Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Ich sehe da nur die Verantwortung die Koalition zu beenden, wenn ein Partner meint, dass sie für ihn nicht mehr funktioniert. Dann hat die Bevölkerung die Chance sich eine neue Regierung zu wählen.
Dann soll er das auch dementsprechend kommunizieren und nicht über längere Zeit seinen Rausschmiss provozieren.
 
Solche Sachen wie das Heizungsgesetzt kann man nicht einplanen. Das ist auch unüblich, dass quasi rückwirkend entschieden wird, was eben zu jenen Problemen die von quasi allen Fachleute zurecht hart kritisiert wurden.
Das Gesetz betrifft alte, defekte, nicht mehr reparable Anlagen. Wenn man auf diesen Punkt, was etwa 20 Jahre Vorlaufzeit bedeutet, auf die man sich als Immobilienbesitzer einstellen kann, zusteuert, dann muss man für den Fall der Fälle so oder so das Geld ran schaffen.
 
Dann soll er das auch dementsprechend kommunizieren und nicht über längere Zeit seinen Rausschmiss provozieren.
Dann soll Scholz ihnen eben den Gefallen nicht tun. Der Kanzler kann einen Haushalt auch ohne Zustimmung seines Finanzministers einbringen und er kann seine Minister genau anweisen einen entsprechenden Haushaltsentwurf vorzulegen.
Meiner Erfahrung nach gibt es genau 3 Möglichkeiten, warum das so gelaufen ist.

a) die persönliche Ebene zwischen Scholz und Lindner war kaputt und Scholz konnte den einfach nicht mehr ertragen - das wäre menschlich und verständlich
b) die Parteioberen der SPD kamen zu dem Schluss, das die Weisung an Lindner strategisch gefährlich ist und man lieber jetzt den Schlussstrich zieht
c) die Parteioberen der SPD sind einfach dumm und in die Falle der FDP gelaufen - das fände ich die unangenehmste Vorstellung

Und nein, ich rege mich nicht darüber auf, wenn eine FDP sich wie die FDP verhält.
 
Hier mal wieder Wasser auf meine Anti-sozial-Schwache-weiter-gängeln-Mühle. Die müssen ja einfach nur arbeiten! Ja, nur als was?

"Die Struktur in der Arbeitslosigkeit ist schwieriger geworden, beispielsweise verfügen mittlerweile über zwei Drittel der Arbeitslosen in der Grundsicherung über keine abgeschlossene Berufsausbildung. Dementsprechend ist der Mismatch nach Qualifikation gewachsen."
 
Das Gesetz betrifft alte, defekte, nicht mehr reparable Anlagen. Wenn man auf diesen Punkt, was etwa 20 Jahre Vorlaufzeit bedeutet, auf die man sich als Immobilienbesitzer einstellen kann, zusteuert, dann muss man für den Fall der Fälle so oder so das Geld ran schaffen.
Das Problem war ja nicht der Ansatz, sondern die Kommunikation.

Das Gesetz verbietet ja auch nicht am Datum X eine bestimmte Heizungsart, sondern schreibt lediglich vor, dass ab diesem Datum X die Altanlage (die ja auch mal 30-40 Jahr lang problemlos laufen kann) durch eine Regenerative zu ersetzen wäre.

Meiner Meinung nach hätte Habeck die Sache "offener" und unangreifbarer gestalten sollen.
Gar nicht erst Wäpu oder PV in den Mund nehmen sollen (Lobbygefahr), sondern ganz einfach schreiben müssen, ab Datum X müssen defekte Anlagen 0 CO2 in Summe emittieren, wenn nicht, fällt ein Malus an.
Wer dann eben noch an Gas oder Öl festhält, kann sich "problemlos" freikaufen.
Wenn dann in 2040 ein Preischildf von 1000 €/ 1 to CO2 dranpappt, dürften die Meisten eh regenerativ umschwenken.
Geld ist in dem Fall immer der bessere Erzieher als Ideologie.

