Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Es wird nur den pauschalen Homeoffice Verboten ein Riegel vorgeschoben.
Nein! Es soll ja ein Recht werden somit mit einem Rechtsanspruch. Das geht meines erachtens zu weit. Der Arbeitnehmer kann sich seinen Arbeitgeber immer noch aussuchen. Sprich ihm steht es frei dorthin zu wechseln wo Homeoffice im Arbeitsvertrag möglich ist.
Der Unternehmer will auch selbst entscheiden wenn er unter Mindestlohn zahlen will, darf er aber aus guten Gründen nicht.
Das ist meiner Meinung nicht vergleichbar. Der Mindeslohn dient ja dem Schutz von Arbeitnhemern gegen Ausbeutung.
Klar werden sich die Unternehmen winden, aber es wäre ein erste Schritt in die richtige Richtung. Es gibt auch illegale Waffen, das heißt aber nicht dass man deswegen einfach jeglichen Waffenbesitz legalisieren sollte ^^
Ein Vergleich der innerhalb dieser Diskussion überhaupt nicht passt.
Selbst wenn du eine home Office Pflicht einführst, wird es so viele Ausnahmen geben um das zu umgehen.
Schließlich betreiben die Unternehmen Lobbyismus.
Ob und in wie fern Ausnahmen darüber kann nur spekuliert werden. Aber ein Rechtsanspruch ist und bleibt ein Rechtsanspruch.
 
Nein! Es soll ja ein Recht werden somit mit einem Rechtsanspruch. Das geht meines erachtens zu weit. Der Arbeitnehmer kann sich seinen Arbeitgeber immer noch aussuchen. Sprich ihm steht es frei dorthin zu wechseln wo Homeoffice im Arbeitsvertrag möglich ist.
OK, da haben wir einfach unterschiedliche Ansichten wann der Staat wie stark in die Marktwirtschaft eingreifen sollte.

Das ist meiner Meinung nicht vergleichbar. Der Mindeslohn dient ja dem Schutz von Arbeitnhemern gegen Ausbeutung.
Ein Vergleich der innerhalb dieser Diskussion überhaupt nicht passt.
Die beiden Aussagen sollten ja auch gar nicht richtig zur Diskussion passen. Ich wollte Threshold nur aufzeigen warum das keine Argumente dagegen sind.
 
@Andreas1975 Ich sehe das Problem nicht. Eine Pflicht zumindest zu einer hybriden Lösung hätte aus meiner Sicht ausschließlich Vorteile: Vorteile für den Arbeitnehmer durch die Ersparnis von unbezahlter Lebenszeit (Pendeln, spart gleichzeitig CO2-Emmissionen) und Vorteile für den Arbeitgeber durch niedrigere Mietkosten (gibt im Zweifel Büroraum frei, der in Wohnraum umgewandelt werden kann), zufriedeneres Personal, höhere Leistungsbereitschaft (es ist statistisch belegt, dass Leute im Home Office mehr anstelle von weniger arbeiten) und dem Zwang zu technischen Fortschritt. Das Argument mit der Vertragsfreiheit ist auch eher keines, da diese ohnehin schon durch Gesetze eingeschränkt ist.
 
Der ÖD zahlt gerade im gehobenen und höheren Dienst eher schlecht. Daher hat dieser auch enorme Probleme Stellen zu besetzen. Die unteren Gehaltsgruppen sind allerdings recht gut bezahlt.
Der Vergleich mit Verkäufern oder Handwerkern mit dem höheren Dienst passt nicht.
Ich kann das nur für den technischen Bereich beurteilen. Was E14/15 verdienen ist, im Hinblick auf die geregelten Arbeitszeiten, echt gut im Vergleich zu Büros oder Firmen. Da kann man zwar mehr verdienen (aber oft halt auch nur 20-25%) dafür braucht man aber über 38,5 Stunden Arbeitszeit nicht reden. In Büros oder Firmen (als Niederlassungsleiter und Bereichsleiter) sind 50+ die Norm und wer Überstunden aufschreibt lebt da nicht lange.
 
(als Niederlassungsleiter und Bereichsleiter)
Dann verdienst du aber auch weit mehr mal als E14/15. Im Tarifvertrag der Länder (TV-L) sind E15 aktuell maximal ca 7000€. Dafür brauchst du in vielen Bereichen absolut keine Führungsposition und kannst ganz normal nach 40h deine sieben Sachen packen. Im TVÖD VKA sieht es mit ca 7700€ etwas besser aus, aber auch dafür brauchst du in vielen Branchen keine Führungsposition. Zumal das Gehalt auch erst nach frühestens 15 Jahren erhältst und das setzt voraus dass du von Anfang an in E15 steckst, wenn du zwischendurch aufsteigen musst dauert es noch länger.

Und deine 38,5h haben auch nicht mit dem Öffentlichen Dienst zu tun. Da sind der Standard 40h, wer weniger arbeitet kriegt auch anteilig weniger Geld.
 
