Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Das einzige, was ich dazu finden kann, ist die Aussage, dass "allgemein angenommen wird", dass §79 sich auch selbst schützt, weil er sonst ja sinnlos wäre, in der Regel unter der ausdrücklichen Feststellung, dass das so aber nicht drin steht. Es ist also nichts weiter als eine Mehrheitsmeinung unter heutigen Juristen. Die auf äußerst wackeligen Beinen steht, denn dass irgend eine wünschenswerte Regelung allein dadurch mit gesetzesgleicher Gewalt in Kraft tritt, weil das wünschenswert/sinnvoll erscheint, obwohl dies im expliziten Widerspruch zum Wortlaut steht, dürfte wohl ziemlich einzigartig sein und wird in vielen anderen Fällen ausdrücklich nicht praktiziert, wie zahlreiche paradoxe Urteile beweisen.

Es gibt somit keinen Selbstschutz der Verfassung, es gibt nur einen Schutz durch diejenigen, die sie aktuell auslegen. Genau dieses Personal würde bei einem anhaltenen Regierungsumschwung nach rechts aber ausgetauscht werden.
Und bei weniger extremen Änderungen braucht es da nicht einmal viel Austausch, denn §79 verbietet keineswegs Änderungen im Allgemeinen, sondern nur Änderungen, die der aktuellen Intention zuwiderlaufen. Ob eine Änderung das macht oder nicht wäre wiederum den Interpretatoren überlassen und da gibt es einige sehr kreative Wortakrobaten.
 
Das einzige, was ich dazu finden kann, ist die Aussage, dass "allgemein angenommen wird", dass §79 sich auch selbst schützt, weil er sonst ja sinnlos wäre, in der Regel unter der ausdrücklichen Feststellung, dass das so aber nicht drin steht. Es ist also nichts weiter als eine Mehrheitsmeinung unter heutigen Juristen. Die auf äußerst wackeligen Beinen steht, denn dass irgend eine wünschenswerte Regelung allein dadurch mit gesetzesgleicher Gewalt in Kraft tritt, weil das wünschenswert/sinnvoll erscheint, obwohl dies im expliziten Widerspruch zum Wortlaut steht, dürfte wohl ziemlich einzigartig sein und wird in vielen anderen Fällen ausdrücklich nicht praktiziert, wie zahlreiche paradoxe Urteile beweisen.

Es gibt somit keinen Selbstschutz der Verfassung, es gibt nur einen Schutz durch diejenigen, die sie aktuell auslegen. Genau dieses Personal würde bei einem anhaltenen Regierungsumschwung nach rechts aber ausgetauscht werden.
Und bei weniger extremen Änderungen braucht es da nicht einmal viel Austausch, denn §79 verbietet keineswegs Änderungen im Allgemeinen, sondern nur Änderungen, die der aktuellen Intention zuwiderlaufen. Ob eine Änderung das macht oder nicht wäre wiederum den Interpretatoren überlassen und da gibt es einige sehr kreative Wortakrobaten.
Es ist keine allgemeine Meinung sondern eine allgemeine Rechtsauffassung.
 
Es ist keine allgemeine Meinung sondern eine allgemeine Rechtsauffassung.

Was bezüglich der Diskrepanz zwischen unveränderlichem Wortlaut eines Gesetzes und der vom Auslegendenen abhängigen Interpretation was aussagen soll?


Man kann dazu noch vom Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages anführen:
Kurzinformation: Bedeutung der Ewigkeitsgarantie nach Art. 79 Abs. 3 GG (PDF)
Auch mit entsprechenden Urteilen des Bundesverfassungsgericht als Quellen versehen.

Befasst sich überhaupt nicht mit dem Selbstschutz des §79, sondern mit dem Schutz, den er für andere Paragraphen bietet.
 
Ich kann ruyven_macaran voll und ganz verstehen. Gesetze waren, sind und werden immer nur ein Stück Papier sein, so wie Geld auch nur bunte Papierlappen sind. Solange wir alle daran glauben, dem System vertrauen und im Wesentlichen alle mitmachen, funktioniert das.

