Das Problem ist, dass Europa und natürlich auch Deutschland sich in der Asylfrage verschätzt hat bzw. die Vorzeichen nicht richtig deutete. Dabei geht es noch nicht einmal vornehmlich darum "wer" da kommt, sondern nur noch "wie viele". ...
Ich denke das Problem an der Thematik ist das die Fragen falsch gestellt werden. Prinzipiel spricht nichts dagegen Migranten aufnehmen zu wollen allerdings muss man sich mal ein paar Fragen stellen die bis jetzt unausgesprochen bleiben, oder aber geflisentlich unter den Tisch gekehrt werden.
Da wären zum Beispiel:
1.) Wie kann es sein das ein Afrikaner der im Schnitt 6000 Dollar benötigt um nach Europa zu gelangen soviel Geld aufbringen kann um hierher zu kommen? 6000 Dollar entspricht in etwa 1 -2 Jahresgehältern. Das also für viele Menschen dort eine ganze Menge Geld mit dem man dort schon einiges anfangen könnte um seine Lebenssituation vor Ort zu verbessern.
Nicht unbegründet liegt dort der Verdacht nahe das ein ehnlich mafiöses System wie hinter der Bettelmafia vom Balkan steckt, zumindest teilweise.
2.) Welchen Nutzen hat der deutsche Staat von überwiegend schlecht bis garnicht ausgebildeten Menschen welche mit viel Aufwand erst einmal für eine produktive Tätigkeit geschult werden müssen?
Dazu kommt noch diese Migranten gezielt von der Wirtschaft ausgenutzt werden, zu lasten der einheimischen Arbeitskräfte, da man so die Löhne drücken kann.
3.) Welche Beweise gibt es für die Aussage von staatlichen Stellen das ein Flüchtling/Migrant im Schnitt 3000 Euro mehr in das System wieder einzhalt als seine Ausbildung und Integration hier kostet? Dieser Betrag ist vor einigen Wochen im Fernsehn gefallen, allerdings ohne nachvollziehbare Belege, oder Quellen, sondern wie immer mit angeblicher "Studie" als Begründung.
4.) Die mmn. zu recht gestellte Frage, warum werden die USA nicht mehr in die Verpflichtung genommen was die Flüchtlinge aus dem nahen Osten angeht. Die USA sind maßgeblich Schuld daran das nicht wenige Menschen aus der Region da unten geflohen sind und Europa, da ja deutlich näher als die USA, darf die Zeche für die über jahrzehnte verfehlte US-Politik tragen indem wir unsere Sozialsysteme mit Flüchtlingen aus US-Kriegen belasten.
5.) Wie kann es sein das bei Leuten deren Antrag auf Asyl abgelehnt wird nicht einfach entsprechend durchgegriffen wird und diese Leute dann einfach irgendwelche Gebäude wie Schulen, oder den Fernsehturm in Berlin besetzen können, oder aber einen Staat damit erpressen können indem sie zum Hungerstreik aufrufen?
Setzt man so nicht völlig falsche Zeichen für andere die diesem Beispiel dann nacheifern.
Und da sind wir auch schon bei PEGIDA.
Dem Großteil der Demonstranten geht es eher weniger um das "Ausländerproblem" an sich, sondern um die (falche?) Verteilung von finanziellen Mitteln.
Oft hört man in Dresden nämlich nicht ein einfaches "Ausländer raus!" sondern:
"Warum soll es denen, besser gehen als mir?" "Mein Hartz IV reicht vorne und hinten nicht." "Ich gehe 40Std buffen und kann kaum die Miete bezahlen."
Diese Stimmen werden meiner Einschätzung nach, in den nächsten Monaten zunehmen und sich vermutlich von PEGIDA abspalten.
In Dresden demonstrieren zu einem Großteil --> Abgehängte, Wendeverlierer und (zu unrecht?) benachteiligte Bürger......ein weit größeres und teuerers Problem, als die Asylanten.
Das Problem ist größer als man öffentlich meinen will und zugibt von seiten der Politik. Es sind nicht nur vereinzelte Bürger denen es hier in Deutschland schlecht geht. Wir haben ein großes Problem sozialer Ungerechtigkeit und Armut in Deutschland. Selbiges ist nur nicht öffentlich so ersichtlich da die Leute die davon betroffen sind zu weiten Teilen halt nicht auf der Straße demonstrieren.