OK, da haben wir einfach unterschiedliche Ansichten wann der Staat wie stark in die Marktwirtschaft eingreifen sollte.
Ganz offensichtlich. Was aber auch kein Drama ist. Der Austausch dient ja der Meinungsbildung. Bitte nicht falsch verstehen, der Staat sollte da eingreifen wo es dem Schutz des Arbeitnehmers dient. Er sollte jedoch nicht in Unernehmensentscheidungen eingreifen. Ansonsten verabscheiden wir uns von der Marktwirtschaft und kommen in die Planwirtschaft.
@Andreas1975 Ich sehe das Problem nicht. Eine Pflicht zumindest zu einer hybriden Lösung hätte aus meiner Sicht ausschließlich Vorteile: Vorteile für den Arbeitnehmer durch die Ersparnis von unbezahlter Lebenszeit (Pendeln, spart gleichzeitig CO2-Emmissionen) und Vorteile für den Arbeitgeber durch niedrigere Mietkosten (gibt im Zweifel Büroraum frei, der in Wohnraum umgewandelt werden kann), zufriedeneres Personal, höhere Leistungsbereitschaft (es ist statistisch belegt, dass Leute im Home Office mehr anstelle von weniger arbeiten) und dem Zwang zu technischen Fortschritt. Das Argument mit der Vertragsfreiheit ist auch eher keines, da diese ohnehin schon durch Gesetze eingeschränkt ist.
Die Vertragsfreiheit ist da eingeschränkt wo diese dem Schutz des Arbeitnehmers dient.
Der Staat könnte um die Vorteile herauszustellen und dem Unternehmer dazu zu bringen mehr Homeoffice anzubieten die Rahmenbedingungen schaffen. Er sollte es aber nicht vorschreiben.
 
Ich kann das nur für den technischen Bereich beurteilen. Was E14/15 verdienen ist, im Hinblick auf die geregelten Arbeitszeiten, echt gut im Vergleich zu Büros oder Firmen. Da kann man zwar mehr verdienen (aber oft halt auch nur 20-25%) dafür braucht man aber über 38,5 Stunden Arbeitszeit nicht reden. In Büros oder Firmen (als Niederlassungsleiter und Bereichsleiter) sind 50+ die Norm und wer Überstunden aufschreibt lebt da nicht lange.
Deshalb klagt der ÖD ja auch nicht wegen unbesetzter Stellen. :ugly:
 
Ich sage immer, es gibt keinen Mangel an Arbeitskräften, es gibt nur einen Mangel an Arbeitskräften die zu den Konditionen arbeiten wollen ^^
Ich sehe den Mangel an Arbeitskräften schon. Der liegt aber mE stark darin begründet, dass Arbeitgeber (schon seit Langem) nicht mehr ausbilden wollen, weil sie es nicht schaffen, die Leute nach der Ausbildung zu halten. Dass die Arbeitgeber hieran mangels Karrierechancen pp. selbst Schuld sind, möchte wohl niemand wirklich einsehen. Wir haben allerdings nicht umsonst den Trend, dass Arbeitnehmer alle zwei Jahre den Arbeitgeber wechseln, weil sonst kein Aufstieg möglich ist.
 
Dann verdienst du aber auch weit mehr mal als E14/15. Im Tarifvertrag der Länder (TV-L) sind E15 aktuell maximal ca 7000€. Dafür brauchst du in vielen Bereichen absolut keine Führungsposition und kannst ganz normal nach 40h deine sieben Sachen packen. Im TVÖD VKA sieht es mit ca 7700€ etwas besser aus, aber auch dafür brauchst du in vielen Branchen keine Führungsposition. Zumal das Gehalt auch erst nach frühestens 15 Jahren erhältst und das setzt voraus dass du von Anfang an in E15 steckst, wenn du zwischendurch aufsteigen musst dauert es noch länger.

Und deine 38,5h haben auch nicht mit dem Öffentlichen Dienst zu tun. Da sind der Standard 40h, wer weniger arbeitet kriegt auch anteilig weniger Geld.
Und die E14/15 musst du erstmal bekommen.

Bei uns bekommen Fachdienstleiter (Sachgesbietsleiter) eine E9c (oft Verwaltungsbereich) bis maximal E12 (technische Bereiche)
Und die (wenigen) technischen E12 FDL bekommen nur eine E12, weil sie eine Stufe über ihren Mitarbeitern stehen müssen.
Im Umkehrschluss bekommt bei uns z.B.: ein studierter Bauingenieur eine E11.
Jetzt darf man drei mal raten, warum unsere Verwaltung keine Bauingenieure mehr findet?!^^

Ein Fachbereichsleiter bekommt theoretisch bis zu einer E15.
Mir fallen da aber in unserer Verwaltung nur 3 Leute ein die eine E14/15 bekommen. Der Rest bekommt maximal eine E13.
z.B: Auch der Chef der IT --> E13.
Jetzt geh mal auf den freien Arbeitsmarkt und frage ob sich ein berufserfahrerner IT-Chef, mit einem Einstiegsgehalt von ca. 4600€ brutto bewerben würde. Selbst das "Abschlussgehalt" nach über 15 Jahren von ca. 6600€ würde den meistens nicht locken.
 
