@Cook2211 Ich respektiere deine Meinung voll und ganz, verstehe auch jeden einzelnen Punkt da du es immer gut beschreibst

Bei AC habe ich das Gefühl die Open World ist KOMPLETT überfüllt
Das ist sie ohne Zweifel
Für mich ist das Kampfsystem in GoT besser als in AC, es gibt durch die Stances mehr Facetten meiner Meinung nach. Als ich GoT zu Beginn am Strand kämpfen gelernt habe, kam ich mir vor wie ein Schüler der mit einer Taste das Schwert schwingt. Im Laufe des Spiels wenn man auflevelt und immer mehr freischaltet kommt man sich nicht nur mächtiger vor, es kommt einem vor als hätte einem das Spiel immer mehr beigebracht, sowas fehlt mit persönlich bei AC ganz.
Eines vorweg: Es ging mir auch nicht speziell um GoT vs. AC
Allerdings bietet letztlich auch das Kampfsystem von Odyssey genau das was du beschreibst. Man fängt klein mit Grundfähigkeiten an, die man im Laufe des Spiels mächtig erweitern kann und wo Spezialfähigkeiten hinzukommen.
Siehe auch hier:
Assassin's Creed Odyssey: Faehigkeiten-Guide aller Skills
Deswegen halte ich persönlich das Kampfsystem von Odyssey dem von GoT für mindestens ebenbürtig und genau so abwechslungsreich.
Was das "klauen" betrifft teile ich deine Meinung auch nicht unbedingt. Wenn GoT bei AC klaut, dann hat aber AC vorher bei unzähligen anderen Spielen geklaut. Schon am NES damals (1989) konnte man in 2D-Spielen im Gras liegen und mit Pfeil&Bogen oder anderen Waffen stealthen. Bei einem Spiel wo man Waffen hat und leise vorgehen kann ist eine gewisse Ähnlichkeit zu anderen Spielen unvermeidbar, schließlich gibt es das in Spielen seit über 30 Jahren.
Ich versuche mal zu erklären, was ich meinte:
Natürlich hat Ubisoft gewisse Spielelemente nicht erfunden. Darum ging es mir aber auch nicht.
Wir haben in dieser Konsolen Gen einen regelrechten Openworld-Boom erlebt. Gefühlt musste alles irgendwie Openworld sein. Damit einher ging aber leider, dass die Entwickler sich gegenseitig Spielelemente abgeguckt haben, um ihre Openworld mit Inhalten zu füllen. Da wäre als exemplarisches Beispiel das Erobern von Festungen oder Hauptquartieren. Dieses Element findet man in Assassin‘s Creed Spielen (z.B. Origin+Odyssey), in Mafia 3, in Spider-Man, in Days Gone usw. und jetzt eben auch in GoT. Dieses Spielelement ist somit leider zu absolut austauschbarem Openworld-Füllstoff verkommen, weil so viele Spiele es inflationär nutzen. Die ganz Großen verzichten aber darauf: Weder in einem TW3 noch in einem GTA V muss man dutzende Festungen freispielen.
Das ist aber nur ein Beispiel. GoT nutzt verschiedene Dinge, um die Spielzeit zu strecken, die man ebenfalls zu Standard-Openworld-Füllstoff zählen kann. Die hatte ich ja auch schon aufgezählt.
Was nun das Spielen als solches angeht, so zählt für mich vor allem auch, wie sich das Spielen anfühlt. Ein The Witcher 3 spielt sich nun mal so ganz anders als ein GTA V und beide spielen sich anders als ein AC Odyssey. Sie alle vermitteln trotz Openworld jeweils ein ganz anderes Spielgefühl. Wenn ich aber im Stealth Mode in GoT eine feindliche Befestigung erobern will, dann schafft es dieses Spiel nicht, mir ein anderes Spielgefühl zu vermitteln, als ein AC Odyssey, weil wirklich jedes Element dieser Abschnitte sich 1:1 so spielt, als wäre es direkt aus AC Odyssey entnommen worden (mit Ausnahme von Leichen verstecken). GoT spielt sich dann für mich nicht wie ein eigenständiges neues Spiel, sondern könnte genauso gut der Nachfolger von Odyssey namens Assassin‘s Creed Tsushima sein. Für mich gab es in GoT verschiedene Momente in denen ich dachte: “Das fühlt sich an wie jedes x-beliebige andere Openworld Game“. Und deswegen ist GoT für mich, wie bereits erwähnt, die Copycat.
Das ist wirklich nicht schlimm und auch nicht unbedingt störend. Ich finde es nur schade, dass sich Sucker Punch so umfangreich an dem üblichen Openworld Füllstoff bedient hat.
GoT ist bei weitem nicht perfekt, aber das sind andere Spiele auch nicht. Ich denke es ist deswegen so beliebt bei den Fans weil es ein unverbrauchtes Setting hat, eine gut erzählte Story die immer spannend bleibt, eine wunderschöne Welt in der es sehr viel zu entdecken gibt, und ein sehr gutes und authentisches Kampfsystem, das sich wirklich nach Schwertkämpfen anfüh
Dem stimme ich definitiv zu.