Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Ohne soziale Netzwerke sieht es halt blöd aus und die Zeitung gibt es frühestens morgen.

Aber warte, das spukt mir das internet aus.

„Nach Anmeldung einer Versammlung beim Landratsamt wollen die Landwirte die kommende Woche von 8. bis 12. Januar zwei Mal täglich ab 6 Uhr und ab 15 Uhr in Konvois von größeren Fahrzeugen verschiedene Bundesstraßen um Villingen-Schwenningen befahren.“

Na da kann ich ja so richtig planen.
Ja ok. Die Angaben sind nicht so genau.:ugly:
 
Ja die demonstrieren morgen. Aber wo und ab wann bei uns im Kreis. Gut ich fahre um 6 Uhr los und sollte um 6:15 auch auf der Arbeit sein. Blöd könnte der Heimweg um 13 Uhr werden. So viele Alternativstrecken habe ich hier nicht.
Kommst aus der Ecke?
autobahn.png

Markus Krall und Konsorten sind doch alles Deppen. Dei kann man nicht ernst nehmen.
Da wäre ich mir nicht so sicher.
 
Lindt ist schon sehr teuer und letztendlich sind das alles Industrieprodukte.
Billigste zutaten. Teuer verkaufen.
Ritter sport bzw. der hersteller kauft aber direkt bei den kakao-bauern und bezahlt wohl auch einen auskömmlichen preis. Gab es auch mal einen bericht dazu, aber frag mich nicht von wann... Müßte aber auf n-tv oder welt gelaufen sein.

