Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Zum Recht auf Home-Office:
Die von den Grünen aufgeführten Gründe lassen mich zweifeln, dass diesen klar ist das der Arbeitnehmer im Homeoffice natürlich dieselbe Leistung zu erbringen hat (und zwar nicht nur zeitlich), d.h. der Arbeitnehmer muss sich dort genauso professionell verhalten wie vor Ort.
Aber wir wissen alle was 90% der Leute im Homeoffice "nebenbei" machen: Kinder betreuen, Hund Gassi führen, im Meeting Playstation zocken (kein Witz, hat ein Bekannter mir gegenüber offen zugegeben), Wäsche waschen, Essen kochen, etc. Ein ausländischer Kollege hat sogar schonmal mehrmals am Freitag HO gemacht bevor er in den Urlaub ist. Komischerweise konnte man bei Calls an diesen Tagen hören, dass er bereits im Zug sass (hat wohl gedacht die Hintergrundgeräusche werden gefiltert). Selbst wenn man diese Zeit hinten anhängen würde (was wohl nur die wenigsten machen) leidet natürlich daran der Fokus auf die Arbeit und die Konzentration.
In jedem zweiten Meeting mit mehr als 5 Personen passiert es, dass ne Frage an einem im HO gestellt wird und dann erstmal 3s Stille herrscht, bis dann geantwortet wird: "Sorry mir ist gerade xyz heruntergefallen,...", "Hatte gerade Aussetzer im Headset,...", "*Beliebige Ausrede*..." "....Wie war die Frage nochmal?".
Dann schon öfter gehabt, dass derjenige im Meeting augenscheinlich abgelenkt ist (durch Kinder oder Haustier...schon blöd wenn man dann mal vergisst sein Mikro zu muten, da wird es ganz peinlich...).
Und wenn es 30s dauert bis man das Headset aufsetzt oder erst gar nicht abnimmt kann man sich auch sein Urteil bilden. Wenn das nur ab und zu wäre ok, aber in der Häufigkeit, über alle Kollegen gesehen, zeigt das eher allgemeines Verhalten ist. Wir haben übrigens feste Kernarbeitszeiten, auch im HO. Flexibel sind quasi nur die 1-2 Stunden davor und danach. Das macht die Sache nicht noch besser.
Ende vom Lied: Chef hat 3 Präsenztage in der Woche festgeschrieben. Am liebsten würde er es wieder ganz abschaffen, aber dann würde die Suche nach neuem Personal noch länger dauern.

Es gibt sicherlich die Leute, die auch im HO professionell arbeiten bzw. sogar leistungsfähiger sind. Nach meiner Erfahrung ist das aber nur eine kleine Minderheit. Meist sind es die Leute, die auch vorher schon überdurchschnittlich abgliefert haben.
 
Zum Recht auf Home-Office:
Die von den Grünen aufgeführten Gründe lassen mich zweifeln, dass diesen klar ist das der Arbeitnehmer im Homeoffice natürlich dieselbe Leistung zu erbringen hat (und zwar nicht nur zeitlich), d.h. der Arbeitnehmer muss sich dort genauso professionell verhalten wie vor Ort.
Aber wir wissen alle was 90% der Leute im Homeoffice "nebenbei" machen: Kinder betreuen, Hund Gassi führen, im Meeting Playstation zocken (kein Witz, hat ein Bekannter mir gegenüber offen zugegeben), Wäsche waschen, Essen kochen, etc. Ein ausländischer Kollege hat sogar schonmal mehrmals am Freitag HO gemacht bevor er in den Urlaub ist. Komischerweise konnte man bei Calls an diesen Tagen hören, dass er bereits im Zug sass (hat wohl gedacht die Hintergrundgeräusche werden gefiltert). Selbst wenn man diese Zeit hinten anhängen würde (was wohl nur die wenigsten machen) leidet natürlich daran der Fokus auf die Arbeit und die Konzentration.
In jedem zweiten Meeting mit mehr als 5 Personen passiert es, dass ne Frage an einem im HO gestellt wird und dann erstmal 3s Stille herrscht, bis dann geantwortet wird: "Sorry mir ist gerade xyz heruntergefallen,...", "Hatte gerade Aussetzer im Headset,...", "*Beliebige Ausrede*..." "....Wie war die Frage nochmal?".
Dann schon öfter gehabt, dass derjenige im Meeting augenscheinlich abgelenkt ist (durch Kinder oder Haustier...schon blöd wenn man dann mal vergisst sein Mikro zu muten, da wird es ganz peinlich...).
Und wenn es 30s dauert bis man das Headset aufsetzt oder erst gar nicht abnimmt kann man sich auch sein Urteil bilden. Wenn das nur ab und zu wäre ok, aber in der Häufigkeit, über alle Kollegen gesehen, zeigt das eher allgemeines Verhalten ist. Wir haben übrigens feste Kernarbeitszeiten, auch im HO. Flexibel sind quasi nur die 1-2 Stunden davor und danach. Das macht die Sache nicht noch besser.
Ende vom Lied: Chef hat 3 Päsenztage in der Woche festgeschrieben. Am liebsten würde er es wieder ganz abschaffen, aber dann würde die Suche nach neuem Personal noch länger dauern.

