ugly:
Müssen die Leute halt woanders hinziehen, wo es das alles gibt. <- Kaaruzo Logik
 
Zuletzt bearbeitet:

Two-Face

PCGH-Community-Veteran(in)
Was soll dazu ein Münchner Student sagen?

Teils schon bald 600€ warm für 12m², wer will sowas von 450€ Nebenverdienst abzüglich Verpflegungskosten denn bezahlen?
Vom lausigen BAföG etwa? Hat man keinen Anspruch drauf oder bekommt schlicht zu wenig dazu, nützt einem das auch wenig.

Und dann wundern sich die Soziologen drüber, warum immernoch so viele Mitte/Ende Zwanzig bei Mutti und Pappi wohnen.:schief:
 

RossiCX

Software-Overclocker(in)
Damit hätte ich ja auch kein Problem wenn die Superreichen aus Dubai und London enteignet werden. Das Problem ist eher das vermutlich wieder irgend ein Gesetz zur Enteignung erlassen wird und diese Supereichen es am Ende eben nicht trifft.

Mit dem Grundgesetz habt ihr es nicht so, oder? Es darf niemand ohne Entschädigung enteignet werden, auch keine "Superreichen" aus Dubai und London.
 
TE
DKK007

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Wenn du Mietnomaden (im schlimmsten Fall noch Messis) hast, kannst du - außer dem Mietausfall – unter Umständen noch Renovierungskosten haben.

Und zum Thema zivilrechtliche Ansprüche. Wer nichts hat, kann auch nichts abdrücken. Dieses Risiko trägt der Vermieter ganz alleine. Und deshalb wird er sich eher im Luxussegment umgucken, wo mehr Geld zu machen ist, um dieses wirtschaftliche Risiko zu senken.

Das mit den Messis ist aber eine deutliche Minderheit. Die meisten Mieter verhalten sich ordentlich und werden trotzdem rausgeworfen.
 

RtZk

Lötkolbengott/-göttin
Was soll dazu ein Münchner Student sagen?

Teils schon bald 600€ warm für 12m², wer will sowas von 450€ Nebenverdienst abzüglich Verpflegungskosten denn bezahlen?
Vom lausigen BAföG etwa? Hat man keinen Anspruch drauf oder bekommt schlicht zu wenig dazu, nützt einem das auch wenig.

Und dann wundern sich die Soziologen drüber, warum immernoch so viele Mitte/Ende Zwanzig bei Mutti und Pappi wohnen.:schief:

Die meisten Studenten werden von ihren Eltern unterstützt. München ist schlicht die teuerste Stadt Deutschlands, man muss sich eben gut überlegen wo man studieren will, im Osten sind die Mieten niedrig und die Universitäten trotzdem nicht schlecht.
Um so mehr Leute eben in eine Stadt wollen, um so teurerer wird es eben, da der Wohnraum sich nicht von heute auf morgen ändert.
Nicht jeder muss in einer der wenigen sehr großen Städte wohnen, der Zugzug von immer und immer mehr Leuten hat die Wohnungen eben erst so teuer gemacht, aber viele scheinen hier das Angebots und Nachfrage Prinzip nicht verstanden zu haben.
 
TE
DKK007

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Wobei München auch für Arbeiter sehr teuer ist. Wobei dann auch der Arbeitgeber unter die Arme greifen kann.
Ein Prof. von mir ist im Sommer zu Zitis gewechselt und bekommt in München eine 4-Zimmerwohnung und einen Dienstwagen gestellt. :D
 

Two-Face

PCGH-Community-Veteran(in)
Die meisten Studenten werden von ihren Eltern unterstützt. München ist schlicht die teuerste Stadt Deutschlands, man muss sich eben gut überlegen wo man studieren will, im Osten sind die Mieten niedrig und die Universitäten trotzdem nicht schlecht.
Um so mehr Leute eben in eine Stadt wollen, um so teurerer wird es eben, da der Wohnraum sich nicht von heute auf morgen ändert.
Nicht jeder muss in einer der wenigen sehr großen Städte wohnen, der Zugzug von immer und immer mehr Leuten hat die Wohnungen eben erst so teuer gemacht, aber viele scheinen hier das Angebots und Nachfrage Prinzip nicht verstanden zu haben.
Was zum Teufel will ich im Osten, wenn die für meinen Interessenbreich beste Uni im selben Bundesland (aber 100km vom eigenen Wohnort entfernt) liegt?:rollen:
Was ist mit Eltern, denen das Geld fehlt?
Es wurde vor über 10 Jahren in der Politik beschlossen, dass Deutschland jeder die gleichen Chancen auf Bildung zugesprochen bekommen soll. Das hast du offenbar nicht kapiert, leider aber auch immernoch nicht ein Großteil unserer Politiker.

