Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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.... Aber genau das ist der Punkt: Um auf Youtube (und in den meisten anderen auf Beriselung und minimal-Komplexität ausgelegten Medien mit User-generated content) dass Bisschen Weizen aus der Spreu zu lesen, muss man sich mit dem Thema bereits auskennen.
Das ist doch immer schon so gewesen. Wissen ist seit der Existenz öffentlicher Bibliotheken weitestgehend für jeden jederzeit kostenlos erhältlich gewesen. Man musste nur hingehen und man musste früher wissen, wie ein Schlagwortkatalog funktioniert. Eigentlich ganz einfach. Und genau, wie früher die Wenigsten relevantes Wissen konsumierten und stattdessen Stunden in Klatsch- und Tratsch Zeitungen verbrachten ist es heute immer noch eine Minderheit, die sich "relevant" informmiert. Gefühlt wird der Anteil aber stetig größer, weil der Zugang erheblich einfacher ist.

Und auf der anderen Seite wird die Gefahr durch manipulierende Medien immer größer. Während es früher einfach nur Stumpfsinn war, ist es heute teilweise gefährlich, sich gedenkenlos den Inhalten hinzugeben.

Das Thema ist wichtig, aber da kann die Regierung nur wenig dran ändern. Bildungspolitik ist langfrisitg sicherlich eine kleine Option, aber die meisten Menschen interessieren sich nicht für "Wissenschaft" im weiteren Sinne. Das muss man einfach akzeptieren.

Konservativ will, das sagt ja schon das Wort, den aktuellen Stand konservieren.
Endlich sieht das mal jemand wie ich. Ich z.B. definiere mich als erzkonservativ. Wird jetzt einige überraschen. Aber was will ich denn? Ich fand die Zeit der Achtziger und Neunziger sensationell. Frei, offen, sozial, bunt, in Summe lebenswert in ganz vielen Aspekten. Und diese politischen Zustände will ich konservieren. Also nicht die aktuellen Neoliberalen, dann wäre ich nur konservativ, nein, dreizig bis vierzig Jahre alten Kram, wie z.B. unsere selige Soziale Marktwirtschaft, also bin ich "erzkonservativ".

Diese Diskussion hatte ich mal etwas ausgiebiger mit dem alten Bundesgerichtshof Präsidenten Fischer, der im Spiegel eine Kolumne hat und dort leidenschaftlich mitdiskutiert. Mit dem schrieb ich über Monate zu seinen Themen, der kannte meine politische Meinung dann sehr gut. "Erzkonservativ" als Selbstverortung hat ihm dann ein sichtbares Schmunzel hervorgebracht. Er war nicht davon zu überzeugen. Für ihn ist das etwas anderes, viel weiter zurückliegendes. Aber er ist ja auch bedeutend älter ....

Gott bewahre uns davor, dass hier jemals wieder der Muff der Fünfziger herrscht, wie es die AfD mit ihrem "klassischen Familienmodell" will, Fürchterlicher Gedanke

Die jetztige Regierung ist mir da viel zu neoliberal. Den sozialen Anteil sehe ich immer weniger, schaue ich z.B. auf Kranken- und Rentenversicherungen. Das sind die nächsten Systeme, die mittelfristig gestrichen werden.
 
Sowas haben wir glaube ich in der achten oder neunten Klasse zerlegt und erklärt bekommen. Gibt es wirklich Menschen, die das deutsche Bildungswesen durchlaufen haben, und solche banalen Dinge nicht verstehen?
Guck dir an wieviele Menschen Parteien wie die AfD wählen. Dann weisst du es.
Ich stimmte mit Frau Mai nicht überein. Wissenschaft und Politik sind unterschiedliche Dinge. Das eine sind sachliche Entscheidungen, Politik umfasst die Emotionen, den Bereich was Menschen wollen und vieles mehr. Menschen verhalten sich irrational, dass man man akzeptieren Jeder Politiker braucht natürlich gute Berater, auch wissenschaftliche Berater, aber er braucht noch viel mehr.
Natürlich ist Wissenschaft etwas anderes. Aber Sachlichkeit sollte in der Politik trotzdem nicht fehlen.
Man muß als Politiker nicht noch Stimmungen anheizen.
Ich wünsche Frau Mai in der Politik trotzdem alles Gute. Beobachten wir, wie sie sich verändern wird, auch wenn sie schon wieder zurückrudert und das ganze nur als Fake darstelle. "Es bleibt immer was hängen" und ich kann mir vorstellen, dass sie durchaus mehr Kontakt zu Politik bekommen wird. Den Punkt "Nerds an die Macht" hörte ich in abgewandelter Form auf dem CCC, in der auch Vortragenden hofften, dass gerade die, die sachlich an Themen heran gehen, das auch offen und laut machen müssen.