Es gibt sicherlich die Leutem die auch im HO professionell arbeiten bzw. sogar leistungsfähiger sind. Nach meiner Erfahrung ist das aber nur eine kleine Minderheit. Meist sind es die Leute, die auch vorher schon überdurchschnittlich abgliefert haben.
Source™ für deine Behauptungen?
 
Zum Recht auf Home-Office:
Die von den Grünen aufgeführten Gründe lassen mich zweifeln, dass diesen klar ist das der Arbeitnehmer im Homeoffice natürlich dieselbe Leistung zu erbringen hat (und zwar nicht nur zeitlich), d.h. der Arbeitnehmer muss sich dort genauso professionell verhalten wie vor Ort.
Aber wir wissen alle was 90% der Leute im Homeoffice "nebenbei" machen: Kinder betreuen, Hund Gassi führen, im Meeting Playstation zocken (kein Witz, hat ein Bekannter mir gegenüber offen zugegeben), Wäsche waschen, Essen kochen, etc. Ein ausländischer Kollege hat sogar schonmal mehrmals am Freitag HO gemacht bevor er in den Urlaub ist. Komischerweise konnte man bei Calls an diesen Tagen hören, dass er bereits im Zug sass (hat wohl gedacht die Hintergrundgeräusche werden gefiltert). Selbst wenn man diese Zeit hinten anhängen würde (was wohl nur die wenigsten machen) leidet natürlich daran der Fokus auf die Arbeit und die Konzentration.
In jedem zweiten Meeting mit mehr als 5 Personen passiert es, dass ne Frage an einem im HO gestellt wird und dann erstmal 3s Stille herrscht, bis dann geantwortet wird: "Sorry mir ist gerade xyz heruntergefallen,...", "Hatte gerade Aussetzer im Headset,...", "*Beliebige Ausrede*..." "....Wie war die Frage nochmal?".
Dann schon öfter gehabt, dass derjenige im Meeting augenscheinlich abgelenkt ist (durch Kinder oder Haustier...schon blöd wenn man dann mal vergisst sein Mikro zu muten, da wird es ganz peinlich...).
Und wenn es 30s dauert bis man das Headset aufsetzt oder erst gar nicht abnimmt kann man sich auch sein Urteil bilden. Wenn das nur ab und zu wäre ok, aber in der Häufigkeit, über alle Kollegen gesehen, zeigt das eher allgemeines Verhalten ist. Wir haben übrigens feste Kernarbeitszeiten, auch im HO. Flexibel sind quasi nur die 1-2 Stunden davor und danach. Das macht die Sache nicht noch besser.
Ende vom Lied: Chef hat 3 Präsenztage in der Woche festgeschrieben. Am liebsten würde er es wieder ganz abschaffen, aber dann würde die Suche nach neuem Personal noch länger dauern.
Die Leute leisten in Präsenz vermutlich nicht viel mehr als im Homeoffice.

Es gibt sicherlich die Leute, die auch im HO professionell arbeiten bzw. sogar leistungsfähiger sind. Nach meiner Erfahrung ist das aber nur eine kleine Minderheit. Meist sind es die Leute, die auch vorher schon überdurchschnittlich abgliefert haben.
Meine Frau! Die stempelt für jede Pause oder Ablenkung sogar aus.

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Mal wieder B2T hier!