Und auch Abseits vom ÖD: Stellenausschreibungen für Junior (!) Administratoren (DBA/System/SAP/AWS/Azure/...), welche 5 bis 10 Jahre praktische Berufserfahrung in genau dem Bereich vorraussetzen. Also Zeiträume, wo man eigentlich nicht nur das Junior weglassen, sondern teils schon Senior davorsetzen kann.
Erfahrung der Großen zum Preis der Kleinen wollen. Das sind dann gerne auch die Unternehmen, welche am lautstärksten über Personal- und Fachkräftemangel jammern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer kennt sie nicht, die besserverdienenden Akademiker im ÖD. Ich dachte immer der ÖD zahlt so schlecht? :ugly:
Der höhere Dienst zahlt ganz gut, zumindest in Relation zu angestellten Handwerkenden oder Verkaufenden.
Der ÖD zahlt gerade im gehobenen und höheren Dienst eher schlecht. Daher hat dieser auch enorme Probleme Stellen zu besetzen. Die unteren Gehaltsgruppen sind allerdings recht gut bezahlt.
Der Vergleich mit Verkäufern oder Handwerkern mit dem höheren Dienst passt nicht.

Und das halte ich immer noch für eine Entscheidung des Unternehmers.
Man verdient im ÖD als Verbeamteter sicherlich nicht das was man in selber Position in der freien Wirtschaft verdienen könnte, aber i.d.R. (je nach Berufsfeld) wird von einem dafür auch nicht die Erreichbarkeit und (ausgleichsfreie) Überstundenzahl verlangt, wie in der freinen Wirtschaft.

Zudem muss man sich (solange man nicht äußerst schweres Fehlverhalten an den Tag legt) auch nicht sorgen dadrüber machen ob morgen der eigene Arbeitsplatz wegfällt. Außerdem, für manchen mag das auch ein Vorteil sein, hat man es, durch zuvor genannten Umstand, als Beamter wesentlich einfacher von Banken Kredite zu erhalten und diese dann auch (sicher) zurückzahlen zu können.

Außerdem muss man es auch immer in Relation zur Durchschnittsbevölkerung sehen.
Im Vergleich dazu ist fast jeder verbeamtete Posten (ggf. mit ein paar Jahren Arbeit und dann steigender Besoldungsgruppe) immer noch deutlich besser bezahlt als das deutsche Durchschnittseinkommen.
Dort also zu meckern ist am Ende schon meckern auf ziemlich hohen Niveau.

Ich persönlich bereue jedenfalls nicht von der IT-Privatwirtschaft in den ÖD gewechselt zu sein.
Da stört es mich auch nicht das ich da was weniger (aber immer noch genug) verdiene, weil wäre ich immer noch in der Privatwirtschaft hätte ich zwar vermutlich jetzt mehr Gehalt, aber auch spürbar weniger Zeit und könnte mich daher an dem mehr an Geld auch gar nicht wirklich "erfreuen". ;)
 
Zudem muss man sich (solange man nicht äußerst schweres Fehlverhalten an den Tag legt) auch nicht sorgen dadrüber machen ob morgen der eigene Arbeitsplatz wegfällt. Außerdem, für manchen mag das auch ein Vorteil sein, hat man es, durch zuvor genannten Umstand, als Beamter wesentlich einfacher von Banken Kredite zu erhalten und diese dann auch (sicher) zurückzahlen zu können.
Meine Cousine hatte bei der Post angefangen und wurde in den 90ern noch verbeamtet.
Heute ist sie bereits in Pension und kriegt guts Geld und das ist absolut sicher. Keiner wird je versuchen, den Beamten die Pensionen zu kürzen.
 
Und noch ein Knaller aus dem IT Bereich, insbesondere ÖD: Wenn wie bekloppt auf einer abgeschlossene Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes Studium der Informatik rumgeritten wird. Selbst wenn die Person schon zig Jahre an Berufserfahrung, Referenzen, etc. vorweisen kann. Dabei ist der IT Bereich wie kein anderer Bereich von Quereinsteigern geprägt, die zuvor teils komplett konträren Berufen nachgegangen sind.
 
Und noch ein Knaller aus dem IT Bereich, insbesondere ÖD: Wenn wie bekloppt auf einer abgeschlossene Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes Studium der Informatik rumgeritten wird. Selbst wenn die Person schon zig Jahre an Berufserfahrung, Referenzen, etc. vorweisen kann. Dabei ist der IT Bereich wie kein anderer Bereich von Quereinsteigern geprägt, die zuvor teils komplett konträren Berufen nachgegangen sind.
Das ist nicht ein Problem des ÖD, sondern des TVÖD.
 
Man verdient im ÖD als Verbeamteter sicherlich nicht das was man in selber Position in der freien Wirtschaft verdienen könnte, aber i.d.R. (je nach Berufsfeld) wird von einem dafür auch nicht die Erreichbarkeit und (ausgleichsfreie) Überstundenzahl verlangt, wie in der freinen Wirtschaft.
Ich dachte, wir reden über Angestellte? Als Beamter bleibt deutlich mehr netto vom brutto übrig und die Pension ist deutlich üppiger als die Rente. Da hinkt dann der Vergleich mit Bruttogehältern.
 
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