Aber wie sieht es denn aus, wenn wir eine neue faschistische Regierung haben? Das Höcke Ministerpräsident wird, nehme ich mal als gesetzt an, und wenn die Faschisten erstmal anfangen, denn geht das gleich im großen Stil mit Treten gegen politische Gegner los. Da werden dann grüne und linke Politiker in Thüringen aus fandenscheinigen Gründen verurteilt werden und sind für ewig hinter Gittern. Und die Bevölkerung? Die wird natürlich in vollem Maße jubeln. Der ganze Klimawandelsdreck kommt weck, weil es laut AfD ja gar keinen Klimawandel gibt und erst recht keinen menschlichen. Und mit dieser Art destruktiver Politik kommen sie dann auch in den Bundestag als Mehrheitspartei und werden den Bundeskanzler, die Regierung und die Bundesratspräsidenten stellen, danach den Bundespräsidenten.

Soweit so wage meine Befürchtungen oder Prognosen. Kann man erstmal sagen "Das wird nie passieren" und ich komme dann mit einen "Und wenn doch?". Und dann sind wir auf Gedeih und Verderb von unseren Gerichten abhängig. Ein Vorgeschmack was dann passieren kann, ist ein Blick in die Zeit von 33-45. Die Richter und Staatsanwälte wurden willfähige Gehilfen des Systems. Und das ist scheißegal was in den Gesetzen steht, sie werden geändert. Wie ließ es denn mit den Juden? Man machte Ressengesetze underklärte sie einfach zu Untermenschen. Juristen können sowas und dann urteilen die. Welchen zukünftigen Schutz gibt es also vor Juristen? Won ist die nAufarbeitung mit Freisler und ok? Das kann jederzeit wieder passieren. Juristen sind eine stetige Gefahr. Nicht jeder, aber "in dem Haufen" gibt es genug denen wir keinesfalls bedingungslos vertrauen dürfen.

Und selbst wenn das gegen heutige Rechtsauffassung ist, spielt das keine Rolle. Denn wer sollte dagegen klagen? Wer das machten würde, bekäme die HS, also die Höckestaffel, zu spüren. So läuft das. Und weil man sich auf Juristen nicht verlassen kann, müssen wir heute dafür sorgen, dass die neuen Faschisten keinerlei Macht bekommen.

Die müssen jetzt verboten werden. Das mag Nachteile haben, aber die Vorteile überwiegen. Denn zuerst muss der Sumpf trocken liegen, die finanziellen Mittel müssen den Verantwortlichen entzogen werden uns so weiter. Dann werden die Hetz- und Falschmeldungen weniger werden. Und das hilft schon viel. Und dann muss man anfangen, die ehemaligen Wähler der AfD, die natürlich sofort auf die Folgeparteien setzen werden, Stück für Stück zurück in die Demokratie zu holen. Das wird schwierig. Solange es aber eine AfD gibt, die tagtäglich ihre Grütze verteilt, ist es noch schwieriger.

Und was macht unsere Regierung? Nichts in der Richtung. Aber Aussitzen funktioniert nicht.
 
Aber wie sieht es denn aus, wenn wir eine neue faschistische Regierung haben? Das Höcke Ministerpräsident wird, nehme ich mal als gesetzt an, und wenn die Faschisten erstmal anfangen, denn geht das gleich im großen Stil mit Treten gegen politische Gegner los. Da werden dann grüne und linke Politiker in Thüringen aus fandenscheinigen Gründen verurteilt werden und sind für ewig hinter Gittern.
Erinnert an Martin Reichardt, der letztens wieder die Regierung als faschistische Diktatur bezeichnet hatte und dafür eine Ordnungsstrafe bekam. Nicht die erste.
 