Wann raffen unsere Politiker endlich, dass man sich mit der Schuldenbremse selbst ein Ei ins Nest gelegt hat?
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Leute leisten in Präsenz vermutlich nicht viel mehr als im Homeoffice.
Erstmal gemütlich über die Flure schlendern und in jedem Büro Schwätzchen und Käffchen abhalten.

PS: Reicht dann auch mit OT, okay? ^^
chill_eule bringt Offtopic
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Man möge mich da ja nicht falsch verstehen, grundsätzlich bin ich absolut dafür Arbeitnehmern mehr Recht auf Homeoffice einzuräumen, wenn diese das möchten und es beruflich umsetzbar ist (ein Krankenpfleger kann nun einmal üblicherweise schlecht im Homeoffice arbeiten), aber sicherlich nicht mit Vorzug auf Grund des Geschlechts und auch ganz sicher nicht mit solchen Hintergedanken, das Frauen sich neben ihrer Arbeit auch "mehr um den Haushalt kümmern" können, als sie sowieso schon meist tun. ;)

Vom "sozialen" Teil der Grünen kommt doch fast gar kein Vorschlag mehr, der sich nicht entweder gegen Männer oder gegen "Weiße" richtet.
Allerdings ziemlich absurd, dass sie sich jetzt selektiv für weniger Networking und damit weniger Karrierechancen bei Frauen sowie geringere Produktivität weiblicher Arbeitnehmer mit Kindern einsetzen. Am Ende der Pipeline werden die Auswirkungen dann wieder als schwere Diskriminierung durch die globale Männer-Mafia ausgelegt werden.


Sehe ich auch so. Dazu ist es diskriminierend für die, deren Job Home Office gar nicht zulässt.

Ich finde es diskriminierend, dass Fischer jeden Tag Schiff fahren dürfen. Und Förster in den Wald. Ich will ein Recht auf marine oder Wald-Arbeitsplätze für alle oder aber dass in Zukunft absolut alle Arbeitnehmer 8 h pro Tag im Büro sitzen müssen. Alles andere wäre Diskriminierung!

:wall:

Und außerdem will ich im Home Office auch 100te Euro Pendlerpauschale vom Bett zum Schreibtisch, genau wie die Leute die ihren fettsubventionierten Protzschlitten jeden Tag auf Steuerzahlersstraßen Auslauf geben.


Anbetracht des Fachkräftemangel werden es sich viele Unternehmen nicht leisten können, Homeoffice auszuschließen.

1. Grundregel des Unternehmertums: Wenn du keinen findest, der deinen Scheißjob machen will, dann ist das Schuld der Politik und die ist verpflichtet, neue Arbeitskräfte irgendwo auf der Welt zu finden, herzuschaffen und notfalls nachzuqualifizieren.

Gestern (Vorgestern?) hat der Speditionsverband den "Fachkräftemangel" auf LKW-Fahrer ausgeweitet und gefordert, dass Nicht-EU-Bürger frei als solche arbeiten dürfen. "LKW-Führerschein" respektive die Bereitschaft einen machen zu wollen, zählt offensichtlich schon als Expertenqualifikation, die man nur mit importierten Fachkräften decken kann. Zumindest wenn man für Arbeitszeiten und -bedingungen an oder jenseits der Grenze des Legalen Löhne (nicht-)zahlt, bei denen selbst Rumänen abwinken...
 
Vom "sozialen" Teil der Grünen kommt doch fast gar kein Vorschlag mehr, der sich nicht entweder gegen Männer oder gegen "Weiße" richtet.
Allerdings ziemlich absurd, dass sie sich jetzt selektiv für weniger Networking und damit weniger Karrierechancen bei Frauen sowie geringere Produktivität weiblicher Arbeitnehmer mit Kindern einsetzen. Am Ende der Pipeline werden die Auswirkungen dann wieder als schwere Diskriminierung durch die globale Männer-Mafia ausgelegt werden.
Glaube solange müssen wir dadrauf gar nicht warten, scheinbar hat man da schon denn nächsten Aufhänger, beim Olympia-Boxen der Frauen, für gefunden.