Wer, wie hier in Süddeutschland (und Österreich) gerne weiter mit Pellets oder Stückholz heizen möchte, muss als Ausgleich und mit Nachweis für jede to CO2 einen Baum pflanzen und 50 Jahre auf eigenem Grund stehen lassen. Sind dann eben im Schnitt 0,5 Bäume im Jahr bei einem 120 m² EFH. Ansonsten wird die Heizung eben stillgelegt.
Gleiches, wer eben auch sonst in D. zwingend einen offenen Kamin oder Kachelofen haben will = zwingender Ausgleich.
Da nur die Wenigsten solche parkähnlichen Grundstücke haben werden, wird auch hier dsann bald umgeschwenkt.
Aber man hätte es ja machen können = kein Verbot.

So oder sinngemäß.
Die oftmals beschworene Technologieoffenheit wäre gewahrt.
Jeder könnte im Prinzip machen was er will.
In der Realtiät und beim Nachspitzen des Kalkulationsbleistiftes wären trotzdem 90% irgendwann auf den Zug Wäpu aufgesprungen.
 
Hier mal wieder Wasser auf meine Anti-sozial-Schwache-weiter-gängeln-Mühle. Die müssen ja einfach nur arbeiten! Ja, nur als was?
Und was machen die Zuverdiener, die in brikären Verhältnissen beschäftigt sind, die dürfen dann 60 statt 40 Stunden arbeiten?
Ich weiß gar nicht was darum so ein Gewese gemacht wird. Bürgergeld ist nichts anderes als Harz4, eine Grundsicherung die nach Verfassungsgericht das Existenz"minimum" abdecken muss. Einzig die Sanktionen könnte man noch verschärfen aber aus der Studie geht ja ein ziemlich negative Konsequenz daraus hervor, schlechtere Arbeit, nch brikärere Jobs, steigende Unzufriedenheit, Demotivation und das völlige Abwenden der Bemühungen.

Hier gilt also nicht viel hilft viel, sondern das richtige Maß zu finden. Wer Merz wählt wird definitiv kein richtiges Maß verantworten, nach dem was Linnemann gestern von sich gegeben haben und damit unmittelbar für das Erstarken der Rechten Verantwortung übernehmen müssen.

MfG
Das Problem war ja nicht der Ansatz, sondern die Kommunikation.

Das Gesetz verbietet ja auch nicht am Datum X eine bestimmte Heizungsart, sondern schreibt lediglich vor, dass ab diesem Datum X die Altanlage (die ja auch mal 30-40 Jahr lang problemlos laufen kann) durch eine Regenerative zu ersetzen wäre.
Das Gesetzt in im Grundsatz falsch nämlich den Bestand mit zu berücksichtigen. DIe bloße Austausch der Heizungsart hilft eben nicht, wie ich schon früher beschrieben habe, wenn die Substanz, Zimmerhöhen(siehe Fußbodenheizung) und Dämmung nicht auf dem nötigen Niveau sind. Das hätte man für Neubau festschreiben können aber nicht für alt-Bestand, das kommt einer Enteignung gleich. Das Gesetzt war und ist ein großer Fehler und hat ironischer Weise zum Anstieg von Gasheizungsanlagen geführt, was auch wirtschaftlich sinnvoll ist, denn selbst mit CO2 Preiserhöhung armiortiesiert sind Wärmepumpe+Fußbodenheizung+Umbaumaßnahmen und Dämmung "nicht".
Meiner Meinung nach hätte Habeck die Sache "offener" und unangreifbarer gestalten sollen.
Gar nicht erst Wäpu oder PV in den Mund nehmen sollen (Lobbygefahr), sondern ganz einfach schreiben müssen, ab Datum X müssen defekte Anlagen 0 CO2 in Summe emittieren, wenn nicht, fällt ein Malus an.
Wer dann eben noch an Gas oder Öl festhält, kann sich "problemlos" freikaufen.
Wenn dann in 2040 ein Preischildf von 1000 €/ 1 to CO2 dranpappt, dürften die Meisten eh regenerativ umschwenken.
Geld ist in dem Fall immer der bessere Erzieher als Ideologie.
Das Gesetzt war und ist mist und gehört abgeschaftt und vernünftig umgesetzt. Daran rumzudoktern bringt nichts mehr. Den Grünen war hier eindeutig Ideologie wichtiger als sinvvolle Gesetze und die Mitnahme der gesamten Bevlkerung, die es für Gesellschaftstranformationen eben braucht. Nein, hier hat man nur die Gefördert, die die Förderung eigentlich nicht nötig hätten.
Wer, wie hier in Süddeutschland (und Österreich) gerne weiter mit Pellets oder Stückholz heizen möchte, muss als Ausgleich und mit Nachweis für jede to CO2 einen Baum pflanzen und 50 Jahre auf eigenem Grund stehen lassen. Sind dann eben im Schnitt 0,5 Bäume im Jahr bei einem 120 m² EFH. Ansonsten wird die Heizung eben stillgelegt.
Gleiches, wer eben auch sonst in D. zwingend einen offenen Kamin oder Kachelofen haben will = zwingender Ausgleich.
Da nur die Wenigsten solche parkähnlichen Grundstücke haben werden, wird auch hier dsann bald umgeschwenkt.
Aber man hätte es ja machen können = kein Verbot.
Ich halte den Weg der Anreize für sinnvoller als Verbote, vor allem halte ich es für absolut fehlerhaft, erlaubt Ding im Nachhinein zu verbieten, so kann man sich quasi nichts mehr sicher sein. Ein weicher Übergang der länger dauert ist definitiv besser als ein erzwungener harter, wo 50 %+ nicht mmitmachen.
So oder sinngemäß.
Die oftmals beschworene Technologieoffenheit wäre gewahrt.
Jeder könnte im Prinzip machen was er will.
In der Realtiät und beim Nachspitzen des Kalkulationsbleistiftes wären trotzdem 90% irgendwann auf den Zug Wäpu aufgesprungen.
Nein, siehe oben, denn es bleibt eben nicht nur bei der Wärmepumpe, dazu gehört noch deutlich mehr und das amortisiert sich einfach nicht.^^ Man wird gezwungen deutlich mehr zu zahlen ohne Alternativen und genau das ist und war der Fehler.