Was du ebenfalls nicht kapierst, ist, dass sobald die Nachfrage zu groß wird, das Angebot eben vergrößert werden muss. Da aber der Staat Bayern jahrelang alles dafür tat, Sozialwohnungen abzustoßen, den Wohnraum für sozial schwächere Schichten zu verkleinern und stattdessen den Platz für Apartments und Firmen breitzumachen, ist es kein Wunder, dass in einem Land, in welchem in der Stadt nunmal das größte Bildungs- und Gehaltsangebot liegt, die Nachfrage übersteigt.

Daher auch kein Wunder, dass die CSU in Bayern eine Klatsche nach der anderen kassiert.;)
 

Nightslaver

PCGH-Community-Veteran(in)
Die Lösung wäre ne gesunde Mitte - nur geht die in der Gesellschaft als auch in der Politik absolut verloren.

Und wo soll es die geben, wenn ja offensichtlich bei SPD, CDU / CSU, den Linken und Grünen und der FDP nicht? Bei der AFD? Bei Die Partei? Wohl auch kaum...
Es ist doch am Ende egal welche der auf der Wahlliste aufgestellten Parteien man wählt, es gibt keine Partei die einem grundsätzlichen Kurs folgt der beim Programm und Entscheidungen von rein pragmatischer Vernunft und dem gesamtgesellschaftlichen Interesse geleitet wird, es sind immer bis zu einem gewissen Grad idiologische / dogmatische Zwänge vorhanden, oder persöhnliche (finanzielle) Interessen / Karriere ausschlaggebend.
Es ist als Wähler am Ende immer ein abwägen zwischen Dingen die dem eigenen Weltbild und Bedürfnissen entsprechen / entgegenkommen und denen die von einer Partei nicht abgedeckt werden, was auch nicht verwunderlich ist weil kein Mensch frei von Idiologie und Dogma ist / sein kann.
Es gibt entsprechend auch niemanden der eine Partei wählt und wirklich mit allem Inhalt der dort vertreten wird überein stimmt.

Am Ende also ist das was du da als Lösung beschreibst die Utopie, die Partei die Entscheidungen immer auf Basis der besten (pragmatischsten) Lösung trifft, egal ob diese beste Entscheidung am Ende von Idiologen links, oder rechts verbucht werden würde und somit nicht realistisch.

Leider will es kaum wer wahr haben.

Weil der menschliche Geist irrational ist und neben Vernunft auch von Dingen wie Egoismus, Angst und Desinteresse vielem gegenüber bestimmt das die Person und ihrem Lebensaltag nicht direkt selbst tangiert bestimmt wird. Warum sollte man eine rationale Lösung beführworten wenn man selbst nicht davon profitiert, oder es einem mit dem Status quo, oder einer schlechten Politik persöhnlich besser geht?
Warum sollte man eine rationale Lösung beführworten wenn man nicht weiß ob sie funktionieren wird und man Angst vor ihren Auswirkungen hat?
Warum sollte man sich für ein Thema und eine Lösung interessieren wenn sie einen selbst nicht betrifft und somit uninteressant ist?

Der Mensch funktioniert leider Evolutionsbedingt schlecht als Gesellschaft die größer wird als das was ihn täglich direkt berührt (in der Regel maximal ein paar dutzend Personen), schlicht weil es unpersöhnlich wird und nicht mehr direkt seinen Lebensalltag berührt und somit nicht mehr direkt sein Mitgefühl und seine Gefühle als Individum anspricht.
Entsprechend werden Gesellschaften auch in der Regel immer ungerechter, bzw. anfälliger für Benachteiligungen der Schwachen, je größer sie werden und je anonymer sie somit werden und ich persöhnlich denke das vortschreitende Digitalisierung und Automatisierung dies bei unserer momentanen Gesellschaftsstruktur und Wirtschaftsform noch weiter verschärfen werden, weil Elend und Leid immer weniger direkt an die Menschen herrankommen und immer mehr etwas sind das nur noch indirekt durch Medien wahrgenommen wird.
Die Menschen leben zunehmend in einer Filterbubble, bestehend aus Wohnung, Arbeitsort, Freunden, einer Hand voll Locations für die Freizeit und Urlaub und dem Arbeitsplatz.
Smartphonenutzung, Musik hören wenn man unterwegs ist, Auto und Internet, sowie Fernsehr schotten zu einem großen Teil von der direkten Wahrnehmung des Leids ab das sich schon alleine um einen rum abspielt.
Schaue ich aufs Smartphone und höre Musik nehme ich die Bettler und Obdachlosen nur noch geringfügig bis garnicht mehr wahr, fahre ich mit dem Auto kann ich sie meist völlig ausblenden, verbringe ich die Freizeit zu einem erheblichen Teil im Haus muss ich weniger raus und nehme Elend auch weniger wahr, usw.

