Naja, Diplomatie... Die bringt in solch verfahrenen Situationen kaum noch etwas und selbst wenn man die Sache für den Moment lösen könnte: sobald dem Moppelchen wieder was nicht passt, holt er seine Bomben wieder aus der Tasche.
Für Nordkorea (und die gesamte Welt) wäre es wohl am besten, wenn sich Kim und dessen obersten Militärs mal an einer Stelle treffen, das durchsickert und diese Herren dann durch eine mittelprächtige Explosion dahinscheiden. Die Situation wird durch Diplomatie an diesem Punkt schwerlich dauerhaft stabil oder auch nur verbessert.
Auch dieses linke Vorzeigeparadies sollte alsbald ein Ende finden, bevor es wirklich noch ein ganzes Depot an effektiven Nuklearwaffen aufbaut. NOCH ist es überschaubar.
Ich sehe da Trump gar nicht so als Problem. Er will ja handeln. Das Problem ist China, das zu seinem Zögling hält. Würde China Kim fallen lassen, wäre die Sache weit weniger beunruhigend. Das wird so aber nie passieren.
Und so bleiben für mich zwei Optionen:
- Nordkorea geht wirklich zu weit (ob versehentlich oder nicht ist egal) und feuert im Wahn/Übereifer tatsächlich eine oder mehrere Raketen mit aktivem Sprengkopf ab, trifft vielleicht Japan, Südkorea, Guam, etc.. Die NATO würde zwar nur durch Bündnispartner wie Japan hineingezogen, aber die Amerikaner werden bei allen Zielen reagieren (müssen).
- Nordkoreas Sprünge in der Interkontinentalraketentechnik werden so groß, Kim so unberechenbar, dass einfach irgendwer einschreiten muss und man hofft, China im Nachhinein irgendwie wieder beruhigen und einen Weltkrieg verhindern zu können. Wenn nicht, dann... Wird das ein ganz schlechter Tag für die Menschheit.
Was viele zu vergessen scheinen, ist, dass Nordkorea den Krieg gar nicht gewinnen muss. Es geht hier um Ideologie. Uns hier im Westen ist das nur noch schwerlich zu vermitteln. Aber es ist wie bei Islamisten oder fanatischen Sekten, die Massenselbstmord begehen, weil sie zu dem Schluss gekommen sind, dass die Welt eh bald untergehen wird: die interessiert der schnöde Mammon oder das nächste iphone nicht, die wägen nicht nach Profit oder generell rationalen Maßstäben ab. Es geht um eine höhere Sache, für die sich der Tod jederzeit und ohne Diskussion lohnt.
Sich vor dem Westen zu beugen, kommt nicht infrage. Und wenn es nur noch die Wahl zwischen Aufgeben und totaler Vernichtung gibt, wählen diese Personen letzteres.
Das ist jetzt auch nichts beispielloses. War bei uns früher kaum anders. Die Japaner kämpften mit Kamikaze und bis zum letzten Mann, die Geschichten um den Vietkong kennt jeder, hier in Deutschland schickte man (obwohl alle wussten, dass nichts mehr zu gewinnen war) am Ende noch Kinder an die Front. Aus purer Angst vor dem, was passieren würde, wenn der vermeintliche Feind siegt.
Diese Angst dürfte im völlig isolierten und indoktrinierten Nordkoreanischen Volk fast übermenschlich groß sein.
Was wären die Alternativen zu meinen beiden Möglichkeiten?
- Kim alles geben, was er verlangt, solange er die Weiterentwicklung ruhen lässt (zerstören wird er sie wohl keinesfalls): das würde zu einem Wettrennen aller Länder um Atomwaffen führen. Denn das würde bedeuten, dass der Besitz gar nicht so schlimm ist, im Gegenteil, man wird beschenkt/belohnt/beachtet.
- Darauf hoffen, dass sich das Nordkoreanische Volk erhebt? Das kann man wohl vergessen.
- Dass Kim die Lust an den A-Waffen vergeht? Auch unwahrscheinlich.
- Dass die Sanktionen ihn in die Knie zwingen? Die Menschen in Nordkorea hatten noch nie viel. Wer sich mal ein Satellitenbild von Nordkorea bei Nacht angesehen hat, der weiß, dass da kaum jemand Strom hat. Die Menschen sind das gewohnt. Es gibt kaum Autos und so manche Hungersnot hat man auch schon, ohne es groß außerhalb bekannt werden zu lassen, ausgesessen.
Ich lass mich gerne positiv überraschen, aber ich glaube, dieses Mal muss es auf die ein oder andere Weise knallen. Wie genau das aussehen wird, liegt an China, nicht an Trump.