MfG
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Gesetzt in im Grundsatz falsch nämlich den Bestand mit zu berücksichtigen. DIe bloße Austausch der Heizungsart hilft eben nicht, wie ich schon früher beschrieben habe, wenn die Substanz, Zimmerhöhen(siehe Fußbodenheizung) und Dämmung nicht auf dem nötigen Niveau sind. Das hätte man für Neubau festschreiben können aber nicht für alt-Bestand, das kommt einer Enteignung gleich. Das Gesetzt war und ist ein großer Fehler und hat ironischer Weise zum Anstieg von Gasheizungsanlagen geführt, was auch wirtschaftlich sinnvoll ist, denn selbst mit CO2 Preiserhöhung armiortiesiert sind Wärmepumpe+Fußbodenheizung+Umbaumaßnahmen und Dämmung "nicht".
Also, ich bin da kein Profi drinnen, habe mich aber im Vorfeld unserer Umrüstung (nur PV) recht intensiv damit beschäftigt.
Allgemein Zusammengefasst:
Alle Häuser, die ab ca. 2000 gebaut wurden, braucht nicht additiv mit Dämmung oder dgl. ertüchtigt werden.
Flächenheizung wäre von Vorteil, geht aber auch mit normalen HKs.
Man hat ein paar % weniger Efffizienz, aber unterm Strich (rechnerisch) eine CO2 freie Wärmequelle und für ca. 70% des Jahres Strom für Umme.

Das Gesetzt war und ist mist und gehört abgeschaftt und vernünftig umgesetzt.
Dass das Kind in den Brunnen gefallen ist, ist klar.
Und herumdoktern bringt tatsächlioch nix mehr, Neustart wäre das Beste.
Aber meine Reply bezog sich ja nicht darauf, wie das Gesetz ist, sondern wie es hätte sein sollen.
Die Grundidee, CO2 neutral zu heizen, ist richtig.

Was wären - skizzenhaft natürlich - deine primären Ansätze/Ideen?

Man wird gezwungen deutlich mehr zu zahlen ohne Alternativen und genau das ist und war der Fehler.
Vermutlich bin ich fantasielos, aber was wären denn die Heiz-Alternativen in leistbaren Bereich?
 
Wärmepumpe mit Flächenheizkörpern geht heute sogar bei einem kaum gedämmten Altbau. Ist halt nicht so effizient, aber immer noch effizienter als eine alte Gas- oder Ölheizung.