Es ist eine zunehmende Abschottung vor bis in den persöhnlichen Bereich, der dazu führt das wir selbst die Armut und das Elend um uns rum weniger wahrnehmen, steigende Mieten sorgen zusätzlich dafür das diese Schwächeren in der Gesellschaft aus diesem Blickbereich verschwinden, eben weil Gendrifizierung dafür sorgt das sie nicht mehr die Nachbarn sind und im Stadtbild so noch weniger wahrgenommen werden. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:

Andregee

Software-Overclocker(in)
Das das demokratische Wahlverfahren nicht zu einer Regierung des Mehrheitsgedankens führt, dringt so langsam in immer mehr Köpfe, was die Wahlverdrissenheit oder der Zuwand zu extremen Strömungen aufzeigt. Besser wird es dennoch nicht und um ehrlich zu sein bekommen die meisten Menschen genau die Politik, welche sie verdienen denn aus lauter Angst vor linkem Gedankengut und sozialistischer Misswirtschaft und somit letztendlich aus dem gleichen egoistischen Gedanken den auch die Finanzelite hegt. sein "letztes bißchen Hab und Gut " an Sozialschmarotzer und Minderleistende zu verlieren, wählt man überwiegend weiterhin den neoliberalen Kurs der etablierten Parteien und wechselt bestenfalls mal die Köpfe und die Farbe, aber nicht den grundsätzlichen Kurs, während ein wirkliches Wechsel wohl nie eine Mehrheit finden würde. Dabei verkennt die aktuelle Mittelschicht das ihre aktuelle Belastung nicht durch den Transfer nach unten erhöht sondern von ganz oben nach ganz unten gesenkt werden könnte.

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Sir Demencia

Freizeitschrauber(in)
München kommt auch ohne Pfleger/in zurecht , sollen die doch woanders hin

Ironie

Neeeein, das ist keine... Ironie!
Das ist eine Tatsache.
Zumindest der zweite Teil Deiner Aussage (und keine Sorge, ich hab das Wort Ironie verstanden).
Wie ich ja schon schrieb mussten Notaufnahmen schon schließen wegen Pflegepersonalmangel. Der Vater von Freunden lag im Altenheim und wurde akut intensivpflichtig. Man musste ihn bis Hersching raus fahren, das sind etwa 40 km. Denn es gab keine Intensiv- Betten mehr in der Stadt. Pflege wandert ab. Denn es spielt keine Rolle ob ich in München oder in irgend einer Kleinstadt mit niedrigen Mieten arbeite und lebe. Der Verdienst ist in etwa überall gleich wenn man in der Pflege arbeitet.
Und bezahlbarer Wohnraum spielt hier eine der größten Rollen.

Von daher ist dieses Dummgeschwätz vom freien Markt ziemlich Banane. Wer das unbedingt leben will, soll doch bitte in die USA auswandern. Für Deutschland wünsche ich mir eigentlich wieder eine Erstarkung der sozialen Marktwirtschaft. Das der Staat in grundlegenden Dingen regulierend eingreift. Und dazu gehört auch ganz klar der Wohnungsmarkt. Sollte es jetzt wirklich zu diesem Volksentscheid kommen und private Anleger im Immo- Sektor darunter leiden müssen, dann kann sich das unser "Staat", bzw. unsere Politiker auf seine/ ihre Fahnen schreiben.
Denn neben der Niedrig- Zins- Politik der EZB, die Anleger ja fast förmlich in den Immo-Markt gedrängt haben, hatten unsere Volksvertreter nix besseres zu tun als haufenweise Soizialwohnungen zu verramschen.
Und heute stehen wir vor dem Scherbenhaufen dieser verfehlten und kurzsichtigen Politik. Und eingen wird das erheblich wehtun. So oder so. Nur die verantwortlichen Politiker, die gehören leider nicht dazu. Von daher für sie auch kein Grund irgendetwas an ihrem Verhalten zu ändern. Ausser vllt. hie und da ein wenig verwundertes Augenreiben wegen gaaanz merkwürdigen Wahlergebnissen für die man absolut keine Erklärung hat.

Hätten die Reifen meines Autos auch nur ansatzweise derart die Bodenhaftung verloren, wie unsere Politiker würde die Polizei meinen Karren zu Recht sofort still legen.
 

Poulton

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