Nightslaver
PCGH-Community-Veteran(in)
Wow jetzt erklärst du gerade Ausländer zum Feindbild der PEGIDA. GJ
Das war jetzt wieder ein Beitrag wo ich mir Sorgen um deine geistige Anwesenheit mache.
Es geht hier um gemäßigte politische Diskussionen und Demos, da haben nicht einmal wenn es mir hilft Extreme was zu suchen...auf jeden Fall nicht wenn die Gruppe ernst genommen werden will
Du übertreibst es, ich habe an keiner Stelle geschrieben das ich das gut heiße, oder sowas akzeptabel finde, sondern nur versucht zu erklären warum die Leute rechte Hohlköpfe, oder genauso die von der linken Seite, mitlaufen lassen könnten und sich nicht distanzieren.
Die meisten Menschen sind nun mal so gestrickt das ihnen beim durchsetzen ihrer Interessen selbst die unerwünschteren Mittel recht sind, die Wirtschaft und die konservative gemäßigte Rechte, in der weimacher Republik, dachte ja auch man könnte Hitler benutzen um ihn dann später ab zu servieren, oder kontrollieren, wenn man seine Ziele erreicht hat. Menschen neigen nun mal dazu Dinge falsch ein zu schätzen, sich zu übernehmen und aus Fehlern der Vergangenheit keine richtigen Schlüsse zu ziehen. Etwaige Gefahren oder negativen Schaden blendet man gerne aus.
Es könnte aber auch noch der Umstand eine Rolle spielen das man sich inzwischen bei der gemäßigten Pegida sowieso in die rechte Ecke gedrängt fühlt und nicht mehr die Hoffnung hat bei einer Abspaltung noch von Medien und Politik mit entsprechender Ernsthaftigkeit und Neutralität behandelt zu werden.
Letzlich kann niemand genau sagen was davon entsprechend zutrifft, oder ob etwas davon zutreffend ist.
Aber muss man sich, wenn man z.B. für mehr soziale Gerechtigkeit ist, nicht konsequent gegen Pegida stellen? Wenn man stumpf antiislamistische Parolen hinterherläuft, egal, ob man zustimmt oder nicht, dann disqualifiziert man sich doch selbst und der eigentliche Anlass spielt in der Öffentlichkeit keine Rolle mehr.
Ich persönlich bin über eine gewisse Unzufriedenheit froh, weil mir die Richtung, in die diese Gesellschaft momentan driftet, mächtig auf die Eier geht. Aber gerade deshalb muss man sich meiner Meinung nach explizit gegen Pegida stellen, weil das, was wirklich falsch läuft, im ganzen "mimimi, ich hab Angst, der pöse pöse Islam macht alles kaputt" untergeht. Auch, weil genau dass vorne auf den Plakaten steht. So wird sich dann nämlich nichts wirklich ändern.
Im Gegenteil. Wenn es dann nämlich wieder um Integration geht wird das ganze nach hinten los geht. Die absolute Mehrheit der Muslime ist bereit, sich zu integrieren, aber warum sollten sie das tun, wenn die angebliche, selbsternannte Mehrheit (die Gott sei dank keine ist) Muslime und Islamisten in einen Topf wirft und generell gegen den Islam Stimmung macht und so eigentlich gar nicht will, dass Fremde sich integrieren?
Nun, ich sehe es eigentlich nicht als Aufgabe des Volkes an sich Ängsten innerhalb der eigenen Bevölkerung entgegen zu stellen, auch wenn selbige evt. zu recht unbegründet sind, oder sich nur falsch kanaliseren. Dafür haben wir eigentlich politische Vertreter gewählt, und ggf. staatliche Organe so nicht anders möglich, deren Aufgabe es ist sich mit dem Volk auseinander zu setzen und sich dessen Ängste und Sorgen an zu nehmen und ggf. in einem Dialog zu erörtern und Lösungen zu finden. Das die Politik das heute nicht mehr macht zeichnet eigentlich nur den desolaten Zustand aus in welchem sich unsere "demokratische" Führung befindet und zeigt eigentlich wie weit sich Bevölkerung und Regierende von einander entfremdet haben.
Denn letztlich, auch die Menschen die bei Pegida mitlaufen zahlen ihre Steuern und über diese Steuern werden auch die Gehälter eines jeden Politikers finanziert der sich weigert das Thema endlich mit der nötigen Sachlichkeit und Ernsthaftigkeit an zu gehen.
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