Die Aufregung um das Geschlecht der algerischen Boxerin hatte da allerdings schon ein unangenehmes Hoch erreicht. Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni mischte sich ein, Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling natürlich auch. Regina Halmich, jahrelang das Aushängeschild des deutschen Frauenboxens, äußerte sich via Instagram und bezeichnete Khelif als "biologischen Mann". Der allgemeine Tenor: Maximaler Skandal! Hier schlägt ein Mann auf Frauen ein.
Halt alles Schweine diese "Männer", selbst wenn sie biologisch nicht zu 110% der angelegten Norm entsprechen und nicht alt und weiß sind. :ugly:

 
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Vom "sozialen" Teil der Grünen kommt doch fast gar kein Vorschlag mehr, der sich nicht entweder gegen Männer oder gegen "Weiße" richtet.
Allerdings ziemlich absurd, dass sie sich jetzt selektiv für weniger Networking und damit weniger Karrierechancen bei Frauen sowie geringere Produktivität weiblicher Arbeitnehmer mit Kindern einsetzen. Am Ende der Pipeline werden die Auswirkungen dann wieder als schwere Diskriminierung durch die globale Männer-Mafia ausgelegt werden.
Die Grünen haben noch einen sozialen Teil? Wenn ich mir deinen Text so durchlese, ist das wohl eher ein geistig umnachteter Teil? :lol:Erinnert mich an die USA, wo good old Woke auch ziemlich Kontra erfährt. Ist halt schon ziemlich dämlich, Politik gegen die Mehrheitsgesellschaft zu fordern (da sind halt etwa 70% der Bevölkerung weiß; hier bestimmt noch mehr).
Ich will ein Recht auf marine oder Wald-Arbeitsplätze für alle oder aber dass in Zukunft absolut alle Arbeitnehmer 8 h pro Tag im Büro sitzen müssen.
Ganz ehrlich: Bei "Forest Office" bin ich direkt dabei. Deutlich bessere Luft, schöner als das triste Büro-Weiß und wenn irgendeine Hackfresse wieder für Wut am Arbeitsplatz sorgt, kann man wenigstens gegen einen Baum boxen anstatt die nächste Tastatur zu zerstören. :ugly:
1. Grundregel des Unternehmertums: Wenn du keinen findest, der deinen Scheißjob machen will, dann ist das Schuld der Politik und die ist verpflichtet, neue Arbeitskräfte irgendwo auf der Welt zu finden, herzuschaffen und notfalls nachzuqualifizieren.
Ich krieg' das beruflich mit. Es ist schon hart, was für ein - vor Allem lukratives - Geschäft das mittlerweile ist mit Sprachkursen, Überführung, Behördengängen etc. pp. Ich glaube, wenn man einfach nur für ordentlichen Lohn und ordentliche Arbeitsverhältnisse sorgen würde, käme man da fast bei Plus/Minus null heraus.
Glaube solange müssen wir dadrauf gar nicht warten, scheinbar hat man da schon denn nächsten Aufhänger, beim Olympia-Boxen, für gefunden.


Halt alles Schweine, diese Männer, selbst wenn sie biologisch nicht zu 110% der angelegten Norm entsprechen und nicht alt und weiß sind. :ugly:

Ich habe nie verstanden, warum Inclusivity für Transmenschen so hart gepusht wurde. Damit spielt man eine Minderheit gegen die andere aus - wobei ich mich frage, warum die (weibliche) Hälfte der Menschheit als Minderheit gesehen wird. Aber gut, die Wokestremisten haben's damit halt völlig übertrieben - obwohl Biologie einfach etwas anderes sagt. Mir tut's ehrlich gesagt leid, dass das jetzt Transmenschen ausbaden müssen, denn der Hass auf die Leute ist dadurch, dass man's mit Inclusivity deutlich übertrieben hat und Transmenschen, die biologisch einfach deutlich Frauen überlegen sind, jetzt mehr und mehr Karrierechancen von Frauen und Mädchen (das fängt ja schon in der Schulzeit an) "klauen". Vielleicht war J.K. Rowling doch nicht so verkehrt?
 
1) Es handelt sich bei dem Fall um keinen Transmenschen.
2) Das Thema dazu wäre hier:
 
Die Grünen haben noch einen sozialen Teil? Wenn ich mir deinen Text so durchlese, ist das wohl eher ein geistig umnachteter Teil? :lol:Erinnert mich an die USA, wo good old Woke auch ziemlich Kontra erfährt. Ist halt schon ziemlich dämlich, Politik gegen die Mehrheitsgesellschaft zu fordern (da sind halt etwa 70% der Bevölkerung weiß; hier bestimmt noch mehr).