Aha, es gibt also Bauern, die 50t Diesel im Jahr durchrauschen lassen? Sollte man da nicht ansetzen und Sparmaßnahmen umsetzen? Erhöhte Dieselpreise werden zum Umdenken führen. Das ist doch gut so, oder?
So ein traktor ist nur kein pkw. Zieh du einfach mal mit deinem auto eine ganze woche einen beladenen anhänger durch die gegend und beobachte den verbrauch. Da wirst du vermutlich umfallen.
Außerdem kann man auf einem feld nicht wirklich sprit sparen. Wie auch, wenn das gespann ständig unter zug steht? (da hilft auch kein bergab) Die dinger sind schon so gut optimiert wie es geht (ist ja eine frage der betriebskosten), aber letztlich muß es ja auch bezahlbar und praktikabel sein. Was willst du mit einem 20t traktor auf einem feld der die meiste energie dafür benötigt einen dicken akku hinter sich her zu schleppen?
Du sollst nicht weinen oder lachen, sondern nachdenken. Das war ein Beispiel für indirekte Subventionen, die nirgendwo in Statistiken auftauchen.
Das mit dem nachdenken muß ich leider zurück geben, denn was meinst du warum das beispiel nirgendwo auf taucht? Es gibt das einfach nicht mehr.
Wir lassen uns die Lebensmittel verdammt viel kosten. Denn es gibt viel mehr, als direkte Subventionen. Nur darauf will ich hinaus.
Teuer über 1000 umwege mit sicherlich genau so vielen händen die sich etwas abzweigen. Da bezahle ich lieber direkt was es kostet, auch wenn der preis dann doppelt so hoch aussieht. (im endeffekt aber günstiger ist -> ich halte nichts von subventionen jeglicher art, aber ohne geht es wohl nicht)
Es ist mehr. Die Bodenverdichtung ist ein rein mechanischen Problem, die Humusschicht ist aber eines der Mikroben.
Natürlich ist es ein mechanisches problem, was früher durch ackern "ausgeglichen" wurde. (quasi lockerung des bodens mehrere cm tief anstatt nur oberflächlich) Was ich nur bedenklich finde, du willst das problem anscheinend durch noch schwerere (akku-)maschienen verschärfen...
Fass einfach mal guten Boden beim Biobauern an und toten Boden des normalen Bauern. Du wirst den Unterschied erspüren und waum die Böden mehr Wasser aufnehmen und speichern.
Da brauch ich nur in unseren garten gehen. Da weiß ich das höchstens im herbst etwas mist vergraben wird. ;-) Allerdings ist da ein ernte-ausfall auch nicht so wild. Muß man halt im notfall was kaufen, auch wenn das gekaufte zeugs nicht wirklich der renner ist. Was ich nur vermisse sind vernünftige mören. Das war zu ost-zeiten irgendwie was ganz anderes als die jetzigen. Das kann aber auch ein sorten-problem sein.
Es geht um benachbarte Bauern, der eine Konventionell, der andere nach biologischen Standards. Die Bodengüte verändert sich je nach Bewirtschaftungsform.
Dann hilft der biobauer beim mikrobiom vieleicht etwas nach. (je nachdem wie schnell das ging) Es gibt wohl alternative ansätze in der richtung. (würde ich sogar mal probieren)
Könntest Du nicht auch weinen, wenn Du heutige riesige Felder siehst?
Nein, denn ich bin realist. Und auch wenn du den vergleich vermutlich nicht verstehst, aber genau so wenig wie beim rallye-fahren schön=schnell ist genau so wenig ist schön in der landwirtschaft rentabel. Wenn natürlich jemand kommt und die "schönheit" dauerhaft bezahlt ist das wieder was anderes.
Kein Busch, kein Strauch, kein Baum?
Kann ich hier nicht behaupten. Wir haben in teilen noch unsere obstbaum-alleen und einzelne feldwege mit sträuchern gibt es auch noch. Aber gerade letzteres ist auch was, was der traktor bei der feldbearbeitung umfahren muß und das kostet wieder diesel. :ka:
Das ist biologisch tote Landschaft, da überlebt kein Insekt, kein Vogel.
Dann schau mal genau hin. Also vor raubvögeln können wir uns hier fast nicht retten. Die waren früher mal erheblich seltener. Dazu kommen dann auch noch haufenweise füchse, die wohl auch eine kurze schulung in sachen verkehr hatten. Die gucken erst ob was kommt bevor sie die straße überqueren. :haha:
Die Entwicklung zu immer größeren Feldern ist im letzten Jahrzehnt massiv vorangeschritten.
Das ist so gewünscht. Deshalb tauschen hiesige betriebe sogar die pachtflächen, nur um eine möglichst große fläche am stück zu haben. Stellt sich jetzt die frage... Wer will nur das die lebensmittel immer billiger werden?
Wo sind die Strauobstwiesen geblieben, usw.
Bei uns hinter der scheune. :devil: Hat aber auch sein kreuz damit und baumkrankheiten machen auch vor sowas nicht halt.
Und da muss umgesteuert werden. Aktuell verlieren wie durch Erossion massiv an Böden. Weltweit gehen Hydrologen davon aus, dass bedingt durch unsere Bodenbewiertschaftung, Starkreden, steigenden Meerespiel und Versiegeleng bis zum Jahr 2050 knapp die Hälfte der heutigen Humusschicht verschwunden sein wird.
Wie gesagt, ackern! Und wenn man dazu noch eine vernünftige entwässerung baut und die instand hält hat man auch nur halb so viele probleme. (das feld hinter unserem haus wurde zu ost-zeiten mit drainage versehen und die gräben dazu immer in schuß gehalten bis zur wende, seitdem kommt auch mal etwas mehr wasser auf der oberfläche herein geflossen)
Das problem ist nur wieder, wer soll das bezahlen? Der konsument leht es ja ab.
Inzwischen glaube ich, Du bist Landwirt...
Gott sei dank nicht. Ich seh das am nachbarn, das ist ein haufen ideologie und man muß es mögen im sommer bis 23 uhr bzw. noch länger zu machen und dann frühs um 6 wieder los zu legen. Also für mich ist dann auch mal schluß mit lustig und ich arbeite mir nicht unter mindestlohn die hacken wund nur damit sich andere billig der bauch voll schlagen können.
Allerdings arbeiteten meine eltern im landwirtschaftlichen bereich, wenn auch nicht direkt auf dem feld. (staatliche institution) Von daher kenne ich wenigstens ein paar von den unzähligen regelungen und vorgaben für landwirte und wenn dann einer von ihnen im fernsehen sagt das die hälfte seiner zeit für bürokratie drauf geht, dann glaub ich dem das!

Zum thema proteste...
Das sie protestieren kann ich verstehen, wie sie es machen nicht! Ich stehe auf dem standpunkt das meine persöhnliche freiheit da aufhört, wo ich die eines anderen beschneide. Von daher finde ich die sternfahrten wie in sachsen-anhalt und thüringen ok, die blockaden bei uns in sachsen nicht.
Bei uns im gebirge wurden übrigens einige blockaden verboten wohlwissend, das man da auf keine nebenstraßen ausweichen kann. Da gibt es zwar viele dörfer, aber wenig straßen. (bei straßen-bauarbeiten gefühlt 20km umweg keine seltenheit) Zu mir auf arbeit muß ich sehen. Soll ja erst 7 uhr los gehen und da bin ich längst durch.Nur heimwärts muß ich sehen, ob die drohung mit den bundesstraßen ernst gemeint ist.
 
