Lindt ist schon sehr teuer und letztendlich sind das alles Industrieprodukte.
Billigste zutaten. Teuer verkaufen.
Ritter sport bzw. der hersteller kauft aber direkt bei den kakao-bauern und bezahlt wohl auch einen auskömmlichen preis. Gab es auch mal einen bericht dazu, aber frag mich nicht von wann... Müßte aber auf n-tv oder welt gelaufen sein.
Aha, es gibt also Bauern, die 50t Diesel im Jahr durchrauschen lassen? Sollte man da nicht ansetzen und Sparmaßnahmen umsetzen? Erhöhte Dieselpreise werden zum Umdenken führen. Das ist doch gut so, oder?
So ein traktor ist nur kein pkw. Zieh du einfach mal mit deinem auto eine ganze woche einen beladenen anhänger durch die gegend und beobachte den verbrauch. Da wirst du vermutlich umfallen.
Außerdem kann man auf einem feld nicht wirklich sprit sparen. Wie auch, wenn das gespann ständig unter zug steht? (da hilft auch kein bergab) Die dinger sind schon so gut optimiert wie es geht (ist ja eine frage der betriebskosten), aber letztlich muß es ja auch bezahlbar und praktikabel sein. Was willst du mit einem 20t traktor auf einem feld der die meiste energie dafür benötigt einen dicken akku hinter sich her zu schleppen?
Du sollst nicht weinen oder lachen, sondern nachdenken. Das war ein Beispiel für indirekte Subventionen, die nirgendwo in Statistiken auftauchen.
Das mit dem nachdenken muß ich leider zurück geben, denn was meinst du warum das beispiel nirgendwo auf taucht? Es gibt das einfach nicht mehr.
Wir lassen uns die Lebensmittel verdammt viel kosten. Denn es gibt viel mehr, als direkte Subventionen. Nur darauf will ich hinaus.
Teuer über 1000 umwege mit sicherlich genau so vielen händen die sich etwas abzweigen. Da bezahle ich lieber direkt was es kostet, auch wenn der preis dann doppelt so hoch aussieht. (im endeffekt aber günstiger ist -> ich halte nichts von subventionen jeglicher art, aber ohne geht es wohl nicht)
Es ist mehr. Die Bodenverdichtung ist ein rein mechanischen Problem, die Humusschicht ist aber eines der Mikroben.
Natürlich ist es ein mechanisches problem, was früher durch ackern "ausgeglichen" wurde. (quasi lockerung des bodens mehrere cm tief anstatt nur oberflächlich) Was ich nur bedenklich finde, du willst das problem anscheinend durch noch schwerere (akku-)maschienen verschärfen...
Fass einfach mal guten Boden beim Biobauern an und toten Boden des normalen Bauern. Du wirst den Unterschied erspüren und waum die Böden mehr Wasser aufnehmen und speichern.
Da brauch ich nur in unseren garten gehen. Da weiß ich das höchstens im herbst etwas mist vergraben wird.

Allerdings ist da ein ernte-ausfall auch nicht so wild. Muß man halt im notfall was kaufen, auch wenn das gekaufte zeugs nicht wirklich der renner ist. Was ich nur vermisse sind vernünftige mören. Das war zu ost-zeiten irgendwie was ganz anderes als die jetzigen. Das kann aber auch ein sorten-problem sein.
Es geht um benachbarte Bauern, der eine Konventionell, der andere nach biologischen Standards. Die Bodengüte verändert sich je nach Bewirtschaftungsform.
Dann hilft der biobauer beim mikrobiom vieleicht etwas nach. (je nachdem wie schnell das ging) Es gibt wohl alternative ansätze in der richtung. (würde ich sogar mal probieren)
Könntest Du nicht auch weinen, wenn Du heutige riesige Felder siehst?
Nein, denn ich bin realist. Und auch wenn du den vergleich vermutlich nicht verstehst, aber genau so wenig wie beim rallye-fahren schön=schnell ist genau so wenig ist schön in der landwirtschaft rentabel. Wenn natürlich jemand kommt und die "schönheit" dauerhaft bezahlt ist das wieder was anderes.