Gas wird sich sowieso erledigen, wenn die Netze aufgegeben werden. Das Problem war die Kommunikation und die Details. Statt defekt, hätte es "zum Austausch anstehende Bestandsheizung" sein müssen, da wäre dann klar gewesen, dass ein kleiner Defekt nicht sofort zum Zwangsaustausch führt.
 
Also, ich bin da kein Profi drinnen, habe mich aber im Vorfeld unserer Umrüstung (nur PV) recht intensiv damit beschäftigt.
Allgemein Zusammengefasst:
Alle Häuser, die ab ca. 2000 gebaut wurden, braucht nicht additiv mit Dämmung oder dgl. ertüchtigt werden.
Flächenheizung wäre von Vorteil, geht aber auch mit normalen HKs.
Man hat ein paar % weniger Efffizienz, aber unterm Strich (rechnerisch) eine CO2 freie Wärmequelle und für ca. 70% des Jahres Strom für Umme.
Unsinn, gehen tut natürlich alles aber ob es Sinn macht steht auf einem ganz anderen Blatt. Ich kann auch einen 9800x3d mit einer 1060ti betreiben, nur sinnvoll ist es aufgrund der gpu Limitierung nicht. Wärmepumpen funktionierendann effektiv, wenn man sie mit niedrigen Vorlauftemperaturen nutzt und diese machen nur bei Fußbodenheizungen sinn und diese machen nur ab bestimmten Raumhöhen/Bodenbeschaffenheiten Sinn und wenn ein bestimmtes Maß an Dämmung vorhanden ist. Alles andere geht zwar sorgt dann aber teils für horende Kosten weil viel Energie in Form von Strom hinzugefügt werden muss, wenn die Temperaturen draußen nicht ausreichend sind und dann wird es teuer. Ich habe schon mit einigen Fachleuten dazu aus der Baubranche gesprochen und die raten einstimmig davon ab.
Dass das Kind in den Brunnen gefallen ist, ist klar.
Und herumdoktern bringt tatsächlioch nix mehr, Neustart wäre das Beste.
Aber meine Reply bezog sich ja nicht darauf, wie das Gesetz ist, sondern wie es hätte sein sollen.
Die Grundidee, CO2 neutral zu heizen, ist richtig.
Absolut aber die Transformation sollte fließend sein und die Tatsache das über 50 % der Immobilien Altbestand sind mit berücksichtigen. Da hilft eben keine Wärmepumpensubvention, wenn der Rest dann so teuer ist, siehe oben.
Was wären - skizzenhaft natürlich - deine primären Ansätze/Ideen?
Wärmepumpenpflicht bei Neubau, da wäre das null problematisch. Anreize schaffen für Sanierung + Umrüstung auf Wärmepumpen bei Alt-Bestand, Berücksichtigung der Besitzverhältnisse und finanziellen Möglichkeiten.
Vermutlich bin ich fantasielos, aber was wären denn die Heiz-Alternativen in leistbaren Bereich?
Gas aktuell oder da wo möglich Holzpallets, Fernwärme, Strom etc.. Es armortisiert sich einfach nicht, Wärmepumpe+Fußbodenheizung+Sanierung und Dämmung. Da ist es in jedem Fall günstiger beim Bestand zu bleiben und Gesetzgeber die das wissen die belasten wissentlich genau diejenigen, die es sich nicht leisten können, finanziell und substanziell, wenn die Bausubstanz es gar nicht hergibt, siehe Deckenhöhen, Denkmalschutz etc..

MfG
Wärmepumpe mit Flächenheizkörpern geht heute sogar bei einem kaum gedämmten Altbau. Ist halt nicht so effizient, aber immer noch effizienter als eine alte Gas- oder Ölheizung.