Sie ist noch jung und sie ist engagiert. Die, die sie ansehen, sind nicht die, die Rechtsextreme wählen, Auch die Stimmen bei Reddit, die sie zitiert, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht die rechten Spalter, wobei man, großer Fehler, die intellektuellen Köpfe nicht unterschätzen darf. Das Problem ist, wie man diese Leute erreicht. Wann immer ich auf welche treffen, dauert es nur wenige Sätze und gehe kotzend.
Das ist doch gar nicht ernst gemeint.

Aber genau das ist der Punkt: Um auf Youtube (und in den meisten anderen auf Beriselung und minimal-Komplexität ausgelegten Medien mit User-generated content) dass Bisschen Weizen aus der Spreu zu lesen, muss man sich mit dem Thema bereits auskennen.
Nö. Man muß sich nicht mit dem Thema auskennen. Man muß nur wissen welche Medien und Quellen man vertrauen kann. Menschen die aber die "Mainstream" Medien konsequent ablehnen sind sowieso verloren. Die treiben sich auf anderen Kanälen rum.

Mir ging es auch nur um die Pauschalaussage, dass Medienkompetenz fehlen würde, wenn man sich auf solchen Seiten informiert. Was definitiv falsch ist. Dann hat man "Medienkompetenz" nicht richtig verstanden.

Man kann sich übrigens auch ganze Uni-Vorträge auf YouTube angucken. Wenn einen die populärwissenschaftlichen Kanäle nicht tief und komplex genug sind.


Das ist doch immer schon so gewesen. Wissen ist seit der Existenz öffentlicher Bibliotheken weitestgehend für jeden jederzeit kostenlos erhältlich gewesen. Man musste nur hingehen und man musste früher wissen, wie ein Schlagwortkatalog funktioniert. Eigentlich ganz einfach. Und genau, wie früher die Wenigsten relevantes Wissen konsumierten und stattdessen Stunden in Klatsch- und Tratsch Zeitungen verbrachten ist es heute immer noch eine Minderheit, die sich "relevant" informmiert. Gefühlt wird der Anteil aber stetig größer, weil der Zugang erheblich einfacher ist.

Und auf der anderen Seite wird die Gefahr durch manipulierende Medien immer größer. Während es früher einfach nur Stumpfsinn war, ist es heute teilweise gefährlich, sich gedenkenlos den Inhalten hinzugeben.

Das Thema ist wichtig, aber da kann die Regierung nur wenig dran ändern. Bildungspolitik ist langfrisitg sicherlich eine kleine Option, aber die meisten Menschen interessieren sich nicht für "Wissenschaft" im weiteren Sinne. Das muss man einfach akzeptieren.

Die Zeiten haben sich geändert. Das sollte man mal akzeptieren.
Es sind nicht pauschal alle modernen Medien und Plattformen schlecht.

Wenn man Differenzierungen fordert, sollte man sich auch selber daran halten.
 
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Ja zurück in die 1980er, das wäre gut für dieses Land. Liegen aber leider Jahrzehnte neoliberaler Gesellschaftszerstörung dazwischen, die die Solidarität in diesem Land vernichtet haben. Deswegen muss man sich fragen, ob Parteien dieses Schlages noch zulässig sein sollten.
 
Gibt es wirklich Menschen, die das deutsche Bildungswesen durchlaufen haben, und solche banalen Dinge nicht verstehen?
Es gibt z.B. noch ziemlich viele die das DDR Bildungssystem durchlaufen haben. Dass die ohne Selbststudium nicht wissen wie eine Demokratie wirklich funktioniert sollte klar sein.
Wie gut und ausführlich der Politikunterricht in Hauptschulen ist mag ich auch nicht bewerten. Wenn ich aber von dem bisschen was bei uns im Gymnasium lief auch nur 25% abziehe, bleibt aber definitiv zu wenig.
 
Man braucht sich doch nur angucken, wie sich Wähler durch Populismus beeinflussen lassen.
Und vielen Wählern, gerade von der AfD, interessieren Fakten gar nicht mehr.
Das kann man mit den USA vergleichen. Und den Trump Anhängern.
Die wollen populistische Parolen hören.
 
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Das gilt für viele "kleine Parteien". Wobei die AfD und die FDP natürlich besonders darin ist, dass sie es bewusst tun. Die anderen glauben wenigstens noch selber, dass ihre Ideen gut wären. Die beiden wissen, dass sie schlecht für das Land und die Leute sind und ziehen ihre Politik trotzdem durch.
 