Ich kann aus meiner eigenen Familie davon berichten:
Mein Vater hat bis heute 31 Jahre gearbeitet und seine Steuern entrichtet und vor ca. 5 Jahren gesundheitlich Probleme bekommen wodurch es ihm nicht mehr möglich war geregelt zu arbeiten. Bedingt durch seine Arbeitsunfähigkeit und das er ein Haus auf dem Dorf hat wo er auch lebt und das unserer Familie schon seid etwa 250 Jahren gehört, ist er immer tiefer in die Armutsspirale geraten. Das Sozialamt übernimmt nicht die jährliche Grundsteuer für eigenen Grund und Boden da selbiges nicht mit "Miete" gleich zu setzen ist. Also hat er von dort nur 359€ zum leben bekommen. Die Erwersunfähigkeitsrente die er von der Rentenversicherung bekommen hat betrug 209 Euro, und das nach 31 Arbeitsjahren!
Am Ende hat er also 568€ zum leben und das nach 31 Jahren Arbeit und als vollständig erwerbsunfähige Person. Davon soll er auf einem Dorf mit ca. 80 Einwohnern und ohne vernünftige verkehrstechnische Anbindung (Bus in die Stadt 1x die Woche) leben können, ohne Einkaufsmöglichkeit, ohne Arzt, ect. ect. und auch noch den Besitz der Familie erhalten wo er eigentlich drin alt werden will.
Das einzige was ihn unter normalen Umständen geblieben wäre, wäre das er das Haus hätte verkaufen müssen um in eine kleine Wohnung in die Stadt zu ziehen, wo er dann hätte auch nur mehr schlecht als recht leben können.
Da ich das aber meinem Vater nicht antun kann, als sein Sohn, zahle ich jetzt noch dafür das er wenigstens halbwegs in seinem Haus leben kann, indem ich die Grundsteuer bezahle und auch noch für seine Medikmente Geld dazu gebe. So bin ich auch noch jeden Monat ca. 300 - 400 Euro meines Gehalts los, was auch für mich nicht wenig Geld ist.
Nur mal soviel von denn sozialen Problemen aus meinem mir nahen Familienumkreis, da könnte ich jetzt auch noch Sachen aus meiner Verwandschaft und aus dem Freundeskreis schildern die auch arm genug dran sind.
Ich kann daher denn Unmut der Leute verstehen die dort bei Pegida mitlaufen und sagen ihr Geld reicht nicht mehr zum leben. Wenn mein Vater nicht einen Sohn hätte der ihm noch wenigstens etwas unter die Arme greifen kann wäre er auch arm dran.
Und ich gebe auch unumwunden zu, wenn ich dann Äußerungen höre wie jedem Flüchtling eine Gesundheitskarte auf Kosten der Allgemeinheit verordnen zu wollen, usw. dann kann ich auch nur noch mit dem Kopf schütteln.
Flüchtlingen zu helfen ist schön und gut, aber sowohl die Politik, als auch die Bürger in unserem Land die sich für mehr Flüchtlinge und Unterstützung selbiger aussprechen sollten doch erst einmal schauen ob wir nicht genügend Fälle hier haben in denen wir es nicht mal schaffen unsere eigenen Mitmenschen zu unterstützen.
Somal wir ja auch vor Ort mit großen Geldsummen und Hilfsgütern helfen.
Deutschland und Europa kann nicht jedem armen Menschen helfen der in seiner Heimat ein schlechtes Leben führt und meint sein Glück läge hier in Deutschland, oder in einem anderen "wohlhabenderen" europäischen Land.
Das einzige was wir so erreichen ist das in unseren eigenen Ländern die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander klaft da die Belastung für den Mittelstand größer wird und die einzigen die von profitieren die Wirtschaft ist, während die 10% die einen Großteil des Vermögens haben am Rand stehen und einfach nur zusehen.
Kurz um, was ich damit sagen will, der Teil von Pegida der gegen die soziale Ungerechtigkeit und Armut demonstriert tut das nicht zu unrecht, wir haben hier in Europa und Deutschland ein solches Problem, das sollte ernst genommen werden und nicht pauschal alles als Frustration und Rechtsextremismus abgestempelt werden. Damit muss sich auseinander gesetzt werden, denn die Probleme sind real und auch bei der Flüchtlings- und Migrantenpolitik muss man sich eingestehen das man bereits viel tut und halt nicht unendlich viel machen kann.
Vor allem dann nicht wenn wir erst einmal die Probleme angehen müssten die wir klar sichtbar für jeden der die Augen nicht verschließen will haben.