Kein Busch, kein Strauch, kein Baum?
Kann ich hier nicht behaupten. Wir haben in teilen noch unsere obstbaum-alleen und einzelne feldwege mit sträuchern gibt es auch noch. Aber gerade letzteres ist auch was, was der traktor bei der feldbearbeitung umfahren muß und das kostet wieder diesel.
Das ist biologisch tote Landschaft, da überlebt kein Insekt, kein Vogel.
Dann schau mal genau hin. Also vor raubvögeln können wir uns hier fast nicht retten. Die waren früher mal erheblich seltener. Dazu kommen dann auch noch haufenweise füchse, die wohl auch eine kurze schulung in sachen verkehr hatten. Die gucken erst ob was kommt bevor sie die straße überqueren.
Die Entwicklung zu immer größeren Feldern ist im letzten Jahrzehnt massiv vorangeschritten.
Das ist so gewünscht. Deshalb tauschen hiesige betriebe sogar die pachtflächen, nur um eine möglichst große fläche am stück zu haben. Stellt sich jetzt die frage... Wer will nur das die lebensmittel immer billiger werden?
Wo sind die Strauobstwiesen geblieben, usw.
Bei uns hinter der scheune.

Hat aber auch sein kreuz damit und baumkrankheiten machen auch vor sowas nicht halt.
Und da muss umgesteuert werden. Aktuell verlieren wie durch Erossion massiv an Böden. Weltweit gehen Hydrologen davon aus, dass bedingt durch unsere Bodenbewiertschaftung, Starkreden, steigenden Meerespiel und Versiegeleng bis zum Jahr 2050 knapp die Hälfte der heutigen Humusschicht verschwunden sein wird.
Wie gesagt, ackern! Und wenn man dazu noch eine vernünftige entwässerung baut und die instand hält hat man auch nur halb so viele probleme. (das feld hinter unserem haus wurde zu ost-zeiten mit drainage versehen und die gräben dazu immer in schuß gehalten bis zur wende, seitdem kommt auch mal etwas mehr wasser auf der oberfläche herein geflossen)
Das problem ist nur wieder, wer soll das bezahlen? Der konsument leht es ja ab.
Inzwischen glaube ich, Du bist Landwirt...
Gott sei dank nicht. Ich seh das am nachbarn, das ist ein haufen ideologie und man muß es mögen im sommer bis 23 uhr bzw. noch länger zu machen und dann frühs um 6 wieder los zu legen. Also für mich ist dann auch mal schluß mit lustig und ich arbeite mir nicht unter mindestlohn die hacken wund nur damit sich andere billig der bauch voll schlagen können.
Allerdings arbeiteten meine eltern im landwirtschaftlichen bereich, wenn auch nicht direkt auf dem feld. (staatliche institution) Von daher kenne ich wenigstens ein paar von den unzähligen regelungen und vorgaben für landwirte und wenn dann einer von ihnen im fernsehen sagt das die hälfte seiner zeit für bürokratie drauf geht, dann glaub ich dem das!
Zum thema proteste...
Das sie protestieren kann ich verstehen, wie sie es machen nicht! Ich stehe auf dem standpunkt das meine persöhnliche freiheit da aufhört, wo ich die eines anderen beschneide. Von daher finde ich die sternfahrten wie in sachsen-anhalt und thüringen ok, die blockaden bei uns in sachsen nicht.
Bei uns im gebirge wurden übrigens einige blockaden verboten wohlwissend, das man da auf keine nebenstraßen ausweichen kann. Da gibt es zwar viele dörfer, aber wenig straßen. (bei straßen-bauarbeiten gefühlt 20km umweg keine seltenheit) Zu mir auf arbeit muß ich sehen. Soll ja erst 7 uhr los gehen und da bin ich längst durch.Nur heimwärts muß ich sehen, ob die drohung mit den bundesstraßen ernst gemeint ist.