Nicht nur kleine Parteien. Auch größeren Parteien bedienen sich des Populismus.
Man braucht sich ja nur Merz angucken was der für Sprüche raushaut.
 
Das gilt für viele "kleine Parteien". Wobei die AfD und die FDP natürlich besonders darin ist, dass sie es bewusst tun. Die anderen glauben wenigstens noch selber, dass ihre Ideen gut wären. Die beiden wissen, dass sie schlecht für das Land und die Leute sind und ziehen ihre Politik trotzdem durch.
In dieser Aufzählung fehlt definitiv noch die CSU, die ebenso weiß das ihre Politik auf Bundesebene, für alle anderen als Bayern, schlecht ist, es aber trotzdem durchzieht.

Nicht nur kleine Parteien. Auch größeren Parteien bedienen sich des Populismus.
Man braucht sich ja nur Merz angucken was der für Sprüche raushaut.
Strauß & Co haben das früher übrigens genauso gemacht.
Jeder bedient sich populistischer Standpunkte, auch der Normalbürger, Du, Ich, jeder. ;)
 
.... Die Zeiten haben sich geändert. Das sollte man mal akzeptieren.
Es sind nicht pauschal alle modernen Medien und Plattformen schlecht.

Wenn man Differenzierungen fordert, sollte man sich auch selber daran halten.
Häh? Ich sprach vom Zugang zum Wissen und dass es in den letzten hundert Jahren immmer möglich war, Zugang zum Wissen zu bekommen. Früher etwas komplizierter, heute recht einfach. Eine Bewertung der Zugänge habe ich nicht vorgenommen. Missbrauchspotential gab es auch immer. Im "Stürmer" z.B. wurden damals die Verschwörungstheorien verbreiten, heute nutzt man aktuelle Medien.

Es geht immer nur um jeden Einzelnen und um sein Art sich zu informieren. "Medienkompetenz" herzustellen, ist Aufgabe des Elternhauses, der Familie und Freunde und der Schule. Aber es gibt eine große Anzahl Menschen, die sich für "Wissen" nicht interessieren. Früher wie heute.

Menschen, die sicbh nicht für Wissen intetressieren, waren immer schon leichte Ziele für Religionen oder andere Verschwörungstheorien, für Homöopathie oder anderes Schlangenöl. Wissen hilft dagegen, auch gegen Populismus, wer sich Wissen verweigert, hat es auch schwerer, sich gegen Manipulatioin zu wehren. Auch das war früher wie heute. Heute ist nur alles viel schneller.
Es gibt z.B. noch ziemlich viele die das DDR Bildungssystem durchlaufen haben. Dass die ohne Selbststudium nicht wissen wie eine Demokratie wirklich funktioniert sollte klar sein.
Dass man aktiv mitmachen müsste und das alle vier Jahre wählen zu gehen zu wenig ist, haben auch hier ganz viele nicht begriffen.

Wie gut und ausführlich der Politikunterricht in Hauptschulen ist mag ich auch nicht bewerten. Wenn ich aber von dem bisschen was bei uns im Gymnasium lief auch nur 25% abziehe, bleibt aber definitiv zu wenig.
Es gab immer schon die Option, mehr zu machen. Ich schaute z.B. früher Schulfernsehen. Das konnte jeder machen, der einen Fernseher hatte. Machte aber kaum einer.

Dazu eine Sendung von 1959, Umfrage in einer Hauptschule zum Nationalsozialismus. Erschreckend ....
Ob es zu den heutigen Themen "besser" ablaufen würde, wenn man Fragen zu den Zielen der AfD stellen würde?
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Dazu eine Sendung von 1959, Umfrage in einer Hauptschule zum Nationalsozialismus. Erschreckend ....
Ob es zu den heutigen Themen "besser" ablaufen würde, wenn man Fragen zu den Zielen der AfD stellen würde?
Das ist doch immer das gleiche. Wobei man auch nie weiß, was sie geschnitten haben. Vielleicht nur die Dummen und alle anderen hatten Ahnung, aber weil man zeigen wollte, dass alle dumm sind, hat mans geschnitten.
 
Das ist doch immer das gleiche.
Richtig! Scheiß Lügenpresse ... :) :) :)

Das war auch keine wissenschaftliche Ausarbeitung, sondern eine begrenzte kleine Momentaufnahme. Wie manipulativ das war, wissen wir nicht, aber jeder, der es damals gesehen hat, hätte als "Bildungsauftrag" aus der Sendung mitnehmen können, dass eigene Wissen zu hinterfragen und zu erweitern.
 