Gas wird sich sowieso erledigen, wenn die Netze aufgegeben werden. Das Problem war die Kommunikation und die Details. Statt defekt, hätte es "zum Austausch anstehende Bestandsheizung" sein müssen, da wäre dann klar gewesen, dass ein kleiner Defekt nicht sofort zum Zwangsaustausch führt.
Und im Winter ballerst du dann ordentlich Strom hinzu und darfst 1000e € nachzahlen. Ist doch schon Realität. Effizient ist das nicht.^^

MfG
 
Wenn Du Strom hinzu ballerst, ist die WP falsch bemessen.
Nicht nur, wenn die Temperatur außen nicht ausreicht um auf eine für Flächenheizköpern hohe Vorlauftemperatur, im Winter 65-75 Grad , zu kommen, muss die Energie in Form von Strom zur Erzeugung auch hinzugefügt werden und genau deswegen machen Flächenheizkörper im Alt-Bestand mit Wärmepumpe defakto kein Sinn, sie gehen, ja nur sinnvoll ist es nicht und finanziell gesehen stets teurer als Bestand wie Öl und Gas.

MfG
 
Unsinn, gehen tut natürlich alles aber ob es Sinn macht steht auf einem ganz anderen Blatt. Ich kann auch einen 9800x3d mit einer 1060ti betreiben, nur sinnvoll ist es aufgrund der gpu Limitierung nicht. Wärmepumpen funktionierendann effektiv, wenn man sie mit niedrigen Vorlauftemperaturen nutzt und diese machen nur bei Fußbodenheizungen sinn und diese machen nur ab bestimmten Raumhöhen/Bodenbeschaffenheiten Sinn und wenn ein bestimmtes Maß an Dämmung vorhanden ist. Alles andere geht zwar sorgt dann aber teils für horende Kosten weil viel Energie in Form von Strom hinzugefügt werden muss, wenn die Temperaturen draußen nicht ausreichend sind und dann wird es teuer. Ich habe schon mit einigen Fachleuten dazu aus der Baubranche gesprochen und die raten einstimmig davon ab.
Vermutlich kann man das nicht verallgemeinern, sondern immer nur den Einzelfall betrachten.

Bei mir siehts so aus, dass ich über die PV und über (zugegebener Maßen) ineffiziente Heizlanzen in den Pufferspeicher von ca. März bis Oktober nur über die PV Strom zum Abwinken und Warmwasser wie auch Heizung für die Übergangszeit (Sept./Okt. und März) habe. Die restlichen Monate heize ich mit Pellets, Bedarf ca. 2to/Winter = 600 €/Wintersaison nach aktuellem Preis.
Beheizt werden knappe 140 m². Die Erstellkosten für die PV lagen Anfang 2021 bei all in 25.000 € brutto.
Da ist sogar ein 12,4 kWh Stromspeicher mit dabei gewesen, den ich dieses Jahr um weitere 12.4 kWh (1.900 € inkl Installation) ergänzt habe.
Da ich Einspeisevergütung abschnorre, läuft die PV seit August 2024 abbezahlt zu unseren Gunsten.

Der Pellets ist ein Fröhling P2 von 2004, die laufen lt. Dorferfahrung problemlos ohne Störung >> 30 Jahre.
Der 12 m³ Bunker reicht mir rechnerisch 6 Jahre und ist diesen Oktober wieder vollgeknallt worden.
Das Haus ist von 1901, 2002 generalsaniert und auf damligen techn. Standard gebracht.
Von uns in 2010 gekauft, Dämmstandard ist in KfW-Wert umgerechnet KfW 60.
Fußbodenheizung wurde bereits vom Vorbesitzer installiert.

Eine Wäpu hätte mich damals schon 55.000 € (!) gekostet.
Die rechnet sich in Relation zur Pellets + PV überhaupt nicht.
Wenn ich für weitere 50 Jahre Vorhaltedauer 15.000 € Reparaturkosten für den Pellets ansetze,
erreiche ich den Breakeven bei angenommenen 1.000 € Pelletskosten/anno nach 40 Jahren.
Da bin ich schon 86 Jahre alt oder tot...
 
Halbwegs moderne Flächenheizkörper laufen mit 55°C noch gut. Ggf. muss man im Gebäude einzelne vergrößern oder einzelne hinzufügen. Klar läuft die WP bei 55° nicht so effizient wie bei 35° aber 3:1 wird sie noch schaffen. Oder eben auf aktive Heizkörper setzen bzw. Belüftung nachrüsten.



Wenn Du 75° Vorlauf brauchst, sollte man das Gebäude sowieso dämmen, egal welche Heizung.
 