Wenn die Mehrheit eine Minderheit fertig machen will oder wenn ganz allgemen alle auf allen rumhacken, so dass eine Mehrheit an Rumhackenden auf eine Minderheit trifft, dann ist es sozial die Minderheit vor der Mehrheit zu schützen, also Politik gegen letztere zu machen.
Ob so eine Situation vorliegt und Teil der Grünen das machen, steht auf einem anderen Blatt. Ich hab das "sozial" ja als Eigenbezeichung in Anführungszeichen gesetzt. Ist ähnlich zu lesen wie die "S" in CSU oder SPD oder, wenn ich mir manch Rhetorik und Klage angucke, die "D" im Parteibuch von manch CDUler und FDPler.

Ich habe nie verstanden, warum Inclusivity für Transmenschen so hart gepusht wurde.

Muss man im zeitlichen Kontext betrachten:
Bis in die 80er hinein hat man mal "Gleichberechtigung" verfolgt. Das war easy (von der Idee, die entsprechenden Bretter zu bohren war hart), zielstrebig und frei von Kollateralschäden weil "keine Steine in den Weg legen" halt immer gut ist. In den 90ern sind einige sind einfach weitergerast, zu "Gleichstellung". Also der Teilung der Gesellschaft meist auf der Basis von Vorurteilen in nicht-kausale Gruppen, von denen die einen gefördert und die anderen diskriminiert werden sollen, bis irgendwelche Durchschnittswerte identisch sind (das Individuum zählt nicht mehr). Ganz weit vorne dabei die Hardcore-Feministen, bei deren Teilungsversuch dann auch direkt Trans als Grüppchen rausgefallen ist. Leute mit mehr Hirn haben stattdessen bei der Suche nach den echten Ursachen für verfestigte Unterschiede eine Vielzahl kleiner Grüppchen mit spezifischen Problemen gefunden, die individuelle Lösungen erfordert hätten. Aber nicht bekamen, weil auf der großen Bühne der Politik niemand Zeit für Kleinkram hat. Parallel wurde allgemein Individualismus gehyped und weil 2000 Jahre nach Brian die meisten immer noch nicht kapiert haben, was ein Individuum ist, kamen dutzende Subkulturen heraus.

In den 0er Jahren haben sich diese drei Strömungen dann vermischt: Die Vielzahl kleiner Grüppchen wurde zu politischen Entitäten und denen wurde zugesprochen, dass sich die Politik um ihre Anliegen zu kümmern hat, bis die totale Gleichstellung erreicht ist. Die zunehmende Informationsfeindlichkeit der sich herausbildenden asocial-media-Gesellschaft (vergl. mein Post zur Medienlandschaft im USA-Thread) in den 10ern hat dann zu einer Betrachtung Gruppe vs. Gruppe (die Größen zu beachten wäre zuviel Statistik geworden) reduziert und "Gleichstellung" auf einen Parameter reduziert: "Sichtbarkeit". Denn wenn die Politik die (realen oder eingebildeten) Probleme einer Gruppe nicht von heute auf morgen lößt, kann das ja nur daran liegen, dass diese Gruppe nicht "sichtbar" ist.

Seitdem sind weite Teile der Gesellschaft auf dem Trip, dass jedes wie auch immer definiertes Grüppchen (es muss nicht einmal selbst definiert sein, manche werden sogar fremdefiniert und wissen gar nichts von ihrem (Un-)Glück oder ihrer Gruppenzugehörigkeit) gleich "sichtbar" sein muss, wie alle anderen "Gruppen". Und diese Entwicklung ist nicht auf Transsexuelle beschränkt, weswegen ich das hier auch nicht im Trans-Thread poste. Da geht es ja eigentlich um Transsexualität als solche (und wer darüber reden will, soll da antworten), hier/mir dagegen um ein gesamtgesellschaftliches und -politische Phänomen, dass auch unzählige andere Gruppen umfasst (die im Transthread nichts zu suchen hätten).