Erinnert an Martin Reichardt, der letztens wieder die Regierung als faschistische Diktatur bezeichnet hatte und dafür eine Ordnungsstrafe bekam. Nicht die erste.
Das ist alles Teil der langfristigen Planung. Lügen, Hetzen und Verdrehen, um hinterher für faschistische Politik die Mehrheit zu haben. Und dieser Sumpf muss frühzeitig mit einem Verbot der extremistischen AfD trocken gelegt werden. Aber unsere Regierung traut sich nicht an das Thema ran.
 
Das ist alles Teil der langfristigen Planung. Lügen, Hetzen und Verdrehen, um hinterher für faschistische Politik die Mehrheit zu haben. Und dieser Sumpf muss frühzeitig mit einem Verbot der extremistischen AfD trocken gelegt werden. Aber unsere Regierung traut sich nicht an das Thema ran.
Richtig schlimm ist, dass dann wieder rechte Hetzer auftauchen (in diesem Fall das Vermietertagebuch) und Yvonne Magwas, die den Vorsitz hatte und die Ordnungsstrafe aussprach, als Anti Demokratin bezeichnete und deren Verhaftung und Gefängnisstrafe forderte.
Die ganzen Typen haben null Ahnung wie Demokratie und parlamentarische Arbeit funktioniert.
(Ich spar mir hier mal Links zu Quellen, da der Kram einfach nur widerlich ist)
 
Was bezüglich der Diskrepanz zwischen unveränderlichem Wortlaut eines Gesetzes und der vom Auslegendenen abhängigen Interpretation was aussagen soll?
Spreche mit einem Juristen am besten mit jemanden der Verfassungsrecht als SP hat.

Befasst sich überhaupt nicht mit dem Selbstschutz des §79, sondern mit dem Schutz, den er für andere Paragraphen bietet.
Ich hätte Dir ja den entsprechenden Link schon gepostet. Ist aber eigentlich egal da auch dieser Link sich mit dem Selbstschutz befasst da er, auch wenn es explizit nicht genannt ist, Teil des $79 ist.
Ich kann ruyven_macaran voll und ganz verstehen. Gesetze waren, sind und werden immer nur ein Stück Papier sein, so wie Geld auch nur bunte Papierlappen sind. Solange wir alle daran glauben, dem System vertrauen und im Wesentlichen alle mitmachen, funktioniert das.

Aber wie sieht es denn aus, wenn wir eine neue faschistische Regierung haben? Das Höcke Ministerpräsident wird, nehme ich mal als gesetzt an, und wenn die Faschisten erstmal anfangen, denn geht das gleich im großen Stil mit Treten gegen politische Gegner los. Da werden dann grüne und linke Politiker in Thüringen aus fandenscheinigen Gründen verurteilt werden und sind für ewig hinter Gittern.
Wenn Höcke MP wird kann und wird es nicht zu Massen Verurteilungen kommen. Der Staat ist nicht wie 33 so durchsetzt mit Feinden der Demokratie.

Und die Bevölkerung? Die wird natürlich in vollem Maße jubeln.
Glaube ich kaum.

Der ganze Klimawandelsdreck kommt weck, weil es laut AfD ja gar keinen Klimawandel gibt und erst recht keinen menschlichen. Und mit dieser Art destruktiver Politik kommen sie dann auch in den Bundestag als Mehrheitspartei und werden den Bundeskanzler, die Regierung und die Bundesratspräsidenten stellen, danach den Bundespräsidenten.
Sicher Wunschdenken der neuen Rechten.

Soweit so wage meine Befürchtungen oder Prognosen. Kann man erstmal sagen "Das wird nie passieren" und ich komme dann mit einen "Und wenn doch?". Und dann sind wir auf Gedeih und Verderb von unseren Gerichten abhängig. Ein Vorgeschmack was dann passieren kann, ist ein Blick in die Zeit von 33-45. Die Richter und Staatsanwälte wurden willfähige Gehilfen des Systems.
Das sehe ich nicht.

Und das ist scheißegal was in den Gesetzen steht, sie werden geändert.
Gesetze können im Rahmen welche die Verfassung gibt geändert werden.