Kann ich hier nicht behaupten. Wir haben in teilen noch unsere obstbaum-alleen und einzelne feldwege mit sträuchern gibt es auch noch.
Das freut mich für Euch, hier ist alles zu riesigen Feldern vereinigt. Da gibt es kein biologische Diversität mehr.

Aber zurück zu den Protesten. Hackts noch? Wer genehmigt sowas? Demonstrationsrecht ist wichtig, man kann doch aber nicht den ganzen Landkreis lahm legen? Da ist es doch an der Zeit, dass unsere Innenministerij den Notstand ausruft, oder wie soll das ablaufen?

 
Aber zurück zu den Protesten. Hackts noch? Wer genehmigt sowas? Demonstrationsrecht ist wichtig, man kann doch aber nicht den ganzen Landkreis lahm legen? Da ist es doch an der Zeit, dass unsere Innenministerij den Notstand ausruft, oder wie soll das ablaufen?
Die Rechten feiern das jetzt schon.
Ich arbeite ab morgen wieder (also Teilzeit, bin ja Rentner) und wenn die mir meine Auffahrt auf die Autobahn blockieren, ziehe ich die vom Trecker runter.
 
Die Rechten feiern das jetzt schon.

Dabei
Der Rechnungsprüfungsausschuss des Parlaments hat im Dezember beschlossen, Schritte zu unternehmen, um ein Gesetz zu reformieren, Subventionen für Agrar-KFZ zu streichen. Dies geht wiederum auf eine Empfehlung des Bundesrechnungshofs zurück. Die Zustimmung erfolgte einstimmig. Im Ausschuss sind Vertreter der Parteien AfD, CDU, SPD, Grüne und FDP vertreten, die dem Beschluss also alle zugestimmt hatten. Die AfD bestätigte auf Abgeordnetenwatch sogar, dem Beschluss zugestimmt zu haben.

Es ist so dumm!
 
Ich sags ja immer wieder: AFD-Fans sind so blöd, da hilft nichts "sinnvolles" mehr.

Bei angestellten besteht der lohn aber nicht nur aus selbigem, sondern auch noch aus dem was der arbeitgeber so tragen muß. Dazu kommt dann ebenfalls noch die extra versicherung für den arbeitnehmer (berufsgenossenschaft).
Und dann wollen ja auch noch die geräte bzw. ggf. ein ertragsausfall versichert sein und wer weiß was noch so alles auf der ausgabenliste steht. (bürokraft für den verwaltungs-overhead) Bei größeren betrieben wird außerdem regelmäßig die technik erneuert, denn ein ausfall während der ernte ist teurer als regelmäßige neubeschaffung und neuere, bessere und schnellere technik ist sowieso besser als die alte.
Das alles schmälert letztenendes das gehalt der mitarbeiter und ich bleib dabei, sehr viel mehr als mindestlohn wird in der landwirtschaft nicht zu verdienen sein.

Mit Ausnahme des eigentlichen Lohns, der ja zuvor besprochen wurde, sind alle von dir genannten Punkte Betriebsausgaben. Die werden lange VOR dem diskutierten Gewinn + Betreiberlohn abgezogen.


Ich gehe eher soweit zu sagen: Ohne subventionen würde hier kein bauer mehr land bestellen oder die lebensmittelpreise wären 50% höher. Das kostet alles im laden aktuell nicht annähernd das, was es müßte um kostendeckend zu sein.

Also aktuell muss man Bauern noch einiges dafür bezahlen, damit sie mal einen cm² Acker der Natur überlassen. Und man hört auch regelmäßig, dass es mehr Pachtflächen nachgefragt werden, als verfügbar sind. Also irgendwie muss sich das auf dem derzeitigen Subventionsniveau dann wohl doch ganz ordentlich lohnen, wenn alle so scharf auf Landwirtschaft sind und es darf sehr bezweifelt werden, dass sich nach größeren Sanktionskürzungen (geschweige denn der ursprünglich mal geplanten und mittlerweile fast komplett kassierten Mini-Absenkung) gar keiner mehr findet.

Sicher: Rein zahlenmäßig würden viele kleine aufgeben. Weil viele kleine Höfe einfach unwirtschaftlich arbeiten und eine nur noch von Staatssubventionen am Leben erhaltener Anachronismus sind. Das kann man aus einer ganzen Menge von Gründen scheiße finden, aber welche Lobby geht noch einmal jedes einzelne Mal auf die Barrikaden, wenn die Landwirtschaftsvorschriften und Subventionen zu ungunsten von Agrarmassenproduktionsbetrieben geändert werden sollen? Exakt: Genau die gleichen, die jetzt den Verkehr lahmlegen, scheinbar noch genug Diesel (und Freizeit) haben um quer durch die ganze Republik zu treckern Politiker hängen sehen wollen.