Rechtsextreme in mitteldeutschen Dörfern sind genauso der Meinung, dass ihre Forderungen zu wenig "Sichtbarkeit" haben, wie Rentner die noch 2-3 weitere Jahrzehnten den Planeten zerlegen wollen, Massentierhalter mit Stallanlagen aus Tierquälerzeiten, Fuhrunternehmer die keinen Bulgaren mehr abbekommen haben oder Russisch-Reichsbürger. Und jeder dieser armen, armen, übergangenen Gruppen will irgend jemand zu "Sichtbarkeit" oder "dass sie gehört werden" verhelfen: Höcke, Merz, Söder, Lindner, Wagenknecht... Bei Trans halt Teile der Grünen.

Und die haben Medial mit sowas die meiste Erfahrung und die besten Connections, dicht gefolgt von der LGBTTAIAOPRESTVOMALPHABETINKLUSIVEROMULANISCH-Bewegung. => Unter all den Grüppchen, die gerade überproportional Aufmerksamkeit verlangen oder zugesprochen bekommen, haben Transsexuelle einen gewissen Vorsprung. Aber z.B. geistig eingeschränkte sind erstaunlich dicht auf den Fersen und die Interessensvertreter von Nazis, die ja eigentlich alle, die man fragt "nicht sind", stellen in einigen Bundesländern sogar schon die einflussreichste Gruppe dar. DAS nenn ich mal Überrepräsentation!
 

Der Gefangenenaustausch mit Russland sorgt für weltweites Aufsehen.
Besonders weil ein russischer verurteilter Mörder und Agent freigelassen wurde.
Es ist zwar schön für diejenigen welche freigelassen wurden, aber Kritiker sehen eine Erpressbarkeit Deutschlands.
Und die Gefahr von Nachahmungen.
 
Der Gefangenenaustausch mit Russland sorgt für weltweites Aufsehen.
Besonders weil ein russischer verurteilter Mörder und Agent freigelassen wurde.
Es ist zwar schön für diejenigen welche freigelassen wurden, aber Kritiker sehen eine Erpressbarkeit Deutschlands.
Und die Gefahr von Nachahmungen.
Und wie ist deine Meinung dazu?
 
Ich halte diese Erpressung eher für einen Schuss ins eigene Knie. Es führt am Ende nur noch mehr dazu, dass westl. Bürger diese Staaten meiden. Und mit ihnen bleibt dann auch das Kapital aus. Für jetzt mag man aus russischer Sicht einige Mörder und Terroristen zurückbekommen haben. Auf lange Sicht ist der politische als auch wirtschaftliche Schaden deutlich größer.
 
Ich halte diese Erpressung eher für einen Schuss ins eigene Knie. Es führt am Ende nur noch mehr dazu, dass westl. Bürger diese Staaten meiden.
Ehrlich, abseits von Journalisten, die arbeitstechnisch ggf. schlicht in solche Länder müssen, würde ich sicherlich keine Staatsbürger da irgendwie freihandeln, wenn sie bei solchen Regimen an der Macht noch meinen freiwillig in das Land fahren zu müssen, ist es halt schlicht komplett selbstverschuldet, wenn man dann als Geisel im Gefängnis landet.

Ist doch am Ende das selbe wie mit irgendwelchen Touries mal wieder in den Sudan fahren und dann vom Staat freigekauft werden müssen, weil sie dort von irgendwelchen aufständischen Beduinenstämmen zum erpressen von Lösegeld verschleppt weren.

Russland interessiert sich doch nicht mehr für Touristen.
Zumindest nicht für solche als die aus jenen 4-5 Ländern und eigenen Inlandstouristen, die weiterhin an Ruzzlands Seite stehen.

*edit*
Letztens hatte ich auch irgendwo einen Artikel gelesen das Nordkorea wohl seine Tourismusbranche ausbaut, weil man wohl damit rechnet das künftig mehr Ruzzen zum Urlaub nach Nordkorea kommen werden.
Finde nur gerade den Artikel nicht mehr...
 
Zuletzt bearbeitet:
Letztens hatte ich auch irgendwo einen Artikel gelesen das Nordkorea wohl seine Tourismusbranche ausbaut, weil man wohl damit rechnet das künftig mehr Ruzzen zum Urlaub nach Nordkorea kommen werden.
Finde nur gerade den Artikel nicht mehr...
Durchaus möglich.
Aber wer reist in Länder, wo du nicht weißt, ob du wieder heraus kommst?
Keine Ahnung, wie die Tourismusbranche in Saudi Arabien aussieht.
 
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