Wie ließ es denn mit den Juden? Man machte Ressengesetze underklärte sie einfach zu Untermenschen. Juristen können sowas und dann urteilen die. Welchen zukünftigen Schutz gibt es also vor Juristen?
Unsere Verfassung.
Won ist die nAufarbeitung mit Freisler und ok? Das kann jederzeit wieder passieren. Juristen sind eine stetige Gefahr. Nicht jeder, aber "in dem Haufen" gibt es genug denen wir keinesfalls bedingungslos vertrauen dürfen.
Ich denke es sind nicht "genug". Sicher wird es den ein oder anderen geben aber ich halte unsere Richter für weniger anfällig als 33.
Und selbst wenn das gegen heutige Rechtsauffassung ist, spielt das keine Rolle.
Doch es macht einen sehr großen Unterschied. Es ist der Unterschied ob ich zum Widerstand aufgerufen bin wenn jemand unsere Ordnung welche im GG niedergeschrieben steht beseitigen möchte.
Denn wer sollte dagegen klagen? Wer das machten würde, bekäme die HS, also die Höckestaffel, zu spüren. So läuft das. Und weil man sich auf Juristen nicht verlassen kann, müssen wir heute dafür sorgen, dass die neuen Faschisten keinerlei Macht bekommen.
Eigentlich müsste ja nicht nur dafür sorgen, dass die Faschisten keine Macht bekommen sondern auch die Juristen. Also die gibt es einfach nicht mehr die Juristen.
Die müssen jetzt verboten werden. Das mag Nachteile haben, aber die Vorteile überwiegen. Denn zuerst muss der Sumpf trocken liegen, die finanziellen Mittel müssen den Verantwortlichen entzogen werden uns so weiter. Dann werden die Hetz- und Falschmeldungen weniger werden. Und das hilft schon viel. Und dann muss man anfangen, die ehemaligen Wähler der AfD, die natürlich sofort auf die Folgeparteien setzen werden, Stück für Stück zurück in die Demokratie zu holen. Das wird schwierig. Solange es aber eine AfD gibt, die tagtäglich ihre Grütze verteilt, ist es noch schwieriger.

Und was macht unsere Regierung? Nichts in der Richtung. Aber Aussitzen funktioniert nicht.
Aussitzen funktioniert nie. Daher ein sehr gutes Zeichen, dass so viele unterwegs sind und sich zur Demokratie bekennen.
Ja ich weiß alles Bilder von der linksgrünverlogenenlügenpresse. Mir macht es Mut.
 
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..... Der Staat ist nicht wie 33 so durchsetzt mit Feinden der Demokratie....
Ja, das ist genau die offene Frage. Und wir wissen es nicht. Wir wissen es erst, wenn sie aus den Löchern kommen. Ich befürchte in bestimmten Bundesländern sitzen diese Verfassungsfeinde ganz tief im System. Wenn ich die Diskussionen in Verbindungen früher bewerte, dann ist mir klar, dass all diese Verbindungsdeppen heute irgendwelche Positionen haben. Und alleine unter denen gibt es genug. Und es reicht, wenn ein paar Seilschaften aus Polizeipräsident, Oberstaatsanwalt und Richter bestehen, denn sie kennen sich und sie werden Unrecht erzeugen.

Dein Wort in Gottes Ohr, dass es nur wenige sind. Bei 35% Anteil an den Wählern gehe ich von anderen Vorraussetzungen aus. Dazu ein Verfassungsschutz, der über Jahrzehnte Rechtsextreme finanziell unterstützte und nicht wirklich verfolgte.
... Doch es macht einen sehr großen Unterschied. Es ist der Unterschied ob ich zum Widerstand aufgerufen bin wenn jemand unsere Ordnung welche im GG niedergeschrieben steht beseitigen möchte. ...
Davon gehe ich auch aus. Heute funktioniert die Zivilgesellschaft erheblich besser als nach der Weltwirtschaftskrise und dem Debakel von Versaille, dazu erlaubt uns Artikel 20 im Fall des Falles eigentlich alles. Aber auch da sorgen die Extremisten vor. Sie wissen um die maximal hunderttausend, die vielleicht aktiv werden, die "Feindeslisten" werden seit Jahren gefüllt. Und wenn die der Reihe nach als "Volksverräter " profilaktisch verhaftet werden, wird es schwer, wenn Millionen verstrahlte jubeln.