Meiner Erfahrung nach gibt es genau 3 Möglichkeiten, warum das so gelaufen ist.

a) die persönliche Ebene zwischen Scholz und Lindner war kaputt und Scholz konnte den einfach nicht mehr ertragen - das wäre menschlich und verständlich
b) die Parteioberen der SPD kamen zu dem Schluss, das die Weisung an Lindner strategisch gefährlich ist und man lieber jetzt den Schlussstrich zieht
Ich denke es war eine Mischung aus beidem.
 
Halbwegs moderne Flächenheizkörper laufen mit 55°C noch gut. Ggf. muss man im Gebäude einzelne vergrößern oder einzelne hinzufügen. Klar läuft die WP bei 55° nicht so effizient wie bei 35° aber 3:1 wird sie noch schaffen.

Wenn Du 75° Vorlauf brauchst, sollte man das Gebäude sowieso dämmen, egal welche Heizung.
Was einen größeren Teil des Bestandes betrifft, genau darum geht es doch. Du brauchst daher nicht mit bestcase Fällen im Bestand argumentieren, hier ging es speziell um die Fälle wo das nicht der Fall ist. Wenn ich gut gedämmte Bestandshäuser habe, eine Wärmepumpe und eine PV die zuschießt/ versorgt geht das aber unter normalen umständen rechnet es sich nicht, ist finanziell einfach ineffektiv und eher nicht ratsam.

MfG
 
Alles was seit ca. 1977 gebaut oder saniert wurde, kann heute mit relativ wenig Aufwand mit einer WP laufen. Alles was älter ist, muss sowieso saniert werden. Die Energiekosten sind ja bei ÖL und Gas nicht geringer.

Was arg falsch läuft ist ganze Förderung. Bei Neubauten fördet man KfW40+, was man fördern sollte ist unsanierte Gebäude auf WSVO 82 zu bringen. Da ist recht einfach möglich, und reduziert den Energieverbrauch massiv um 150 kwh/m²*a. Aber nein wir fördern nur besser als KfW Efz 70, was aufwendig und teuer ist, gewinnen tut man da gerade noch weitere 100 kwh/m²*a. Aber ich glaube die Entscheider denken nur in Prozenten.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Alles was seit ca. 1977 gebaut oder saniert wurde, kann heute mit relativ wenig Aufwand mit einer WP laufen. Alles was älter ist, muss sowieso saniert werden. Die Energiekosten sind ja bei ÖL und Gas nicht geringer.
So ein Unfug. Kannst das bitte konkretisieren, mit Quellen am besten?
Was arg falsch läuft ist ganze Förderung. Bei Neubauten fördet man KfW40+, was man fördern sollte ist unsanierte Gebäude auf WSVO 82 zu bringen.
Was ist WSVO 82?
Du weißt schon warum man unsanierte Gebäudesanierung nicht fördert oder?!?? Nicht bezahlbar aber *pssst*
Da ist recht einfach möglich,
Nein, warum behauptest du das immer, es ist aufwändig und teuer und oftmals ist sogar Abriss + Neubau günstiger.^^
und reduziert den Energieverbrauch massiv um 150 kwh/m²*a. Aber nein wir fördern nur besser als KfW Efz 70, was aufwendig und teuer ist, gewinnen tut man da gerade noch weitere 100 kwh/m²*a. Aber ich glaube die Entscheider denken nur in Prozenten.
Ja, weil man beim Neubau am besten in die Zukunft planen kann, Sanierung ist nur aufwändiger und kostenintensiver workaround.

MfG
 
Modelle wie "75% Reichensteuer" bringen im Optimalfall irgendwas um die 20-30 Mrd./anno
Sind es nicht schon 20 bis 30 Mrd. €/Jahr wenn die Reichen normal ihre Steuern zahlen würden?

Wir brauchen keine 75%, es braucht nur eine gerechte Versteuerung von Vermögen. Immerhin zahlen Superreiche teilweise nur unter 1% Steuern.

Durch den Ausfall der Vermögenssteuer hat der Staat seit 1997 auch auf mehrere Hundert Milliarden € verzichtet.