Ob Bayern dann auch Bauern ins Gefängnis steckt wegen Wiederholungsgefahr?

Wieso "Wiederholung"? Ich dachte, in Bayern wirst du weggeschlossen, sobald jemand auch nur vermutet, du könntest was vorhaben? Söderstan ist Rechts-Staat, nicht Rechtsstaat.
 
Nun stellen wir uns vor, dass aufgrund von Klimaprotesten ein ganzes Bundesland, die Kinder von der Schulpflicht befreit sollten diese nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln die Schule erreichen können. Das weiß man auch schon ein paar Tage vorher, was wäre seit Bekanntgabe los gewesen. Geiselhaft einer ganzen Gesellschaft, so wird das nichts mehr bei Pisa, wie soll ich zur Arbeit kommen, Terroristen......
 
Da bin ich jetzt wirklich gespannt, wie unsere Regierung darauf reagiert.

Das sind keine Demonstrationen, um politische Meinung zu äußern, das sind schlimmste Blockaden von Wirtschaftsbetrieben. Das ist einem wilden Streik gleichzusetzen. Das Demonstrationsrecht wird missbraucht. Das wird Ärger geben. Das ist gleichzusetzen mit Aktivisten, die sich zu Castorzeiten an Bahngleise ketteten oder heutige Blockarden von Flughäfen.

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Zuletzt bearbeitet:
Es läuft am besten über die wirtschaftliche Schiene. Die blockierten Betriebe, in diesem Fall das Netto-Zentrallager, haben massive wirtschaftliche Schäden. Und genau die klagt man bei den Verursachern ein. Im Gegensatz zu Kindern, die Flughäfen blockieren, sind Bauern in der Regel flüssig.

Dazu natürlich Durchsuchungen der Bauernverbände um Hinweise darauf zu bekommen, ob weitere illegale Maßnahmen geplant sind.

Ich bin wirklich auf die Stellungsnahme der Regierung und der Opposition gespannt. Mal sehen, ob in diesem Land mit gleichem Maß für alle gehandelt wird. Ich persönlich würde natürlich nin diesem Fall wie bei Klimaaktivisten nicht haldeln, sondern ganz im Gegenteil Gesprächrunden einberufen. Und wenn die Bauern, ode rausgewählte Vertreter ein paar Stunden mit Kanzler, Wirtschafts- und Finanzminister hatten, sollte es doch reichen. Wird dann immer noch blockiert, kann man räumen.
 
Es läuft am besten über die wirtschaftliche Schiene. Die blockierten Betriebe, in diesem Fall das Netto-Zentrallager, haben massive wirtschaftliche Schäden. Und genau die klagt man bei den Verursachern ein. Im Gegensatz zu Kindern, die Flughäfen blockieren, sind Bauern in der Regel flüssig.
Das die Logistik auch streikt haste aber mitbekommen!? Anscheinend ja nicht...
Zumal es dem Klima förderlich ist, wenn heut mal weniger gefahren wird, ist ja nun genau dein Ding.
 
"Wir bitten die Bevölkerung um Verständnis. Den großen Rückhalt und die Solidarität, die wir aus weiten Teilen der Gesellschaft erhalten, wollen wir nicht verlieren", sagte Rukwied dem Magazin "Stern".
Ich kenne nur einen einzigen, der mit den Bauern solidarisch ist, und das ist ein Bekannter aus Bayern, der als Meister auf einem größeren Hof arbeitet. Der Rest schüttelt nur den Kopf und äußert sich zynisch zu dem Thema.

Gibt da draußen noch mehr Leute, die so denken. :D
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Bei uns ist fast alles dicht. Arbeit ist nicht zu erreichen. Selbst kleinere Nebenstraßen wo man teils die größeren blockierten Kreuzungen umfahren kann sind ebenfalls blockiert. Keine Chance zur Arbeit zu kommen.

Ich habe dafür kein Verständnis. Arbeiter bekommen deswegen Minusstunden, müssen Urlaub nehmen oder bekommen vielleicht so noch Probleme wegen unerlaubten Fernbleiben der Arbeit. Oder es darf dann schön am Wochenende rausgearbeitet werden.

Das hat nichts mit einer Demonstration zu tun.
 
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