Aber ja, die Vergleiche der Demonstrationsgrößen macht Hoffnung. Wenn ich die kläglichen Montagsdemonstrationen mit denen der Gegenrechts-Koalition vergleiche, dann ist das eine Menge.

Hoffen wir das Beste. Ich gehe immer vom Schlechtesten aus und kann dann nur positiv überrascht werden. Ich bin, auch wenn das vielleicht falsch rüberkommt, nicht fürchterlich ängstlich und frustriert, ganz im Gegenteil, denn meine düsteren Prognosen verlaufen immer weit weniger schlimm und ich kann glücklich sein, weil ich Schlimmeres erwartete. Ich werde von der Realität darum tagtäglich positiv überrascht. :)
 
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Aber auch da sorgen die Extremisten vor. Sie wissen um die maximal hunderttausend, die vielleicht aktiv werden, die "Feindeslisten" werden seit Jahren gefüllt. Und wenn die der Reihe nach als "Volksverräter " profilaktisch verhaftet werden, wird es schwer, wenn Millionen verstrahlte jubeln.
Ich finde es eh suspekt, wieso man einer Diktatur zujubelt, wie das aktuell mit Russland passiert. Da wird Putin als Kämpfer für Freiheit und Demokratie hingestellt. Die Leute wissen wohl nicht mehr, was Freiheit und Demokratie bedeuten. Noch haben sie die Freiheit ihren Müll zu posten.
 
Um mal wieder zur Tagespolitik zu kommen. Jetzt gibt es die ersten Verletzten durch wilde Aktionen von Bauernterroristen. Mal sehen, wie nach den Wochen des Terrors die Bundesregierung regiert. Wann wird der Bauernverband zur kriminellen Verinigung erklärt, wann gibt es erste Hausdurchsuchungen und beschlagnahmte Rechner?

....Ich denke es sind nicht "genug". ...
Solche Nachrichten findet man immer wieder. Das ist nicht witzig, damit wird die gesamte Polizei diskreditiert. Ich kann nur hoffen, dass der oder die betroffenen Polizisten umgehend zund unehrenhaft entlassen werden, also ohne Pensionsansprüche. Verfassungsfeindliche Polizisten gehen gar nicht

 
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Das wiederum ist das gleiche Dokument, das schon Andreas verlinkt hat. Das beruft sich, wie gesagt, auf Logik: Weil der Paragraph keine Wirkung hätte, wenn er sich nicht selsbt schützen würde, müsse er sich selbst schützen, auch wenn das gar nicht drinne steht:
Wissenschaftlicher Dienst schrieb:
Die Unabänderlichkeit des Art. 79 Abs. 3 GG ergibt sich damit aus der Normlogik: Der verfassungsändernde Gesetzgeber kann nicht einerseits den strengen Bindungen des Art. 79 Abs. 3 GG unterworfen sein und andererseits die Freiheit besitzen, sich dieser
Bindungen im Wege der Verfassungsänderung zu entledigen.5

Aber wenn das allgemeingültige Rechtslogik wäre, dann würde z.B. auch das Klimaschutzgesetz sämtliche nur erdenklichen Klimaschutzmaßnahmen vorschreiben, die zur Einhaltung des 1,5-°C-Ziels nötig sind, denn sonst würde dieses Gesetz ja ebenfalls seinen Zweck nicht erfüllen. Oder z.B. Steuergesetze hätten per Definition keine Schlupflöcher, da sie sonst ja ihre Wirkung verlieren würden. Wir müssten z.B. nicht über Möglichkeiten diskutieren, extremistische Beamte aus ihren Ämtern zu entfernen, weil das komplette Konzept "Beamter" mit allen dazugehörigen Gesetzen der Aufrechterhaltung der verfassungsgemäßen Orndung dient und somit implizit auch alle Disziplinarmaßnahmen enthalten würde. Macht es aber nicht und es finden sich unzählige Beispiele, in denen die beabsichtige Wirkung von Gesetzen umgangen wurde, weil irgendwas nicht explizit drin stand.