Das war auch keine wissenschaftliche Ausarbeitung, sondern eine begrenzte kleine Momentaufnahme. Wie manipulativ das war, wissen wir nicht, aber jeder, der es damals gesehen hat, hätte als "Bildungsauftrag" aus der Sendung mitnehmen können, dass eigene Wissen zu hinterfragen und zu erweitern.
Ich will auch nur ausdrücken, dass jeder manipulieren kann. entweder zeigt es, dass das Bildungssystem im Eimer ist und mehr getan muss (was aber seit Jahrzehnten bekannt ist) oder es wird auf eine andere Art manipuliert. Jeder verfolgt da seine eigenen Interessen.
Letztens hab ich ein Interview mit Maaßen gesehen und da sagte er dass das aggressive Verhalten des Westens zum Krieg geführt hatte. Kein einziges Mal sagte er, dass Russland den Krieg sofort beenden könnte. Er sagte nur, was der Westen machen muss um den Krieg zu beenden (keine Waffen mehr liefern).
Also der nächste Putin Versteher und auf einer Stufe mit Wagenknecht.
Warum die immer alle Putin Fans sind, werde ich nie begreifen.
 
Nur sollte einen Politiker bewussst sein was er damit anrichten kann.
Und er kann damit eine Menge Schaden anrichten.
Deutlich mehr als der Normalbürger.
Das ist m.A. nach nicht das eigentliche Problem, weil es nur ein Symptom oder eher eine willkommene Ausrede für "die Leute" ist.
Was ich hier jetzt schreiben werde ist meine eigene Meinung und auch nicht wirklich wissenschaftlich belegt, aber man kann es in der Geschichte immer wieder feststellen.

Ich denke das die Leute die den Populisten oder eher Extremen in die Arme laufen in einer Art Verteidigunsmodus sind, weil es von "Außen" sehr viele Veränderungen gibt, den man sich anpassen müsste/sollte (/Klimawandel, Migration, Krieg etc.). Diesse Veränderungen stehen aber in deren Meinung/Vorstellung im Gegensatz zum erreichten Wohlstand, insoweit sind sie den nötigen Veränderungen "feindlich" gegenüber eingestellt und laufen eher zu denen die sie mit vermeintlich einfachen Lösungen bekämpfen wollen oder ihnen einreden, dass es diese Veränderungen gar nicht geben müsste.
Dazu kommt das Menschen allgemein/durchschnittlich dazu neigen, ab einem gewissen erreichten Wohlstand träge zu werden, es gibt nicht mehr diesen Hunger nach Aufbruch oder erreichen von Wohlstand, sondern man ist im Modus der Besitzstandswahrung.

Gerade der "Osten" ist durch eine sehr harte Zeit der Veränderung von 1990 bis 2005 gegangen und die Leute "genießen" gerade ihen erreichten Wohlstand und jetzt kommen andere Gesellschaftsgruppen, die erneut ziemlich drastische Veräbderung anstreben, zu der dort im Osten die meisten Menschen einfach nicht bereit sind, weil sie gerade drastische Zeiten hinter sich haben. Man bedenke das sie 40 Jahre weniger Freiheit und westdeutschen Wohlstand erlebt haben.

Dieser Verteidigungs- und Besitzstandsmodus ist wohl so stark ausgeprägt das man eben auch Rattenfängern hinterherläuft mit offensichtlich sehr problematischen politischen Einstellungen, die aber zu Gunsten des Versprechens auf Besitzstandswahrung und keinen Veränderungen außer Kraft gesetzt werden. Siehhe Brexit.

Das die vermeintlichen Lösungen dieser politischen Rattenfänger direkt in eine absolute Verschlechterung führt (wieder siehe Brexit) wird dirch eine Vielzahl von Faktoren immer weiter ausgeblendet. Dabei dürfte Ideologie, Vorurteile, Populismus in Verbindung mit sozialen Medien etc die Hauptrolle spielen.
 
Es liegt eher daran, dass sich Parteien wie CDU/CSU und FDP ebenso rechte Positionen vertreten und nur die Grünen als letzte Bastion einer sozialen Gesellschaft taugen. Gerade jetzt sind es nur die Grünen, die eine Diskriminierung von Asylsuchenden und Migrant*innen verhindern!

 
Deutschland ist auf dem rechten Auge immer noch blind und die BRD war es immer.
Das ist doch Blödsinn. Die rechten Parteien werden doch vom Verfasssungsschutz beobachtet. Zudem sieht man doch wie die Medien über diese berichten.
Deutschland ist auf dem linken Auge blind, denn Linksextremismus wird toleriert, nicht observiert und auch die Medien interessiert es nicht.

Keine Ahnung vor was genau die Menschen zur Zeit Angst haben, aber ich halte es für vollkommen übertriebene Panikmache.
 
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