Hinzu kommt, dass Arbeitseinkommen mit bis zu 47,7% höher versteuert wird als Vermögenseinkommen mit 28 bzw. 26%.

Dafür verursacht das reichste Prozent der Menschen so viel CO2 wie 2/3 Weltbevölkerung. Klingt jetzt nicht gerecht, oder?
 
Sind es nicht schon 20 bis 30 Mrd. €/Jahr wenn die Reichen normal ihre Steuern zahlen würden?
Wir brauchen keine 75%, es braucht nur eine gerechte Versteuerung von Vermögen. Immerhin zahlen Superreiche teilweise nur unter 1% Steuern.
Es ist klar, dass ich (wie wohl keiner hier) dezidiert beantworten kann.
Die 20-30 Mrd. an mehr hatte vor 1-2 Jahren "Die Linke" veröffentlicht (Quelle finde ich gerade nicht).
Ausgangsbasis war, dass der Spitzensteuersatz tatsächlich dann auf 75% angehoben werden müsste.
Das ab Haushalts-Einkommen oberhalb von 100.000 €/brutto/anno =50% und dann nach oben gestalffelt ab, glaube ich, 250.000 € dann die 75%.

Da ich definitiv nichtzu den Superreichen gehöre, weiss ich nicht, wie und ob Spitzenverdiener/Superreiche nur 1% an Steuern zahlen.
Da aber alle ab einer bestimmten Einkommensgrenze eine verpflichtende Steuererklärung abgeben müssen, glaub ich nicht wirklich an so was. Viele, die Firmen haben, können sicherlich was abschreiben. Aber etwas abzuschreiben bedeutet auch, dass er was investiert haben muss.

Durch den Ausfall der Vermögenssteuer hat der Staat seit 1997 auch auf mehrere Hundert Milliarden € verzichtet.
Das ist richtig.
Z. B. Oxfoam beziffert die Summe seit 1997 tagesaktuell auf:
416,5 Mrd. €.
Auf die 27 Jahre heruntergebrochen bedeutet dies 15,4 Mrd. /Anno.
Dann ist es immer noch für uns viel Geld, absolut in Realtion zum Bundeshaushalt dann doch eher wenig.
In Europa erheben aktuell Frankreich, Luxemburg, Spanien, Norwegen. Lichtenstein, Island, Finnland und die Schweiz eine, alle anderen nicht. Österreich gleicht das in Form von einer Art Grundsteuer aus.
Weiter weg ist mir nur Indien bekannt, alle anderen Länder haben m. W. keine.
So weit zur Faktenlage.

Vermutlich ließe sich solch eine Steuer problemlos einrichten, in wie weit sie den Wirtschaftsstandort negativ beeinflussen würde, kann ich kaum einschätzen.
Aktuell würde ich das als kontraproduktiv bezeichnen, wenn wieder brummt, schon eher.

Hinzu kommt, dass Arbeitseinkommen mit bis zu 47,7% höher versteuert wird als Vermögenseinkommen mit 28 bzw. 26%.
Das ist sicherlich ein guter Punkt.
Bedenke aber, dass dies auch jene betrifft, die über Vermögensaufbau im Alter ihre Rente aufstocken wollen.
Würde also quasi jeden treffen, der für später (Wohneigentum anschaffen/Konsumgütersparen/Rente) spart.

Dafür verursacht das reichste Prozent der Menschen so viel CO2 wie 2/3 Weltbevölkerung. Klingt jetzt nicht gerecht, oder?
Prinzipiell nicht.
Aber um sich an die eigene Nase fassen zu können, wäre ein Vergleich der jeweiligen Superreichen zum Rest der eigenen Bevölkerung zielführender und erleuchtender.
Dass der CO2 Verbrauch eines Bewohners im tiefsten Afrika deutlich geringer ist, ist sonnenklar.
Ich habe vor Kurzem gelesen, dass die 250 Reichsten in Deutschland im Schnitt 22 to CO2 verursachen würden, während der Normalbürger bei 8-10 to herumkrebst.

Da der russische Oligarch oder der Milliardär in China oder auch USA sich herzlich wenig um die deutsche Gesetzgebung scheren wird, müsste da eine weltweite CO2 Bepreisung für Konsum und für alle her - könnte schwierig werden.
 
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