Ich weiß nicht, ob sich hinter der "5" noch eine plausible Erläuterung versteckt, denn wie gesagt: "Dietlein, in: BeckOK GG, 54. Ed. 15.2.2023, Art. 79 Rn. 19 f." versteckt sich leider hinter eine Bezahlschranke; in Deutschland ist selbst der Zugang zur Verfassung den kapitalistischen Marktgesetzen unterworfen.
Aber bislang scheint mir da eine sehr spezielle Rechtsauslegung in Bezug auf §79 zu bestehen, die das exakte Gegenteil der Anwendung anderer Gesetze darstellt. Ich will der Grundlogik hinter dieser Auslegung nicht widersprechen, aber eine selektiv nur in bestimmten Fällen angewandte Logik ist angreifbar respektive sie hängt allein davon ab, wer über die Anwendung richtet. Und dieses Personal würde im Falle einer Rechtsregierung in Deutschland sukzessive ausgetauscht. Ein Vergleich mit dem ebenfalls für sicher gehaltenen "Roe vs Wade" in den USA ist vielleicht nicht ganz verkehrt, auch wenn unser Rechtssystem eigentlich anders arbeitet - überall da, wo der Wortlaut eines Gesetzes angewandt und nicht über seine Intention gestritten wird.
 
Die "Rentenreform" ist ja mal wieder ein grausames Werk, dass uns schon bald richtig wehtut.
Aber wenn das allgemeingültige Rechtslogik wäre, dann würde z.B. auch das Klimaschutzgesetz sämtliche nur erdenklichen Klimaschutzmaßnahmen vorschreiben, die zur Einhaltung des 1,5-°C-Ziels nötig sind, denn sonst würde dieses Gesetz ja ebenfalls seinen Zweck nicht erfüllen. Oder z.B. Steuergesetze hätten per Definition keine Schlupflöcher, da sie sonst ja ihre Wirkung verlieren würden. Wir müssten z.B. nicht über Möglichkeiten diskutieren, extremistische Beamte aus ihren Ämtern zu entfernen, weil das komplette Konzept "Beamter" mit allen dazugehörigen Gesetzen der Aufrechterhaltung der verfassungsgemäßen Orndung dient und somit implizit auch alle Disziplinarmaßnahmen enthalten würde. Macht es aber nicht und es finden sich unzählige Beispiele, in denen die beabsichtige Wirkung von Gesetzen umgangen wurde, weil irgendwas nicht explizit drin stand.
Und wie soll das gehen? Das 1,5° Ziel einzuhalten ist eine globale Aufgabe. Deutschland kann die Einhaltung gar nicht sicherstellen.
 
Gar nicht. Da machen die Staaten ein wenig mit, die das wollen, der Rest ignoriert es.
Darum geht es, ein Gesetz muss so gestaltet werden, dass es erfüllbar ist.

Würde das Klimaschutzgesetz sagen "Deutschland stellt sich, dass die Temperaturzunahme auf 1,5° begrenzt wird" dann wäre das Gesetz formell fehlerhaft. Damit kann es erfolgreich beklagt werden und alle darin verankerten Maßnahmen wären nichtig.

Es wäre für dieses Land gut, wenn man sich mal wieder auf die Grundzüge der Gewaltenteilung besinnt und die Rolle der Legislative nicht mit Aktivmus bespielt. Politik muss sich an rechtlichen, technischen, physikalischen und globalen Realitäten orientieren und keine "feel good" Funktion erfüllen und Interessengruppen bedienen.
 
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